Südamerika - kaum ein Kontinent hat, insbesondere landschaftlich, derart viel zu bieten. Selbstverständlich kann man in Südamerika auch ganze Monate und Jahre verbringen, was auch viele im Rahmen eines Sabbaticals genau so machen.
Wir haben uns bei unserem 2 1/2 wöchigen Trip auf 3 Hauptziele beschränken müssen - Buenos Aires, Patagonien und Rio de Janeiro.
Dabei haben wir während dieser Reise 4 verschiedene Länder kennenlernen können - Argentinien, Chile, Brasilien und Uruguay - im Rahmen eines Tagestrips.
Besonders genossen haben wir den Mix aus schönen Stränden, atemberaubenden Berglandschaften, weiten Ebenen, coolen Städten und Dschungel.
Der Fokus dieser Reise lag definitiv auf Argentinien, mit ein paar Tagen in Rio zum Abschluss. Natürlich hätte auch Argentinien noch mehr Ziele zu bieten gehabt und um Brasilien richtig kennenzulernen, müssen wir definitiv nochmal wiederkommen.
Warum wir uns gerade für diese Kombination entschieden haben, erzähle ich im Folgenden. Außerdem gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:
- Routenplanung
- Highlights
- Tagesplanung
- Wissenswertes
- Unterkunftsempfehlungen
- Essensempfehlungen
- Fotoeindrücke
- Fazit
Wir haben diese Reise Ende Februar/Anfang März 2026 unternommen.
Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.
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Routenplanung
Unsere Reise startete mit dem Abflug aus München. Wir flogen abends los und landeten, nach einem kurzen Zwischenstopp in Frankfurt, am Folgetag morgens gegen 8 Uhr in Buenos Aires - wo wir den ganzen Anreisetag verbrachten.
Am nächsten Tag ging dann unser Flug nach El Calafate, von wo wir direkt mit dem Mietwagen weiter nach El Chaltén fuhren, um dort die nächsten 3 Tage zu verbringen.
Im Anschluss fuhren wir dann über die chilenische Grenze und bis nach Puerto Natales, von wo aus wir nach einer Übernachtung in der kleinen Hafenstadt, unseren Trip in den Torres del Paine Nationalpark für 2 Tage geplant hatten. Nach einer weiteren Nacht in Puerto Natales fuhren wir dann zurück nach El Calafate, wo wir auch den restlichen Tag noch verbrachten.
Am nächsten Morgen ging es dann zurück nach Buenos Aires für 4 weitere Tage, von denen wir an einem einen Tagestrip nach Colonia del Sacramento in Uruguay machten.
Für den letzten Teil unserer Reise flogen wir von Buenos Aires direkt nach Rio de Janeiro, wo wir noch die letzten 5 Tage zur Verfügung hatten, bevor es wieder zurück nach Deutschland ging.
Sehenswertes
Ich unterteile diese Reise nicht klassisch nach Ländern, sondern in die 3 Hauptteile - Patagonien, Buenos Aires und Rio de Janeiro. Unseren Tagestrip nach Colonia del Sacramento in Uruguay nehme ich bei Buenos Aires mit auf und bei Patagonien unterscheide ich zwischen den Regionen und nicht zwischen Chile und Argentinien.
Patagonien:
Patagonien stand schon länger auf unserer Wunschliste ganz weit oben. Die Gründe dafür sind mit Blick auf die hier aufgeführten Highlights relativ schnell ersichtlich - unberührte Natur, gewaltige Bergmassive, wunderschöne klare Seen, Gletscherformationen, eine vielfältige Tierwelt und unendliche Weiten - das alles macht Patagonien zu einer der landschaftlich atemberaubendsten Regionen der Welt.
El Chaltén
El Chaltén war für uns das erste Ziel im Rahmen unseres Patagonien-Roadtrips und gilt als echtes Wanderparadies. Für die meisten Wanderungen benötigt man neuerdings ein Nationalpark-Eintrittsticket - dazu mehr unter "Good to know".
Fitz Roy
DAS Highlight der Region El Chaltén, das sinnbildlich für ganz Patagonien steht, ist sicherlich die spitze Bergformation mit dem Namen Fitz Roy, auch Cerro Fitzroy genannt.
