3 Tage - Abu Dhabi (Städtetrip)

Abu Dhabi - die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) steht sicherlich im Schatten des deutlich bekannteren Dubais. Dennoch bietet Abu Dhabi einige traditionelle und moderne Highlights, für die sich ein Besuch lohnt.

Dabei ist Abu Dhabi weniger ein klassisches Hauptreiseziel, als viel mehr der perfekte Stopover Ort. Gerade wenn man mit Etihad in Richtung Asien fliegt, dann gehen viele Flüge eben über Abu Dhabi. So kann man die Reisezeit von Europa zu den klassischen asiatischen Reisezielen genau halbieren. 

Ich habe Abu Dhabi tatsächlich auch im Rahmen eines Stopovers auf dem Rückflug von Kuala Lumpur besucht und mir damit den Umstieg mitten in der Nacht am Flughafen gespart. Bei meinem Stopover hatte ich tatsächlich nur gut 24 Stunden vor Ort, man kann den Aufenthalt aber problemlos auf 2-3 Tage strecken und sich die Highlights so etwas mehr in Ruhe anschauen. 

Quick Facts

Hitze

Den Großteil des Jahres ist es in Abu Dhabi sehr heiß - meist über 30°C, sodass es kein klassischer Spot für einen Städtetrip ist, am angenehmsten sind Januar & Februar. 

Moderne Architektur

Die Architektur in der Stadt ist wirklich beeindruckend - es gibt viele interessante Gebäude, die sehr modern und stylisch wirken - insbesondere die Museen.

Kultur & Tradition

Die Stadt bietet einen Mix aus traditionsreichen Palästen & Moscheen und kulturellen Angeboten mit Museen wie dem Louvre oder dem Natural History Museum.

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Ich habe Abu Dhabu auf dem Rückflug im Rahmen eines kurzen Stopovers im Herbst 2026 besucht. 

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides (coming soon) zum Download für unterwegs.

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Sehenswertes

Scheich-Zayid-Moschee

Die Scheich-Zayid-Moschee (Sheikh Zayed Grand Mosque) zählt zu den größten Moscheen der Welt und ist eines der beeindruckendsten Wahrzeichen Abu Dhabis.

Das monumentale Bauwerk wurde 2007 eröffnet und nach Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan, dem Gründer der Vereinigten Arabischen Emirate, benannt, dessen Grab sich auf dem Gelände befindet.

Besonders beeindruckend sind die 82 weißen Marmorkuppeln, die vier jeweils rund 107 Meter hohen Minarette sowie die prachtvollen Innenräume mit kunstvollen Kronleuchtern und einem der größten handgeknüpften Teppiche der Welt.

Die Moschee bietet Platz für mehr als 40.000 Gläubige und verbindet traditionelle islamische Architektur mit Einflüssen aus verschiedenen Regionen der Welt. Besucher sollten vorab online einen Slot buchen und müssen die geltenden Kleidungsvorschriften beachten – insbesondere sind bedeckte Arme und Beine sowie für Frauen ein Kopftuch erforderlich. Ein solches bekommt man notfalls auch vor Ort.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch kurz vor Sonnenuntergang, wenn der weiße Marmor im warmen Abendlicht erstrahlt und die Moschee anschließend eindrucksvoll beleuchtet wird.

Einen tollen Blick auf die Moschee hat man außerdem auch außerhalb vom Wahat Al Karama, wo sich die Moschee schön im Wasser spiegelt.

Louvre Abu Dhabi

Der Louvre Abu Dhabi zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen des Nahen Ostens und beeindruckt sowohl mit seiner außergewöhnlichen Architektur als auch mit seiner vielseitigen Kunstsammlung.

Das 2017 eröffnete Museum befindet sich auf der Insel Saadiyat und wurde vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel entworfen. Besonders charakteristisch ist die riesige, rund 180 Meter breite Kuppel, deren kunstvoll verschachtelte Konstruktion das Sonnenlicht in einem faszinierenden Muster auf die darunterliegenden Gebäude fallen lässt – ein Effekt, der als „Rain of Light“ bekannt ist.

