Kopenhagen - die Hauptstadt Dänemarks, die für ihre bunte und von Kanälen durchzogene Innenstadt, entspannte Atmosphäre und leckeres Essen bekannt ist, kann wunderbar zu Fuß und mit der Metro erschlossen werden und eignet sich damit ideal für einen 3-5 tägigen Städtetrip.
So kann man Kopenhagen ausgezeichnet an einem langen Wochenende besuchen, aber natürlich lässt sich hier auch ein längerer Aufenthalt problemlos mit Leben füllen. Dabei kann man einen Ausflug nach Malmö auf der schwedischen Seite machen, viele historische Gebäude und Parks besuchen, shoppen und verschiedenste Fischgerichte, sowie Süßgebäck probieren.
Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:
- Highlights
- Tagesplanung
- Wissenswertes
- Unterkunftsempfehlungen
- Essensempfehlungen
- Fotoeindrücke
- Fazit
Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.
Wir waren Mitte Mai 2026 in Kopenhagen.
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Sehenswertes
Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten haben uns in Kopenhagen die netten Viertel und vor allem die entspannte und angenehme Atmosphäre begeistert.
Nyhavn
Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt und ein Ort, den man direkt mit Kopenhagen assoziiert - ist der Nyhavn.
Hierbei handelt es sich um den malerischen und historischen Hafen im Zentrum der Stadt, dessen bunte Häuserpromenade wirklich ein schöner Anblick ist. Hier liegen historische Holzschiffe vor den farbenfrohen Giebelhäusern an.
Zwar bedeutet Nyhavn übersetzt so viel wie "neuer Hafen", aber ganz so neu ist er dann doch nicht mehr, denn er wurde bereits im Jahr 1673 fertiggestellt.
Während die bunten Häuserfronten früher als Orientierung für Seefahrer auf ihrem Weg nach Kopenhagen dienten, ist die Promenade heute gesäumt von Restaurants, Cafés, Souvenirshops und Bars.
Wer den Nyhavn besichtigen möchte, der sollte am besten morgens vorbeischauen, wo es hier noch recht ruhig zugeht.
Gegen Nachmittag strömen die Touristenmassen die Promenade entlang, setzen sich mit Getränken ans Ufer und genießen die Sonne.
Wer möchte, kann von hieraus auch eine Kanal- und Hafenrundfahrt unternehmen.
Tickets für eine solche Bootstour findet man entweder online, oder vor Ort, wobei man dafür dann manchmal etwas Wartezeit mitbringen muss.
Die kleine Meerjungfrau
Das zweite sehr bekannte Wahrzeichen Kopenhagens, das wir allerdings als deutlich weniger imposant empfunden haben, ist die kleine Meerjungfrau.
Man findet die nur ca. 125 cm hohe Statue einer auf einem Stein sitzenden Meerjungfrau an der Uferpromenade Langelinie.
Ihren Ursprung hat sie in dem gleichnamigen Märchen des berühmten dänischen Dichters - Hans Christian Andersen.
Sie wurde vom Kopenhagener Bildhauer Edvard Eriksen Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen und an ihrem jetzigen Ort aufgestellt.
Leider war sie in den vergangenen Jahrzehnten immer mal das Ziel von Vandalismus, einen Besuch der Statue heute kann man ausgezeichnet mit der direkt daneben gelegenen sternförmigen Festungsanlage - Kastellet - verbinden.
Tivoli
Auch der Tivoli zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Wahrzeichen Kopenhagens.
Beim Tivoli handelt es sich um einen in der Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Rathausplatz gelegenen und weltberühmten Vergnügungspark.
Durch seine Eröffnung Mitte des 19. Jahrhunderts zählt der Tivoli nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch zu den ältesten Parks dieser Art weltweit.
Hier auf dem Gelände befinden sich bunte Park- und Gartenanlagen, Brunnen und schön verzierte Gebäude.
Während man das ca. 80m hohe Kettenkarussell "The Star Flyer" bereits aus den umliegenden Straßen sehen kann, finden sich hier noch einige andere Fahrgeschäfte, wie auch die Achterbahn aus dem frühen 20. Jahrhundert - die Rutschebanen.
