3 Tage - Cusco (Städtetrip)

Cusco - die frühere Hauptstadt des Inkareichs in Peru, bietet neben einem schönen Stadtzentrum im kolonialen Baustil vor allem zahlreiche archäologische Stätten im Umland - allen voran natürlich Machu Picchu, al eines der sieben Weltwunder.

Im Stadtzentrum punktet Cusco vor allem mit netten Vierteln, sehenswerten Gebäuden, guter Küche, bunten Märkten und eine angenehmen Atmosphäre. Viele der Leute, die man auf den Straßen trifft, sind Touristen und kommen gerade von Wanderungen oder sind auf dem Weg zu einer Wanderung.

Im Laufe dieses Journals gebe ich euch hilfreiche Informationen zu folgenden Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Wir haben unsere Peru-Reise im Mai 2022 gemacht und im Rahmen dessen auch ein paar Tage in Cusco verbracht.


Sehenswertes

Region um Cusco

Wie schon eingangs erwähnt lebt Cusco ganz besonders von den Highlights im Umland der Stadt.

Das größte Highlight Perus ist natürlich Machu Picchu, die Ruinenstadt der Inka, mitten in den Bergen. Aber auch die gesamte Region rund um Cusco hat zahlreiche sehenswerte Orte zu bieten. Einige davon haben wir im Rahmen unserer 4 Tages-Wanderung entlang des Salkantay Treks bestaunen können, zu einigen anderen haben wir einen Tagestrip gemacht.

Machu Picchu

Wie bereits erwähnt - wer an Peru denkt, der denkt sicherlich als allererstes an das Weltwunder Machu Picchu.

Übersetzt heißt Machu Picchu "alter Berg" und erbaut wurde die Stadt von den Inkas auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des gleichnamigen Berges Machu Picchu und des Huayna Picchus (Deutsch "junger Berg"). 

Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Stadt auf Befehl des Inka-Herrschers Pachacútec auf einer Höhe von gut 2400m errichtet.

Die Stadt fasste damals wohl über 200 Gebäude und diente über 1000 Menschen als Zuhause. 

Man erreicht den Machu Picchu am besten von Cusco aus. Von hier hat man entweder die Möglichkeit, entlang unterschiedlicher Routen, mehrtägige geführte Wanderungen zum Machu Picchu zu unternehmen, oder man reist eigenständig mit dem Bus oder Zug an. 

Für uns war von Anfang an klar, dass wir uns dieses Erlebnis mit einer vorangehenden Wanderung erst verdienen wollten, aber der Zug/Bus bietet auch den Leuten eine Chance, die nicht so gut zu Fuß sind. 

Einen Guide, den man mittlerweile zwingend benötigt, um das Gelände überhaupt betreten zu dürfen, sollte man entsprechend spätestens am Eingang buchen. 

Wer sich dazu entscheidet, den Machu Picchu zu besichtigen, dem sollte bewusst sein, dass es auf der gesamten Anlage keine Toiletten gibt. Das soll dazu führen, dass die Besucher nicht übermäßig viel Zeit auf der Anlage verbringen und somit einer Überfüllung entgegenwirken. 

Salkantay Trek 

Wer, wie wir, eine mehrtägige Wanderung buchen möchte, der hat die Wahl zwischen dem Inka Trail und dem Salkantay Trek, welche die bekanntesten Wanderwege zum Machu Picchu sind. Es gibt zwar auch noch weitere Treks, aber die vorgenannten sind sicherlich die bekanntesten und auch hier gibt es je nach Anbieter oder geplanter Dauer der Wanderung bereits zahlreiche unterschiedliche Optionen. 

Da wir uns für den 4 Day Salkantay Trek über den Anbieter Salkantay Trekking entschieden, möchte ich im Folgenden hierauf näher eingehen. 

Zunächst einmal möchte ich vorwegnehmen, dass wir die Buchung über Salkantay Trekking zu 100% empfehlen können. 

Neben unglaublich guten und netten Guides, exzellenten Unterkünften und großartigem Essen, war alles wirklich herausragend gut organisiert und unsere nette Gruppe machte die Wanderung zum absoluten Highlight unserer Reise. 

