4 Tage - Tokio (Städtetrip)

Tokio (Tokyo) - die Hauptstadt Japans gilt aktuell, mit unglaublichen 38 Mio Einwohnern in der Metropolregion, als zweitgrößte Stadt der Welt und dementsprechend viel hat die Stadt natürlich auch zu bieten.

Wir haben Tokio damals im Rahmen unserer Japan-Reise erlebt und in Summe sogar 6 Tage in der japanischen Metropole verbracht, hier stelle ich euch jedoch noch einmal gezielt alles Wissenswerte zusammen, falls ihr Japan bspw. im Rahmen einer Asientour einzeln besuchen möchtet.

Im Laufe dieses Journals gebe ich euch deshalb hilfreiche Informationen zu folgenden Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Wir haben unsere Japan-Rundreise im April/Mai 2024 gemacht.

Meine PDF Guides für unterwegs, findest du am Ende der Seite.


Sehenswertes

Tokio

Tokio repräsentiert Japan, wie keine andere Stadt. Sie bildet eine perfekte Symbiose aus Tradition und Moderne. Historische Tempelanlagen inmitten von hochmodernen Wolkenkratzern, traditionelle Kochkunst neben moderner Fusion Kitchen und altertümlich anmutende Bezirke, die an futuristische Vergnügungsviertel angrenzen. 

Unsere Highlights, die man in Tokio definitiv gesehen haben sollte, sind folgende:

Shibuya Crossing

Ein Highlight, das man in Tokio gesehen haben muss, ist die Shibuya Crossing.

Die weltbekannte Kreuzung ist zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Besuch wert.

Sie zeigt, welch unfassbare Menschenmassen sich täglich durch die Straßen von Tokio bewegen. In einer Grünphase können bis zu 2500 Menschen die Kreuzung im Herzen des Stadtteils Shibuya überqueren, am Tag insgesamt bis zu 250.000 Menschen. Das sind unglaubliche Zahlen, aber wenn man die Kreuzung live erlebt, wundert man sich darüber nicht. 

Auch wir überquerten die Kreuzung im Laufe unseres Aufenthaltes das ein ums andere mal. Neben dem Erlebnis, sich mit über 2000 anderen Menschen über die Kreuzung zu schieben, lohnt sich auch der Blick von oben auf die Kreuzung. 

Hierfür gibt es gleich mehrere Optionen.

Zunächst kann man durch die Glasscheibe des Starbucks auf die Kreuzung herabblicken. Eine weitere Option ist der Blick von der Außenterrasse des 8. Stockwerkes im Magnet Kaufhaus.

Eine besondere Aussicht bietet außerdem der Wolkenkratzer und ein weiteres Highlight - Shibuya Sky. Von hier oben sehen die Menschen auf der Kreuzung aus, wie kleine Ameisen. 

Shibuya Sky

Das zweite Highlight habe ich bereits angesprochen. Shibuya Sky ist ein knapp 230 Meter hoher Aussichtsturm im Herzen von Shibuya und in unmittelbarer Nähe zur Shibuya-Crossing. Von dem 2019 fertiggestellten Aussichtsturm hat man nicht nur den Blick von oben auf die Kreuzung, sondern auch eine fantastische Sicht über ganz Tokio. 

Der Eintritt kostet je nach Wechselkurs gut 15€ und es empfiehlt sich, insbesondere um einen Platz um die beliebte Sunset-Hour zu ergattern, frühzeitig online ein Ticket zu kaufen. Wir stellten uns tatsächlich einen Wecker genau einen Monat vor unserem geplanten Besuch und aktualisierten genau um 0 Uhr japanischer Zeit die Seite. So schafften wir es, ein Ticket für die Zeit kurz vor Sonnenuntergang zu bekommen. Leider war das Wetter einen Monat später dann überwiegend bewölkt, das kann man natürlich bei einer Buchung im Voraus nie genau vorhersehen. 

Dennoch ist ein Besuch des Shibuya Sky immer ein Highlight. 

Zu den Besonderheiten der Aussichtsplattform zählt unter anderem die beleuchtete Rolltreppe, die einen vom 46. in den 47. Stock bringt. 

Außerdem gibt es eine Ecke, in Richtung der Shibuya-Crossing, die als beliebter Fotospot dient. Hier bildet sich schnell eine längere Schlange. Auch wir stellten uns hier an, würden das im Nachhinein beim nächsten mal allerdings nicht mehr machen. Die Dreistigkeit mit der einige Leute vor uns in der Schlange sich unglaublich viel Zeit nahmen, um Fotos in allen möglichen Posen und Konstellationen zu machen, haben wir so noch nicht erlebt. Irgendwann war für uns einfach der Punkt gekommen, an dem wir am liebsten gegangen wären, an dem uns aber die bereits in der Schlange verbrachte Zeit zu schade war, um tatsächlich zu gehen und so machten auch wir hier noch 1-2 schnelle Fotos, bevor wir den Aufzug zurück nach unten nahmen. 

Senso-Ji Tempel

Die Tempel Japans sind für uns als Europäer natürlich grundsätzlich Highlights und auch Tokio hat hier einige zu bieten.

Einer der schönsten und bekanntesten ist sicherlich der Senso-Ji Tempel im Stadtteil Asakusa, der auch zeitgleich der älteste buddhistische Tempel der Hauptstadt ist. 

Schon der Fußweg zum Tempel ist etwas ganz besonderes.

Er führt durch die Einkaufsstraße Nakamise-dori, die auf beiden Seiten von verschiedensten Einkaufs- und Souvenirläden, Restaurants und Snackständen gesäumt ist. 

