3 Tage - Valencia (Städtetrip)

Valencia - die Stadt im Südosten Spaniens ist eine der wenigen europäischen Großstädte, bei der man einen klassischen Städtetrip mit Strandurlaub direkt verbinden kann. Grund dafür ist die direkte Lage Valencias am Meer. 

Doch neben einer schönen Altstadt, dem futuristischen Wissenschaftspark und den Stadtstränden bietet Valencia auch eine entspannte Atmosphäre, gutes Wetter und eine großartige Food & Drink Kultur. 

Ich habe einen Trip nach Valencia mit der südlich der Stadt beginnenden Küstenregion, der Costa Blanca, verbunden, aber auch für einen klassischen Städtetrip über ein langes Wochenende eignet sich die Stadt. 

Quick Facts

Altstadt

Die Altstadt Valencias bietet zahlreiche schöne Gebäude, kleine Gassen, Türme und einen besonderen Charme - insbesondere rund um die Kathedrale und die Markthalle.

Strände

Wie schon erwähnt, bietet Valencia durch die Lage am Meer auch tolle Strände, Bademöglichkeiten und eine lebendige Promenade.

Food

Valencia ist ein echter Food Hotspot, natürlich mit viel Meeresfrüchten, Paellas und Tapas. Auch viele Bars findet man, bei denen man auch mal Agua de Valencia probieren sollte. 

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.

Wir waren im Sommer 2026 für eine gute Woche in der Region und dabei ein paar Tage in Valencia

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Sehenswertes

Kathedrale & El Micalet

Wie in einigen spanischen Städten, bildet auch in Valencia die kunstvolle Kathedrale den Mittelpunkt der Altstadt. 

Aber nicht nur von außen ist die Kathedrale ein lohnender Anblick - auch ein Besuch des Inneren lohnt sich auf jeden Fall. 

Der als Heiliger Gral bezeichnete goldene Kelch soll angeblich von Jesus höchstpersönlich während des letzten Abendmahls genutzt worden sein. 

Aber auch unabhängig von dem Kelch ist die bunte und schmuckvolle Einrichtung der Kathedrale sehr sehenswert. 

Zu der Kathedrale gehört auch der Kirchturm, El Micalet genannt, und auch wenn dieser nicht sonderlich hoch ist, so hat man von oben einen schönen Blick über die Altstadt von Valencia. 

Ein Ticket für den Turm hat bei unserem Besuch nur ca. 2-3€ gekostet, allerdings gibt es Zeitslots, zu denen man hochgelassen wird, sodass man sich anstellen und ggf. 20-30 Minuten auf seinen Slot warten muss. 

Torres de Serranos

Auch die Torres de Serranos gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Valencias und wurden Ende des 14. Jahrhunderts als eines der Haupttore der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet.

Das monumentale Bauwerk im gotischen Stil diente aber nicht nur als Stadttor, sondern auch als repräsentativer Eingang für Könige und andere bedeutende Besucher.

Nachdem große Teile der Stadtmauer im 19. Jahrhundert abgerissen wurden, blieben die Serranos-Türme erhalten und zählen heute zu den wichtigsten Überbleibseln des mittelalterlichen Valencia.

Besucher können die Türme besteigen und werden oben mit einem schönen Blick über die Altstadt, den ehemaligen Flusslauf des Turia und die Dächer Valencias belohnt.

Auch hier kostet der Aufstieg nur ein paar Euros, aber auch hier gibt es durch die Zeitslots ggf. eine kurze Wartezeit. 

Besonders bekannt sind die Torres de Serranos außerdem als Schauplatz der Crida, mit der jedes Jahr offiziell die berühmten Fallas-Feierlichkeiten eröffnet werden.

Ciutat de les Arts i les Ciències

Die Ciutat de les Arts i les Ciències (Stadt der Künste und Wissenschaften) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Valencias und beeindruckt mit ihrer futuristischen Architektur, erbaut von Santiago Calatrava und Félix Candela.

