7 Tage - Yucatan Halbinsel (Kurztrip)

Yuacatan - die Halbinsel an der Ostküste Mexikos ist ein beliebtes Reiseziel, insbesondere für Europäer und Amerikaner. 

Tulum und Cancún zählen zu den größten Städte hier in der Region und verfügen beide über einen großen internationalen Flughafen, sodass sie von Europa direkt angeflogen werden können. Uns hat Tulum bedeutend besser gefallen als Cancún, sodass wir definitiv empfehlen würden, die Zeit in und um Tulum zu verbringen. 

Hierbei kann man auch Ausflüge ins Inland oder auf die ein oder andere Insel vor der Küste in seinen Plan integrieren. 

Quick Facts

Wunderschöne Strände

Die Strände Mexikos, und so auch die der Yucatan-Halbinsel, gehören sicherlich zu den schönsten Sandstränden der Welt. Sie sind die perfekte Ausgangslage für entspannte Tage.

Chichén Itzá

Auch die Pyramide von Chichén Itzá, als eines der sieben Weltwunder der Moderne, kann von hier aus im Rahmen eines Tagestrips besichtigt werden. 

Tourismus

In Cancún wird es noch deutlicher als in Tulum, aber die Region ist schon sehr für den (insb. amerikanischen) Tourismus ausgelegt und natürlich kein Geheimtipp.

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu folgenden Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlung
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Außerdem findest du am Ende der Seite (zukünftig) meinen komprimierten PDF Guide zum Download für unterwegs.

Wir haben die Yucatan-Halbinsel im Rahmen unseres Mexiko-Guatemala-Trips im Dezember 2024 besucht.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält ggf. Affiliate-Links. Wenn du über diese Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich.


Sehenswertes

Yucatán-Halbinsel

Wir haben uns bei unserer Rundreise aufgrund der knappen Zeit auf die Yucatán Halbinsel ganz im Osten von Mexiko konzentriert. Diese Gegend ist ziemlich touristisch und steht natürlich nur bedingt stellvertretend für das Land Mexiko. 

Dennoch hat auch diese Gegend das ein oder andere Highlight zu bieten. 

Chichén Itzá

Das bekannteste Highlight auf der Halbinsel ist sicherlich Chichén Itzá - als eines der sieben Weltwunder der Neuzeit. Die Maya-Ruinenstätte liegt inmitten des nördlichen Teils von Yucatán. 

Im Zentrum der Stätte steht die große und gut erhaltene Kukulcán Pyramide. Es ist beeindruckend, wie die Maya die Pyramide damals mit derart vielen Details (genaue Ausrichtung zur Sonne, Anzahl der Stufen entsprechend der Anzahl der Tage im Jahr und vieles mehr) erbaut haben. Unser Guide gab uns im Rahmen unseres Tagesausflugs unglaublich viele interessante Hintergrundinformationen dazu.

Wir hatten die Tour vorab online gebucht und neben einem Besuch der Ruinenstätte beinhaltete der Tagesausflug auch noch das Baden in einer Cenote und einen kurzen Stopp in der Stadt Valladolid

Neben der Pyramide im Zentrum, kann man auf dem Gelände außerdem auch die alte Ballspielarena Juego de Pelota oder den Templo de los Guerreros besichtigen. 

Viele Einheimische verkaufen auf dem Gelände Souvenirs und Mitbringsel aller Art. Aber Vorsicht - unser Guide hat uns davor gewarnt, hier mit der Kreditkarte zu zahlen und stattdessen empfohlen ausschließlich Bargeld zu verwenden. 

Yucatáns Strände und Inseln

Für viele Urlauber der Hauptgrund für einen Trip auf die Yucatán Halbinsel sind natürlich die schönen Strände an der Ostküste Mittelamerikas. 

Da wir uns ein Hotel in Tulum gesucht hatten, besuchten wir in erster Linie die Strände an der Küste rund um die Stadt. 