Aber auch das gesamte Viertel - Asakusa - bietet in den umliegenden Straßen zahlreiche Restaurants, Bars oder Cafés, die zum Verweilen einladen. 

Das Gelände des Senso-Ji verfügt über mehrere Tempelgebäude, einen Schrein mit einer riesigen roten Lampenlaterne in der Mitte, Gebetstafeln und kleine Gärten.

Der Geruch von Weihrauch liegt in der Luft.

Das markanteste Markenzeichen ist aber die fünfstöckige Pagode.

Ein weiterer Tipp ist ein Besuch der Touristen-Information am Anfang der Nakamise-dori Straße. Hier kann man kostenlos aus einem der höheren Stockwerke einen tollen Blick auf die Einkaufsstraße und die dahinterliegenden  Tempelgebäude genießen. 

Meiji-Schrein

Der Meiji-Schrein ist ein weiteres kulturelles Highlight. 

Inmitten eines grünen Wald-/Parkgeländes im Stadtteil Shibuya und nahe dem Bahnhof Harajuku gelegen, steht der Meiji-Schrein, als einer der bedeutendsten Shintō-Schreine Japans. 

Gewidmet wurde der Schrein dem früheren japanischen Kaiser Meiji und neben dem hölzernen Schrein findet man, über das Gelände verteilt, mehrere riesige hölzerne Torii. 

Das Gelände des Meiji-Schreins dient außerdem auch als Location für traditionelle Hochzeiten und eine solche fand auf dem Gelände auch statt, als wir den Schrein besuchten. 

Das grüne und beruhigende Parkgelände lädt zum spazieren auf zahlreichen Wegen ein und an vielen Ecken kann man weitere interessante Dinge entdecken - so auch die Wand aus traditionellen Sake-Fässern, die mit japanischen Schriftzeichen und Bildern verziert sind. 

Nicht vergessen sollte man, sich auch beim Meiji-Schrein einen Stempel bzw. Goshuin für sein Sammelbuch abzuholen. 

Hier bildete sich an der entsprechenden Ausgabestelle bereits eine lange Schlange, in der wir auf unseren allerersten Goshuin unserer Reise warteten. 

Kaiserpalast Tokio

Auch der Kaiserpalast von Tokio zählt selbstverständlich zu den Highlights der Stadt. 

Gebaut wurde der Palast auf den Ruinen einer früheren Edo-Burg.

Das Gelände bietet rund um den Palast schöne Obstgärten und grüne Wiesen, auf denen man relaxen und sich vom wuseligen Stadtzentrum erholen kann. 

Der Palast selbst dient als Residenz für die kaiserliche Familie, ist der Öffentlichkeit aber nicht zugänglich. 

Beeindruckend und sehenswert sind hier vor allem die aus riesigen Steinen gebauten Mauern, die das Gelände umrahmen.

Um das Gelände zusätzlich vor Angriffen von außen zu sichern, wurden um die Mauern herum tiefe Gräben ausgehoben, die nur auf den steinernen Brücken überquert werden können. 

Tokios Parks

Tokio bietet als Ausgleich zu den urbanen Teilen der Stadt auch viele sehenswerte Parks, die als grüne Oasen, Erholung und Entspannung ermöglichen. 

Besonders zu Zeiten der Kirschblüte erfreuen sich die Parks der Stadt großer Beliebtheit. Im Laufe des März beginnt die Kirschblüte zu blühen und wandert nach und nach immer weiter in den Nordosten des Landes. Auf der Insel Hokkaido beginnt die Kirschblüte dann erst im Mai zu blühen. 

Der wohl bekannteste Park Tokios ist der riesige Ueno Park. Der älteste Park der Stadt bietet eine vielfältige Pflanzenwelt, mehrere Seen und auch einige Museen im nördlichen Teil des Parks. 

Weitere Parks sind der Shibarikyū-Park, der Sumida Park oder der Shinjuku Gyoen National Garden. Letzteren haben wir besucht und können einen Spaziergang durch den Park definitiv empfehlen. 

Bei den Parks fällt auf, was sich ohnehin durch ganz Japan zieht, dass sie sehr ordentlich und gepflegt sind. Die Bäume sind fein säuberlich zurückgestutzt, der Rasen ist gemäht und auch die Wege sind sehr gepflegt. 

Nightlife in Shinjuku

Wenn die Sonne in Tokio untergeht, kommen die vielen bunten Leuchtreklamen in den Straßen von Shinjuku besonders gut zur Geltung.

Hervorzuheben ist hier die Central Road im Stadtteil Shinjuku, an deren Ende auf einem Hochhaus die riesige Godzilla-Figur thront. Der Kopf und die Pranken vermitteln den Eindruck, als würde das Monster aus dem Haus hervor und auf die Menschen in der Straße zukommen. 

Gleich um die Ecke findet sich außerdem die bekannte Restaurant- und Kneipengasse Omoide Yokocho. Die schmale Gasse beherbergte nach dem zweiten Weltkrieg einen Schwarzmarkt. Heutzutage finden sich auf beiden Seiten der Gasse winzige Bars und Restaurants, die authentische Grillgerichte für eine kleine Anzahl an Gästen bereithalten. In der Regel hat jeder der Läden nur Platz für eine handvoll Leute, die auf Barhockern am Tresen sitzen und diese frisch zubereiteten Grillgerichte und Getränke genießen können. Zu den Stoßzeiten kann es hier schon ordentlich voll werden.

Von der Central Road wenige Minuten in die andere Richtung gelegen, findet man das Barviertel Golden Gai

Auch das frühere Rotlichtviertel versprüht einen ganz besonderen Charme. 