Ein Besuch lohnt sich insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, wenn das Licht besonders schön fällt.

Im Inneren präsentiert das Museum Kunstwerke und historische Objekte aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen, von der Antike bis zur Gegenwart, darunter auch Leihgaben bedeutender internationaler Museen.

Besucher können neben den Ausstellungen auch die eindrucksvollen Außenbereiche direkt am Wasser erkunden, die wunderschöne Ausblicke auf den Persischen Golf bieten. 

Tickets kann man unkompliziert vorab online kaufen. 

Qasr Al Watan

Der Qasr Al Watan zählt zu den prachtvollsten Sehenswürdigkeiten Abu Dhabis und ist ein beeindruckender Präsidentenpalast, der Besuchern Einblicke in die Geschichte, Kultur und politischen Traditionen der Vereinigten Arabischen Emirate bietet. Der monumentale Palast wurde 2017 fertiggestellt und 2019 erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Besonders beeindruckend ist die Great Hall, eine riesige Empfangshalle mit einer knapp 40 Meter hohen Kuppel, kunstvollen Mosaiken, riesigen Kronleuchtern und aufwendig verzierten Wänden aus weißem Marmor.

Man kann die prunkvollen Säle, die umfangreiche Bibliothek und verschiedene Ausstellungen erkunden, die sich mit dem kulturellen Erbe und der Regierungsarbeit der Emirate beschäftigen. Auch die weitläufigen Palastgärten und die symmetrische Architektur machen den Qasr Al Watan zu einem der schönsten Fotomotive Abu Dhabis.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am späten Nachmittag, wenn das warme Sonnenlicht die helle Fassade zum Leuchten bringt. Tickets gibt es auch für den Palast online. 

Corniche

Die Corniche von Abu Dhabi zählt zu den schönsten Uferpromenaden der Vereinigten Arabischen Emirate und erstreckt sich über rund acht Kilometer entlang der Küste der Hauptstadt.

Die gepflegte Promenade verbindet moderne Wolkenkratzer mit weitläufigen Grünflächen, palmengesäumten Spazierwegen und schönen Ausblicken auf das türkisfarbene Wasser des Persischen Golfs.

Besonders beliebt ist der Corniche Beach, ein öffentlicher Sandstrand mit flach abfallendem Wasser, der zum Schwimmen und Entspannen einlädt. Entlang der Uferpromenade befinden sich zahlreiche Cafés, Restaurants sowie separate Wege für Fußgänger und Radfahrer, sodass sich die Gegend hervorragend für einen Spaziergang oder eine Fahrradtour eignet.

Hier kann man sich auch E-Roller oder Fahrräder ausleihen. 

Von verschiedenen Abschnitten der Corniche eröffnet sich außerdem ein beeindruckender Blick auf die Skyline Abu Dhabis und die vorgelagerten Inseln.

Empfehlenswert ist ein Besuch am späten Nachmittag oder zum Sonnenuntergang, wenn die Temperaturen angenehmer werden und die Hochhäuser im warmen Abendlicht erstrahlen.

Etihad Towers

Die Etihad Towers gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Abu Dhabis und prägen mit ihrer modernen Architektur die Skyline der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.

Der 2011 fertiggestellte Gebäudekomplex besteht aus fünf unterschiedlich hohen Wolkenkratzern, die bis zu 300 Meter in den Himmel ragen und unter anderem luxuriöse Wohnungen, Büros, ein Fünf-Sterne-Hotel und exklusive Einkaufsmöglichkeiten beherbergen.

Internationale Bekanntheit erlangten die Türme durch den Hollywoodfilm „Fast & Furious 7“, in dem ein Sportwagen spektakulär zwischen mehreren Gebäuden hindurchspringt.

Ein besonderes Highlight ist das Observation Deck at 300 im 74. Stockwerk von Tower 2, das einen beeindruckenden Panoramablick über die Corniche, den Emirates Palace und den Persischen Golf bietet.

Die Etihad Towers befinden sich am westlichen Ende der Corniche und lassen sich hervorragend mit einem Besuch des nahegelegenen Qasr Al Watan verbinden.

Tickets bekommt man entweder online, oder auch einfach vor Ort. 