Der weitläufige Komplex entstand ab den 1990er-Jahren im ehemaligen Flussbett des Turia Flusses und umfasst unter anderem ein Wissenschaftsmuseum, das Planetarium Hemisfèric, das Opernhaus Palau de les Arts und das Oceanogràfic, eines der größten Aquarien Europas.

Besonders charakteristisch sind die weißen, geschwungenen Gebäude und die türkisfarbenen Wasserbecken, die die Anlage zu einem der beliebtesten Fotospots der Stadt machen.

Man kann sich entweder online oder vor Ort Tickets für die einzelnen Attraktionen kaufen, oder einfach nur durch den Park spazieren.

Besonders schön ist die Ciutat de les Arts i les Ciències am späten Nachmittag und zur blauen Stunde, wenn sich die Gebäude im Wasser spiegeln und teilweise beleuchtet werden.

Jardín del Turia

Der Jardín del Turia, der nun schon ein paar mal angeklungen ist, ist einer der größten innerstädtischen Parks Spaniens und zieht sich auf rund neun Kilometern durch Valencia.

Er entstand im ausgetrockneten ehemaligen Flussbett des Turia, nachdem der Fluss infolge der verheerenden Überschwemmung von 1957 südlich an der Stadt vorbeigeleitet wurde.

Heute verbindet der grüne Park zahlreiche Stadtteile und Sehenswürdigkeiten – von der Umgebung des Bioparc bis zur Ciutat de les Arts i les Ciències.

Breite Wege, Gärten, Sportanlagen und Spielplätze machen ihn ideal zum Spazieren, Joggen oder Fahrradfahren.

Praktisch ist auch, dass man durch den Park ohne Ampeln sehr schnell von einem Teil Valencias zum nächsten kommt. 

Lonja de la Seda

Die Lonja de la Seda, die historische Seidenbörse Valencias, zählt zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Spaniens und wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet.

Sie entstand während Valencias wirtschaftlicher Blütezeit als wichtiges Handelszentrum im Mittelmeerraum und diente vor allem dem Abschluss von Handelsgeschäften – nicht ausschließlich mit Seide, auch wenn diese für die Stadt eine große Bedeutung hatte.

Besonders beeindruckend im Inneren ist die Sala de Contratación mit ihren hohen, spiralförmig gedrehten Säulen und dem imposanten Gewölbe.

Seit 1996 gehört die Lonja zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als Symbol für den Wohlstand Valencias im späten Mittelalter.

Sie liegt direkt gegenüber dem Mercado Central in der Altstadt und lässt sich daher perfekt mit einem Besuch des Marktes verbinden.

Auch rund um die Seidenbörse haben im Sommer 2026 einige Bauarbeiten stattgefunden.

Palacio de dos Aguas

Der Palacio del Marqués de Dos Aguas zählt zu den prachtvollsten historischen Gebäuden Valencias und ist besonders für seine außergewöhnliche Rokoko-Fassade bekannt.

Seine Ursprünge reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück, sein heutiges Erscheinungsbild erhielt der ehemalige Adelspalast jedoch vor allem durch einen aufwendigen Umbau im 18. Jahrhundert.

Besonders beeindruckend ist das reich verzierte Alabasterportal mit Figuren, Ornamenten und den namensgebenden Darstellungen der beiden Flüsse Turia und Júcar.

Heute beherbergt der Palast das Museo Nacional de Cerámica y Artes Suntuarias González Martí, in dem unter anderem bedeutende spanische Keramik sowie historische Möbel und Kunsthandwerk ausgestellt werden.

Auch wer das Museum nicht besucht, sollte einen kurzen Stopp einplanen – allein die spektakuläre Fassade gehört zu den schönsten Fotomotiven der Altstadt.

Im Sommer 2026 war die Fassade leider von einem Baugerüst verbaut. 

Mercat Central

Der Mercat Central gehört zu den größten und schönsten Markthallen Europas und ist ein echtes Highlight ebenfalls mitten im historischen Zentrum Valencias.

Wie schon erwähnt, findet sich der Markt direkt gegenüber von der Seidenbörse.