Zahlreiche Bars finden sich hier und auch diese bieten oft lediglich 5-6 Personen Platz, die hier unterschiedliche Drinks, oft auf Sake-Basis, genießen können. 

Wir waren hier in der Araku Bar und würden einen Besuch des Viertels jedem empfehlen, der abends einen Drink in authentischer ursprünglicher Atmosphäre zu sich nehmen möchte. 

Akihabara

Mangas, Anime und Cosplay - auch dafür steht Japan und das Zentrum dieser Bewegungen findet sich in Tokios Stadtteil Akihabara

Tausende bunter Werbetafeln, riesige Spielhallen mit verschiedensten Spielautomaten, Elektronikkaufhäuser und Anime-Läden reihen sich hier aneinander. 

Auf den Straßen herrscht ein dichtes Gewusel von verkleideten Menschen in Anime- oder Cosplay-Kostümen.

Auch dieses Viertel entspricht genau den Vorstellungen, die viele vorab von Japan haben.

Wie in der gesamten Stadt, sieht man hier auch einige Mario Kart Real-Life Gruppen. Hierbei fahren Menschen in Mario Kart- oder anderen Kostümen auf kleinen Karts auf den regulären Straßen der Stadt Rennen.

Das Viertel ist außerdem auch ein Paradies für Sammler aus aller Welt. In den Kaufhäusern findet sich alles - von Sammelkarten, über Spielzeuge bis hin zu anderen seltenen Fundstücken. Bei einem Besuch Tokios sollte auch ein Besuch des bunten und quirligen Viertels Akihabara nicht ausbleiben.

Omakase

Omakase - das heißt frei übersetzt so viel wie "ich überlasse es dir". In Japan bezeichnet das eine besondere Art des Essens. 

Bei einem Omakase-Restaurant bestellt nicht der Gast, wie gewohnt, eine Mahlzeit, sondern der Koch bereitet sie vor und überrascht damit den Gast. Bei einem klassischen Omakase gibt es in der Regel eine Vielzahl von Gängen, die der Koch frisch am Tresen vor den Gästen zubereitet. In der Regel startet der Koch mit einer leichten Vorspeise, gefolgt von mehreren Hauptgängen und einem süßen Abschluss. 

Die Gänge beinhalten in der Regel unterschiedlichstes Sushi, das aus fangfrischen Meeresfrüchten zubereitet wird. 

Die Gerichte zeichnen sich außerdem durch Saisonalität, Kreativität und künstlerische Anrichtung aus. 

Zwangsläufig werden einem hier auch Gänge mit Zutaten serviert, die man selbst vermutlich so nicht bestellt hätte und so hat man bei einem Omakase-Menü die Möglichkeit, auch mal ganz andere Dinge zu probieren und sich einen Eindruck zu verschaffen. 

Wir entschieden uns für ein Omakase bei Udatsu Sushi. Ein 15-gängiges Menü kostete hier ca. 80€ und wir wurden definitiv nicht enttäuscht. 

Hierbei probierten wir die unterschiedlichsten Meeresfrüchte - von klassischem Thunfisch bis hin zum Inneren eines Seeigels. Der Koch leistete wirklich hervorragende Arbeit und sorgte immer wieder für eine geschmackliche Überraschung. Auch das Ambiente gefiel uns sehr gut. Hier sollte man für ein authentisches Erlebnis bei der Buchung am besten den Wunsch hinterlegen, einen Platz am Tresen zu bekommen, da es teilweise auch reguläre Tische gibt.

Sumo-Turnier

Wenn ihr die Möglichkeit habt und es zeitlich passt, können wir auch den Besuch eines Sumo-Turniers wärmstens empfehlen.

In Tokio werden Turniere im Januar, Mai und September ausgerichtet. Solltet ihr zu einer anderen Zeit in Tokio sein, kann man aber zumindest bei einem Training zuschauen. Wir hatten Glück und konnten im Mai sogar einen Tag bei einem Turnier zuschauen. 

Sumō ist eine traditionell japanische Variante des Ringens. 

Ziel eines jeden Sumoringers ist es, seinen Kontrahenten entweder auf den Lehmboden des Rings zu befördern, oder ihn aus dem mit Stroh abgesteckten Ring zu befördern. Die Sumo-Ringer, auch Sumotori genannt, haben entsprechend enorm viel Kraft und wiegen auch nicht gerade wenig. 

Nachdem wir uns mit unserer Gruppe in der Nähe der großen Arena, Ryōgoku Kokugikan, getroffen hatten, wurde uns zunächst eine ausführliche Einweisung in die Regeln des Sumo-Ringens gegeben. Dies beinhaltete auch eine Vorstellung der erfolgreichsten Sumotori. Diese ordnen sich in unterschiedliche Klassen ein und in seinem Rang steigen kann man üblicherweise dann, wenn man einen ranghöheren Kämpfer besiegt. 

Wir buchten das Event über viator und zahlten gut 100€ für unser Ticket. 

Je mehr man über die Sportart selbst, die Vorbereitung und das Leben der Athleten, sowie über die Geschichte des Sports lernt, desto spannender wird es und wir bekamen bei dieser Tour einen umfassenden Einblick. 

Die einzelnen Kämpfe reichten von unspektakulären Kämpfen, bei denen einer der Kontrahenten bereits nach einer Sekunde am Boden war, bis hin zu  Kämpfen, bei denen es mehrfach hin- und her ging. 

Auch die Stimmung in der großen Arena, die Platz für mehr als 10.000 Zuschauer bietet, war überragend - ein einmaliges Erlebnis. 

