3 Tage - Genf (Städtetrip)

Genf - die schweizer Stadt liegt am Genfersee unmittelbar an der Grenze zu Frankreich im südwestlichsten Zipfel der Schweiz und bietet neben einer schönen Stadt zahlreiche interessante Ausflugsziele in direkter Umgebung.

So kann man Genf ausgezeichnet an einem langen Wochenende besuchen, aber natürlich lässt sich hier auch ein längerer Aufenthalt problemlos mit Leben füllen, gerade wenn man mehr Zeit am wunderschönen Genfersee und in den Ortschaften um den See herum verbringen möchte, oder auch ein paar Tage in den französischen Alpen rund um den Mont Blanc dranhängen will.

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Ich war Mitte August 2025 im Rahmen eines Kurztrips in Genf.

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Sehenswertes

Jet d`Eau

Der Springbrunnen Jet d`Eau zählt als Wahrzeichen sicherlich zu den Highlights der Stadt. 

Ursprünglich war die Fontäne nur ein paar Meter hoch und diente als Überdruckventil für die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Druckwasserleitung des Kraftwerkes "Forces Motrices de la Coulouvrenière". 

Mit diesem Kraftwerk betrieben damals die in Genf ansässigen Juweliere ihre Maschinen.

Einige Jahre später versetzte die Stadt Genf diese Fontäne mitten in das Seebecken des Genfersees, um daraus ein touristisches Wahrzeichen der Stadt zu machen. 

500 Liter Seewasser werden hier mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h zu einer knapp 150 Meter hohen Fontäne ausgestoßen. 

Einen besonders guten Blick auf die Fontäne hat man von der Promenade du Lac, direkt am Jardin Anglais im Stadtzentrum.

Jardin Anglais

Die zweite klassische Sehenswürdigkeit habe ich eben schon angesprochen - den Jardin Anglais (Englischen Garten).

Nicht nur hat man von hier den bereits von mir erwähnten Blick auf den Jet d`Eau, auch ein Spaziergang durch die schöne Gartenanlage lohnt sich. 

Ganz besonders ins Auge sticht hier natürlich, die auf einem kleinen Hügel angelegte Blumenuhr, die aus mehreren Tausenden von bunten Blumen besteht. 

In der Mitte der Uhr aus Blumen sind sogar große Zeiger angebracht, die über Funk gesteuert werden und entsprechend die aktuelle Uhrzeit anzeigen. 

Der Sekundenzeiger ist immerhin 2,5 Meter lang. 

Diese Darstellung verdeutlicht noch einmal die Wichtigkeit der Uhr als Symbol für Genf und seine Geschichte als Wiege der Uhrmacherkunst.

Altstadt

Die historische Altstadt von Genf versprüht ihren ganz eigenen Charme und darf damit in der Liste der Highlights auf keinen Fall fehlen. 

In den schmalen Gassen der Altstadt finden sich zahlreiche Cafés, Restaurants, Weinstuben und Geschäfte mit Antiquitäten und Uhren. 

Das Zentrum der Altstadt (Vielle-Ville) bildet der schöne Place du Bourg-de-Four. Auf diesem Platz bieten sich sehr nette Cafés und Restaurants. 

Auch die Kathedrale von Genf - die Cathédrale Saint-Pierre de Genève - findet sich in der Altstadt und vom Vorplatz, ganz besonders aber auch vom hohen Nordturm aus, hat man einen fantastischen Blick auf die umliegenden Dächer der Stadt und den Genfersee.

Auch die Katakomben der Kathedrale können besichtigt werden. 

Mauer der Reformatoren

Eine beliebte Sehenswürdigkeit ist auch die so genannte Mauer der Reformatoren

Die ca. 100 Meter lange Mauer steht auf der einen Seite des schönen Parc des Bastions, durch den sich ein Spaziergang ebenfalls lohnt. 

Eine gute Gelegenheit für eine Pause und einen kalten Drink, bietet die im Park gelegene Bar - Kiosque des Bastions

Im Sommer findet hier im Park das Musikfestival fête de la musique statt.

Vor der Mauer selbst finden sich die Statuen von vier Männern, die zu den Hauptbeteiligten der Genfer Reformation zählen.