1. Tag:

Bereits um 4 Uhr morgens wird man an Tag 1  in Cusco eingesammelt und in ca. 3 Stunden, unterbrochen von einer kurzen Frühstückspause, zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren. 

Von hier beginnt eine moderate 3 stündige Wanderung zum ersten Camp in Soraypampa, wo man in Glasiglus und mit fantastischem Panoramablick seine erste Nacht verbringen wird. 

Nach dem Mittagessen und einer kurzen Mittagspause wandert man nachmittags in 2 1/2 Stunden noch 300 Höhenmeter zum auf 4200 m gelegenen Humantay Lake hinauf und wieder hinab ins Camp. 

Hier gibt es dann noch Abendessen, zubereitet von den Köchen, die von Anfang bis Ende der Tour mit einem reisen, immer ein Stück voraus, um die Gruppe bereits mit einer fertigen Mahlzeit im jeweiligen Camp in Empfang zu nehmen. 

2. Tag:

Der zweite Tag ist dann der längste. Nach einem sehr frühen Frühstück geht es direkt an den Anstieg. 

Ca. 3 Stunden dauert es, bis man den höchsten Punkt der gesamten Wanderung, den Salkantay Pass auf über 4600 m, erreicht. Hier merkt man die dünnere Luft und die Anstrengung dann schon deutlich. 

Der Blick auf den schneebedeckten und über 6200 m hohen Gipfel des Salkantay Berges entschädigt aber definitiv für die Anstrengung. 

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es dann auch schon wieder bergab bis zum knapp über 3800 m hoch gelegenen Lunchspot.

Bis hierhin hat man bereits 14km und einige Höhenmeter nach oben und wieder nach unten zurückgelegt und nach dem Mittagessen warten noch knapp 10 weitere Kilometer -  durch eine komplett veränderte Landschaft, durch den Regenwald, zum 2. Camp.

Hier kann man sogar eine wohlverdiente heiße Dusche und erneut ein sehr leckeres Abendessen genießen und fällt anschließend komplett erschöpft in das gemütliche Bett. 

3. Tag:

Auch der dritte Tag startet wieder mit einem frühen Frühstück und dann geht es in ca. 5 Stunden entlang von Kaffee- und Bananenplantagen, oder auch Avocados und wilden Orchideen zum Lunchspot. Hier bekommt man auch noch etwas über den regionalen Kaffeeanbau und die Zubereitung erklärt und es wird Kaffee verköstigt. 

Auf dem Weg überquerten wir auch auf abenteuerliche Weise einen Fluss. Hierbei wurden wir auf einem an einem Drahtseil befestigten Wagon händisch über die kleine Schlucht und den Fluss auf die andere Seite gezogen - nicht gerade eine vom deutschen TÜV geprüfte Anlage. 

Nach dem Lunch geht es dann mit dem Auto weiter zur Bahnstation Hidroelectrica, von wo aus man die Wahl hat, entweder die Bahn nach Aguas Calientes zu nehmen, oder in ca. 3 Stunden entlang der Gleise dorthin zu wandern. 

Uns wurde die Entscheidung schon dadurch abgenommen, dass die Bahn an diesem Tag nicht fuhr, weil Einheimische gegen die Ungerechtigkeit der lokalen Bahnunternehmen, die die Touristen bevorzugten und die Einheimischen stark benachteiligten, demonstrierten und somit die Strecke blockierten. 
Das kommt in Peru offensichtlich regelmäßig vor. 

Als wir abends den kleinen Ort Aguas Calientes erreichten, hatten wir uns das Abendessen und 1-2 Drinks nach ca. 60 km Wanderung in den letzten 3 Tagen, redlich verdient. 

4. Tag:

Am vierten Tag war es dann endlich soweit. Früh morgens nahmen wir den Bus hoch zum Machu Picchu

Um 6 Uhr morgens kann man das Gelände betreten und um den Massen an Touristen, insbesondere denen, die am selben Tag mit dem Zug aus Cusco anreisen, zu entgehen, startete unsere Gruppe auch direkt morgens. 

Hier hat man nun die Möglichkeit noch einiges über das Weltwunder zu erfahren und dann anschließend, erst frei und dann mit den Guides, das Gelände zu erkunden. 