Das imposante Gebäude wurde 1928 eröffnet und verbindet den valencianischen Jugendstil mit eindrucksvollen Kuppeln, bunten Keramikelementen und großen Glasfenstern.

Im Inneren bieten hunderte Marktstände frisches Obst und Gemüse, Fisch, Backwaren, Fleisch, Käse und zahlreiche regionale Spezialitäten an.

Besucher können hier nicht nur einkaufen, sondern auch typische Produkte wie Schinken, Oliven, Horchata oder valencianische Orangen probieren.

Am besten kommt man am Vormittag, wenn die meisten Stände geöffnet sind und die Markthalle besonders lebendig ist.

Ein klassisches valencianisches Frühstück mit Horchata und Fartons sollte man hier zumindest einmal probieren. 

Strände

Valencia bietet neben dem klassischen Städtetrip außerdem die Möglichkeit, am Strand zu entspannen und sich vom Trubel der Stadt zu erholen. 

 Denn nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt beginnen die breiten Sandstrände der Mittelmeerküste.

Der bekannteste ist der Playa de la Malvarrosa, ein weitläufiger Stadtstrand mit feinem, hellem Sand und einer langen Promenade mit Restaurants, Cafés und Bars.

Direkt südlich schließt sich die Playa del Cabanyal (Las Arenas) an, während es Richtung Norden zunehmend ruhiger wird.

Dank des flach abfallenden Wassers und der guten Infrastruktur eignet sich La Malvarrosa hervorragend für einen entspannten Strandtag und ist vom Zentrum bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Besonders schön ist ein Besuch am späten Nachmittag, den man mit einem Spaziergang an der Promenade und einer Paella Valenciana am Meer verbinden kann.

Alternative Orte

Valencia hat neben klassischen Sehenswürdigkeiten und Stränden aber auch noch einige weitere Highlights zu bieten. 

Besonderen Charme haben bspw. auch die vielen bunten und netten Viertel - unter anderem El Carmen, als ein Teil der Altstadt mit einigen Streetart-Kunstwerken. 

Aber auch das Szeneviertel Ruzafa im Süden der Stadt ist sehr beliebt. Hier finden sich zahlreiche kleine Boutiquen, Cafés, Bars und Restaurants. 

Einige der Plätze im Stadtzentrum sind definitiv einen Besuch wert - hierzu zählen bspw. der Plaza de la Virgen, der Plaza de la Reina, der Plaza del Ayuntamiento und der Plaza Redonda.

Weitere sehenswerte Gebäude sind die Iglesia de San Nicolás, die Basílica de la Virgen oder die Estación del Norte.


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft in Valencia & Sightseeing

Wenn man nach Valencia fliegt, kann man nach der Ankunft erst einmal die Highlights der Stadt anschauen. 

Wir starteten bei der Ciutat de les Arts, liehen uns ein Fahrrad aus und fuhren durch den Jardín del Turia bis zu den Torres de Serranos. Von hier spazierten wir durch die Innenstadt zum Plaza de la Virgen mit der Basilica, dann weiter zur Lonja de la Seda und zum Mercat Central, wo wir uns einen Snack gönnten und dann zum Plaza de la Reina, wo wir die Kathedrale anschauten und auf den El Micalet hinaufstiegen. 

Anschließend schauten wir uns auch den Palacio de dos Aguas an, der aber leider zu der Zeit von einem Gerüst verstellt war. 

Nach einem Spaziergang durch El Carmen, stoppten wir für einen Aperitif - ein Agua de Valencia - bei der Bar Sant Jaume. 

Zum Abendessen gingen wir dann zur La Latería del Carmen. 

Tag 2: Plaza del Ayuntamiento & Wissenschaftsmuseum

Am nächsten Morgen fuhren wir morgens noch einmal zum Plaza del Ayuntamiento und gingen um die Ecke beim Dulce de Leche frühstücken. 

Anschließend nutzen wir die Zeit und besuchten nachmittags das Wissenschaftsmuseum, weil das Wetter ohnehin nicht so gut war. 

Zum Abendessen ging es ins Restaurant Navarro und anschließend noch in eine Bar für ein paar Drinks. 