Zusätzlich zu den Fahrgeschäften bietet der Tivoli auch zahlreiche Food-Stände und bei abendlicher Beleuchtung ist ein Besuch besonders lohnenswert.
Auch für den Tivoli bekommt man Tickets entweder vor Ort (ggf. mit Wartezeit) oder vorab online.
Schloss Amalienborg
Das Schloss Amalienborg ist nur eines von mehreren Schlössern in Kopenhagen.
Die Schlossanlage besteht aus vier nahezu identischen Palastgebäuden, die um einen weitläufigen Platz gruppiert sind, auf dessen Mitte eine Statue von König Frederik V. aus dem Jahr 1771 auf einem Pferd platziert ist.
Eines der Palastgebäude, der Palais Christian VIII. ist als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.
Das Schloss Amalienborg ist außerdem auch der Wohnsitz der aktuellen Königin oder des Königs von Dänemark.
Bewacht werden die Palastgebäude von der königlichen Leibgarde, die in ihrer Uniform und mit den Hüten den Wachen am Buckingham Palace in London ähneln.
Wer die traditionelle Wachablösung beobachten möchte, der sollte gegen 12 Uhr am Schloss Amalienborg ankommen, denn dort findet die Ablösung statt, wenn die Leibgarde, die die Kaserne am Rosenborg Schloss verlassen hat nach dem Marsch durch die Stadt den Platz erreicht.
Auch Tickets für das Schlossmuseum kann man wiederum vorab online kaufen.
Frederiks Kirke
Nur wenige Meter vom Schloss Amalienborg entfernt befindet sich das nächste Highlight - die Frederiks Kirke, auch Marmorkirken genannt.
Hier im Viertel Indre By gelegen, sieht man die riesige und prunkvolle Kuppel bereits aus den umliegenden Straßen hervorragen.
Benannt wurde sie nach König Frederik V. und sie wurde zu großen Teilen aus Marmor erbaut, aufgrund der hohen Kosten teilweise allerdings auch aus dänischem Sandstein.
Die riesige knapp 50 Meter hohe Kuppel und die Bauform der Kirche erinnert ein bisschen an den Petersdom in Rom.
Im Inneren der Kirche wiederum findet man kunstvolle Mosaike, schöne Wandmalereien und Skulpturen, sowie den Altar.
Zwar begann der Bau der Kirche bereits im Jahr 1749, wurde zwischenzeitlich allerdings aufgrund diverser Umstände über 100 Jahre unterbrochen und so erst 1894 fertiggestellt.
Für ein paar ausgewählte Personen (15 pro Tag) wird samstags und sonntags eine Turmführung angeboten, für die es allerdings keine Tickets gibt, sodass man frühzeitig vor der Tour um 13 Uhr bereits da sein sollte.
Schloss Rosenborg
Ein weiteres sehenswertes Schlossgebäude, insbesondere auch durch den dazugehörigen umliegenden Garten, ist das Schloss Rosenborg.
Während das Schloss noch bis Anfang des 18. Jahrhunderts als Wohnsitz der königlichen Familie galt, dient es heute als Museum.
Hier kann man heutzutage den Rittersaal mit Krönungsthron und den berühmten Rosenborger Wandteppichen besichtigen.
Außerdem werden in den Schatzkammern des Schlosses die Kronen und Kronjuwelen aufbewahrt.
Doch nicht nur das Schloss selbst ist ein echtes Highlight, auch der umliegende Park, der Kongens Have, lädt zum Spazieren und zum Entspannen ein.
Bei gutem Wetter sind die grünen Wiesen voll von Einheimischen, die hier picknicken, etwas trinken oder sich einfach so mit Freunden treffen. Auf der anderen Seite des Schlosses findet sich mit dem Botanischen Garten noch eine weitere Grünanlage.
Auch für diese Sehenswürdigkeit können Tickets wieder vorab online gekauft werden.