Wer möchte, kann hier zusätzlich noch eine Wanderung auf den Huayna Picchu Mountain buchen. 

Zurück in Aguas Calientes gibt es noch ein kurzes Mittagessen und dann bringt einen der Zug nach Ollantaytambo. Von hier geht es mit einem privaten Bus zurück nach Cusco.

Auch die Fahrt in dem Zug mit Panoramafenstern an der Decke war nochmal ein letztes Highlight.  

Humantay Lake

Der Humantay Lake, den ich bereits im Rahmen des Salkantay Treks erwähnt habe, ist ein weiteres Highlight in der Region, das man nicht verpassen sollte. 

Wer nicht im Rahmen einer Wanderung bereits hier vorbeikommt, der kann auch hierhin einen Tagestrip von Cusco aus buchen. 

Egal ob im Rahmen einer mehrtägigen Wanderung oder als Tagestrip, an einem kommt man definitiv nicht vorbei und das ist der ca. 2 Stunden dauernde Aufstieg von Soraypampa hoch zu der auf gut 4200 Metern gelegenen Lagune. 

Wenn man den Aufstieg bewältigt hat, ist die Laguna Humantay definitiv ein atemberaubender Anblick. 

Im türkisfarbenen und glasklaren Wasser des Sees spiegeln sich die von Gletschern bedeckten Berge der Anden im Hintergrund. 

Für die Einheimischen ist die Lagune ein heiliger Ort und sie senden hier ein Gebet zu Pachamama ab, zur Mutter Erde, die für sie heilig ist.

Baden darf man in dem See deshalb nicht.

Vinicunca (Rainbow Mountain)

Wer sich vorab mit einer Reise nach Peru beschäftigt, der wird sicher auch viele Bilder vom Vinicunca, dem sogenannten Rainbow Mountain sehen. 

Und wenn man diese Bilder erstmal gesehen hat, dann erklärt sich auch schnell, warum ein Trip zum Regenbogenberg definitiv bei einer Peru-Reise nicht fehlen sollte. 

Wir buchten einen Tagestrip zum Vinicunca von Cusco aus online vorab. 

Auf über 5200m gelegen, ist die Wanderung zum Gipfel doch schon sehr anstrengend, wenn auch nicht zu lang. 

Wir merkten die Höhe jedoch schon deutlich und das obwohl wir die Tage zuvor den Salkantay Trek gewandert waren. 

Sich vorher also zumindest mal auf der Höhe von Cusco zu akklimatisieren ist somit definitiv empfehlenswert.

Seinen Namen verdankt der Regenbogenberg seiner besonderen Färbung - mehrere Schichten unterschiedlicher Farben ziehen sich den Bergrücken entlang. 

Diese besondere Färbung entsteht durch die Überlagerung von Mineralien. 

Rötliche Streifen entstanden durch Eisenoxidpigmente, schwarze durch Graphit, pinke aufgrund von Mangat und gelbliche Streifen durch Schwefel. 

Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Gipfel ging es für uns auch schon wieder hinab, da auch unser Guide sagte, dass man sich in der Höhe nicht allzu lange aufhalten sollte - vor allem, wenn man diese Höhen nicht gewohnt ist. 

Weiteres

Natürlich hat das Umland von Cusco auch noch weitere Highlights zu bieten. 

Hierzu zählt vor allem das Heilige Tal der Inkas mit seinen Inka-Stätten und Dörfern inmitten der Anden, wie beispielsweise die Inka-Stätte Pisac oder Ollantaytambo und Maras. Auch dorthin kann man Tagestrips unternehmen. 


Cusco Stadt

Neben den oben genannten Highlights rund um Cusco, ist natürlich auch die Stadt Cusco ein Highlight, das bei einer Reise nach Peru bei allen ganz oben auf der Liste steht. 

Plaza de Armas

Cusco ist das Zentrum des peruanischen Andenhochlandes und liegt auf gut 3400m über dem Meeresspiegel. 

Bedeutend war die Stadt insbesondere in früheren Zeitaltern und als Hauptstadt des Inkareichs, aber auch heute vermittelt die Stadt mit ihren (vor-)kolonialen Bauten noch einen sehr authentischen Eindruck des alten Perus. 