Die Reformation in Genf spielte sich vom Beginn bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts ab.

Oberhalb der Mauer kann man übrigens zur Treille-Promenade hinaufsteigen, die ebenfalls einen tollen Ausblick über die Stadt bietet.

Hier an der Promenade steht übrigens auch die längste Holzbank der Welt mit 120 Metern.

Völkerbundpalast

Ebenfalls in Genf steht der Völkerbundpalast - direkt am Genfersee im Parc de l`Ariana.

Bis zu den 1940er Jahren war hier noch der ehemalige Völkerbund beheimatet, heute ist das Gebäude als Sitz der Europäischen UNO bekannt. 

Die Ausmaße des Palasts sind beachtlich und so besuchen ihn im Jahr bis zu 25.000 Delegierte aus unterschiedlichsten Nationen. 

Mit einer Länge von über 600 Metern bietet er außerdem Platz für knapp 3000 Büros und zahlreiche Konferenzräume. 

Teile des Palasts, wie bspw. der große Versammlungssaal oder der Beratungssaal können auch von Touristen besichtigt werden. 

Vor dem Gebäude findet sich außerdem die über 10 Meter hohe Statue des Broken Chairs, als Denkmal für Kriegsgefallene und den Beschluss, keine Minen oder Bomben in kriegerischen Auseinandersetzungen einzusetzen. 

Genfersee

Der Genfersee hat nicht nur den Jet d`Eau zu bieten, sondern auch zahlreiche weitere Aktivitäten, die man in und um den See ausüben kann. 

Bei dem See handelt es sich um den größten Binnensee Mitteleuropas und so ist es nicht erstaunlich, dass um ihn herum zahlreiche nette Orte und Städte einen Besuch wert sind. 

Die am nördlichen Ufer recht zentral gelegene Stadt Lausanne bspw. ist nur eine 40 minütige Zugfahrt vom Genfer Bahnhof entfernt. Hier finden sich bspw. die Kathedrale Notre-Dame, nicht zu verwechseln mit der in Paris, und auch das Olympische Museum.

Im Hintergrund des Sees erstrecken sich die Schweizer und Savoyer Alpen in die Höhe und insbesondere zu Zeiten, in denen die Berggipfel noch mit Schnee bedeckt sind, ist das ein fantastischer Anblick. 

Das beliebteste Highlight auf dem See ist natürlich eine Bootsfahrt. Eine mehrstündige Bootsfahrt kann man bspw. vorab online buchen. Bootstouren kann man sowohl von Genf aus, als auch von weiteren Orten buchen. 

Natürlich kann man aber auch einfach am See entlang spazieren, an einigen Stellen baden gehen, ein SUP mieten oder auch selbst mit dem Tret- oder Motorboot auf den See rausfahren. 

Ausflugsziele

Doch vielmehr noch als von den klassischen Sehenswürdigkeiten, lebt Genf von den zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten rund um den See. 

Zu den beliebtesten Ausflugszielen gehören bspw. die französischen Alpen rund um Chamonix und den Mont Blanc, als höchsten Berg der Alpen und der EU.

Auch ich habe eine Wanderung in den französischen Alpen mit meinem Trip nach Genf verbunden - siehe hier.

Insbesondere rund um Lausanne findet sich außerdem eines der schönsten Weinbaugebiete der Schweiz. 

Das Lavaux liegt im Kanton Waadt am nordöstlichen Ufer des Genfersees. Hier kann man wunderschön durch die Weinberge spazieren, in einer der Weinstuben einkehren und den angebauten Wein zusammen mit einer Auswahl an regionalem Käse genießen. Auch das habe ich im Rahmen meines Trips erleben können. 

Rund um den See finden sich auch zahlreiche sehenswerte Schlösser, wie das Schloss Chillon, die besucht werden können. Das Schloss liegt nicht weit von der ebenfalls sehr beliebten Region am östlichen Ende des Sees rund um Vevey und Montreux, welche auch als Schweizer Riviera bekannt ist, und wo man super schwimmen kann.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel für einen Tagestrip von Genf ist auch das als Venedig der Alpen betitelte kleine Örtchen Annecy auf der französischen Seite. Auch hierhin kann man entweder auf eigene Faust mit Bus und Bahn reisen, oder im Rahmen einer geführten Tagestour, die man online buchen kann. 