Besonders gut gefallen hat uns hier der Playa Paraiso nordöstlich vom Stadtzentrum Tulums. 

Leider sind die Strände hier selten öffentlich und so muss man in aller Regel eine Liege in einem Beach Club nehmen. Hier gibt es dann oft einen entsprechenden Mindestbestellwert, den man im Laufe des Tages mit erfrischenden Getränken und Snacks oder anderen Speisen erreichen kann.

Vom Zentrum aus, erreicht man das Meer bei Tulum mit dem Fahrrad in durchschnittlich 30 Minuten. Die Strände hier an der Küste sind ein Traum - mit weißem feinem Sand und türkisblauem Karibikwasser. 

Auch die vorgelagerten kleinen Inseln verfügen über ausgezeichnete Strände.

Empfehlenswert ist hier bspw. der Strand auf der Isla Holbox. Man erreicht die Insel am besten per geführter Tour. Auch der Playa Norte auf der Isla Mujeres vor der Küste von Cancún ist definitiv einen Besuch wert - auch hier gibt es Touren von Cancún aus. 

Etwas weiter nördlich von Tulum an der Küste findet man außerdem den Playa Akumal, bei dem man ausgezeichnet schnorcheln gehen kann und den berühmten Playa del Carmen.

Cenoten

Eine Cenote ist eine Karsthöhle mit Grundwasserzugang und heißt übersetzt "Speicher für Quellwasser".

In ihrer Entstehung kommt es häufig zum Einsturz des Höhlendaches, wodurch ein großes Kalksteinloch entsteht. In diesem Loch befindet sich eine Art Teich aus Süßwasser, in dem man baden gehen kann. Nicht selten fließt Wasser durch einen kleinen Wasserfall nach und teilweise werden die Teiche von Fischen bewohnt. Manche Cenoten sind sogar so tief, dass man hierin tauchen kann und dabei Wasserschildkröten und unterschiedliche Fische sieht. 

Auf der Yucatán Halbinsel finden sich mehrere Tausende dieser Höhlen. 

Wir haben im Rahmen unserer Tour zu Chichén Itzá die Cenote Saamal besucht. Wir konnten hier von einer Erhöhung ins Wasser springen, schwimmen und unter dem herabstürzenden Wasser hindurch tauchen. 

Viele Cenoten kann man aber auch von Tulum ganz einfach mit dem Fahrrad erreichen, wie bspw. die Cenote Dos Ojos, die Gran Cenote oder die Cenote Corazón

Für die Cenoten muss man üblicherweise etwas Eintritt zahlen und erhält eine Schwimmweste, ohne die man nicht ins Wasser darf. Bei geführten Touren ist das bereits inbegriffen. 

Tulum

Tulum hat uns im Großen und Ganzen gut gefallen. 

Wenn man sich für ein Hotel in der Stadt entscheidet, hat man hier bei einem mehrtägigen Aufenthalt die Chance, die Stadt ganz gut kennen zu lernen. Tulum bietet alles, was ein Tourist aus Amerika oder Europa sich wünscht - hippe Cafés, coole Bars und ein entspanntes Flair. 

Die Stadt gliedert sich in zwei Teile - in Tulum Stadt und Tulum Strand. In Tulum Stadt findet man günstigeres und dennoch authentischeres Essen - in stylischen Restaurants oder an kleinen Streetfood-Ständen. 

Uns haben die vielen ausgezeichneten Restaurants und Bars rund um die Calle Centauro Sur sehr gut gefallen.

Außerdem haben wir hier auch einen sehr authentischen Kochkurs bei Lina`s Mexican Kitchen besucht. 

In Tulum Strand reihen sich schöne Beach Clubs und Hotels aneinander. Hier kann man mit dem Fahrrad die Straße entlang fahren - auf der einen Seite der Dschungel, auf der anderen der weiße Sandstrand. Die Fahrt mit dem Fahrrad von der Stadt zum Strand und andersrum dauert ca. 30 Minuten. Ein weiteres sehenswertes Highlight Tulums sind die Maya-Ruinen direkt am Meer bei Tulum.

