6 Tage - Tulum (Kurztrip)

Tulum - die Stadt auf der Yucatán Halbinsel bietet traumhafte Strände, ausgezeichnetes Essen und spannende Aktivitäten. 

Von Europa aus würde man vermutlich eher nicht nur für eine knappe Woche nach Tulum fliegen, aber im Rahmen einer längeren Reise oder für Amerikaner als Kurztrip, bietet sich die Stadt durchaus an. 

Wir haben Tulum im Rahmen unserer Mexiko & Guatemala Rundreise im Dezember 2024 besucht. 

Quick Facts

Traumhafte Strände

Die Strände auf der Yucatán Halbinsel und insbesondere rund um Tulum sind wirklich traumhaft mit hellweißem Strand und türkisblauem Meer - zB. Playa Paraiso. 

Food Hotspot

Tulum ist außerdem ein echter Food Hotspot. Hier findet man eine große Vielzahl stylischer Cafés und Restaurants mit authentischen mexikanischen Speisen. 

Tulum Stadt & Strand

Tulum gliedert sich in zwei Teile - Stadt und Strand. Bei seiner Hotelwahl muss man sich zwischen einem Teil entscheiden - mit dem Rad braucht man ca. 30 Minuten von A nach B.

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu folgenden Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides (coming soon) zum Download für unterwegs.

Wir haben diesen Trip im Dezember 2024 gemacht.

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Sehenswertes

Maya-Ruinen

Die Maya-Ruinen von Tulum gehören zu den beeindruckendsten archäologischen Stätten Mexikos und sind vor allem für ihre einzigartige Lage auf einer Klippe direkt über dem türkisblauen Karibischen Meer bekannt.

Die einstige Hafenstadt erlebte ihre Blütezeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert und war ein bedeutender Handelsplatz der Maya, über den unter anderem Jade, Obsidian und andere wertvolle Güter transportiert wurden.

Besonders sehenswert ist das El Castillo, das größte und bekannteste Bauwerk der Anlage, das hoch über der Küste thront und vermutlich auch als Orientierungspunkt für Seefahrer diente.

Weitere Highlights sind der Tempel der Fresken mit seinen erhaltenen Wandmalereien sowie der Tempel des Herabsteigenden Gottes, der eine wichtige religiöse Bedeutung hatte.

Anders als viele andere Maya-Städte war Tulum von einer mächtigen Stadtmauer umgeben, deren Überreste noch heute zu sehen sind.

Für einen Besuch sollte man etwa zwei Stunden einplanen, wobei sich ein früher Start aufgrund der hohen Temperaturen und der meist großen Besucherzahlen lohnt. Tickets gibt es vor Ort oder auch geführte Touren von der Riviera Maya.

Playa Paraiso

Für viele Urlauber der Hauptgrund für einen Trip nach Tulum sind natürlich die schönen Strände an der Ostküste Mittelamerikas, einer davon ist der Playa Paraiso.

Der Playa Paraíso gehört zu den bekanntesten und schönsten Stränden von Tulum und begeistert mit feinem, weißem Sand, türkisblauem Wasser und einer traumhaften Kulisse aus Palmen und karibischer Vegetation.

Der weitläufige Strand liegt nur wenige Kilometer südlich der berühmten Maya-Ruinen und zählt zu den beliebtesten Badeplätzen an der Riviera Maya.

Anders als an vielen exklusiven Strandabschnitten Tulums gibt es hier grundsätzlich auch öffentlich zugängliche Bereiche, während verschiedene Beachclubs Liegen, Sonnenschirme und gastronomische Angebote bereitstellen.

Besonders charakteristisch sind die schräg zum Meer wachsenden Palmen, die gemeinsam mit dem kristallklaren Wasser für ein fast schon postkartenreifes Karibikpanorama sorgen.

Besucher können hier entspannen, im warmen Meer schwimmen oder entlang der Küste spazieren und dabei den Blick auf das türkisfarbene Wasser genießen.