Naturhistorisches Museum

Das Natural History Museum Abu Dhabi gehört zu den neuesten kulturellen Highlights der Vereinigten Arabischen Emirate und wurde erst Ende 2025 auf der Insel Saadiyat eröffnet.

Das vom niederländischen Architekturbüro Mecanoo entworfene Museum beeindruckt mit seiner modernen, von natürlichen Gesteinsformationen inspirierten Architektur und widmet sich auf rund 35.000 Quadratmetern der Geschichte unseres Planeten.

Die Ausstellungen führen Besucher auf eine faszinierende Reise durch rund 13,8 Milliarden Jahre Naturgeschichte – von der Entstehung des Universums über die Entwicklung des Lebens bis hin zu heutigen Ökosystemen.

Zu den größten Highlights gehören das berühmte Tyrannosaurus-Rex-Skelett sowie ein rund 25 Meter langes Blauwalskelett. Besonderer Fokus liegt natürlich auch auf der Naturgeschichte der Arabischen Halbinsel, der die geologische und biologische Entwicklung der Region anschaulich vermittelt.

Für einen Besuch sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen und auch hierfür gibt es Tickets online.

Ferrari World

Die Ferrari World Abu Dhabi gehört zu den bekanntesten Freizeitparks der Vereinigten Arabischen Emirate und ist ein besonderes Highlight für Motorsport- und Adrenalin-Fans.

Der 2010 eröffnete Themenpark befindet sich auf Yas Island und gilt als erster Freizeitpark der Welt, der vollständig der italienischen Sportwagenmarke Ferrari gewidmet ist.

Besonders beeindruckend ist das riesige rote Dach mit dem markanten Ferrari-Logo, unter dem sich zahlreiche Achterbahnen, Fahrsimulatoren und interaktive Attraktionen befinden. Das bekannteste Highlight ist die Formula Rossa, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 240 km/h als schnellste Achterbahn der Welt gilt.

Neben rasanten Fahrgeschäften bietet der Park auch familienfreundliche Attraktionen, Ausstellungen rund um die Geschichte von Ferrari und verschiedene Restaurants. Für einen Besuch sollte man mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag einplanen, wobei sich die Ferrari World hervorragend mit weiteren Attraktionen auf Yas Island verbinden lässt.

Tickets gibt es dafür online.

Al Mina Fischmarkt

Der Al Mina Fischmarkt (Mina Fish Market) gehört zu den authentischsten Sehenswürdigkeiten Abu Dhabis und bietet einen spannenden Einblick in die traditionelle Fischerei und das Alltagsleben der Vereinigten Arabischen Emirate.

Der Markt befindet sich im historischen Hafenviertel Mina Zayed und wurde 2022 als moderner Mina Zayed Fish Market neu eröffnet.

In den großzügigen Markthallen bieten zahlreiche Händler täglich frisch gefangenen Fisch, Garnelen, Krabben und andere Meeresfrüchte aus der Region an. Besonders interessant ist, dass Besucher ihren Fisch direkt vor Ort auswählen, reinigen und in angeschlossenen Küchen frisch zubereiten lassen können.

Trotz der modernen Ausstattung hat sich der Markt viel von seiner ursprünglichen Atmosphäre bewahrt und bietet einen spannenden Kontrast zu den luxuriösen Einkaufszentren und Wolkenkratzern der Stadt. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am frühen Vormittag, wenn die Auswahl an frischem Fisch besonders groß ist und auf dem Markt reges Treiben herrscht.

Der Markt ist allerdings für mich kein klassisches Sightseeing-Highlight. Hier waren mehr Locals unterwegs und vom Security Mann wurde ich auch darauf hingewiesen, dass ich dort doch bitte keine Fotos machen sollte - für mich also eher kein Must.

Emirates Palace

Der Emirates Palace zählt zu den luxuriösesten Hotels der Welt und gehört mit seiner prachtvollen Architektur zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

Das 2005 eröffnete Palasthotel liegt direkt am Persischen Golf und beeindruckt mit seiner monumentalen Fassade, zahlreichen Kuppeln und einer aufwendigen Innenausstattung aus Marmor und Gold.