Worauf man allerdings achten muss, seit ein paar Jahren benötigt man ein Ticket um das Areal rund um die nördlich von Tulum gelegenen Strände und die Maya Stätte zu betreten. Hier muss man sich zunächst am Eingang des so genannten Parque del Jaguar ein Ticket kaufen. 

Cancún

Auch wenn uns persönlich Cancún nicht so gut gefallen hat, weil es doch recht amerikanisiert und überladen mit großen Hotelbunkern war, so kann das für andere sogar ein Argument für eine Reise nach Cancún sein. Durch den Flughafen in Strandnähe, die modernen und großen Hotels an der Zona Hotelera und die vielen Restaurants, ist Cancún sehr unkompliziert machbar, auch für die Leute, die bislang noch keine Reisen in diesen Teil der Welt unternommen haben. 

Hier hat man gutes Wetter, die Strände sind wirklich sehr schön und auch am Pool im Hotel kann man richtig entspannen. 

Eigentlich kann man hier jeden Strand wunderbar genießen, besonders schön und gut zugänglich ist sicherlich der Playa Delfines. Für Urlaub mit der Familie bieten sich Fahrten zu den zahlreichen Wasserparks, wie dem Venturapark oder auch dem Freizeitpark Xcaret an. Im Stadtzentrum findet man einen Park und ein paar Restaurants, hierfür muss man allerdings nicht allzu viel Zeit einplanen. 


Alternative Orte

Für uns stand vor allem die Erholung im Vordergrund, weshalb wir uns auch für Tulum entschieden und ein Großteil unserer Zeit am Strand verbracht haben. Natürlich kann man auf der Yucatán Halbinsel aber natürlich auch noch andere Orte besuchen. 

Ein beliebter Ausflugsort ist bspw. die Laguna Bacalar. Bacalar liegt ganz im Süden der Halbinsel und hier kann man im kristallklaren Wasser super schnorcheln gehen.

Auch weitere Städte wie Mérida kann man in seinen Plan integrieren.  Mérida ist die größte Stadt der Halbinsel und mit den hellen Gebäuden und der Kathedrale sehr sehenswert. Auch die kleine Stadt Valladolid, die wir im Rahmen unserer Tour zu Chichén Itzá besucht haben, lohnt sich. 

Ansonsten besteht die Halbinsel zu großen Teilen aus Dschungel und Grün. 


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft in Cancún, Strandspaziergang und Dinner

Am ersten Tag unserer Reise landeten wir gegen Nachmittag am internationalen Flughafen in Cancún

Vom Flughafen fuhren wir in ca. 20 Minuten zu unserem Hotel am südlichen Ende der Zona Hotelera. Hier machten wir noch einen Spaziergang am schönen Strand von Cancún. 

Abends ging es dann zum Abendessen noch ins Navios direkt um die Ecke.

Die nächsten Tage der Reise verbrachten wir dann erst einmal in Guatemala.

Tag 2: Anreise nach Tulum

Dann war unsere Zeit in Guatemala auch schon zu Ende. Wir fuhren früh morgens zum Flughafen in Guatemala Stadt und flogen von da wieder nach Cancún zurück. Hier wurden wir von unserem Fahrer abgeholt und nach Tulum zu unserem Hotel gebracht. 

Nachdem wir dort nachmittags angekommen waren, schlenderten wir ein wenig durch die Straßen der Umgebung, um uns einen Überblick von der Stadt zu verschaffen. Nachdem wir noch eine Runde in den Hotelpool gesprungen waren, trafen wir uns noch mit Bekannten auf Tacos und Mojitos in der Batey - Mojito & Guarapo Bar.