Zu beachten ist, dass je nach Jahreszeit größere Mengen Sargassum-Algen angeschwemmt werden können, die das sonst so idyllische Strandbild und die Badebedingungen zeitweise beeinträchtigen.

Gran Cenote & weitere

Die Gran Cenote gehört zu den bekanntesten Cenoten rund um Tulum und begeistert mit kristallklarem, türkisfarbenem Süßwasser, beeindruckenden Felsformationen und einer üppigen tropischen Umgebung.

Cenoten sind natürliche, mit Wasser gefüllte Kalksteinhöhlen oder Einsturzlöcher, die durch die Auflösung des Kalkgesteins entstanden sind und für die Maya eine besondere spirituelle Bedeutung hatten. Die Gran Cenote liegt etwa 5 Kilometer nordwestlich des Zentrums von Tulum und besteht aus mehreren miteinander verbundenen, teilweise offenen und überdachten Wasserbecken.

Besucher können hier schwimmen und schnorcheln und dabei faszinierende Unterwasserformationen, kleine Fische und mit etwas Glück sogar Süßwasserschildkröten entdecken.

Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel aus Sonnenlicht, glasklarem Wasser und den beeindruckenden Tropfsteinformationen der Höhlen. Weitere sehenswerte Alternativen rund um Tulum sind die Cenote Calavera, Cenote Dos Ojos, Cenote Taak Bi Ha und Cenote Carwash (Aktun Ha), die jeweils unterschiedliche Möglichkeiten zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen bieten.

Ven a la Luz Skulptur

Die „Ven a la Luz“-Skulptur gehört zu den bekanntesten Kunstwerken Tulums und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Fotomotive der Riviera Maya entwickelt.

Die rund zehn Meter hohe Skulptur wurde vom südafrikanischen Künstler Daniel Popper geschaffen und zeigt eine überdimensionale Frauenfigur, die ihren Oberkörper öffnet und den Blick auf ein üppiges, grünes Inneres freigibt.

Das Kunstwerk besteht unter anderem aus Holz, Stahl und Seilen und symbolisiert die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur.

Ursprünglich wurde die Skulptur 2018 für das Kunst- und Kulturfestival Art With Me geschaffen und später an ihren heutigen Standort im Ahau Sculpture Park an der Strandstraße von Tulum versetzt.

Besucher können das eindrucksvolle Kunstwerk gegen eine Eintrittsgebühr besichtigen und fotografieren, wobei die Skulptur besonders durch ihre außergewöhnliche Größe und die tropische Vegetation im Hintergrund beeindruckt.

Tulum Pueblo (Stadt)

Tulum als Stadt hat uns im Großen und Ganzen gut gefallen. 

Wenn man sich für ein Hotel in der Stadt entscheidet, hat man hier bei einem mehrtägigen Aufenthalt die Chance, die Stadt ganz gut kennen zu lernen. Tulum bietet alles, was ein Tourist aus Amerika oder Europa sich wünscht - hippe Cafés, coole Bars und ein entspanntes Flair. 

Die Stadt gliedert sich in zwei Teile - in Tulum Stadt und Tulum Strand. In Tulum Stadt findet man günstigeres und dennoch teilweise authentischeres Essen - in stylischen Restaurants oder an kleinen Streetfood-Ständen. Uns haben die vielen ausgezeichneten Restaurants und Bars rund um die Calle Centauro Sur sehr gut gefallen.

Außerdem haben wir hier auch einen sehr authentischen Kochkurs bei Lina`s Mexican Kitchen besucht. 

Tulum Beach

In Tulum Beach reihen sich schöne Beach Clubs und Hotels aneinander.

Hier kann man mit dem Fahrrad die Straße entlang fahren - auf der einen Seite der Dschungel, auf der anderen der weiße Sandstrand. Die Fahrt mit dem Fahrrad von der Stadt zum Strand und andersrum dauert ca. 30 Minuten.

Worauf man allerdings achten muss, seit ein paar Jahren benötigt man ein Ticket um das Areal rund um die nördlich von Tulum gelegenen Strände und die Maya Stätte zu betreten.