Wie in so ziemlich jeder südamerikanischen Stadt bildet auch hier das Zentrum der Plaza de Armas

Umgeben von Häuserreihen mit schönen Galerien, der Kathedrale von Cusco und der Iglesia La Compania, steht in der Mitte des Platzes ein Brunnen mit der Statue eines Inkakriegers. 

Auch die Säulengänge rund um den Platz sind schön anzusehen und die traditionellen Gebäude beherbergen heute vor allem Restaurants, Cafés und Souvenirshops.

Hier kann man auch wunderbar in einem der Restaurants auf dem Balkon sitzen und den Blick über den Platz genießen.

Sacsayhuamán & Christo Blanco

Einen Besuch der nächsten beiden Highlights kann man wunderbar miteinander verbinden.

Ein Stück außerhalb der Stadt gelegen (ca. 2-3km Fußweg) findest sich die Ruinenstätte Sacsayhuamán.

Man erreicht die Stätte am besten durch das Künstlerviertel San Blas und über die steinerne Treppe Calle Tantapata

Der Spaziergang hier hoch bietet eine ideale Möglichkeit, sich vor einer (Mehr-)Tageswanderung im Umland mit der Höhe und der Anstrengung zu akklimatisieren. 

Hier oben kann man dann in aller Ruhe die Ruinenstätte bestehend aus teilweise menschengroßen Steinen besichtigen und auch die hier lebenden Alpakas.

Heute ist nicht mehr genau bekannt, welchem Zweck die Ruine in früheren Zeiten gedient hat - als Festung vor den Toren der Stadt oder als heilige Stätte. Jedes Jahr am 24. Juni wird hier eine Zeremonie anlässlich des Sonnenfestes abgehalten.

Nicht weit von der Ruinenstätte findet sich außerdem noch eine weitere Sehenswürdigkeit über der Stadt - die Christo Blanco Statue - die mit einer Höhe von 8 Metern wie der kleine Bruder der Christo-Statue in Rio de Janeiro wirkt

Beim Ausblick von hier oben sieht man erst die ganzen Ausmaße der Stadt und abends leuchten nicht nur die Lichter in den Häusern der Stadt, sondern auch die Statue wird erleuchtet.

San Blas

Definitiv auf dem Plan haben sollte man bei seinem Besuch das Künstlerviertel San Blas. 

Es liegt geographisch zwischen dem Plaza de Armas und der Ruinenstätte Sacsayhuamán, was auch die teilweise recht steilen Straßen durch die Hanglange erklärt. 

Besonders sehenswert sind hier schon allein die Häuser des Viertels mit den hellen Außenfassaden aus Lehm, den bunten Fensterrahmen und hölzernen Balkonen. 

Hier findet man alles mögliche an Kunsthandwerk - von Gemälden, über Tontöpfe, Schmuck und Keramikwaren. 

Neben den zahlreichen Souvenirshops bietet San Blas aber auch viele nette Cafés und Restaurants und insbesondere einige Hostels finden sich hier in dem Viertel, was das besonders junge Publikum erklärt. 

Mitten im Viertel findet sich auch die Kirche San Blás.

Märkte

Die Märkte von Cusco sind ein weiteres Highlight der Stadt. 

Allen voran der bekannteste Markt - San Pedro. 

Auch hier findet man, ähnlich wie im Viertel San Blás, unterschiedlichstes Kunsthandwerk, wodurch man super nach Souvenirs schauen kann. 

Wir haben hier bspw. sehr schöne und warme Ponchos aus Alpakafell gefunden. 

Aber auch kulinarisch hat der San Pedro Markt viel zu bieten. 

Angefangen von frischem Obst, und entsprechend frisch gepressten Säften, über Snacks wie Empanadas, bis hin zu Brot oder vollwertigen Hauptspeisen. 

Der San Pedro Markt liegt sehr zentral und verteilt sich über mehrere große Hallen, sowie auch die Plätze davor. 