Tag 3: Ruinen von Tulum & CINCO Beach Club

Am nächsten Morgen liehen wir uns ein Fahrrad bei unserem Hotel. Hiermit fuhren wir bis zu den Maya Ruinen von Tulum, die wir besichtigten. 

Von hier aus war es dann nicht mehr weit bis zum CINCO Beach Club, wo wir den Tag am Strand mit ein paar kühlen Limonaden und leckeren Snacks verbrachten. Zwischendurch ging es zur Abkühlung immer wieder ins Meer.

Besonders der nahe Playa Paraiso hat uns sehr gut gefallen, als wir am Strand entlang spaziert waren.  

Zum Abendessen gingen wir diesmal ins La Negra Tomasa.

Tag 4: Chichén Itzá, Cenote von Saamal & Valladolid

An Tag 4 in Mexiko haben wir nochmal einen Tagestrip gebucht. Unser erster Stopp war hier zum Baden die Cenote Saamal. Anschließend gab es in einem kleinen Ort Mittagessen und dann fuhren wir zum Weltwunder Chichén Itzá. Wir hatten einen super Guide, der uns viel über die Maya und die Tempel erzählen konnte. 

Zum Abschluss der Tour gab es noch einen kurzen Stopp in der Stadt Valladolid, bevor wir wieder zurück nach Tulum fuhren.

Zum Abendessen holten wir uns diesmal etwas an einem Streetfood Stand an der Kreuzung Avenida Tulum/Geminis Norte bei Tacos y Tortas.

Tag 5: Taqueria Honorio & Mexikanischer Kochkurs

Da am nächsten Tag das Wetter nicht so gut war, starteten wir mit einem Frühstück bei DelCielo ganz entspannt in den Tag. 

Danach streiften wir etwas durch die Souvenir-Läden auf der Suche nach Mitbringseln, bevor wir mittags auf ein paar Tacos zur Taqueria Honorio gingen. 

Nachmittags entspannten wir etwas im Hotel und abends hatten wir dann einen mexikanischen Kochkurs bei Lina`s Mexican Kitchen gebucht, wo wir lernten, Quesadillas und Tacos al Pastor, sowie Salsa Verde zuzubereiten - eine super authentische Erfahrung. 

Tag 6: La Zebra Beach Club

Für den nächsten Tag hatten wir uns entschieden, diesmal die südlicheren Strände aufzusuchen.

Zwar sind diese mit dem Fahrrad ein paar Minuten weiter entfernt, aber dafür war hierfür kein Eintrittsticket nötig. 

Wir verbrachten den Tag hier im La Zebra Beach Club und entspannten. Das Baden im klaren Wasser mit teilweise hohen Wellen hatte richtig Spaß gemacht.

Abendessen gab es diesmal für uns im Negro Huitlacoxe, nachdem wir zurück in der Stadt angekommen waren.

Tag 7: CINCO Beach Club & Playa Paraiso

Der letzte Tag in Tulum war dann nochmal ein Best-Of unseres bisherigen Aufenthaltes und wir genossen die letzten Stunden in der Sonne, bevor es zurück in den kalten Winter Deutschlands gehen sollte. 

Den Tag verbrachten wir wieder im CINCO Beach Club und am Playa Paraiso und zum Abendessen gingen wir erneut ins Negro Huitlacoxe.

Ein schöner Abschluss einer spannenden und schönen Reise.

Tag 8: Rückflug

Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder zurück zum Flughafen. Diesmal vom neu eröffneten Flughafen Tulum, flogen wir zurück nach Deutschland. 

Tatsächlich war es erst der zweite Flug von Tulum nach Deutschland und der Flieger war so leer, dass man sich gut in eine Reihe legen und schlafen konnte. 

Natürlich ist uns bewusst, dass die Yucatán Halbinsel nicht Mexiko in Gänze repräsentiert. Sicher werden wir nach Mexiko nochmal wieder kommen und dann auch andere Orte, wie Mexiko City besuchen.