Ursprünglich wurde das Gebäude von der Kempinski-Gruppe betrieben, seit 2020 gehört es zur Luxushotelgruppe Mandarin Oriental und trägt heute den Namen Emirates Palace Mandarin Oriental.

Besonders beeindruckend sind die riesige zentrale Kuppel, die prachtvollen Empfangshallen und die weitläufigen Gartenanlagen mit direktem Zugang zu einem privaten Sandstrand. Auch ohne Übernachtung können Besucher ausgewählte öffentliche Bereiche des Hotels erkunden oder in einem der Cafés den berühmten Cappuccino mit 24-karätigem Blattgold genießen. 

Der Eingang des Palastes war gar nicht so einfach zu finden, ein Besuch lässt sich aber ideal mit den Etihad Towers und dem Qasr al Watan verbinden. 

Wasr Al Hosn

Der Qasr Al Hosn gilt als ältestes erhaltenes Steingebäude Abu Dhabis und zählt zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, wovon es nicht mehr sehr viele gibt.

Seine Ursprünge reichen bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück, als ein Wachturm zum Schutz der damaligen Siedlung und ihrer wichtigen Süßwasserquelle errichtet wurde.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Anlage zu einer befestigten Residenz der Herrscherfamilie Al Nahyan und diente später auch als Regierungssitz. Nach einer umfassenden Restaurierung wurde Qasr Al Hosn 2018 als Museum und Kulturstätte für die Öffentlichkeit eröffnet.

Heute kann man die historischen Innenhöfe, den ursprünglichen Wachturm und verschiedene Ausstellungen erkunden, die anschaulich zeigen, wie sich Abu Dhabi von einer kleinen Fischer- und Perlentauchersiedlung zu einer modernen Metropole entwickelte.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am späten Nachmittag, wenn die Temperaturen angenehmer sind und die hellen Festungsmauern im warmen Sonnenlicht einen eindrucksvollen Kontrast zu den modernen Hochhäusern der Umgebung bilden.

Alternative Orte

Neben den genannten Highlights bietet Abu Dhabi natürlich auch noch einige mehr. 

Neben den genannten gibt es bspw. noch einige weitere sehenswerte Museen, wie das Guggenheim Museum, das Zayed Nationalmuseum oder auch das teamLab. All diese Highlights liegen direkt fußläufig voneinander und sind auch von außen bereits ein faszinierender Anblick. Auch das Abrahamic House ist ein beliebter Fotospot in der Gegend, war während meines Besuches aufgrund der weltpolitischen Lage allerdings leider gesperrt. 

Neben der Ferrari World sind auch die Warner Bros World, das Sea World oder eine Wüstensafari mit Quad und Sandboarding großartige Tagesaktivitäten. 

Auch der Yas Marina Circuit lohnt einen Besuch für Motorsport Freunde und das nicht nur während eines Formel 1 Rennens, sondern auch so als Tour. 

Wenn man deutlich mehr Zeit hat, dann kann  sogar Tagesausflüge nach Al Ain oder sogar nach Dubai unternehmen. Das scheint hier durchaus üblich zu sein, denn ich wurde mehrmals von Taxifahrern gefragt, ob ich noch nach Dubai wolle. 


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft, Corniche & Qasr Al Watan

Zwar war ich nur ca. 24 Stunden in der Zeit, doch ich strecke die Tagesplanung hier einmal auf 3 Tage, damit man den Trip etwas entspannter angehen kann, als ich es habe:

Wenn man im Laufe des Vormittags in Abu Dhabi landet und im Hotel eingecheckt hat, dann kann man sich zuerst einmal einen Mittagssnack gönnen. Hier habe ich mir einfach auf die Schnelle einen Schawarma (auch wenn es nicht typisch arabisch ist) bei Zahrat Lebnan gekauft. 

Von hier bin ich anschließend zum Strand von Corniche gefahren und hier etwas die Promenade entlanggeschlendert. 