Weiteres

Auch die Stadt Cusco hat darüber hinaus noch weitere Highlights zu bieten. Neben den bekannten und bereits genannten Sehenswürdigkeiten rund um den Plaza de Armas, bspw. die Kathedrale von Cusco, finden sich auch noch weitere sehenswerte Kirchen in der Stadt, unter anderem das Kloster Santo Domingo oder der Sonnentempel Coricancha, aber auch die Klosterkirche La Merced und die Jesuitenkirche Cmpania de Jesús, die ebenfalls am Plaza de Armas steht. 

Beeindruckend sind auch die riesigen Steinblöcke, die nicht nur beim Bau von Sacsayhuamán, sondern auch in einigen Straßen, wie der Calle Hatunrumiyoc oder der Callejón de Siete Culebras, genutzt wurden. Die aufgetürmten Steinblöcke sehen ein bisschen aus wie beim Spiel Tetris.

Außerdem kann man in Cusco in zahlreichen Museen, bspw. im Inka Museum, mehr über die Geschichte der Inka lernen. Man kann also auch ohne große Probleme weitere Tage in der Stadt mit Leben füllen. 


Tagesplanung

Hier zeige ich euch die Routenplanung von oben im Detail:

Tag 1: Flug nach Cusco & Cusco Innenstadt

Nach unserem Stopp am Titicacasee flogen wir vom Flughafen Juliaca über Lima nach Cusco. Das ist natürlich etwas umständlicher als eine direkte Busfahrt, spart allerdings auch viel Kraft und Zeit. Dafür sieht man bei der Busfahrt noch andere Teile des Landes. 

In Cusco angekommen, spazierten wir noch etwas durch die Stadt und zum Plaza de Armas. Auch zum Cristo Blanco und zu den Ruinen von Sacsayhuaman über der Stadt gingen wir an dem Tag. 

Durch das lebendige Viertel San Blas spazierten wir zu unserer Location zum Abendessen - der Yaku High Altitude Kitchen.

Tag 2: Start Salkantay Trek, Humantay Lake

Am 2. Tag in Cusco startete unsere 4 Tages Wanderung entlang des Salkantay Treks bis zum Machu Picchu

Den vollen Tagesplan der Wanderung findest du oben bei meinen Highlights oder im Artikel zur Peru-Rundreise.

Tag 3: Machu Picchu und Rückreise nach Cusco

Am vierten Tag des Salkantay Treks stand dann das Highlight und Ziel der Wanderung bevor - das Weltwunder Machu Picchu

Mit unseren Guides verbrachten wir ein paar Stunden in dem Areal, bevor es mit dem Zug und Bus wieder zurück nach Cusco ging.

In Cusco ging es für uns wieder in dasselbe Hotel, sodass wir für die Zeit der Wanderung das nicht benötigte Gepäck im Hotel lassen konnten. 

Nach unserer Ankunft holten wir uns erstmal etwas zu essen auf dem San Pedro Markt und anschließend ruhten wir uns etwas aus, bevor wir uns mit Freunden von der Wanderung in San Blás trafen und dort etwas tranken und zu Abend aßen. 

Aufgrund dessen, dass wir an Tag 3 in Cusco so früh aufbrachen und an diesem Tag erst nachmittags wieder die Stadt erreichten, zähle ich diese beiden Tage nur als einen Tag. 

Tag 4: Rainbow Mountain Tagestrip

Am nächsten Morgen stand auch schon wieder unser nächster Tagestrip an, sodass wir wiederum gar nicht viel Zeit in Cusco hatten. Diesmal ging es zum Vinicunca (Rainbow Mountain)

Nach einem Frühstück in einem kleinen Ort unterwegs wanderten wir vom Startpunkt die letzten paar Höhenmeter bis zum Gipfel auf über 5200m. Hier konnte man sich aufgrund der Höhe nicht zu lange aufhalten und deshalb machten wir uns dann auch bald wieder auf den Weg nach unten und zurück nach Cusco.

Abends trafen wir zum Abschied noch einmal ein paar neue Freunde, die wir auf der Wanderung der letzten 4 Tage kennengelernt hatten. Zum Abendessen gingen wir ins Republica del Pisco.

Abwandlung:

Wir haben tatsächlich gar keinen vollen Tag in Cusco verbracht, sondern meist nur einen halben Tag vor der Abreise oder nach der Rückkehr. 