Alternative Orte

Die genannten Highlights und Ausflugsziele sind natürlich wiederum nur einige der zahlreichen, die die Region rund um Genf zu bieten hat. 

Auch kulturell bietet Genf bspw. noch mehr - wie das Patek Philippe Museum, in dem ihr mehr über die Geschichte und die Kunst der Uhrmacher, die die Stadt geprägt haben, erfahren könnt. Selbst im Rahmen eines Kurses mal tätig werden kann man bspw. in der Werkstatt Initium.

Auch ein Reformationsmuseum findet sich in Genf und auch die Europäische Organisation für Kernforschung CERN liegt nicht weit vom Stadtzentrum entfernt.

In Genf selbst sind außerdem das lebhafte Bäderviertel, besonders in den Abendstunden, oder das etwas außerhalb gelegene charmante Viertel Carouge einen Besuch wert.

Auch um Genf herum gibt es außerdem ausgezeichnete Wandermöglichkeiten


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft, Promenade & Abendessen

Am ersten Tag war ich erst gegen Nachmittag gelandet und nachdem ich mit der Bahn in die Stadt gefahren war, spazierte ich zunächst an der Promenade entlang und über die Pont du Mont-Blanc in Richtung Innenstadt

Zum Abendessen ging es für mich in die Gigi Cucina & Bar, die sehr stylisch eingerichtet war und auch in direkter Nähe zu meinem Hotel lag. 

Tag 2: Stadt Genf

Den nächsten Tag nutzte ich, um Genf als Stadt auf entspannte Weise kennenzulernen. 

Nach einem Frühstück bei Oh Martine! spazierte ich in Richtung Innenstadt und zunächst einmal zur Promenade du Lac mit Blick auf den Jet d`Eau und zum Jardin Anglais. 

Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg in Richtung Altstadt, zur Kathedrale von Genf und setzte mich in ein Café bei Place du Bourg-de-Four für einen kleinen Snack. 

Von hier ging es anschließend weiter zur Promenade de la Treille, von dort hinunter zum Reformationsdenkmal und auf einen kalten Drink als Erfrischung zum Kiosque des Bastions im gleichnamigen Park. 

Von hier fuhr ich dann zum Völkerbundpalast, den ich mir allerdings nur von außen anschaute und zum Abendessen gab es klassisches Raclette im Auberge de Savièse.

Tag 3: Lausanne & Lavaux Tagesausflug

Am dritten Tag hatte ich mir dann einen Tagesausflug nach Lausanne und in das umliegende Weingebiet von Lavaux vorgenommen. 

Ich frühstückte zunächst noch in Genf im The Barista Lab und dann ging es mit dem Zug nach Lausanne. 

Hier in Lausanne schlenderte ich einfach ein wenig ohne konkreten Plan duch die Innenstadt und zur Altstadt rund um den Palud-Platz und die Kathedrale Notre-Dame

Nach einem kleinen Mittagssnack bei der Crêperie la Chandeleur, fuhr ich dann mit dem Zug nur ein paar Minuten weiter nach Lutry, wo ich ausstieg und einen schönen Spaziergang durch die umliegenden Weinberge machte.

In der Weinkellerei Domaine Piccard machte ich eine kleine Weinprobe, begleitet von einer leckeren Käseplatte.

Anschließend spazierte ich weiter und stieg bei Cully wieder zum See hinab, um am kleinen Strand beim Parc Cully als Abkühlung ins Wasser zu springen und mich etwas in die Sonne zu legen. 

Gegen frühen Abend fuhr ich dann von Cully zurück nach Lausanne und weiter nach Genf. 

In Genf angekommen holte ich mir nur noch einen Burger bei PRETTY PATTY.

Tag 4: Weiterreise nach Chamonix

Am vierten Tag ging es dann für mich mit dem Flixbus von Genf nach Chamonix, wo ich noch eine 2-Tages Wanderung in den französischen Alpen geplant hatte - den ganzen Trip findest du hier.