Dieser Granitberg ist mit seiner Höhe von gut 3400 Metern aus allen Richtungen des flachen Umlandes gut zu sehen.
Er liegt genau auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien und gehört somit gleich zu zwei Nationalparks - dem Nationalpark Los Glaciares in Argentinien, sowie dem Nationalpark Bernardo O`Higgins auf der chilenischen Seite.
Während er allgemein unter dem Namen Fitz Roy, dem Namen des Kapitäns von Darwins Forschungsschiff, bekannt ist, so nennen ihn die Ureinwohner "Chaltén", was "der Rauchende" bedeutet. Grund dafür sind die oft an den Gipfeln hängenden Wolken. Der Berg ist damit auch Namensgeber des kleinen Ortes El Chaltén.
Die Besteigung des Gipfels ist aufgrund der steilen und schroffen Felswand sehr anspruchsvoll und so gelang die Erstbesteigung erst Mitte des 20. Jahrhunderts.
Die meisten klassischen Touristen genießen aber ohnehin eher den Anblick auf den zahlreichen Wanderwegen um den Berg herum.
Wanderung zur Laguna Torre
Eine der beliebtesten der angesprochenen Wanderungen ist die zur Laguna Torre.
Die Wanderung startet direkt im Dorf von El Chaltén und dauert ca. 7 Stunden.
Während der Wanderung zur Lagune und wieder zurück legt man ca. 18km zurück, wobei die Steigungen und die Schwierigkeit des Weges eher moderat sind.
Das Highlight und auch der Namensgeber der Lagune ist der extrem spitze und markante Cerro Torre Berg.
Wie eine Nadel ragt dieser Berg in die Höhe und die sehr steilen Granitwände, die zudem noch oft von einer Eisschicht umhüllt sind, machen das Erklimmen derart schwierig, dass es jährlich nur 6-8 Personen gelingt.
Nachdem der Beginn der Wanderung zur Lagune stetig, aber nicht übermäßig steil, bergauf geht, verläuft ein Großteil der Strecke anschließend relativ eben mit nur kleineren Steigungen und Senkungen, über freie Ebenen und durch kleine Wälder hindurch.
An der Lagune angekommen, eröffnet sich einem - bei gutem Wetter, das ist leider in Patagonien nie garantiert - ein toller Blick auf kleinere und größere Eisschollen, die auf dem Wasser treiben, einen riesigen und blau schimmernden Gletscher im Hintergrund und wenn es ganz wolkenlos ist - auf den mächtigen Cerro Torre.
Wanderung zur Laguna de los Tres
Die bekannteste und beliebteste Wanderung rund um El Chaltén ist die zur Laguna de los Tres.
Insbesondere zum Sonnenaufgang wandert an einem Tag mit guten Wetteraussichten nahezu das ganze Dorf hinauf zur Lagune.
Das frühe Aufstehen lohnt sich auch definitiv, wenn man die von der Sonne rot beleuchteten Berggipfel des Fitz Roy und der umliegenden Berge sieht, die nicht umsonst das Logo der Kleidungsmarke Patagonia bilden.
Wenn es nicht zu windig ist, spiegelt sich das Bergmassiv außerdem in der türkisblauen Lagune im Vordergrund.
Verglichen mit der Wanderung zur Laguna Torre ist diese Wanderung zwar streckenmäßig nur unwesentlich weiter, mit gut 20 km für Hin- und Rückweg, dafür aber doch deutlich anspruchsvoller.
Das gilt auch, wenn man nicht schon nachts in völliger Dunkelheit startet, sondern bei Tageslicht.
Zwar sind die ersten 90% der Wanderung ebenfalls sehr moderat und außer, dass man in der Dunkelheit auf der ein oder anderen rutschigen Holzlatte über kleine Bäche balancieren muss, ist dieser Abschnitt mit einer soliden Grundfitness gut machbar.
Der letzte gute Kilometer hat es dann aber doch noch einmal richtig in sich, denn auf diesem muss man gut 400 Höhenmeter zurücklegen, um zur Lagune zu gelangen - und das nachdem man von den ersten gut 9 Kilometern ja auch schon etwas erschöpft ist.