Natürlich kann man sich hier auch deutlich mehr Zeit nehmen und die Highlights intensiver genießen. Nicht wenige Backpacker bleiben gleich mehrere Wochen in der Region um Cusco. 


Wissenswertes

Hier stelle ich euch einige nützliche Informationen zusammen, die für deine Vorbereitung einer Peru-Reise relevant sind:

Anreise:

Die größeren Flughäfen des Landes finden sich Lima und Cusco. Bei einer Reise aus Europa wird man in der Regel in Lima landen. 

Von Lima aus gelangt man unkompliziert per kurzem Flug nach Cusco.

Vom Flughafen kann man sich dann am besten über das Hotel einen Transfer organisieren oder ein Uber nehmen.

Fortbewegung vor Ort:

In Cusco selbst kann man eigentlich wirklich alles zu Fuß machen und für die meisten Touren ins Umland wird man von einem festgelegten Treffpunkt abgeholt und auch wieder dort abgeliefert.

Sicherheit:

Viele Menschen haben vor einer Reise nach Südamerika Sicherheitsbedenken. Auch für uns war Peru die erste Reise nach Südamerika. 

Wir können im Nachhinein sagen, dass wir uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt haben. Natürlich muss man auch hier, wie auch in vielen Ländern Europas gesunden Menschenverstand an den Tag legen - hierzu gehört, dass man nachts vielleicht nicht alleine in den dunkelsten Gassen umherläuft oder auch, dass man auf Märkten und in belebten Gegenden auf seine Wertsachen aufpasst. 

Darüber hinaus haben wir uns aber stets wohlgefühlt und insbesondere in den touristischen Gegenden und durch das Buchen von geführten Touren ist man definitiv auf der sicheren Seite.

Beste Reisezeit:

Die Jahreszeiten in Peru gliedern sich in erster Linie in eine Regenzeit von Oktober bis März und eine Trockenzeit von April bis September. 

Welche Zeit sich am besten für die Reise eignet, hängt vor allem von den geplanten Aktivitäten ab. Die Regenzeit mit möglichen Schauern, aber wärmeren Temperaturen eignet sich insbesondere für eine Reise in die Küstenregionen Perus. In Lima bspw. regnet es auch in der Regenzeit fast nie richtig, weshalb auch einige Restaurants nicht einmal richtige Dächer haben. 

Wer allerdings die Highlights in den Bergregionen rund um Cusco erleben möchte, wie bspw. den Rainbow Mountain oder natürlich Machu Picchu, der sollte besser in der Trockenzeit reisen. Während es hier zwar nachts ordentlich frisch werden kann, ist es tagsüber meist angenehm zwischen 20 und 25°C und beständig. 

Gesundheit & Impfungen:

Bezüglich Impfungen sollte man sich vorab bei einem Reisearzt informieren. Die Klassiker sind vor einer Reise nach Peru Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut und ggf. Dengue-Fieber.

Außerdem spielt in Peru besonders der richtige Umgang mit der Höhe eine essentielle Rolle und hier sollte man auch Kopfschmerztabletten etc. zur Abhilfe mitnehmen.

Umgang mit der Höhe & Koka-Pflanze:

Wie schon mehrmals erwähnt, liegen viele Orte Perus einige 1000 Meter über dem Meeresspiegel in den peruanischen Anden und das gilt auch für Cusco.

Dieser Umstand kann bei Europäern, die dies nicht gewohnt sind, zu mehr oder weniger starken Beschwerden durch die Höhenkrankheit führen. Durch die verringerte Sauerstoffversorgung leiden viele Touristen unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und in schweren Fällen sogar Atemnot.

Um der Höhenkrankheit vorzubeugen, ist die langsame Akklimatisierung nach und nach entscheidend. Auch sollte man ausreichend Wasser zu sich nehmen und im akuten Fall helfen Kopfschmerztabletten. 

In Peru werden einem außerdem Kokablätter angeboten - meist in Form von Koka-Tee, aber auch Koka-Bonbons und weitere Produkte gibt es hier. 