Tag 3: Strandtag & Abreise

Auch am dritten Tag war noch etwas Zeit. Morgens ging es zum Stadtteil Ruzafa, wo wir im Blackbird frühstückten. 

Anschließend legten wir dann einen Vormittag am Strand ein, am Playa de la Malvarrosa. Hier aßen wir gegen späten Mittag noch einen kleinen Snack im La Más Bonita.

Nach einer schnellen Dusche im Hotel machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen, von wo es wieder nach Hause ging. 


Wissenswertes

Anreise:

Direktflüge von Deutschland oder Europa gibt es nach Valencia. 

In Valencia fährt die Metro Linie 3 (rot) oder grün (5) in ca. 20-30 Minuten ins Zentrum. 

Fortbewegung vor Ort:

In Valencia selbst braucht man hingegen kein Auto mehr, sondern kommt zu Fuß, mit der Bahn oder am besten mit dem Fahrrad von A nach B. Vor allem mit dem Fahrrad kommt man in Valencia gut voran, da man weitere Strecken schnell und ohne Ampeln durch den Jardín del Turia zurücklegen kann. 

Sicherheit:

Sicherheitsbedenken muss man in diesem Teil Spaniens gar nicht haben und kann entspannt auch nachts noch alleine durch die Städte laufen. 

Beste Reisezeit:

Die beste Reisezeit für den klassischen Strandurlaub sind natürlich die Sommermonate. In Städten wie Valencia, wo es weniger windig ist und die Hitze oft steht, bieten sich eher der Früh- oder Spätsommer an, als der Hochsommer. 

Sprache & Währung:

Gesprochen wird überall Spanisch. In den Touristenregionen kommt man allerdings auch mit Englisch ganz gut zurecht. 

Die Währung ist in Spanien der Euro. 

Tickets & Reservierungen:

Klassische Sehenswürdigkeiten, für die man Tickets braucht, findet man in Valencia. 

Dort gibt es zwar Kombitouren, für die man Tickets vorab online kaufen kann, allerdings kann man die meisten Sehenswürdigkeiten, wie die Kathedrale, auch mit Tickets, die man vor Ort kauft, besuchen. 


Unterkunftsempfehlungen

In Valencia habe ich mich für ein Hotel entschieden, das eine vernünftige Lage hatte, von wo aus man gut mit der Bahn zum Flughafen kommt, eine moderne Einrichtung und als echtes Highlight - eigene Leihräder, mit denen man die Stadt ausgezeichnet erkunden konnte. 


Essensempfehlungen

Typische Speisen:

Die norwegische Küche zeichnet sich natürlich insbesondere durch frische Meeresfrüchte aus, doch auch darüber hinaus gibt es Optionen:

  • Paella Valenciana: Das Highlight der Region - leckere Paella mit Meeresfrüchten;
  • Reisgerichte: Arroz a banda (Fischfond), Arroz negro (Tintenfischfarbe) oder Arroz con costra (mit Fleisch, überbacken);
  • Fideuà: Ähnlich wie eine Paella, nur mit dünnen Nudeln statt Reis;
  • Espencat: Salat aus Paprika, Aubergine und Stockfisch;
  • Torta de Almendra: Mandelkuchen als Dessert;
  • Horchata: Erfrischendes Getränk auf Mandelbasis, oft mit Fartons - Hefeteigstangen zum Frühstück;
  • Agua de Valencia: Der "Aperol" Valencias - mit frischem Orangensaft, Vodka & Gin.

Cafés:

In Valencia:

Restaurants

In Valencia:


Fotoeindrücke


Valencia hat mir gut gefallen - insbesondere die entspannte Atmosphäre, die Altstadt und die coolen Bars. Insgesamt bleibt Valencia als Reiseziel für mich etwas hinter den beliebtesten Städten Spaniens, wie Barcelona, Madrid oder Sevilla, zurück, ist aber definitiv einen Besuch wert. Vor allem hat man nicht oft diese Kombination aus cooler Stadt und Stränden durch die direkte Meereslage. 

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Guides

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