Wissenswertes

Anreise:

Genf wird von einigen europäischen Flughäfen direkt angeflogen und aus Süddeutschland beträgt die Flugzeit bspw. nur eine Stunde. Natürlich kann man aus den direkten Nachbarländern auch mit dem Zug oder Auto nach Genf reisen. 

Mit dem Zug gelangt man vom Flughafen dann in nur 7 Minuten bis zum Hauptbahnhof.

Der Hauptbahnhof ist sehr zentral und von hier kann man mit dem Bus oder der Straßenbahn weiterfahren oder zu Fuß durch die Innenstadt zu seiner Unterkunft laufen. 

Fortbewegung vor Ort:

In Genf selbst kann man sehr viel zu Fuß machen, so groß ist insbesondere das Stadtzentrum nicht. 

Das Netz aus Trams und Bussen in Genf ist auch gut ausgebaut und als Hotelgast bekommt man in der Regel sogar eine kostenfreie Genf-Touristenkarte, mit der man Bus und Bahn für die Dauer des Aufenthaltes nutzen kann. 

Auch andere Orte entlang des Sees sind mit der Bahn gut erreichbar oder auch per Boot. 

In umliegende Orte - wie bspw. Chamonix in den französischen Alpen - fährt bspw. auch eine ganze Reihe an Fernreisebussen. 

Sicherheit:

Genf ist zu jeder Tages- und Nachtzeit sehr sicher, vor allem im Stadtzentrum. Hier muss man sich gar keine Gedanken machen. 

Beste Reisezeit:

Die beste Reisezeit für Genf ist sicherlich der Sommer, wenn es auch warm genug ist, um im See zu baden.

Außerdem kann man bei gutem Wetter auch schöne Wanderungen in der Region unternehmen. 

Sprache & Währung:

Gesprochen wird in Genf tatsächlich Französisch. In Restaurants und bei Touristenattraktionen kommt man aber auch sehr gut mit Englisch zurecht. Die Stadt ist sehr international. 

Viele Schweizer wohnen auch über die Grenze in Frankreich und umgekehrt, nach Annemasse in Frankreich bspw. fährt sogar die Straßenbahn aus der Stadt.

Die Währung ist in der Schweiz der Schweizer Franken und das Preisniveau ist recht hoch in Genf. 

Tickets & Reservierungen:

Klassische Touristenattraktionen, für die Tickets notwendig sind, gibt es in Genf gar nicht so viele. 

Für die Bootstouren lohnt es sich in der Hauptsaison jedoch vorzeitig online Tickets zu kaufen.


Unterkunftsempfehlungen

In Genf gibt es einige sehr gute und stylische Hotels. Ich habe mich damals für das HOOD Hotel entschieden, das ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bot, nah an einer Metro-Station lag und auch sehr clean und stylisch eingerichtet war. 

Es war die ideale Unterkunft für ein paar Nächte in Genf.


Essensempfehlungen

Typische Speisen:

Die Genfer Küche zeichnet sich in erster Linie durch ihren französischen Einschlag aus. Beliebte Gerichte sind hier:

  • Fondue: Der geschmolzene Käse ist hier sehr beliebt, vor allem Fondue Moitié-Moitié, bestehend unter anderem aus geschmolzenem Gruyère-Käse, verfeienert mit Weißwein und Knoblauch;
  • Longeole: Typische Genfer Wurst mit Fenchel;
  • Filets de perches du Léman: In Butter gebratene Fischfilets, oft mit Pommes serviert;
  • Raclette: Wie Fondue in der ganzen Region beliebt, mit den kleinen Pfannen, auf denen man Käse über Kartoffeln und Schinken schmelzen lässt;
  • Entrecôte mit Sauce „Café de Paris“: Filet mit Kräuterbutter;
  • Genfer Birnenkuchen: Beliebtes Genfer Dessert;
  • Wein: Regionaler Wein aus den Gebieten um den Genfersee.

Cafés:

Restaurants & Bars


Fotoeindrücke


Genf hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen. Für die Stadt selbst braucht man meiner Meinung nach allerdings nicht viel mehr als einen ganzen Tag, dafür bietet das Umfeld mit dem See, den Weingebieten und Wandermöglichkeiten allerdings vielseitige großartige Möglichkeiten. 

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