Die Koka-Pflanze ist allerdings in Deutschland nicht erlaubt, da sie unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, weshalb man darauf achten sollte, nicht versehentlich einen Teebeutel oder ähnliches einzuführen. Ansonsten ist der kurzfristige Konsum aber relativ unbedenklich.

Sprache und Währung:

Die Landessprache Perus ist Spanisch. Zwar sprechen die Menschen in den Städten und touristischen Regionen in aller Regel auch Englisch, aber für abgelegenere Orte sind Spanisch-Grundkenntnisse sicherlich hilfreich. 

Die Währung Perus ist der peruanische Sol. Man kann zwar fast überall mit der Karte zahlen, für Fälle in denen das jedoch nicht möglich ist, lohnt es sich, ein paar Soles abzuheben - bspw. für Trinkgelder für Tourguides. 

Hygiene:

Die Hygienestandards sind in Peru überwiegend sehr gut. Wer sichergehen möchte, kann zwar zum Zähneputzen etc. auch abgepacktes Wasser nehmen. Insbesondere in den größeren Städten hatten wir aber auch keine Probleme mit dem Wasser aus den Leitungen, auch nicht mit Eis in Getränken oder frischem Salat, aber da sind die Menschen natürlich auch unterschiedlich empfindlich.

Packtipps:

Was man zwingend einpacken sollte, hängt ebenfalls in erster Linie von den eigenen Plänen ab. Für Wanderungen sollte entsprechende Ausrüstung mit Wanderschuhen nicht fehlen, aber auch genug Klamottenschichten für die kalten Nächte sollte man einpacken. 

Da nicht alle Straßen überall super ausgebaut sind, fand ich das Reisen mit einem Backpack anstelle eines großen Koffers definitiv angenehmer.

Touren:

Tagestouren haben wir in der Regel über getyourguide gebucht. Hier bietet es sich stellenweise an, ein paar Tage/Wochen im Voraus zu buchen. 

Insbesondere die Tour zum Machu Picchu mit dem Anbieter Salkantay Trekking können wir empfehlen und auch diese sollte ausreichend früh gebucht werden. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Einreise & Visum

Ein Visum ist für touristische Reisen derzeit nicht nötig.

Sonstiges:

Die Menschen in Peru sind insgesamt, und auch wir haben die Erfahrung gemacht, außerordentlich freundlich. 

Wovon man sich allerdings fernhalten sollte, sind gelegentlich vorkommende Demonstrationen von Einheimischen, die auch mal gewaltsam ausfallen können. 

Denke ggf. an einen Steckdosenadapter, denn in Peru gibt es Steckdosen des Typs A und C, wie in den USA.

Die Höhenkrankheit sollte nicht unterschätzt werden. Ebenso gilt es bei Extremwetter aufzupassen, da hier Naturkatastrophen, wie Erdrutsche, auftreten können.

Tipp: In Cusco kann man gut ein Hotel für die Nacht vor und nach einer Wanderung zum Machu Picchu auswählen und direkt anfragen, ob man sein großes Gepäck während der Tage der Wanderung dort lassen kann. 


Unterkunftsempfehlungen

Wo kann und wo sollte man auf seiner Peru-Reise übernachten? Auch das ist eine Frage, die man sich im Laufe seiner Reiseplanung irgendwann zwangsläufig stellen muss. Ich suche meist über booking.com nach Unterkünften. Wenn ich dann eine Unterkunft gefunden habe, schaue ich auf trivago noch einmal, ob das Hotel auf einer anderen Seite günstiger zur Verfügung steht. In der Regel ist der Preis bei booking.com aber mit meinem Genius-Rabatt (diesen erhält man bei einer bestimmten Anzahl durchgeführter Buchungen) schon der beste. 

Da ich hier keine Empfehlungen von Hotels aussprechen möchte, die ich selber nicht getestet habe, konzentriere ich mich jeweils auf die von uns gewählten Unterkünfte und die Frage, ob ich diese wieder aufsuchen würde und dementsprechend empfehlen kann.

Cusco - Nächte vor und nach dem Salkantay Trek: Union Hotel Cusco - sehr schönes kleines Boutique-Hotel mit liebevollem Personal und leckerem Frühstück. Wir durften außerdem für die 3 Nächte unserer Wanderung auf dem Salkantay Trek unser Gepäck hier lassen. Zentrale Lage und schöne Zimmer.