Wissenswertes

Anreise:

Sowohl von und nach Cancún, als auch Tulum gibt es inzwischen Direktflüge von internationalen amerikanischen und europäischen Flughäfen. 

In benachbarte Länder (bspw. Guatemala) kann man dann direkt weiterfliegen. 

Von den Flughäfen Cancúns oder Tulums nimmt man am besten ein Uber oder einen über das Hotel organisierten Transport. Auch vom Flughafen Cancún kommt man so zu seinem Hotel in Tulum, wenn man es so plant. 

Fortbewegung vor Ort:

Auf der Yucatán Halbinsel kann man natürlich auch ein Auto mieten. 

Aufgrund des etwas gewöhnungsbedürftigen Fahrstils der Einheimischen und der teilweise schlecht ausgebauten Straßen, haben wir uns allerdings gegen einen Mietwagen und für Busreisen entschieden. Das war für uns deutlich entspannter.

In den Städten selbst funktioniert Uber super und in Tulum wird man die meisten Strecken vermutlich unkompliziert mit dem Fahrrad zurücklegen. 

Sicherheit:

Gesunder Menschenverstand reicht meist schon, um unangenehmen Situationen in diesem Teil Mexikos aus dem Weg zu gehen. 

In und um Tulum herrscht außerdem eine sehr hohe Militär- und Polizeipräsenz. Pickups mit bewaffneten Soldaten fahren hier durch die Straßen. Hier hat man sich also eher "zu sicher" gefühlt und die bewaffneten Soldaten haben eine einschüchternde Wirkung gehabt.

Andere Teile Mexikos, sowie Grenzbereiche sind da offenbar schon problematischer. 

Wir haben uns auch zu Fuß oder auf dem Rad und auch abends keine Sorgen machen müssen. Vielleicht sollte man es vermeiden, dann in ganz abgelegenen Gegenden alleine unterwegs zu sein. 

Beste Reisezeit:

Die beste Reisezeit auf der Yucatán Halbinsel ist zwischen Dezember und April, aber je nachdem, ob man noch andere Teile des Landes sehen möchte, können sich auch andere Monate anbieten. 

Gesundheit & Impfungen:

Neben den klassischen Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Polio, sollte man auch Impfungen gegen Hepatitis A und B, Tollwut und Typhus auffrischen lassen. 

Da im Land auch Krankheiten wie Dengue-Fieber auftreten können, sollte außerdem auf ausreichenden Mückenschutz geachtet werden.

Ob in der anvisierten Region ein Malariarisiko besteht und auch was sonst noch nötig ist, sollte man vor der Reise mit dem Reisearzt abklären.

Sprache & Währung:

In Mexiko wird Spanisch gesprochen. Zwar beherrschen die Menschen in den touristischen Regionen, in Hotels und Restaurants auch oft Grundkenntnisse in englischer Sprache, ein paar einfache Sätze in spanischer Sprache drauf zu haben, schadet aber sicherlich nicht.

In Mexiko zahlt man mit dem mexikanischen Peso oder auch $ genannt. Hier entsprach 1€ gut 20 Pesos.

Tatsächlich gibt es doch einige Situationen, in denen man Bargeld benötigt. Man sollte also am Flughafen oder in größeren Städten etwas Bargeld in der jeweiligen Währung abheben. 

Hygiene:

Die Hygienestandards sind in Mexiko (zumindest auf der Yucatán Halbinsel) überwiegend sehr gut. Wer sichergehen möchte, kann zwar zum Zähneputzen etc. auch abgepacktes Wasser benutzen, insbesondere in den größeren Städten hatten wir aber auch keine Probleme mit dem Wasser aus den Leitungen, auch nicht mit Eis in Getränken oder frischem Salat, aber da ist natürlich jeder auch unterschiedlich empfindlich.

Das scharfe Essen hingegen kann schon mal zu Magenverstimmungen führen, das sollte man nicht übertreiben.