Hier muss man sich zunächst am Eingang des so genannten Parque del Jaguar ein Ticket kaufen. 

Neben der berühmten Playa Paraíso sind besonders der Playa Pescadores mit ihren traditionellen Fischerbooten, der ruhigere Playa Santa Fe nahe den Maya-Ruinen und der Playa Las Palmas mit ihrem breiten Sandstrand sehenswert.

Weiter südlich locken die Strandabschnitte rund um Playa Akiin und Playa Selva, die vor allem für ihre tropische Kulisse und exklusiven Beachclubs bekannt sind.

Cobá Ruinen

Die Maya-Ruinen von Cobá gehören zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der Halbinsel Yucatán und liegen rund 45 Kilometer nordwestlich von Tulum, mitten im tropischen Dschungel.

Die einstige Maya-Stadt erlebte ihre Blütezeit zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert und war ein wichtiges politisches und wirtschaftliches Zentrum, das über ein weit verzweigtes Netz aus befestigten Kalksteinstraßen, sogenannten Sacbeob, mit anderen Siedlungen verbunden war.

Besonders beeindruckend ist die rund 42 Meter hohe Nohoch-Mul-Pyramide, die zu den höchsten Maya-Bauwerken der Region zählt und majestätisch über den umliegenden Regenwald hinausragt. Die Überreste von Cobá sind weitläufig im Dschungel verteilt, was der Anlage eine besonders ursprüngliche Atmosphäre verleiht. Besucher können die archäologische Stätte zu Fuß erkunden oder Fahrräder mieten, um die teilweise längeren Wege zwischen den Tempeln und Pyramiden zurückzulegen.

Für einen Besuch sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen; das Besteigen der Nohoch-Mul-Pyramide ist aus Denkmalschutz- und Sicherheitsgründen nicht gestattet. Zu den Ruinen gibt es geführte Touren. 

Chichén Itzá

Das wohl bekannteste Highlight auf der Halbinsel ist sicherlich Chichén Itzá - als eines der sieben Weltwunder der Neuzeit. 

Die Maya-Ruinenstätte liegt inmitten des nördlichen Teils von Yucatán. 

Im Zentrum der Stätte steht die große und gut erhaltene Kukulcán Pyramide. Es ist beeindruckend, wie die Maya die Pyramide damals mit derart vielen Details (genaue Ausrichtung zur Sonne, Anzahl der Stufen entsprechend der Anzahl der Tage im Jahr und vieles mehr) erbaut haben. Unser Guide gab uns im Rahmen unseres Tagesausflugs unglaublich viele interessante Hintergrundinformationen dazu.

Wir hatten die Tour vorab online gebucht und neben einem Besuch der Ruinenstätte beinhaltete der Tagesausflug auch noch das Baden in einer Cenote und einen kurzen Stopp in der Stadt Valladolid. 

Neben der Pyramide im Zentrum, kann man auf dem Gelände außerdem auch die alte Ballspielarena Juego de Pelota oder den Templo de los Guerreros besichtigen. 

Viele Einheimische verkaufen auf dem Gelände Souvenirs und Mitbringsel aller Art. Aber Vorsicht - unser Guide hat uns davor gewarnt, hier mit der Kreditkarte zu zahlen und stattdessen empfohlen ausschließlich Bargeld zu verwenden. 

Valladolid

Valladolid gehört zu den schönsten Kolonialstädten der mexikanischen Halbinsel Yucatán und begeistert mit bunten Häuserfassaden, historischen Kirchen und einer entspannten, authentischen Atmosphäre.

Die Stadt wurde 1543 von den Spaniern gegründet und zwei Jahre später an ihren heutigen Standort verlegt, wo zuvor die Maya-Siedlung Zací lag.

Besonders sehenswert sind der zentrale Parque Francisco Cantón Rosado mit der imposanten Kirche San Servacio sowie die farbenfrohe Calzada de los Frailes, eine der schönsten Straßen der Stadt, die zum historischen Convento de San Bernardino de Siena führt.