Nachmittags kann man sich dann genug Zeit nehmen, um den Qasr Al Watan Palast zu besichtigen. Von hier geht es dann weiter auf dem Rückweg zur Strandpromenade mit Zwischenstopp am Emirates Palace und den Etihad Towers. Wer möchte, kann hier noch auf das Observation Deck hinauffahren, oder man entscheidet sich dafür, den Sonnenuntergang am Strand mit Blick auf die Skyline zu genießen. 

Wenn man die große Scheich-Zayid-Moschee bei nächlicher Beleuchtung sehen möchte, dann kann man noch einen kurzen Stopp bei Wahat Al Karama einlegen. 

Zum Abendessen war ich bei einem palästinensischen Restaurant direkt in der Mall bei meinem Hotel, was wirklich unglaublich lecker war - im Al Tumair Restaurant. 

Tag 2: (Halb-)Tagesausflug & Scheich-Zayid-Moschee

Wenn man dann, im Gegensatz zu mir, noch einen weiteren Tag zur Verfügung hat, dann ist dieser bestens geeignet, eines der Highlights wie Ferrari World, die Warner Bros World oder eine Wüstentour zu unternehmen. 

Je nachdem, wie lange man hierfür einplant, kann man vorher noch bspw. im James Café frühstücken. 

Wenn man dann schon gegen Nachmittag wieder zurück im Stadtzentrum ist, dann kann man hier einen Zeitslot für die Scheich-Zayid-Moschee buchen und diese besichtigen. 

Zum Abendessen kann man dann im Soraya Restaurant unterschiedliche und lokale Speisen probieren. 

Tag 3: Museen & Abreise

Am dritten und letzten Tag ist dann nochmal Zeit für ein kulturelles Programm. 

Hier hat man die Wahl zwischen dem Louvre, dem Guggenheim Museum, dem Natural History Museum, dem Zayed Nationalmuseum oder auch dem teamLab, die alle nah beieinander liegen, sodass man auch zwei Highlights an einem Vormittag gut unterkriegt. 

Vorher kann man noch beim Al Mina Fischmarkt vorbeischauen, wenn man schon früher wach ist, denn die Museen öffnen alle erst um 10 Uhr. 

Zum Frühstück bieten sich entweder der direkt beim Louvre gelegene Rukn Coffeeshop an, der auch schon früher geöffnet hat, oder auch das stylische japanische Café ANKO, das allerdings auch erst um 10 Uhr öffnet. 

Anschließend und bevor man dann wieder zum Flughafen fahren muss, kann man zum Mittagessen bspw. noch zum leckeren persischen Restaurant Hatim Altai oder zu Saudi Kitchen gehen. 

Abwandlungen:

Wenn man weniger als 3 Tage hat, so wie ich, muss man natürlich etwas durch die Highlights hetzen und wenn man mehr Zeit hat und je nach Jahreszeit kann man natürlich auch etwas am Strand entspannen oder auch einen Trip nach Al Ain oder Dubai mit einplanen. 


Wissenswertes

Stopover Ziel

Doch warum eignet sich Abu Dhabi eigentlich derart gut als Stopover Ziel?

Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Stadt bei einem Langstreckenflug von Europa nach Asien ungefähr auf halber Strecke liegt. 

Außerdem bietet die Airline Etihad ein Stopover-Programm an, mit dem man 1-2 Nächte in Abu Dhabi zwischenschieben und kostenlos in einem angebotenen Hotel übernachten kann. 

Anreise:

Sowohl von Europa, als auch von Asien gibt es zum internationalen Flughafen von Abu Dhabi zahlreiche Direktflüge, die ca. 6-7 Stunden im Schnitt dauern. 

In die Stadt gelangt man vom Flughafen entweder mit dem Bus oder mit einem Careem (lokales Uber). Die App hierfür sollte man sich am besten vorab herunterladen.

Fortbewegung vor Ort:

Auch für die Fortbewegung innerhalb der Stadt bietet sich Careem an. Zwar sind die Fahrten nicht besonders günstig, aber dafür ist man damit sehr flexibel. 