Touren:

Tagestouren haben wir in der Regel über getyourguide oder direkt über das jeweilige Hotel gebucht. Hier bietet es sich stellenweise an, ein paar Tage/Wochen im Voraus zu buchen, aber meist findet man auch kurzfristig noch Plätze. 

Einreise & Visum:

Momentan bedarf es für Mexiko für touristische Reisen kein Visum.

Über die aktuelle Lage sollte man sich vor seiner Reise dennoch immer informieren. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz einfach auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Packtipps:

Was man zwingend einpacken sollte, hängt ebenfalls in erster Linie von den eigenen Plänen ab. Badesachen dürfen für einen Urlaub hier definitiv nicht fehlen.

Da nicht alle Straßen überall super ausgebaut sind, fand ich das Reisen mit einem Backpack anstelle eines großen Koffers definitiv angenehmer.

Außerdem sollte man an Mückenschutz denken.

Auch einen Stromadapter sollte man einpacken.

Sonstiges:

Die Zeitverschiebung im Vergleich zu Deutschland beträgt je nach Region 7-8 Stunden, die Deutschland früher ist. 

Die Menschen sind in ganz Mittelamerika überwiegend sehr freundlich und gastfreundschaftlich.

Das Preisniveau ist grundsätzlich für Unterkünfte, Essen & Transfers deutlich niedriger als in Europa.


Unterkunftsempfehlungen

Wo kann und wo sollte man auf der Yucatan Halbinsel übernachten? Auch das ist eine Frage, die man sich im Laufe seiner Reiseplanung irgendwann zwangsläufig stellen muss. Ich suche meist über booking.com nach Unterkünften. Wenn ich dann eine Unterkunft gefunden habe, schaue ich auf trivago noch einmal, ob das Hotel auf einer anderen Seite günstiger verfügbar ist. In der Regel ist der Preis bei booking.com aber mit meinem Genius-Rabatt (diesen erhält man bei einer bestimmten Anzahl durchgeführter Buchungen) schon der beste. 

Da ich hier keine Empfehlungen von Hotels aussprechen möchte, die ich selber nicht getestet habe, konzentriere ich mich jeweils auf die von uns gewählten Unterkünfte und die Frage, ob ich diese wieder aufsuchen würde und dementsprechend empfehlen kann.

Cancún - 1 Nacht: Das Hotel für unsere erste Nacht, kann ich definitiv nicht empfehlen, da es entgegen den Bildern im Internet sehr heruntergekommen war. Die Lage an der südlichen Zona Hotelera eignete sich aber für den kurzen Zwischenstopp durch die Nähe zum Flughafen.

Tulum - 7 Nächte: Layla Tulum - sehr schönes Hotel in der Stadt von Tulum, mit liebevollen Gastgebern und schöner Bar am Pool auf der Dachterrasse. Wir durften am Abreisetag auch noch deutlich länger auf dem Zimmer bleiben, super Restaurants in derselben Straße.

In Tulum stellt sich die Frage, ob man ein Hotel am Strand oder in der Stadt nehmen möchte. Wir entschieden uns für die Stadt, da uns die Fahrt zum Strand tagsüber nichts ausmachte und wir es eher genossen abends/nachts nach dem Essen zu Fuß nach Hause laufen zu können.


Essensempfehlungen

Ein weiterer Faktor, der Mexiko zu einem solch beliebten Reiseziel macht, ist das unglaublich leckere Essen. 