Eine weitere Besonderheit ist die Cenote Zací, eine beeindruckende, teilweise offene Süßwasserhöhle mitten im Stadtzentrum.

Valladolid eignet sich außerdem hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge zur berühmten Maya-Stätte Chichén Itzá, weshalb wir direkt eine Tour mit diesen beiden Highlights in Kombination mit dem Besuch einer Cenote gebucht hatten.

Reservat Sian Ka`an

Das Biosphärenreservat Sian Ka’an gehört zu den beeindruckendsten Naturlandschaften Mexikos und erstreckt sich südlich von Tulum entlang der Karibikküste der Halbinsel Yucatán.

Das über 5.000 Quadratkilometer große Schutzgebiet wurde Mitte der 90er Jahre gegründet und gehört seitdem zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Der Name Sian Ka’an stammt aus der Sprache der Maya und wird häufig mit „Ursprung des Himmels“ übersetzt.

Das Reservat umfasst tropische Regenwälder, Mangroven, Lagunen, Korallenriffe und nahezu unberührte Sandstrände, die zahlreichen Tierarten wie Delfinen, Meeresschildkröten, Krokodilen und exotischen Vögeln einen Lebensraum bieten.

Besonders beliebt sind geführte Bootstouren oder Kayak-Touren durch die Lagunen und Mangroven, bei denen Besucher mit etwas Glück verschiedene Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können. Ein weiteres Highlight sind die historischen Maya-Kanäle bei Muyil, durch deren türkisfarbenes Wasser man bei entsprechenden Touren sogar treiben kann. 

Cancún

Alternativ kann man statt in Tulum, auch in Cancún seine Unterkunft wählen.

Auch wenn uns persönlich Cancún nicht so gut gefallen hat, weil es doch recht amerikanisiert und überladen mit großen Hotelbunkern war, so kann das für andere sogar ein Argument für eine Reise nach Cancún sein. 

Durch den Flughafen in Strandnähe, die modernen und großen Hotels an der Zona Hotelera und die vielen Restaurants, ist Cancún sehr unkompliziert machbar, auch für die Leute, die bislang noch keine Reisen in diesen Teil der Welt unternommen haben. 

Hier hat man gutes Wetter, die Strände sind wirklich sehr schön und auch am Pool im Hotel kann man richtig entspannen. 

Eigentlich kann man hier jeden Strand wunderbar genießen, besonders schön und gut zugänglich ist sicherlich der Playa Delfines. Für Urlaub mit der Familie bieten sich Fahrten zu den zahlreichen Wasserparks, wie dem Jungala Aqua Experience oder auch dem Freizeitpark Xcaret an. Im Stadtzentrum findet man einen Park und ein paar Restaurants, hierfür muss man allerdings nicht allzu viel Zeit einplanen. 


Alternative Orte

Für uns stand am Ende unseres Guatemala-Trips die Erholung im Vordergrund, weshalb wir uns auch für Tulum entschieden und ein Großteil unserer Zeit am Strand verbracht haben. Natürlich kann man auf der Yucatán Halbinsel aber natürlich auch noch andere Orte besuchen. 

Ein beliebter Ausflugsort ist die Laguna Bacalar. Bacalar liegt ganz im Süden der Halbinsel und hier kann man im kristallklaren Wasser super schnorcheln gehen.

Auch weitere Städte wie Mérida kann man in seinen Plan integrieren.  Mérida ist die größte Stadt der Halbinsel und mit den hellen Gebäuden und der Kathedrale sehr sehenswert. 

Ansonsten besteht die Halbinsel zu großen Teilen aus Dschungel und Grün.

Doch auch die vorgelagerten kleinen Inseln verfügen über ausgezeichnete Strände. Empfehlenswert ist hier bspw. der Strand auf der Isla Holbox. Man erreicht die Insel am besten per geführter Tour. Auch der Playa Norte auf der Isla Mujeres vor der Küste von Cancún ist definitiv einen Besuch wert - hierhin gibt es ebenfalls Touren von Cancún aus.  Etwas weiter nördlich von Tulum an der Küste findet man außerdem den Playa Akumal, bei dem man ausgezeichnet schnorcheln gehen kann und den berühmten Playa del Carmen.