Weiteres

Natürlich ist das nur ein Auszug der vielen Highlights, die diese Metropole zu bieten hat. Hier ist eine Liste weiterer Highlights, die wir teilweise besucht haben und teilweise für unseren nächsten Besuch aufheben mussten.

Nicht weit von der Shibuya-Crossing entfernt findet sich die Hachiko-Bronzestatue.

Weitere Aussichtstürme, von denen man den Blick genießen kann, sind der Tokyo Skytree und der Tokyo Tower. Der rot-weiße Tokyo Tower, der in seiner Form etwas an den Eiffelturm erinnert, ist aber auch ein sehenswerter Anblick selbst, ohne dass man zur Aussichtsplattform hinaufsteigen muss. 

Wer auch hier in Tokio noch einen weiteren sehenswerten Tempel besichtigen möchte, für den lohnt sich ein Ausflug zum Gotokuji Tempel, aber auch Tokyo Bay und die Regenbogenbrücke sind eine interessante Gegend. Das aufregende Nightlife Tokios kann man auch in den Roppongi Hills erleben. 

Außerdem bietet Tokio auch, insbesondere für Familien, interessante Ausflugsziele - wie das Disneyland Tokyo oder das teamLab Planets.

Shoppen kann man am besten in den Stadtteilen Ginza (unter anderem in dem riesigen Ginza Six Kaufhaus), Harajuku oder Omotesando.

Wer doch noch etwas mehr Zeit hat, der kann auch noch Tagesausflüge, bspw. nach Kamakura, Yokohama oder zum Mount Fuji unternehmen - schaue hierzu gerne in mein Journal zu unserer Japan-Rundreise.


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft, Meiji-Schrein & Shibuya

An unserem ersten Tag landeten wir morgens in Tokio am Flughafen Haneda. Von hier nahmen wir den Limousine Bus zum Bahnhof Shinjuku. In diesem Stadtteil lag auch unser Hotel, bei dem wir morgens zumindest schonmal unser Gepäck ablegten.

Von hier aus ging es für uns zuerst in einen 7 Eleven, wo wir uns als Snack ein Onigiri holten. Unser erster Programmpunkt war dann ein Spaziergang durch den Shinjuku Gyoen National Garden. Das war eine großartige Gelegenheit, sich erst einmal zu akklimatisieren und wir genossen die schön gepflegten japanischen Gärten.

Zu Fuß liefen wir von hier weiter zum Meiji-Schrein, einem der schönsten Schreine der Stadt. Hier verbrachten wir einige Zeit und schauten uns die gesamte Anlage ausführlich an, bevor wir uns hier noch für unseren allerersten Goshuin anstellten. Von dem Schrein spazierten wir dann weiter in Richtung Shibuya, wo es dann Zeit für ein Mittagessen bei Tare-Katsu war.

Nach dem Mittagessen schauten wir uns dann die Shibuya-Crossing live zunächst von unten und dann von der Magnet Aussichtsterrasse an. Nachdem wir uns dann in den Straßen und Shops von Shibuya noch ein wenig die Zeit vertrieben hatten, ging es zum Abschluss des Tages noch auf die Aussichtsplattform Shibuya Sky, für die wir im Vorfeld Karten online gekauft hatten.

Nachdem dort oben die Sonne untergegangen war, wurde es dann doch schon recht frisch und wir aßen zu Abend eine schön heiße und scharfe Ramen-Suppe bei Oreryu-Shio Ramen nahe der Shibuya-Crossing. Den Abschluss des Tages bildete, wie fast jeden Abend, Erholung von den vielen zurückgelegten Kilometern im hoteleigenen Onsen.

Tag 2: Asakusa, Senso-Ji, Akihabara & Golden Gai

Unseren zweiten Tag starteten wir im Stadtteil Asakusa. Hier gab es viel zu sehen und das Highlight war natürlich die Tempelanlage des Senso-Ji, wo wir auch einige Zeit verbrachten und im Anschluss durch die umliegenden Gassen mit Street Food Ständen schlängelten.

Um die Mittagszeit fuhren wir in Richtung des Anime-Viertels Akihabara. Hier ging es für uns zunächst zum Mittagessen zu Gyukatsu Motomura. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, spazierten wir durch Akihabara und bestaunten die verkleideten Leute, die riesigen Anime- und Elektronikkaufhäuser und die Mario-Kart Rennen auf den Straßen.

Gegen Abend trafen wir uns dann mit Freunden wieder im Stadtteil Shinjuku. Hier schlenderten wir zunächst durch die alte kleine Streetfood Gasse - Omoide Yokocho - wo wir Fleischspieße vom Grill zum Abendessen aßen. Gemeinsam spazierten wir im Anschluss noch ein bisschen durch Shinjuku, vorbei am Godzilla Head, zum Viertel Golden Gai, wo wir uns noch einen Drink auf Sake-Basis im Araku genehmigten. Abends ging es dann abschließend wieder in unseren sehr schönen Onsen.

Tag 3: Kaiserpalast, Omakase & Roppongi

Den dritten Tag starteten wir mit einer Besichtigung des Kaiserpalasts und des umliegenden Geländes. Von hier ging es noch zum nahegelegenen Hie-Schrein.

Mittags stand dann unser nächstes Highlight an - Omakase bei Udatsu Sushi. Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis und in 16 Gängen konnte man einiges probieren - von klassischem Thunfisch bis hin zum Inneren eines Seeigels.

Abends gab es dann noch einmal ein sehr leckeres Ramen bei Iruca Tokyo Roppongi und anschließend liefen wir noch ein wenig durch die beleuchteten Straßen von Roppongi.

