3 Tage Seattle (Städtetrip)

Seattle - die Stadt ganz im Nordwesten der USA, im Bundesstaat Washington, zählt insbesondere aufgrund der landschaftlichen Umgebung zu einem idealen Ziel für einen Städtetrip - vor allem in Verbindung mit anderen Städten und Nationalparks an der Westküste Nordamerikas. 

Die Stadt gilt als kultureller Hotspot mit trendigen Vierteln, leckeren Meeresfrüchten und als Ursprungsort der Firma Starbucks.

Wenn man eine Rundreise durch den Nordwesten Amerikas oder auch die Westküste Kanadas plant, dann sollte man unbedingt auch ein paar Tage in Seattle einplanen. 

Quick Facts

Mount Rainier

Die Natur mit vielen Wäldern um die Stadt herum und die Lage an der Küste werden durch den spektakulären Anblick des 4400 Meter hohen Mount Rainier Vulkans abgerundet. 

Wirtschaft & Kultur

Doch nicht nur landschaftlich bietet Seattle jede Menge, auch kulturell kann man hier einiges erleben und die Stadt dient auch als Sitz einiger namhafter Unternehmen. 

Starbucks

Die Kaffeekultur ist ein weiteres Highlight in Seattle und nicht umsonst findet man hier den allerersten Starbucks-Store direkt gegenüber vom Pike Place Market. 

Im Laufe dieses Journals gebe ich euch hilfreiche Informationen zu folgenden Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Ich habe Seattle zuletzt 2018 in Verbindung mit ein paar Tagen in Vancouver besucht.

Außerdem findest du [zukünftig] am Ende der Seite meinen komprimierten PDF Guide zum Download für unterwegs. 

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Sehenswertes

Space Needle

Sie hebt sich deutlich vom Rest der Skyline der Stadt ab - die Space Needle. 

Der knapp 200m hohe Aussichtsturm wurde anlässlich der Weltausstellung der USA in Seattle 1962 errichtet. 

In nur ca. 40 Sekunden bringt einen der Aufzug ganz nach oben und von hier hat man dann einen tollen Blick über die umliegenden Dächer der Stadt, aber auch die umliegende Natur. An guten Tagen sieht man von hier in der Ferne auch den schneebedeckten Mount Rainier. 

Oben in der futuristischen Plattform finden sich auch ein Restaurant und ein Café, die sich übrigens in der Luft drehen. 

Ein Ticket für die Space Needle kann man vorab online kaufen - auch Kombitickets mit dem Chihuly Garden and Glass inkludiert. 


Pike Place Market

Direkt an der Uferpromenade - Waterfront - liegt das nächste Highlight - der Pike Place Market

Als einer der ältesten Lebensmittelmärkte der USA genießt er regelrecht Kult-Status. 

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts bieten hier Bauern, Handwerker und Fischer ihre Waren an. Auf mehreren Stockwerken findet man daher regionale Speisen wie Käse, Wein oder Meeresfrüchte und bunte Souvenirs. 

Auch einige lokale und internationale Antiquitätenhändler und Künstler vertreiben hier ihre Waren. 

Vor dem Markt findet man, insbesondere um die Mittagszeit außerdem zahlreiche Streetfood-Stände. Ich habe hier bspw. den besten Lachs meines Lebens gegessen. 

Wer dann fertig mit seiner Runde über den Markt ist, der kann gleich direkt gegenüber dem allerersten Starbucks -Store der Welt noch einen Besuch abstatten. 


Seattle Waterfront

Definitiv nicht verpassen sollte man in Seattle die Waterfront

Hier kann man entspannt an der Uferpromenade entlangspazieren und die Skyline auf der einen und den Hafen auf der anderen Seite bewundern. 

Hier an der Promenade finden sich auch etliche Geschäfte, Restaurants, Bars und Cafés, sodass man hier zu jeder Tageszeit fündig werden kann. 

Außerdem bietet die Gegend auch zahlreiche weitere Aktivitäten, wie eine Bootstour durch den Hafen - vorbei an historischen Hafengebäuden und auf der Suche nach Seehunden oder aber auch längere whale-watching Fahrten

Auch das Wahrzeichen Seattles - das Great Wheel Riesenrad - findet man hier am Pier 57


Pioneer Square

Der Stadtteil Pioneer Square zählt ebenfalls zu den Highlights der Stadt. 

Er blickt auf eine lange Historie zurück - den im 19. Jahrhundert siedelten sich hier die Gründer der Stadt an und entwickelten die Siedlung zu einer bedeutenden Stadt. 

Heute wohnen hier vor allem wohlhabende Familien und viktorianische Gebäude reihen sich aneinander, gesäumt von idyllischen Alleen. 

Neben Wohngebäuden, Cafés und Restaurants bietet Pioneer Square aber auch zahlreiche Kunstgalerien und Antiquitätenläden. 