Tagesplanung

Tag 1: Anreise nach Tulum

Nach unserer Rundreise durch Guatemala, flogen wir zum internationalen Flughafen von Cancún. Hier wurden wir von unserem Fahrer abgeholt und direkt nach Tulum zu unserem Hotel gebracht. 

Nachdem wir dort nachmittags angekommen waren, schlenderten wir ein wenig durch die Straßen der Umgebung, um uns einen Überblick von der Stadt zu verschaffen. Nachdem wir noch eine Runde in den Hotelpool gesprungen waren, trafen wir uns noch mit Bekannten auf Tacos und Mojitos in der Batey - Mojito & Guarapo Bar.

Tag 2: Ruinen von Tulum & CINCO Beach Club

Am nächsten Morgen liehen wir uns ein Fahrrad bei unserem Hotel. Hiermit fuhren wir bis zu den Maya Ruinen von Tulum, die wir besichtigten. 

Von hier aus war es dann nicht mehr weit bis zum CINCO Beach Club, wo wir den Tag am Strand mit ein paar kühlen Limonaden und leckeren Snacks verbrachten. Zwischendurch ging es zur Abkühlung immer wieder ins Meer.

Besonders der nahe Playa Paraiso hat uns sehr gut gefallen, als wir am Strand entlang spaziert waren.  

Zum Abendessen gingen wir diesmal ins La Negra Tomasa.

Tag 3: Chichén Itzá, Cenote von Saamal & Valladolid

An Tag 3 in Tulum haben wir nochmal einen Tagestrip gebucht. Unser erster Stopp war hier zum Baden die Cenote Saamal. Anschließend gab es in einem kleinen Ort Mittagessen und dann fuhren wir zum Weltwunder Chichén Itzá. Wir hatten einen super Guide, der uns viel über die Maya und die Tempel erzählen konnte. 

Zum Abschluss der Tour gab es noch einen kurzen Stopp in der Stadt Valladolid, bevor wir wieder zurück nach Tulum fuhren.

Zum Abendessen holten wir uns diesmal etwas an einem Streetfood Stand an der Kreuzung Avenida Tulum/Geminis Norte bei Tacos y Tortas.

Tag 4: Taqueria Honorio & Mexikanischer Kochkurs

Da am nächsten Tag das Wetter nicht so gut war, starteten wir mit einem Frühstück bei DelCielo ganz entspannt in den Tag. 

Danach streiften wir etwas durch die Souvenir-Läden auf der Suche nach Mitbringseln, bevor wir mittags auf ein paar Tacos zur Taqueria Honorio gingen. 

Nachmittags entspannten wir etwas im Hotel und abends hatten wir dann einen mexikanischen Kochkurs bei Lina`s Mexican Kitchen gebucht, wo wir lernten, Quesadillas und Tacos al Pastor, sowie Salsa Verde zuzubereiten - eine super authentische Erfahrung. 

Tag 5: La Zebra Beach Club

Für den nächsten Tag hatten wir uns entschieden, diesmal die südlicheren Strände aufzusuchen.

Zwar sind diese mit dem Fahrrad ein paar Minuten weiter entfernt, aber dafür war hierfür kein Eintrittsticket nötig. 

Wir verbrachten den Tag hier im La Zebra Beach Club und entspannten. Das Baden im klaren Wasser mit teilweise hohen Wellen hatte richtig Spaß gemacht.

Abendessen gab es diesmal für uns im Negro Huitlacoxe, nachdem wir zurück in der Stadt angekommen waren.

Tag 6: CINCO Beach Club & Playa Paraiso

Der letzte Tag in Tulum war dann nochmal ein Best-Of unseres bisherigen Aufenthaltes und wir genossen die letzten Stunden in der Sonne, bevor es zurück in den kalten Winter Deutschlands gehen sollte. 

Den Tag verbrachten wir wieder im CINCO Beach Club und am Playa Paraiso und zum Abendessen gingen wir erneut ins Negro Huitlacoxe.