Rundetårn
Kopenhagen verfügt aber auch über den ein oder anderen Aussichtsturm - einer davon ist der Rundetårn.
Der runde Turm ist direkt in der Fußgängerzone gelegen und man bekommt Tickets hier gleich vor Ort, muss allerdings manchmal eine kleine Warteschlange in Kauf nehmen, das Anstehen dauert in der Regel aber nicht allzu lang.
Wenn man den Turm dann unten betritt, dann findet man keine klassische Treppe vor, sondern einen spindelförmig um die Turmmitte kreisenden und ansteigenden Weg.
Ein beliebtes Foto ist bereits hier der Gang mit dem durch die kleinen Fenster fallenden Lichtstrahlen.
Gelangt man dann fast ganz oben an, so befindet sich hier doch noch eine kleine Treppe, über die man zur Aussichtsplattform hinaufsteigen kann.
Von hier hat man dann einen schönen Blick auf die umliegenden Dächer und Straßen der Innenstadt, die Kuppel der Frederiks Kirke und das Rosenborg Schloss in der Ferne.
Christianshavn & Christiania
Wie eingangs bereits erwähnt, zeichnet sich Kopenhagen auch und insbesondere durch seine schönen Viertel aus.
Eines dieser Viertel ist Christianshavn.
In Christianshavn findet man idyllische Straßenzüge mit maritimem Flair, Cafés und Restaurants, sowie künstlich angelegte Kanäle, auf denen Touristen und Einheimische mit Booten entlang fahren.
Direkt an das zu Kopenhagen gehörende Viertel grenzt außerdem auch die Freistadt Christiania an.
Bei ihr handelt es sich um ein autonomes alternatives Wohnprojekt. Das bedeutet, dass die ca. 1000 Bewohner Christianas sich basisdemokratisch selbst verwalten und nach eigenen Regeln leben.
Die Bewohner haben das Gelände, auf dem sich früher eine ehemalige Militärkaserne befand, 2011 vom dänischen Staat gekauft und die Eigenständigkeit zeigt sich auch dadurch, dass beim Verlassen des Geländes "You are now entering the EU" steht.
Heute finden sich hier insbesondere alternative Souvenirshops, Restaurants und Cafés.
Früher war hier insbesondere die Pusher Street als Drogenumschlagsplatz berühmt, diese gibt es aber in der Form mittlerweile nicht mehr.
Weitere Viertel
Aber auch weitere Viertel haben sich in den letzten Jahren zu echten Trendvierteln entwickelt.
Eines dieser Viertel ist Nørrebro, ein multikulturelles und junges Szeneviertel. Auch hier findet sich einige der besten Restaurants und Cafés der Stadt, sowie die Flaniermeile Jaegersborggade. Am Rande des Viertels in Richtung Innenstadt kann man außerdem entspannt am Wasser entlang spazieren gehen.
Südlich von Nørrebro liegt das Viertel Frederiksberg.
Bei Frederiksberg handelt es sich um einen eher ruhigeren und sehr grünen Bezirk, was auch an dem hier zu findenden Schlossgarten liegt. Hier kann man in schicken Boutiquen shoppen gehen.
Direkt angrenzend an Frederiksberg, lohnt auch ein Besuch des Viertels Vesterbro. Insbesondere in den Abendstunden erwacht das einstige Rotlichtviertel mit seinen Clubs und Bars so richtig zum Leben. Aber auch tagsüber lohnt sich ein Besuch der angesagtesten Modeläden, Cafés und Galerien. Auch der Meatpacking District hier - Kødbyen - ist einen Besuch wert.
Neben der Innenstadt im Viertel Indre By mit der Fußgängerzone Strøget, lohnt auch ein Besuch des hochmodernen Viertels Nordhavn.
Märkte von Kopenhagen
Dass Kopenhagen auch kulinarisch einiges zu bieten hat, bestätigt sich auch bei einem Besuch der Märkte der Stadt.
Der wohl beliebteste Streetfood-Markt ist dabei der Reffen.