Typische Speisen:

Mexiko:

  • Tacos: Die kleinen runden Mais- oder Weizentortillas sind sicherlich das bekannteste mexikanische Gericht - es gibt unterschiedlichste Füllungen (meist Fleisch oder Fisch), abgeschmeckt mit einer Salsa Soße.
  • Burritos: Die etwas größeren Tortillas sind gefüllt unter anderem mit Hackfleisch, Reis und Bohnen und eher im Norden Mexikos verbreitet.
  • Quesadillas: Auch Quesadillas ähneln den Tacos, nur werden diese immer auch mit Käse gefüllt.
  • Enchiladas: Auch die Enchiladas sind derselben "Gattung" zuzuordnen. Die gefüllten Tortillas werden hier in einer tomatigen Soße eingelegt und mit Käse überbacken.
  • Esquitos: Ein Maiseintopf mit Sahne, Chili und Käse.
  • Guacamole: Die auch hierzulande inzwischen sehr beliebte Creme aus Avocado und Tomaten.
  • Chili con carne: Der tomatige Mais-Bohnen Eintopf wird in Mexiko in der Regel mit Rindfleischstücken anstatt mit Hackfleisch zubereitet.

Das alles sind nur die bekanntesten Gerichte des Landes, es gibt natürlich noch einige mehr und auch leckere Süßspeisen. Wir hätten aber auch eigentlich jeden Tag Tacos, Quesadillas etc. essen können, weil es so viele Varianten gibt, die alle sehr lecker schmecken.

Restaurants & Cafés:

Da wir stellenweise auch direkt bei uns im Hotel gegegessen haben, hier nur eine kleine Zusammenstellung der aus unserer Sicht empfehlenswertesten Restaurants/Cafés:

Cancún:

  • Navios: Gutes Restaurant für Meeresfrüchte mit schönem Ambiente am Binnensee - schöne Sonnenuntergänge.

Tulum:

  • Batey Mojito & Guarapo Bar: Super Bar mit den besten Mojitos, Zucker wird frisch aus dem Rohr gepresst, gute Stimmung & Tacos.
  • La Negra Tomasa: Cooles Ambiente, leckere Meeresfrüchte - auch sehr pikant, Livemusik.
  • Tacos y Tortas: "Vertrauenserweckender" Streetfood-Stand, leckere Tacos & Quesadillas.
  • Taqueria Honorio: Mit die besten Tacos der Stadt, viel Auswahl, hat allerdings nur mittags geöffnet.
  • Negro Huitlacoxe: Eines unser Lieblings-Restaurants, die Vorspeise mit dem gegrillten Mais ist unglaublich.
  • Burrito Amor: Einer der wenigen Orte, wo es Burritos gibt.
  • Del Cielo: Nettes Frühstückslokal mit großer Auswahl und gutem Kaffee.
  • MOCHIART Cafe: Guter Kaffee an einem Coffee-Bike, netter Inhaber.

Ihr werdet vielleicht merken, dass all diese Restaurants in Tulum in derselben Gegend sind. Das liegt daran, dass auch unser Hotel hier direkt um die Ecke gelegen war. Natürlich gibt es auch in anderen Gegenden oder an der Zona Hotelera von Tulum viele gute Restaurants und vor allem Cafés. Das Essen in den Beach Clubs, bei uns das CINCO TULUM und das La Zebra, war ebenfalls ausgezeichnet. 

Ganz besonders empfehlen können wir in Tulum den Kochkurs bei Lina oder ihrer Schwester, Lina`s Mexican Kitchen. Hier kann man ein Menü wählen und dann in Linas eigener Küche lernen, dieses zuzubereiten und anschließend gemeinsam zu essen - eine tolle Erfahrung.


Fotoeindrücke


Mexiko hat uns nur teilweise begeistert. Unser Aufenthalt auf der Yucatan-Halbinsel hat genau den geplanten Zweck der Entspannung erfüllt und kulinarisch war es definitiv eines unserer besten Ziele bisher. Auch die Strände sind wunderschön. 

Man muss allerdings sagen, dass man in dem Teil des Landes nicht das authentische Mexiko vorfindet und die Gegend sehr auf den Tourismus ausgelegt ist. Dementsprechend viele Touristen, größtenteils aus den USA, sind hier auch unterwegs. Auch das ganze kommerzielle Konstrukt um den Ticketkauf und die Beachclubs an den Stränden fanden wir nicht so toll. 

 

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