Ein schöner Abschluss einer spannenden und schönen Reise.

Tag 7: Rückflug

Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder zurück zum Flughafen. Diesmal vom neu eröffneten Flughafen Tulum, flogen wir zurück nach Deutschland. 

Tatsächlich war es erst der zweite Flug von Tulum nach Deutschland und der Flieger war so leer, dass man sich gut in eine Reihe legen und schlafen konnte. 

Natürlich ist uns bewusst, dass die Yucatán Halbinsel nicht Mexiko in Gänze repräsentiert. Sicher werden wir nach Mexiko nochmal wieder kommen und dann auch andere Orte, wie Mexiko City besuchen.

Abwandlungen:

Natürlich gibt es auf der Yucatán Halbinsel noch einige Highlights mehr, viele davon habe ich oben bereits aufgelistet, zu entdecken. 

Wenn es einem am Strand und in den Beach Clubs zu langweilig wird, dann bieten sich insbesondere weitere Tagesausflüge an. 


Wissenswertes

Anreise:

Nach Cancún und inzwischen auch Tulum kann man von Deutschland/Europa aus direkt fliegen. 

Vom Flughafen nimmt man dann am besten entweder ein Uber, oder man organisiert sich vorab einen Transfer über sein Hotel. 

Auch wenn man in Cancún landet, kann man direkt zu einem Hotel in Tulum fahren - die Fahrzeit beträgt ca. 2 Stunden, je nach konkretem Ziel. Dasselbe gilt natürlich auch andersrum. 

Fortbewegung vor Ort:

In und um Tulum kann man entweder auf Uber zurückgreifen oder man nimmt ein Fahrrad. 

Einige Hotels bieten Fahrräder an, aber es gibt auch offizielle Fahrradverleih-Shops, wie bspw. diesen. 

Sicherheit:

In und um Tulum herrschte während unseres Aufenthaltes eine sehr hohe Militär- und Polizeipräsenz. Pickups mit bewaffneten Soldaten fahren hier durch die Straßen. Hier hat man sich also eher "zu sicher" gefühlt und die bewaffneten Soldaten haben eine einschüchternde Wirkung gehabt.

Wir haben uns nie unsicher gefühlt und sind in Tulum Stadt auch nachts noch durch die Straßen gelaufen. 

Hier reicht es in aller Regel, aufmerksam zu sein und gesunden Menschenverstand an den Tag zu legen (bspw. kein offensichtliches Tragen von teuren Uhren o.ä.). 

Beste Reisezeit:

Auf der Yucatán Halbinsel ist die beste Reisezeit zwischen Dezember und April, aber je nachdem, ob man noch andere Teile des Landes sehen möchte, können sich auch andere Monate anbieten. 

Gesundheit & Impfungen:

Neben den klassischen Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Polio, sollte man auch Impfungen gegen Hepatitis A und B, Tollwut und Typhus auffrischen lassen. 

Da im Land auch Krankheiten wie Dengue-Fieber auftreten können, sollte außerdem auf ausreichenden Mückenschutz geachtet werden.

Ob in der anvisierten Region ein Malariarisiko besteht und auch was sonst noch nötig ist, sollte man vor der Reise mit dem Reisearzt abklären.

Sprache & Währung:

In Mexiko wird Spanisch gesprochen. In touristischen Gegenden, wie in Tulum, kommt man auch mit Englisch gut zurecht, auch wenn ein paar spanische Worte sicherlich nicht schaden. 

In Mexiko zahlt man mit dem mexikanischen Peso oder auch $ genannt. Hier entsprach 1€ gut 20 Pesos.

Tatsächlich gibt es doch einige Situationen, in denen man Bargeld benötigt. Man sollte also am Flughafen oder in größeren Städten etwas Bargeld in der jeweiligen Währung abheben. 