Der Reffen liegt auf auf einem alten Werftgelände auf der Halbinsel Refshaleøen und man erreicht ihn entweder mit einem der in der Stadt zahlreich verteilten Leihfahrräder, oder mit dem Bus, oder sogar mit der gelben Fähre von Nyhavn und von Nordhavn aus.
Mit über 50 verschiedenen Food-Ständen aus aller Welt gilt er als der größte Streetfood-Markt Nordeuropas. Besonders cool ist hier, dass man sich mit seinem Drink und seinem Essen auch einfach einen Klappstuhl schnappen kann, um sich in den Sand zu setzen oder auch an das Wasserufer mit Blick auf die Stadt.
Geöffnet ist der Markt montags bis freitags ab nachmittags und am Wochenende sogar von vormittags bis abends und der Eintritt ist kostenlos.
Alternativ gibt es außerdem den Broens Gadekøkken Streetfood-Markt direkt in der Innenstadt.
Insbesondere bei schlechtem Wetter lohnt ein Besuch der großen Markthalle, der Torvehallerne. Auch hier findet man unterschiedliche typisch dänische und internationale Speisen.
Alternative Orte
Natürlich bietet Kopenhagen über die oben genannten Highlights hinaus noch einige mehr.
Neben dem Schloss Rosenborg und Amalienborg, gibt es bspw. noch das Schloss Christiansborg, in dem auch das dänische Parlament seine Sitzungen abhält. Hier findet sich in unmittelbarer Nähe auch die kunstvolle und sehenswerte Königliche Bibliothek. Auch für das Schloss gibt es Tickets online.
Eine weitere sehenswerte Kirche und gleichzeitig eine tolle Aussicht vom Kirchturm, bietet die Vor Frelsers Kirke im Stadtteil Christianshaven. Der Ausblick auf die umliegenden Kanäle entschädigt für den recht steilen Aufstieg. Tickets bekommt man online auf der eigenen Website.
Ein weiteres sehenswertes Gebäude konnte zum Zeitpunkt unseres Trips leider nicht besucht werden, da es infolge eines Brandes großflächig zerstört wurde und derzeit restauriert wird. Sobald dies abgeschlossen ist, lohnt dann aber auch ein Besuch des alten Börsengebäudes Børsen wieder.
Einen kurzen Abstecher zum Rathausplatz, dem Rådhuspladsen, kann man mit einem Besuch des Tivolis direkt um die Ecke verbinden.
Auch kulturell bietet Kopenhagen einiges, neben der Oper bspw. die Ny Carlsberg Glyptotek, das Louisiana Museum, der unterirdischen Zisterne oder auch ein Fußballspiel des lokalen Vereins des FC Kopenhagen.
Tagesplanung
Wissenswertes
Unterkunftsempfehlungen
In Kopenhagen gibt es einige sehr nette Hotels und Airbnbs.
Vor allem vom Preis-Leistungs-Verhältnis kann ich unser Airbnb sehr empfehlen.
Die Lage direkt an der Metro Station in einem ruhigen Viertel, nicht weit vom Norhavn, die sehr nette Kommunikation mit der Gastgeberin, die liebevoll eingerichtete und geräumige Wohnung mit eigenem Wohnzimmer, Balkon & Küche - haben uns super gefallen. Außerdem durften wir am Abreisetag unser Gepäck noch bis nachmittags in der Wohnung lassen.
Weitere Hotels, die mir empfohlen wurden, sind bspw. das Hotel Sanders, das Kanalhuset oder das Andersen Hotel.
Essensempfehlungen
Fotoeindrücke
Fazit
Kopenhagen hat uns wirklich sehr gut gefallen - der Mix aus traditionellen Schlössern, der bunten Hafenpromenade von Nyhavn und der sehr modernen Architektur gepaart mit der Lage am Meer - machen die Stadt zu einem super Reiseziel.
Außerdem herrscht in der ganzen Stadt eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre und das Essen ist wirklich ausgezeichnet.
Etwas schade ist nur, dass wirklich alles sehr teuer ist, was man bei einem längeren Aufenthalt beachten sollte.
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