Alternativ könnte man an einem solchen Tag auch einen Tagestrip nach Kamakura oder zum Mount Fuji einplanen, oder eine längere Aktivität wie das Disneyland oder teamLab Planets.

Tag 4: Tsukiji Fischmarkt, Ginza & Tokyo Tower

Den letzten Tag kann man dann mit einem Frühstück auf dem Tsukiji Fischmarkt starten und anschließend zum (Souvenir-) Shopping nach Ginza fahren. Auch in Harajuku und Omotesando gibt es noch weitere Shops.

Dem Tokyo Tower sollte man dann ebenfalls noch einen Besuch abstatten. 

Je nachdem wann man weiterfliegt, ist noch Zeit für einen Mittagessen bei Onigiri Mamma oder noch eine volle Mahlzeit bei Gyopao Shinjuku.

Abwandlungen:

Natürlich gibt es auch hier wieder einige Möglichkeiten, den Plan umzustellen. Meiner Meinung nach hat man an den ersten 2 Tagen dieses Plans die Highlights der Stadt gesehen, die man definitiv gesehen haben muss. Tag 3 lässt sich demnach beliebig auswechseln und auch ein Tagestrip wäre hier möglich. Bei 4 Tagen würde ich allerdings die Zeit lieber in Tokio nutzen und dann eher nochmal schauen, ob saisonale Events, wie der Besuch eines Sumo-Turniers, zufällig in den Aufenthaltszeitraum fallen. 


Wissenswertes

Anreise:

Wenn eine Reise den Titel Fernreise verdient hat, dann ist es eine Reise nach Japan. Wir flogen von München in knapp 13 Stunden direkt nach Tokio. Der Rückweg dauerte sogar über 14 Stunden. Das war definitiv unser bisher längster Nonstop-Flug. Die meisten Flüge gehen von Europa zwar nach Tokio, aber auch der Flughafen Osaka wird angeflogen - hier kann man die Reiseroute dann einfach umdrehen. 

Tokio wird außerdem auch sehr regelmäßig von allen größeren Flughäfen Asiens angeflogen, falls man einen Zwischenstopp im Rahmen einer Asien-Rundreise geplant hat.

Vom Flughafen Tokio reist man in die Stadt sehr komfortabel mit dem Limousine Bus für umgerechnet ca. 6€, Tickets hierfür gibt es direkt am Flughafen - einfach auf die orangenen Schilder achten.

Je nach Viertel ist aber ggf. auch die Metro die bessere Alternative, diese fährt bspw. direkt nach Ginza.

Öffentlicher Verkehr in Tokio:

Tokio verfügt über ein riesiges und gut ausgebautes Metro-und Busnetz. Am besten speichert man sich für die Fahrt die SUICA Card auf sein Smartphone und nutzt diese Prepaid-Karte zum Ein- und Auschecken an den entsprechenden Stationen. Die Gebühr für die entsprechende Strecke (ca. 1-2€) wird dann einfach abgebucht. 

Da die Metro-Stationen teilweise über sehr viele Ein- und Ausgänge verfügen, lässt man sich am besten bei Google Maps die entsprechende Strecke anzeigen, bei der üblicherweise auch der beste Ein- und Ausgang angegeben ist. 

Denke auch daran in Tokios Metro-Stationen nach Stempeln für dein Stempelbuch zu suchen.

Müllentsorgung:

In Japan ist gefühlt alles mit Plastik verpackt. Wir bekamen bspw. in einem Kaufhaus eine einzelne Cashew-Nuss zum Probieren in die Hand gedrückt und selbst die war in Plastik verpackt. Das führt natürlich zwangsläufig dazu, dass man im Laufe des Tages einiges an Plastik ansammelt. Nun würde man denken, dass es auch entsprechend viele Mülleimer gibt, das Gegenteil ist aber der Fall. In ganz Japan finden sich auf den Straßen kaum Mülleimer. Seit einem Giftgasanschlag in der U-Bahn von Tokio 1995 gibt es im gesamten Land kaum noch öffentliche Mülleimer. Entweder also man wirft seinen Müll in einem Supermarkt/Restaurant weg oder abends im Hotel. Denn trotz dieses Mangels an öffentlichen Mülleimern wird man keinen Japaner sehen, der seinen Müll einfach auf der Straße entsorgt. 

Öffentliche Toiletten: 

Ganz anders als mit den öffentlichen Mülleimern, verhält es sich mit öffentlichen Toiletten. Man findet öffentliche Toiletten an jeder Ecke, in jeder Bahnstation, in jeder Tempelanlage und auch sonst überall. Diese Toiletten sind allesamt nicht nur kostenlos, sondern auch blitzsauber. Außerdem verfügen die Toiletten über diverse Sound-Möglichkeiten, mit denen man unangenehme Geräusche auf den Toiletten übertönen kann und die Klobrillen sind in aller Regel beheizbar, wie eine Sitzheizung im Auto. 

Sicherheit:

Insgesamt ist Japan eines der sichersten Länder der Welt und auch Tokio macht davon keine Ausnahme - wir hatten nie auch nur die geringsten Bedenken.

Beste Reisezeit:

Eine beste Reisezeit gibt es in Japan im Grunde nicht. Der Winter bietet tolle Erlebnisse, genauso wie der Sommer. 

Besonders beliebt ist die Zeit der Kirschblüte im Frühling - März/April, hier ist es aber im Gegenzug etwas überfüllt und besonders teuer. 

Anfang Mai ist die Goldene Woche in Japan mit einigen Feierlichkeiten und die Japaner machen hier selber gerne Urlaub. Da kann es mit Plätzen in den Zügen oder auch bei den Sehenswürdigkeiten schonmal etwas eng werden.