Hygiene:

Die Hygienestandards sind in Mexiko (zumindest auf der Yucatán Halbinsel) überwiegend sehr gut. Wer sichergehen möchte, kann zwar zum Zähneputzen etc. auch abgepacktes Wasser benutzen, insbesondere in den größeren Städten hatten wir aber auch keine Probleme mit dem Wasser aus den Leitungen, auch nicht mit Eis in Getränken oder frischem Salat, aber da ist natürlich jeder auch unterschiedlich empfindlich.

Das scharfe Essen hingegen kann schon mal zu Magenverstimmungen führen, das sollte man nicht übertreiben.

Touren:

Tagestouren haben wir in der Regel über getyourguide oder direkt über das jeweilige Hotel gebucht. Hier bietet es sich stellenweise an, ein paar Tage/Wochen im Voraus zu buchen, aber meist findet man auch kurzfristig noch Plätze. 

Einreise & Visum:

Ein Visum brauchte man zum Zeitpunkt unserer Reise für Mexiko nicht, zumindest für touristische Reisen von bis zu 90 Tagen. 

Über die aktuelle Lage sollte man sich vor seiner Reise dennoch immer informieren - bspw. auf der Seite des auswärtigen Amtes. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz einfach auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Packtipps:

Was man zwingend einpacken sollte, hängt ebenfalls in erster Linie von den eigenen Plänen ab. Klassische Badeutensilien und Sonnencreme sollten ziemlich sicher nicht fehlen.

Da nicht alle Straßen überall super ausgebaut sind, fand ich das Reisen mit einem Backpack anstelle eines großen Koffers definitiv angenehmer.

Außerdem sollte man an Mückenschutz denken.

Auch einen Stromadapter sollte man einpacken.

Sonstiges:

Die Zeitverschiebung im Vergleich zu Deutschland beträgt 6-7 Stunden, die Deutschland früher ist. 

Die Menschen sind in ganz Mittelamerika überwiegend sehr freundlich und gastfreundschaftlich.

Das Preisniveau ist grundsätzlich für Unterkünfte, Essen & Transfers niedriger als in Europa, hat in den letzten Jahren durch die Touristenmassen aber deutlich angezogen. 


Unterkunftsempfehlungen

 Cancún:  Die Lage an der südlichen Zona Hotelera eignet sich für einen Aufenthalt in Cancún durch die Nähe zum Flughafen. Wer hier gerne mit anderen Reisenden connecten möchte, für den könnte das Mayan Monkey eine Option sein, für etwas mehr Ruhe die Sina Suites (Adults only) oder The Quetzal im Zentrum. 

Tulum - 7 Nächte: Layla Tulum - sehr schönes Hotel in der Stadt von Tulum, mit liebevollen Gastgebern und schöner Bar am Pool auf der Dachterrasse. Wir durften am Abreisetag auch noch deutlich länger auf dem Zimmer bleiben, super Restaurants in derselben Straße.

In Tulum stellt sich die Frage, ob man ein Hotel am Strand oder in der Stadt nehmen möchte. Wir entschieden uns für die Stadt, da uns die Fahrt zum Strand tagsüber nichts ausmachte und wir es eher genossen abends/nachts nach dem Essen zu Fuß nach Hause laufen zu können.


Essensempfehlungen

Ein weiterer Faktor, der insbesondere Mexiko zu einem solch beliebten Reiseziel macht, ist das unglaublich leckere Essen. 

Typische Speisen:

Mexiko:

  • Tacos: Die kleinen runden Mais- oder Weizentortillas sind sicherlich das bekannteste mexikanische Gericht - es gibt unterschiedlichste Füllungen (meist Fleisch oder Fisch), abgeschmeckt mit einer Salsa Soße.
  • Burritos: Die etwas größeren Tortillas sind gefüllt unter anderem mit Hackfleisch, Reis und Bohnen und eher im Norden Mexikos verbreitet.
  • Quesadillas: Auch Quesadillas ähneln den Tacos, nur werden diese immer auch mit Käse gefüllt.
  • Enchiladas: Auch die Enchiladas sind derselben "Gattung" zuzuordnen. Die gefüllten Tortillas werden hier in einer tomatigen Soße eingelegt und mit Käse überbacken.
  • Esquitos: Ein Maiseintopf mit Sahne, Chili und Käse.
  • Guacamole: Die auch hierzulande inzwischen sehr beliebte Creme aus Avocado und Tomaten.
  • Chili con carne: Der tomatige Mais-Bohnen Eintopf wird in Mexiko in der Regel mit Rindfleischstücken anstatt mit Hackfleisch zubereitet.