Wichtig ist, dass man bei jeder Fahrtbuchung darauf achtet, was als Zahlungsmethode angegeben ist. Denn auch wenn man seine Karte hinterlegt hat, ist stellenweise "Cash" als Standard hinterlegt. Ich hatte zum Glück die Möglichkeit, dennoch mit Karte zu zahlen, aber verlassen sollte man sich darauf nicht. 

Ansonsten ist Abu Dhabi nicht gerade für Fußgänger ausgelegt und für Menschen wie mich, die gerne zu Fuß gehen, kommen hier und da Probleme auf. Oft gibt es bspw. keine Fußwege über größere Straßen, sodass man ewig laufen muss, um eine Überführungsbrücke zu finden. 

Im Museumsdistrikt kann man etwas zu Fuß laufen oder auch beim Strand bei Corniche. 

Hier findet man auch Fahrräder über Careem, die ich allerdings nicht besonders empfehlen kann, da man sie nur an festen Abstellstationen wieder abstellen kann. Ich war bspw. auf einem Rad unterwegs und plötzlich durfte ich auf dem Fahrradweg nicht mehr weiterfahren, der bspw. beim Emirates Palace einfach geendet hatte. Die nächste erreichbare Station war dann die bei Corniche, wo ich das Rad abgeholt hatte, sodass ich komplett umsonst wieder zum Ausgangspunkt fuhr und dann ein Careem zu meinem Ziel nahm. 

Zwar gibt es hier auch E-Roller, aber auch bei diesen sollte man vorher die Strecke und die Abstellregionen checken. 

Zwar gibt es wohl ein ganz gutes Busnetz und die Fahrten hiermit sind deutlich günstiger, wenn man allerdings, wie ich, nicht viel Zeit in der Stadt hat, ist Careem deutlich praktischer, wenn auch teurer.

Sicherheit:

Sicherheitsbedenken hatte ich in Abu Dhabi gar nicht und die Stadt gilt als sehr sicheres Reiseziel. 

Problematisch ist eher die geopolitische Lage in der Region, die derzeit viele von einer Reise hierher abhält. 

Beste Reisezeit:

Die beste Reisezeit sind die Monate November-März, wo die Temperaturen etwas angenehmer sind. 

Bei meinem Besuch im Oktober war es wirklich brechend heiß und schon früh morgens war ich völlig duchgeschwitzt. In Kombination mit den extrem heruntergekühlten Innenräumen muss man da schon aufpassen, sich nicht zu erkälten. 

Gesundheit & Impfungen:

Für Abu Dhabi reichen in der Regel die Standardimpfungen aus. 

Ein kurzer Check mit dem Reisemediziner schadet nie, aber allgemein ist man hier relativ sicher. 

Sprache:

Gesprochen wird hier, wie im ganzen Land, natürlich Arabisch. In Touristenregionen wird auch Englisch gesprochen, aber man kann sich nicht darauf verlassen, dass jeder die englische Sprache gut beherrscht. 

Währung und Zahlungsarten:

Die Währung der VAE ist der VAE-Dirham (AED) und ein Euro entspricht ungefähr 4 AED.

Zahlen kann man inzwischen eigentlich überall digital und mit der Karte, lediglich für kleiner Straßenstände lohnt es sich, etwas Bargeld abzuheben. 

Hygiene:

Grundsätzlich ist die Hygiene in AD sehr gut.

Beim Essen oder dem Trinken, bzw. Nutzen zum Zähneputzen sollte man, außer in größeren Hotels, besser kein Leitungswasser nutzen, aber auch das ist normalerweise kein Problem.

Tickets:

Auch in AD gibt es natürlich Aktivitäten, wo eine Buchung im Vorfeld Sinn machen kann:

Bei meinem Aufenthalt hat man überall auch spontan Tickets bekommen, ein kurzer Check ein paar Tage vorab schadet aber nicht, da sicher auch wieder Zeiten kommen, wo die Regionen bei Touristen wieder beliebter wird, wenn keine Kriege in unmittelbarer Nähe geführt werden.

Auch vor Ort bekommt man meistens noch Tickets, nur eben nicht garantiert. 

Einreise & Visum:

Während unserer Reise 2026 war für VAE kein Visum nötig - zumindest nicht für eine touristische Einreise von bis zu 30 Tagen. 