Das Viertel ist bei jungen Leuten auch abends und in der Nacht als Ausgehviertel beliebt. 

Ein besonderes Highlight ist hier außerdem eine Tour durch den Untergrund von Seattle - wo man quasi eine Stadt unter der Stadt findet, die durch einen großen Brand im Jahr 1889 und den anschließenden Neubau entstanden ist. 

Hierfür kann man online Führungen buchen. 


Sportevents

So wie eigentlich alle größeren amerikanischen Städte, ist natürlich auch Seattle die Heimat einiger großer Sportteams

Hier kann man unter anderem Fußballspiele der Seattle Sounders, Basketballspiele von Seattle Storm, Eishockey der Seattle Kraken, Baseballspiele der Seattle Mariners und natürlich Footballspiele des 2026 amtierenden Super Bowl Champions - den Seattle Seahawks - live erleben. 

Insbesondere das Stadion, derzeit Lumen Field genannt, in dem die Seahawks und die Sounders ihre Heimspiele austragen, ist sehenswert. 

Auf der einen Seite sieht man durch die Tribüne direkt die Skyline der Stadt, denn das Stadion liegt mitten in Seattle. 

Wenn gerade keine Spiel stattfindet, kann man auch an einer Stadionführung teilnehmen. 


Weitere Highlights

Neben den genannten Highlights, hat Seattle insbesondere kulturell noch einiges mehr zu bieten - hier findet man unter anderem das Museum of Pop Culture, das Museum of Flight, das Museum of History and Industry oder das Seattle Art Museum

Aber die Stadt ist auch ein wichtiges Wirtschaftszentrum und der Sitz zahlreicher international namhafter Unternehmen - wie Amazon, Expedia oder Microsoft. Beliebte Sehenswürdigkeiten in dem Zusammenhang sind deshalb auch das Amazon Spheres Gebäude und das Boeing Corporate Office

Auch die moderne Seattle Central Library ist ein fantastischer Anblick von außen und innen und neben der Space Needle kann man auch auf die Aussichtsplattform des Sky View Observatory hinauffahren, die noch einmal ein paar Meter höher liegt. 

Den Status als sehr grüne Stadt verdankt Seattle unter anderem den zahlreichen Parks. Besonders sehenswert ist hier der Kerry Park, der aufgrund seiner erhöhten Lage in der Stadt einen tollen Blick über die Stadt, auf die Space Needle und mit etwas Glück den Mount Rainier im Hintergrund bietet. 

Auch der Lake Union See mit umliegendem Park und der Myrtle Edwards Park sind einen Besuch wert. 

Besonders toll bei einem Trip nach Seattle sind aber natürlich die Highlights im Umland. Man kann den Trip bspw. mit einem Besuch Vancouvers verbinden, oder auch Wanderungen rund um den Mount Rainier und im Olympic National Park unternehmen. 


Tagesplanung

Hier gebe ich eine beispielhafte Tagesplanung für einen dreitägigen Aufenthalt in Seattle, wobei ich 2 Tage vor meinem Ausflug nach Vancouver und einen Tag danach in Seattle verbracht habe. Wenn man mehr Zeit hat, kann man natürlich noch ein paar Tage im Umland einplanen.

Tag 1: Ankunft, Waterfront, Kerry Park & Space Needle

Am ersten Tag kam ich vormittags am Flughafen in Seattle an und nach dem Check-In schlenderte ich erst einmal zum Akklimatisieren an der Waterfront Promenade entlang. Hier holte ich mir mittags auch einen kleinen Snack an einem Fischstand. 

Von hier spazierte ich weiter zum Myrtle Edwards Park und von dort zum Kerry Park - von wo ich den Blick auf die Skyline und den Mount Rainier genoss. 

Als ich anschließend wieder runterspazierte, fuhr ich am frühen Abend noch auf die Space Needle hinauf. 

Zum Abendessen ging es zum Burger essen zu Uneeda Burger

Tag 2: Pike Place Market, Hafenrundfahrt & Pioneer Square

Den zweiten Tag ließ ich ganz entspannt angehen und frühstückte erstmal beim Bonito Café y Mercadito - hier gibt es übrigens auch eine Fotobox. 

Anschließend spazierte ich ein bisschen am Lake Union entlang und gegen frühen Mittag ging es zum Pike Place Market auf ein super leckeres und frisches Lachsbrötchen. 

Nach einer nachmittaglichen whale-watching Bootstour, verbrachte ich den frühen Abend in den Straßen von Pioneer Square.

Abendessen gab es bei Louie`s Deli bevor ich früh schlafen ging, weil ich am nächsten Tag früh nach Vancouver aufbrechen würde. 