Macht man, wie wir, die Tour zum Sonnenaufgang und in der Dunkelheit, dann kann es schon mal etwas entmutigend sein, wenn man während des Aufstieges immer mal wieder die Lichter der Stirnlampen anderer Wanderer vor sich sieht, die gefühlt unerreichbar weit weg und vor allem weit oben sind.
Man sollte für die Wanderung zur Lagune schon mindestens 4 Stunden von El Chaltén einplanen und entsprechend der Jahreszeit mit ausreichend Puffer bis zum Sonnenaufgang starten. Wir starteten im Februar bspw. schon vor 2 Uhr nachts.
Oben angekommen hat man dann die Möglichkeit den Sonnenaufgang entweder direkt unten vom Seeufer zu erleben, oder von der Erhöhung rund um den See.
Wie wir leider erst später festgestellt haben, lohnt es sich auch, oben angekommen, noch einmal ein Stück weiter zu einer Erhöhung am linken Rand zu wandern, um von da noch einen weiteren Blick auf eine zweite hinter dem Hügel liegende Lagune zu haben.
Für diese Wanderung sollte man definitiv an eine Stirnlampe für den Aufstieg im Dunkeln denken, sowie an ausreichend warme Kleiderschichten. Insbesondere vor dem Sonnenaufgang ist es oben richtig kalt.
Wenn man genug Platz im Rucksack hat, kann man auch eine Isomatte oder Decke mitbringen, um etwas bequemer und wärmer sitzen und auf den Sonnenaufgang warten zu können.
Besonders schön an der Sonnenaufgangswanderung ist, dass man dann beim Abstieg alles zum ersten mal bei Tageslicht sieht und es sich damit nicht so eintönig anfühlt, auf demselben Weg wieder zurückzuwandern.
Für mehr Abwechslung gibt es außerdem die Möglichkeit, über die Laguna Capri zurückzuwandern, was nicht wesentlich länger ist.
Wer nicht ganz so früh aufstehen möchte, der kann auch mit einem Zelt beim Camp Poincenot übernachten und hat dann entsprechend nur eine kürzere Wanderung zum Sonnenaufgang vor sich.
Die Wanderung zur Laguna de los Tres ist wirklich ein echtes Highlight und gehört für mich definitiv zu denjenigen, die man im Leben einmal gemacht haben sollte.
Dass so viele andere Touristen mit einem an der Lagune sind, habe ich nicht als besonders störend empfunden, da es sich oben ganz gut verteilt.
El Chaltén
Auch El Chaltén selbst sollte in der Liste der Highlights der Region durchaus erwähnt werden.
Der Ort blickt noch auf eine recht kurze Historie zurück, denn er wurde tatsächlich erst Ende 1985 gegründet, doch seitdem hat er sich in rasender Geschwindigkeit entwickelt.
Mittlerweile beherbergt El Chaltén zahlreiche Restaurants, Cafés, Hotels, eine Apotheke und sogar Bars.
Hier bekommt man verpflegungstechnisch alles, was man braucht - von Bäckereiware, bis hin zu Snacks und Getränken für die Wanderungen. Man braucht sich hiermit also nicht großartig vorher eindecken.
Besonders angenehm ist, dass man die bekanntesten Wanderungen der Region direkt vom Ortszentrum starten kann und auch die Übernachtungskosten halten sich im Ort noch halbwegs in Grenzen.
Wenn man dann erschöpft von einer Wanderung zurückkommt, genießt man außerdem die große Auswahl an Cafés für ein Stück Kuchen oder an unterschiedlichen Restaurants - typisch argentinisch, italienisch und mehr.
Die Fahrtzeit nach El Chaltén vom nächstgelegenen Flughafen in El Calafate beträgt gute 2 Stunden und bereits die Anfahrt auf dem langen Highway mit der über dem Dorf aufragenden Gebirgskette des Fitz Roy im Hintergrund, ist ein echtes Highlight.
Mirador de los Condores & Chorillo del Salto
Da man für El Chaltén neben den beiden vollen Tagen für die oben genannten Wanderungen mindestens noch einen halben Ankunftstag einplanen sollte, bieten zwei kleinere Wanderungen eine ideale Möglichkeit, sich schon einmal "warmzuwandern".