Man sollte sich aber immer auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Reisebestimmungen informieren. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. Mittlerweile hat man oft sogar unbegrenztes Datenvolumen.

Wichtig ist hier, dass man die eSIM bereits vor der Einreise installiert und aktiviert. 

Apps:

In Abu Dhabi gibt es die Careem App zur Nutzung von Fahrten(Uber), Fahrrädern und Shops. 

Man kann bei Grab auch Essen ordern und die App aufladen, sodass man hiermit in Läden bezahlen kann. 

Sonstiges:

Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Abu Dhabi beträgt 2 Stunden. 

Sicherheitshalber solltest du einen Stromadapter mitnehmen, da nicht jedes Hotel europäische Steckdosen hat. Im besten Fall nimmt man also einen Universaladapter, der alle abdeckt, mit. 

Die Menschen wirken hier oft erstmal recht schroff und unhöflich, das täuscht aber oft und man merkt schnell, dass sie doch recht freundlich sind. 

Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass die Stadt wirklich gar nicht für Fußgänger ausgelegt ist und dass sich viel Leben in den Malls abspielt. Das ist aber temperaturbedingt so. 

Außerdem muss man sich an Orten des Glaubens immer entsprechend der jeweiligen Vorschriften kleiden. 


Unterkunftsempfehlungen

Ich habe, wie schon erwähnt, im Rahmen des Stopover Programms von der Etihad Airline ein Hotel gestellt bekommen und mich da für das Traders Hotel entschieden. Das Hotel liegt praktisch zum Flughafen, hat einen privaten Strand und eine Poolanlage, sowie ein Restaurant. In der direkt benachbarten Mall findet man Cafés und Restaurants. Ins Stadtzentrum oder zum Strand musste man dafür etwas fahren. 


Essensempfehlungen

Typische Speisen:

Wie in der gesamten Region, ist natürlich auch die Küche in Abu Dhabi geprägt von arabischen und orientalischen Einflüssen, auch wenn es viele internationale Restaurants gibt. Einige Cafés und Restaurants sind außerdem in größeren Malls, sodass man sie etwas suchen muss:

  • Machboos: Das Nationalgericht - Aromatischer Reis mit verschiedenen Gewürzen und Hähnchen oder Lamm;
  • Al Harees: Im Topf gegartes Gericht aus Weizen und Fleisch mit Ghee;
  • Khuzi: Im Ofen geschmorter Lamm- oder Hammelbraten mit Reis, Nüssen und Rosinen;
  • Chebab: Dünne, knusprige Pfannkuchen mit Kardamom und Safran zusammen mit Käse oder Dattelsirup;
  • Baleleet: Safran-Vermicelli Nudeln mit Omelett;
  • Shawarma, Hummus, Taboulé & Falafel: Beliebte Klassiker aus der Region;
  • Luqaimat: Teigbällchen mit Sesam und Dattelsirup als Dessert.

Restaurant-Tipps:

Café-Tipps:

Obwohl viele bessere Hotels ein reichhaltiges Frühstücksbuffet anbieten, gab es in KL dennoch einige nette Cafés:

  • James Café: Nettes Café in einer Mall;
  • Rukn: Guter Kaffee und Tee direkt bei den Museen;
  • ANKO: Stylisches Café mit japanischem Essen & Getränken;
  • FRANKS Café: Leckerer Kaffee & Bagel;
  • Ethr: Netter Coffee- und Book Shop.

Fotoeindrücke


Insgesamt steht Abu Dhabi und allgemein die VAE sicherlich nicht ganz oben auf meiner Liste an liebsten Reisezielen. Wenn man es so nutzt, wie ich, für einen kurzen Stopover, dann bietet die Stadt schon ein paar Highlights. 

Dennoch habe ich die Kultur, die Atmosphäre und die Lebensweise als nicht so ansprechend empfunden, das ist aber persönliche Geschmackssache. 

Einige der Punkte, die mich etwas gestört haben, habe ich ja bereits angesprochen und so bin ich froh, mal hier gewesen zu sein, muss jetzt aber nicht in nächster Zeit nochmal hierherreisen. 

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