Tag 3: Lumen Field & Museum of Pop Culture

Gegen Mittag erreichte ich Seattle auf dem Rückweg von Vancouver. Hier angekommen ging es für mich erstmal für eine Stadiontour ins Lumen Field - dem Stadion der Seattle Seahawks und Sounders. 

Anschließend besuchte ich noch das Museum of Pop Culture und abends traf ich mich mit neuen Freunden zum letzten Abendessen beim PARAN Korean Grill

Abwandlungen:

Natürlich kann man in Seattle auch deutlich mehr Zeit einplanen und insbesondere das großartige Umland besuchen. 

Bei meiner Reise damals stand Vancouver im Vordergrund, die 3 Tage haben aber für mich gereicht, um einen guten ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. 


Wissenswertes

Anreise:

Seattle wird von einigen deutschen und europäischen Flughäfen direkt angeflogen. Von der Stadtbahnstation SeaTac/Airport Link gelngt man in ca. 30 Minuten mit der Bahn unkompliziert in die Stadt. 

Uber oder Lyft sind natürlich komfortabler, aber auch eben teurer. 

Fortbewegung vor Ort:

In Seattle selbst sind alle Orte sehr gut zu Fuß erreichbar, aber auch das Bus- und Bahnnetz ist gut ausgebaut und funktioniert unkompliziert mit "Tap to Pay".

Sicherheit:

Seattle ist grundsätzlich recht sicher und auch die Polizeipräsenz in Downtown trägt ihren Teil dazu bei. 

Wie in vielen amerikanischen Städten sind in den letzten Jahren Drogenkonsum und Obdachlosigkeit ein Thema - aber insgesamt braucht man sich in Seattle keine großen Sorgen machen. 

Beste Reisezeit:

Die beste Reisezeit für Seattle sind die Sommermonate von Mai bis September. Im Hochsommer wird es selten zu heiß, sodass man auch im Juli und August super in den Nordwesten der USA reisen kann. 

Gesundheit & Impfungen:

Besondere Gesundheitsvorsorge oder Impfungen sind derzeit vor einer Reise in die USA nicht nötig. Wer viel draußen unterwegs ist, für den könnte sich eine Impfung gegen Zecken anbieten, ansonsten lohnt es sich immer, vorab seinen Reisearzt zu fragen. 

Sprache und Währung:

Gesprochen wird, wie in ganz USA, englisch und die Währung ist der US-Dollar. 

Hygiene:

Auch Hygiene ist in den USA kein Thema und hier muss man keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen treffen. 

Packtipps:

Auch die Packliste hängt natürlich von den geplanten Aktivitäten ab - im Sommer eher Wander- und Badesachen. 

Für Steckdosen empiehlt sich für Europäer ein Steckdosenadapter.

Touren & Reservierungen:

Touren kann man auch vor Ort noch recht kurzfristig buchen oder um sicherzugehen vorab online:

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese App kann man sich ganz einfach auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Einreise & Visum:

Für eine touristische Einreise in die USA ist eine Anmeldung (ESTA) erforderlich.

Die Bearbeitung dauert ca. 72 Stunden, sodass man ca. eine Woche vorher den Antrag online stellen sollte. Der Antrag kostet ca. 21€ und mit ausgestelltem ESTA darf man in einer Spanne von 2 Jahren bis zu 90 Tage am Stück im Land verbringen.


Unterkunftsempfehlungen

Als Student habe ich damals sehr kostensparend in einem Hostel in Chinatown in Seattle geschlafen, es gibt aber auch einige sehr gute Hotels, wie bspw:

Das citizenM Seattle South Lake oder das MOXY Seattle Downtown.


Essensempfehlungen

Typische Speisen:

Durch die Lage direkt am Pazifik sind natürlich in Seattle Meeresfrüchte sehr beliebt. Außerdem gibt es hier eine stark ausgeprägte Asian-Fusion-Kitchen. 

Zu den typischen Speisen zählen hier bspw.:

  • Wildlachs: Ich habe nach wie vor den besten gegrillten Lachs meines Lebens auf dem Pike Place Market gegessen;
  • Dungeness-Krabbe: Entweder pur oder in Salaten serviert;
  • Austern: Werden in allen Raw-Bars Seattles serviert;
  • Seattle Hot Dog: Typischer Hot Dog mit Frischkäse und gegrillten Zwiebeln;
  • Asiatische Gerichte: Teriyaki, Pho & Banh Mi sind sehr beliebt;
  • Dutch Baby: Fluffiger Pfannkuchen aus dem Ofen

Cafés

Restaurants


Fotoeindrücke


Seattle war für mich eine nette Stadt und ein guter strategischer Zwischenstopp auf meiner Reise nach Vancouver.

Wenn ich in die USA reise, würden für mich erstmal andere Städte weiter oben auf der Liste stehen, aber gerade bei einem Roadtrip in der Region lassen sich 1-2 Tage in Seattle super mit Leben füllen. 

 

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