Außerdem schadet es grundsätzlich nicht, wenn man die Zeit hat, aufgrund des wechselhaften Wetters noch den ein oder anderen Puffertag einzuplanen und auch an einem solchen bieten diese Wanderungen mit einer Gesamtzeit von maximal 2-3 Stunden, gute Optionen.
Auch der Weg zum Aussichtspunkt Mirador de los Condores startet direkt in El Chaltén und geht nur moderat bergauf. Alternativ kann man zum etwas weiter entfernten Mirador de las Aguilas wandern, was ebenfalls keine besonders lange oder anstrengende Wanderung ist. Mit etwas Glück kann man hier den Blick auf die über einem schwebenden Kondore genießen, die dem Aussichtspunkt auch seinen Namen geben und außerdem hat man einen schönen Blick über das Dorf und die dahinterliegende Bergkette - insbesondere zum Sonnenuntergang.
Der Wanderweg zum Chorillo del Salto, einem schönen Wasserfall, startet wiederum von El Chaltén und man kann auch zu einem Parkplatz in nächster Nähe fahren, von wo aus man nur ein paar Schritte zum Wasserfall laufen muss.
Weiteres
Abschließend kann man also sagen, dass El Chaltén ein netter kleiner Ort und Ausgangspunkt für einige der schönsten und bekanntesten Wanderungen in ganz Patagonien ist.
Natürlich gibt es von hier aus noch zahlreiche weitere Wanderwege, wie der zur Piedra de Fraile oder auch zum Loma del Pliegue Tumbado, aber auch Mehrtageswanderungen wie den Huemul Circuit.
Wer allerdings, wie wir, nur 3-4 Tage zur Verfügung hat, der sollte sich in erster Linie auf die oben genannten Wanderungen konzentrieren.
Torres del Paine
Unser nächster Stopp der Reise war der Nationalpark Torres del Paine im südlichen Chile. Hierfür fuhren wir früh morgens los von El Chaltén, machten eine kurze Tank- und Kaffeepause in El Calafate und dann überquerten wir bei Rio Turbio die Grenze nach Chile und steuerten auf den kleinen Ort Puerto Natales zu.
Base Torres
Den Blick, den sicherlich jeder zu allererst mit dem Nationalpark Torres del Paine verbindet, hat man von der Lagune Base Torres. Hier sieht man die drei markanten und spitzen Granitberge vor sich aufragen.
Die Lagune von Bas Torres erreicht man durch eine Wanderung und der direkte Weg führt einen vom Welcome Center beim Hotel Las Torres, wo man auch sein Auto parken kann, in ca. 4 Stunden bergauf zur Lagune.
Hierbei kommt man nach ca. der Hälfte der Zeit am Camp El Chileno vorbei und wandert dann die nächsten 60-90 Minuten weiter moderat bergauf, bevor der letzte Teil dann doch wieder etwas steil bis zur Lagune führt.
Bei der Lagune angekommen, bietet sich einem der ikonische Blick auf die Granittürme, zumindest wenn das Wetter sie nicht gänzlich in Wolken hüllt.
Auch die Wanderung zur Base Torres zum Sonnenaufgang ist ein echtes Highlight, wenn die Berge von der aufgehenden Sonne rot angeleuchtet werden.
Nun kann jeder ausrechnen, wenn man für die Wanderung bis ganz nach oben mindestens 4 Stunden im Dunkeln braucht und dazu noch in Puerto Natales (dem nächstgelegenen Ort mit bezahlbaren Unterkünften) übernachtet, von wo die Fahrtzeit zum Welcome Center knapp 2 Stunden beträgt, wann man dann entsprechend schon aufstehen muss.
Hier lohnt es sich deshalb, eine Nacht im Camp El Chileno zu verbringen, sodass man nur 2 Stunden vor Sonnenaufgang aufstehen und loswandern muss.
Camp El Chileno
Während wir im Vorfeld doch etwas Respekt vor der Übernachtung im Zelt im Chileno Camp hatten, vor allem bei den nächtlichen kalten Temperaturen, so hat sich das Camp am Ende doch als weiteres Highlight entpuppt.
Dazu beigetragen hat das sehr leckere Dinner-Menü mit 3 Gängen, die komfortablen und wetterfesten Zelte, die auf Stelzen errichtet und somit über dem Boden aufgebaut waren, ein kleines nettes Café für Snacks und Getränke und vor allem die jederzeit zugänglichen heißen Duschen.