Auch der Herbst ist sehr schön, wenn sich die Bäume bunt färben.

Gesundheit & Impfungen:

Besondere Impfungen braucht man für eine Reise nach Japan nicht. Ggf. kann man über eine Tollwut-Impfung nachdenken, wenn man in ländlicheren Regionen unterwegs ist.

Ansonsten hilft hier aber auch wie immer ein kurzer Check Up beim Reisearzt.

Sprache und Währung: 

Gesprochen wird in Japan in erster Linie die eigene Landessprache - Japanisch. Insbesondere in ländlichen Regionen sprechen viele Menschen kein gutes Englisch. Das hat uns etwas überrascht. Zur Not empfiehlt es sich hier, auf eine App wie den Google Translater zurückzugreifen. Hiermit kann man im Übrigen auch geschriebenes Japanisch über die Kamerafunktion für sich übersetzen. 

Der Yen ist die japanische Währung. Zwar kann man an vielen Orten natürlich einfach mit der Kreditkarte zahlen, aber es gibt doch auch noch einige Orte, an denen ausschließlich Bargeld akzeptiert wird. Auch das hatten wir so nicht erwartet. Es empfiehlt sich deshalb, bspw. am Flughafen nach der Landung, etwas Bargeld für alle Fälle abzuheben.

Packtipps:

Natürlich stellt sich vor einer Reise nach Japan oft die Frage, ob man was spezielles einpacken sollte. Hier kann man in jedem Fall sagen, dass bequeme Schuhe in deinem Koffer nicht fehlen sollten. Die Strecken sind teilweise sehr weit und man wird bei einem Japan-Urlaub in der Regel ordentlich Schritte zurücklegen. Wichtig ist außerdem ein Steckdosen-Adapter. In Japan gibt es andere Steckdosen, als in Europa/Deutschland. Was man allerdings nicht unbedingt braucht, ist Duschgel oder Shampoo. In den Hotels wirst du viele Gratis-Pflegeprodukte vorfinden, wie auch Haarbürsten und Gesichtscremes.

Shopping:

Als wir 2024 in Japan waren, stand der Wechselkurs für uns sehr gut, sodass viele Artikel umgerechnet relativ günstig waren. Ich kaufte mir bspw. ein neues iPad, das im Vergleich zu Deutschland umgerechnet 300€ günstiger war. In vielen Läden zahlt man außerdem als Tourist steuerfrei. Hierfür muss man an der Kasse lediglich seinen ausländischen Reisepass vorzeigen und dann wird die Steuer vom Kaufpreis abgezogen. 

Dieses System soll wohl ab Ende 2026 umgestellt werden, sodass man sich die Steuer nachträglich zurückholen muss. 

In vielen Großstädten sind Teile der Stadt sonntags autofrei und da die Läden hier sonntags geöffnet sind, kann man entspannt die breiten Straßen entlang schlendern und in den Läden zu beiden Seiten der Straße stöbern. 

Stempel & Goshuine:

Eine weitere Besonderheit und eine beliebte Challenge auf einer Japanreise bildet das Sammeln von Stempeln und Goshuinen. Wer auch eine solche schöne Erinnerung von seiner Japan-Reise mit nach Hause bringen möchte, sollte sich entweder vorher ein Stempelbuch bestellen oder vor Ort an seinem ersten Schrein eines kaufen. Um sicherzugehen, dass man die richtige Größe wählt, würde ich letzteres empfehlen. Nun kann das Sammeln losgehen, denn jeder Tempel oder Schrein bietet hier die Möglichkeit, sich einen individuellen kalligrafisch kommentierten Siegelstempelabruck (Goshuin) in sein Buch stempeln/zeichnen zu lassen. 

Auch viele Bahnstationen und Sehenswürdigkeiten haben einen eigenen Stempel mit Stempelkissen, den man sich selbst in sein Erinnerungsbuch stempeln kann. Hier lohnt es sich auch, immer einmal nachzufragen, wenn man den Stempel auf den ersten Blick nicht findet. 

Wir brachten so ein volles Buch mit Stempeln von jeglichen Orten, die wir besucht hatten, wieder mit nach Hause - eine schöne Erinnerung.

Onsen:

Japan ist nicht zuletzt bekannt für seine Onsen. Onsen sind heiße Quellen, die die Japaner schon vor vielen hundert Jahren zur Entspannung genutzt haben. Heutzutage verfügen viele Hotels über künstlich angelegte Onsen, die nach einem langen Tag mit vielen Schritten zum Entspannen einladen. Kleidung oder Tattoos sind in öffentlichen Onsen in der Regel nicht erlaubt. Außerdem sind der Herren- und Damen-Bereich immer getrennt voneinander. Bevor du das Becken des Onsen betrittst und auch hinterher duscht man sich, auf einem kleinen Hocker sitzend, gründlich ab. 

Touren & Tickets:

Wie oben schon beim Shibuya Sky erwähnt, sind Tickets auch im Vorfeld schnell und häufig ausverkauft. Dementsprechend macht es Sinn, wenn man sich mit ausreichend Vorlauf über die Verfügbarkeit von Tickets für bestimmte Sehenswürdigkeiten wie Aussichtstürme, Museen oder Freizeitparks informiert. Teilweise müssen die Tickets bereits bis zu einem Monat im Voraus online gekauft werden, um noch einen Platz zu bekommen.

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Einreise & Visum:

Ein Visum benötigte man für touristische Einreisen und Aufenthalte bis zu 90 Tage nicht.

Das kann sich aber jederzeit ändern, sodass man sich vorher über die aktuelle Lage informieren sollte. 