Essensempfehlungen

Was viele gar nicht wissen: Peru ist neben seinen landschaftlichen Highlights und schönen Städten auch für das unglaublich gute Essen bekannt. Nicht umsonst finden sich in Lima einige der besten Restaurants weltweit. Aber nicht nur in Lima, selbst auf unserer 4-Tages-Wanderung haben wir unglaublich leckeres Essen genossen. Jede Region für sich hat bestimmte typische Gerichte.

Typische Speisen:

Folgende Speisen sollte man bei einer Reise nach Peru probiert haben:

  • Lomo Saltado: Lomo Saltado ist Rindergeschnetzeltes mit roten Zwiebeln und Tomaten und vielen leckeren Gewürzen.
  • Alpakafleisch: Für Europäer zunächst ein ungewöhnlicher Gedanke, aber in Peru wird an nahezu allen Orten Alpakafleisch oder Lamafleisch angeboten. Wer es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, nachdem man am Tag zuvor vielleicht noch eines der flauschigen Tiere gestreichelt hat - es schmeckt ähnlich wie Rind und ebenfalls sehr lecker.
  • Ceviche: Vielleicht DAS Gericht, für das Peru bekannt ist. Mittlerweile findet sich das Gericht auf der ganzen Welt auf vielen Speisekarten, seinen Ursprung hat es allerdings in Peru. Hierbei werden frische und rohe Meeresfrüchte im Saft von Limetten eingelegt und mariniert. Zusammen mit Zwiebeln und unterschiedlichen Gewürzen, zB. Chili, schmeckt es unglaublich gut
  • Papas a la Huancaína: Einfache aber beliebte peruanische Vorspeise mit Kartoffeln zu Huancaína Soße (einer gelben Soße aus Chili, Milch und Öl) und einem gekochten Ei.
  • Arroz con Pollo: Reis mit Hähnchen und Zwiebeln bzw. Gemüse. Es gibt sehr viele Gerichte mit Kartoffeln, Süßkartoffeln und Reis und dazu einer Fleischbeilage, wie dieses.
  • Rocoto relleno: Insbesondere für die Gegend um Arequipa typisch - eine große Paprika gefüllt mit Hackfleisch und mit Käse überbacken, dazu oft Couscous.
  • Empanadas: Die gefüllten (mit Fleisch oder Kartoffel in einer pikanten Soße) Teigtaschen sind nicht nur in Peru, sondern in ganz Südamerika typisch - man kann sie sehr frisch und lecker auf den Märkten in den Städten bekommen. 
  • Meerschweinchenfleisch: Noch befremdlicher als das Alpakafleisch ist vielleicht das Essen von Meerschweinchen, was in Peru typisch ist. Man bekommt es in unterschiedlichen Formen, manchmal gegrillt auf einem Spieß oder paniert, ähnlich wie Chicken Nuggets. 

Das alles sind natürlich nur Beispiele einer sehr vielfältigen und interessanten Küche. Insbesondere in Küstenregionen, wie Lima, bekommt man sehr leckere Meeresfrüchte und ansonsten oft Fleisch mit Kartoffeln, Reis oder dem landestypischen Quinoa.

Cafés:

Cusco:

Restaurants:

Da wir in jedem der Orte nicht allzu viel Zeit hatten, hier nur eine kleine Auswahl an sehr guten Restaurants, die wir besucht haben:

Cusco:

Auch das Essen auf unserer Wanderung zum Machu Picchu oder auf der Insel auf dem Titicacasee war sehr gut.


Fotoeindrücke


Cusco hat uns tatsächlich sehr gut gefallen, auch wenn wir in Summe gar nicht so viel Zeit vor Ort hatten und die Stadt eher als strategischen Zwischenstopp für die Highlights der Umgebung genutzt haben. 

Definitiv kann man hier auch mehr Zeit verbringen und das junge Publikum, die angenehme Atmosphäre und die (vor-)koloniale Bauweise erzeugen einen Eindruck vom alten Peru zu Zeiten der Inka, wie kaum eine andere Stadt im Land.

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