Ursprünglich hatten wir hier im Camp sogar zwei Nächte gebucht, um uns flexibel für den besseren Wettertag für die Sonnenaufgangswanderung zu entscheiden.
Tatsächlich mussten wir dann aber feststellen, dass schon der erste Morgen nur okay war und der nächste Tag sogar noch schlechter mit viel Regen werden sollte (damit muss man in Patagonien leider auch immer mal rechnen).
Wir entschieden uns deshalb, die zweite Nacht zu stornieren, was angesichts des hohen Übernachtungspreises schon etwas wehtat, uns im Nachhinein aber dann einen Tag extra in Buenos Aires bei bestem Wetter verschaffte.
Eine Übernachtung für zwei Personen im Zelt kostete tatsächlich 300$ und mit Abendessen war man hier bereits bei ca. 370$, definitiv unsere teuerste Unterkunft der Reise, aber teilweise auch wieder verständlich, wenn man bedenkt, was es für ein logistischer Aufwand ist, alles Nötige, Essen etc. mit Pferden zum Camp zu bringen. Aber insgesamt sind die Preise im Nationalpark schon sehr hoch.
Los Cuernos
Die bekannteste Bergfront im Nationalpark, direkt nach den drei Torres, sind sicherlich die Cuernos.
Auch die Cuernos sind ein spektakulärer Anblick mit ihrer besonderen Färbung.
Während die Spitzen und der unterste Teil der Berge aus schwarzem magmatischem Gestein bestehen, entstand der mittlere hellgraue Teil durch das Anheben von Sedimentgestein infolge tektonischer Kräfte.
"Cuernos" heißt übersetzt so viel wie Hörner und die Berge erhielten ihren Namen durch ihre Form mit den spitzen Gipfeln, die der Form von Hörnern ähneln.
Diese Spitzen erreichen übrigens eine Höhe von bis zu 2600 Metern.
Den Ausblick auf die Cuernos kann man von unterschiedlichen Orten besonders gut genießen.
Wenn man mit dem Auto in den Torres del Paine Park hineinfährt, dann bietet der Mirador (Aussichtspunkt) über dem Nordenskjöld See den ersten schönen Stopp, bei dem man den Kontrast der Berge mit den türkisen Seen im Vordergrund bestaunen kann.
Etwas weiter in den Park hinein, ist auch der Blick vom Lake Pehoé ein weiteres Highlight und wer noch näher an die Bergfront heran möchte, der kann vom Wasserfall Salto Grande nach einem kürzeren Spaziergang (ca. 1-2 Stunden Rundweg) den Aussichtspunkt Mirador Cuernos erreichen.
Salto Grande
Auch das nächste kleinere Highlight ist bereits angeklungen.
Der Salto Grande dient nicht nur als Ausgangspunkt der Wanderung zum Mirador Cuernos, auch der Wasserfall selbst ist ein spektakulärer Anblick.
Zwar ist er nicht außerordentlich hoch, aber das leuchtend türkise Wasser, dass mit einer ordentlichen Wucht herunterschießt, ist dennoch beeindruckend.
Insgesamt sind die vielen unterschiedlichen Farben im Park sehr sehenswert - von leuchtend goldenen Steppen, über schwarz-graue Bergmassive, bis hin eben zu türkisgrünen Flüssen und Seen.
Zum Wasserfall gelangt man außerdem von einem Parkplatz aus nach nur ca. 10 Minuten Fußweg, was den Salto Grande zu einem leicht zu erreichenden und damit für jeden gut machbaren Highlight macht.
Der Parkplatz befindet sich ungefähr hier.
Tierwelt
Auch die Tierwelt im Torres del Paine, wie auch schon in der Region um El Chaltén, ist ein echtes Highlight.
Während man Guanacos, das Lama der südlichen Andenregion, nahezu sicher während seiner Reise zu Gesicht kriegt, so sind andere hier lebende Tierarten deutlich schwieriger zu finden.
Hier leben bspw. Flamingos und Raubvögel, allen voran natürlich die riesigen Andenkondore, Gürteltiere, Wüstenfüchse und Nandus, patagonische Straußen.