Insbesondere ist Japan derzeit bemüht, den extrem hohen Touristenandrang entgegenzuwirken, indem bspw. für Übernachtungen und Sehenswürdigkeiten höhere Steuern und/oder Eintrittspreise bei Touristen erhoben werden sollen. 


Unterkunftsempfehlungen

 

  • Erste 5 Nächte: Onsen Ryokan Yuen Shinjuku - Das Yuen Shinjuku können wir sehr empfehlen. Für uns war insbesondere die Lage mitten in Shinjuku perfekt, um die Stadt zu erkunden und der Stadtteil Shinjuku hat uns zum einen sehr gut gefallen und außerdem ist er mit öffentlichen Verkehrsmitteln super angebunden. Wir konnten auf dem Hinweg vom Flughafen den Limousine Bus direkt zum Bahnhof Shinjuku nehmen und auch die Busse nach Fujiyoshida etc. fuhren hier ab. Das Highlight des Hotels ist definitiv der sehr schöne Onsen im Dachgeschoss mit einem Outdoor-Becken, von dem man einen atemberaubenden Blick über die Dächer der City hatte. Zwischen unseren zwei Aufenthalten konnten wir hier auch unsere Koffer lassen und dann zum nächsten Stopp verschicken.
  • 2 Nächte am Ende: Agora Toyko Ginza - Auch dieses Hotel war wie immer sehr schön eingerichtet, sauber und ordentlich. Im Nachhinein hat uns Shinjuku jedoch als Wohnviertel besser gefallen als Ginza, weil dort einfach mehr los war und auch einen Onsen gab es hier leider nicht - dennoch ebenfalls ein top Hotel.

Essensempfehlungen

Das Essen selbst ist noch ein weiteres Highlight Japans und viele freuen sich auf ihre Japan-Reise hauptsächlich allein schon wegen der dort typischen Speisen. 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass uns das Essen hier sehr oft sehr gut gefallen hat. Natürlich muss man hier aber auch ein bisschen offen sein, um auch mal etwas neues auszuprobieren. Uns ist aufgefallen, dass die Gerichte sehr oft aus einer Reis/Nudelbeilage mit Fleisch/Fisch bestanden. Gemüse gab es selten frisch, sondern wenn, dann oft frittiert. Wir haben uns deshalb nach dem Urlaub ganz besonders auf einen frischen Salat gefreut.

Typische Speisen:

Die bekanntesten Speisen, die man unbedingt probieren sollte sind aus unserer Sicht folgende:

  • Sushi: Natürlich - das wohl bekannteste Gericht Japans ist Sushi. In Japan gibt es hier bevorzugt das "ursprüngliche" Sushi, das nur aus Reis mit Fisch besteht. Die Sushi-Rollen, wie wir sie aus Deutschland kennen - mit bspw. Sesam und Crispy Chicken - sind hier nicht so oft zu finden. Ein guter Weg, verschiedenes Sushi zu probieren, ist bei einem Omakase  oder auch bei einem Running-Sushi - auf japanisch kaiten-zushi genannt. 
  • Udon-Nudeln: Udon-Nudeln sind dicke Nudeln aus Weizenmehl, die warm in einer Suppe oder auch kalt serviert werden. 
  • Ramen: Die japanische Nudelsuppe erfreut sich auch in Europa immer größerer Beliebtheit. Ramen gibt es in verschiedensten Varianten. Die Suppe kann auf Miso-Basis oder auch auf Hühner-/Schweinebrühe-Basis angerichtet werden, enthält dann meist Nudeln, Gemüse, Fleisch oder Tofu und wird getoppt mit einem gekochten Ei. Die Art-und Weise der Bestellung ist ein weiteres Highlight. Man ordert die Suppe in der Regel an einem Automaten vor dem jeweiligen Restaurant (ähnlich einem Zigarettenautomaten) und bekommt dann nach Bezahlung eine entsprechende Marke ausgespuckt, die man dann dem Koch im Laden vorzeigt, der das bestellte Gericht dann frisch zubereitet.
  • Okonomiyaki: Der japanische herzhafte Pfannkuchen kann mit unterschiedlichstem Gemüse und Fleisch befüllt werden und wird anschließend mit Mayonnaise getoppt.
  • Onigiri: Die gefüllten Reisbällchen (oft in Form eines Dreiecks) können unterschiedliche Füllungen enthalten. Am bekanntesten sind wohl die mit würzigem Thunfisch oder mit gegrilltem Lachs. Neben den spezialisierten Restaurants kann man Onigiris als Zwischensnack auch immer gut im Supermarkt um die Ecke kaufen und das in guter Qualität. Das ist ohnehin ein weiteres Highlight in Japan. Die Qualität der Snacks, wie eben Onigiris, Sandwiches oder anderer Teigwaren in den Supermärkten wie Seven Eleven ist wirklich extrem gut und nicht vergleichbar mit europäischen Standards.
  • Matcha-Tee: Der zu Pulver gemahlene Grüntee ist inzwischen über die japanischen Grenzen bekannt und wird weltweit konsumiert. In Japan wird Matcha aber nicht nur für Tee, sondern auch in Kuchen, Keksen oder Eis verwendet. 
  • Tempura: Frittiertes/r und knuspriges/r Gemüse oder Fisch ist ebenfalls in Japan weit verbreitet und wird oft bei Gerichten als Beilage serviert.
  • Mochi: Bei Mochi wird klebriger Reisteig zu einer glatten Masse gestampft, um damit Früchte, die in Japan sehr beliebte rote Bohnen Paste oder (wobei das in Japan seltener ist, als man es hier in Deutschland vermuten würde) Eis zu überziehen. 
  • Takoyaki: Die insbesondere in Osaka weit verbreiteten Teigbällchen mit Oktopusfüllung werden oft an Street-Food Ständen angeboten. 
  • Bento-Box: Die Boxen mit unterschiedlichen Fächern, die mit Nudeln/Reis, Fleisch oder Fisch, Gemüse und Soßen befüllt sind, eignen sich bestens als Lunch-Box to go.
  • Katsudon: Die japanische Form des Schnitzels - ein paniertes Schweineschnitzel auf Reis mit Sojasoße.
  • Gyukatsu: Hier brät man sein Fleisch auf kleinen Tischgrills selber und isst es mit unterschiedlichen Beilagen und Soßen.
  • Gegrillter Aal: Insbesondere in der Gegend um Nagoya sehr beliebt, mit spezieller Ess-Technik.
  • Hida-Rind: Beliebt in der Region rund um Takayama, leckeres Fleisch am Spieß oder auch in Teigtaschen.
  • Gyozas: Eines meiner Lieblingsgerichte Japans. Hierbei handelt es sich um Teigtaschen gefüllt mit Fleisch, Gemüse und Gewürzen. Angebraten schmecken sie besonders gut.