Das alles sind nur die bekanntesten Gerichte der jeweiligen Länder, es gibt natürlich noch einige mehr und auch leckere Süßspeisen. Wir hätten aber auch eigentlich jeden Tag Tacos, Quesadillas etc. essen können, weil es so viele Varianten gibt, die alle sehr lecker schmecken.

Restaurants & Cafés:

Da wir stellenweise auch direkt bei uns im Hotel gegegessen haben, hier nur eine kleine Zusammenstellung der aus unserer Sicht empfehlenswertesten Restaurants/Cafés:

Cancún:

 

  • Navios: Gutes Restaurant für Meeresfrüchte mit schönem Ambiente am Binnensee - schöne Sonnenuntergänge;
  • Puerto Madero: Sehr gutes argentinisches Restaurant;
  • Taboo: Leckere mediterrane Speisen;
  • Nicoletta: Schickes italienisches Restaurant;
  • Rosa Negra: Weitere Adresse für lateinamerikanische Speisen.

Tulum:

  • Batey Mojito & Guarapo Bar: Super Bar mit den besten Mojitos, Zucker wird frisch aus dem Rohr gepresst, gute Stimmung & Tacos.
  • La Negra Tomasa: Cooles Ambiente, leckere Meeresfrüchte - auch sehr pikant, Livemusik.
  • Tacos y Tortas: "Vertrauenserweckender" Streetfood-Stand, leckere Tacos & Quesadillas.
  • Taqueria Honorio: Mit die besten Tacos der Stadt, viel Auswahl, hat allerdings nur mittags geöffnet.
  • Negro Huitlacoxe: Eines unser Lieblings-Restaurants, die Vorspeise mit dem gegrillten Mais ist unglaublich.
  • Burrito Amor: Einer der wenigen Orte, wo es Burritos gibt.

 

  • Del Cielo: Nettes Frühstückslokal mit großer Auswahl und gutem Kaffee;
  • MOCHIART Cafe: Guter Kaffee an einem Coffee-Bike, netter Inhaber;
  • Holy Deer Café: Nettes Café mit eigener Cenote. 

Ihr werdet vielleicht merken, dass all diese Restaurants in Tulum in derselben Gegend sind. Das liegt daran, dass auch unser Hotel hier direkt um die Ecke gelegen war. Natürlich gibt es auch in anderen Gegenden oder an der Zona Hotelera von Tulum viele gute Restaurants und vor allem Cafés. Das Essen in den Beach Clubs, bei uns das CINCO TULUM und das La Zebra, war ebenfalls ausgezeichnet. 

Ganz besonders empfehlen können wir in Tulum den Kochkurs bei Lina oder ihrer Schwester, Lina`s Mexican Kitchen. Hier kann man ein Menü wählen und dann in Linas eigener Küche lernen, dieses zuzubereiten und anschließend gemeinsam zu essen - eine tolle Erfahrung.


Fotoeindrücke


Mexiko hat uns nur teilweise begeistert. Unser Aufenthalt auf der Yucatan-Halbinsel hat genau den geplanten Zweck der Entspannung erfüllt und kulinarisch war es definitiv eines unserer besten Ziele bisher. Auch die Strände sind wunderschön. 

Man muss allerdings sagen, dass man in dem Teil des Landes nicht das authentische Mexiko vorfindet und die Gegend sehr auf den Tourismus ausgelegt ist. Dementsprechend viele Touristen, größtenteils aus den USA, sind hier auch unterwegs. Auch das ganze kommerzielle Konstrukt um den Ticketkauf und die Beachclubs an den Stränden fanden wir nicht so toll. 

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