Das alles sind nur einige Beispiele für die vielfältigen aus Japan stammenden Gerichte. 

Restaurants & Cafés:

 

  • Tare-Katsu: Sehr leckeres Katsudon mitten im belebten Stadtteil Shibuya.
  • Gyukatsu Motomura: Gyukatsu, das man sich auf seinem eigenen Grill nach Belieben zubereitet, im Stadtteil Akihabara.
  • Oreryu Shio-Ramen: Das für uns leckerste Ramen in Tokio. Wir waren in der Filiale in Shibuya - Empfehlung ist das Spicy Ramen.
  • Udatsu Sushi: Hier haben wir ein sehr hochwertiges Omakase genossen - eine super Erfahrung.
  • Gyopao Shinjuku: Super leckere Gyozas und Soup Dumpblings gab es hier. Aber vorsicht: scharf heißt hier auch wirklich scharf.
  • Iruca Tokyo Roppongi: Noch ein Anlaufpunkt für hervorragendes Ramen - sogar mit Michelinstern und dennoch zu erschwinglichen Preisen.
  • Onigiri Manma: Die besten Onigiris unserer gesamten Reise - wir haben sie to-go für unsere Busfahrt aus Shinjuku mitgenommen.
  • Tsukiji Fischmarkt: Hier gibt es viele Stände mit frischen Gerichten. Welche Stände sich besonders lohnen, sieht man an den langen Schlangen davor.
  • Kurand Sake Market: Toller Ort für ein Sake-Tasting. Es war erstaunlich, wie unterschiedlich verschiedene Sake-Sorten schmecken können.
  • Glitch Coffee Roasters: Leckeres und stylisches Café in Ginza.
  • THE Matcha Tokyo: Top-Adresse für Matcha-Drinks.
  • KOPI KALYAN Tokyo: Noch ein sehr gutes Café.
  • KOFFEE MAMEYA: Kleiner netter Coffee-Shop.
  • SYNdicate Café: Zentral gelegenes Café in Shibuya.
  • ARAKU Bar: Coole Bar in Golden Gai.

Japanische Esskultur

Insgesamt unterscheidet sich die japanische Esskultur deutlich von der europäischen/deutschen. 

In Japan ist es bspw. unhöflich im Gehen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu essen. Aber auch im Restaurant oder Café setzt man sich nicht, wie in Deutschland üblich, zusammen an einen Tisch, unterhält sich und trinkt etwas gemeinsam. Einzige Ausnahme ist vielleicht ein Izakaya.

Grundsätzlich sitzt man in Japan oft an einem Tresen. Hier bekommt man sein Essen, isst dieses zügig auf und macht anschließend Platz für die nächsten Gäste. Oft haben die Restaurants nur wenige Sitzplätze und bei den guten oder angesagten Restaurants bilden sich lange Schlangen. Teilweise findet man an seinem Platz dann sogar Schilder, auf denen steht, ma solle sich nicht zu viel Zeit lassen, aus Respekt vor den wartenden Gästen. 

Am Anfang ist es dann zwar noch befremdlich, dass man teilweise am Tresen Platz nimmt und links und rechts vom eigenen Platz Trennwände sind. Vor sich hat man dann teilweise nur eine Klappe in der Wand, durch die das Essen gereicht wird. Man sitzt dementsprechend alleine dort und isst. An Kommunikation mit seinem Sitznachbar oder dem Koch ist hierbei nicht zu denken. Man gewöhnt sich aber hieran. 

Diese Art und Weise bietet auch einen Vorteil. Wer hier tatsächlich alleine Essen geht, der muss sich nicht einsam fühlen, was in Japan aufgrund der großen Masse an Leuten und der teilweise bestehenden Anonymität ein echtes Problem ist. 


Fotoeindrücke


Eine Reise nach Japan steht nicht umsonst bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste.

Wer nach Japan reist, der darf Tokio definitiv nicht verpassen. Aber auch als Einzelziel, im Rahmen einer Asienreise, vermittelt Tokio einem einen sehr guten Eindruck vom Land Japan. 
Es kann Leute geben, für die der Trubel, die vielen Menschen und die Größe der Stadt erstmal eine Überforderung ist, aber wir haben Tokio gerade dafür geliebt. Auch die unzähligen ausgezeichneten Cafés und Restaurants waren ein echtes Highlight - wir kommen sicherlich nochmal wieder nach Tokio.

 

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Guides

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Tokio Deutsch
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