Auch der Puma lebt hier und gerade im Torres del Paine Nationalpark findet man an den Straßenrändern einige Schilder, die auf die Raubkatze hinweisen und auch auf Wanderwegen gibt es Schilder, die zeigen, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Puma verhalten soll.
Dennoch gehört schon einiges an Glück dazu, wenn man einen Puma entdecken möchte.
Wir hatten das Glück leider nicht, dafür entdeckten wir ein Huemul, einen südamerikanischen Andenhirsch, der vom Aussterben bedroht ist und von dem es nur noch gut 1000 Exemplare auf der Welt gibt. Naja, ein Puma wäre uns trotzdem lieber gewesen.
Weiteres
Auch im Torres del Paine Nationalpark kann man natürlich noch einige Highlights mehr entdecken, wenn man die nötige Zeit mitbringt.
Ein beliebtes Highlight sind bspw. die mehrtägigen O- und W-Treks im Park, die fest vorgegebene Routen, die eine mehrtägige Wanderung mit einer neuen Unterkunft jede Nacht mit sich bringen. Die Unterkünfte auf den Treks sind früh ausgebucht und so sollte man hier, insbesondere für die Hauptreisezeit Dezember-Februar, nicht zu spät buchen.
Auch der Lago Grey, mit dem dazugehörigen Gletscher, ist ein beliebtes Ziel, das auch von den umliegenden Städten als Tagestrip angeboten wird. Hier kann man mit dem Katamaran noch näher an den Gletscher heranfahren. Wir entschieden uns gegen einen Besuch des Gletschers und für den Perito Merino Gletscher bei El Calafate (siehe unten).
Die ruhigen Seenlandschaften rund um die Laguna Azul und Laguna Amarga laden zu Spaziergängen und zum Entspannen ein.
Puerto Natales
Wie ich bereits erwähnt habe, haben wir unseren zweitägigen Aufenthalt im Nationalpark Torres del Paine eingerahmt in zwei Nächte im nächstgelegenen Ort mit großer Hotelauswahl, in Puerto Natales. In Puerto Natales gibt es eine große Vielfalt an bezahlbaren Hotels (ca. 50€/Nacht), während es näher Richtung Park nur noch einige wenige gibt, die teilweise auch mehrere 1000€ pro Nacht kosten.
Die Stadt Puerto Natales hat uns nicht so gut gefallen, wie die Städte auf der argentinischen Seite. Entweder lag das daran, dass wir hier auch schlechteres Wetter hatten, oder daran, dass es eher wie eine klassische Hafenstadt war und nicht wie El Chaltén auf Touristen zugeschnitten.
Die Stadt war natürlich auch deutlich größer als bspw. El Chaltén.
Während die Promenade von Puerto Natales noch ganz nett ist und man hier bei gutem Wetter einen schönen Blick auf die Berge hat, war die Stadt für uns eben in erster Linie ein strategisch günstiger Zwischenstopp und weniger ein eigenes Ziel.
Die Nähe zu den landschaftlich atemberaubenden Regionen um die Stadt herum, macht Puerto Natales vor allem aus.
Neben dem Torres del Paine Nationalpark kann man hier bspw. auch eine Bootsfahrt zu den Balmaceda und Serrano Gletschern machen. Auch die Milodón Höhle ist ein beliebtes Ausflugsziel von hier.
Ansonsten gibt es auch in Puerto Natales alles, was man an Verpflegung, auch für die Tage im Nationalpark, braucht - zahlreiche Restaurants, Supermärkte und Bäckereien.
El Calafate
Das letzte Ziel unserer Reise durch Patagonien war dann die Stadt El Calafate, wieder auf der argentinischen Seite. Nachdem wir hier nur anfangs gelandet und einmal zum Tanken auf der Fahrt von El Chaltén nach Puerto Natales gehalten hatten, verbrachten wir nun noch einen vollen Tag in der Stadt.
Hierfür fuhren wir schon früh morgens aus Puerto Natales los, um möglichst viel von dem Tag zu haben.
Perito Moreno Gletscher
Das Highlight und für viele der Hauptgrund für einen Besuch in El Calafate, ist sicherlich der Perito Moreno Gletscher.
Der Gletscher, der eine gute Stunde Fahrtzeit von El Calafate entfernt liegt, ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der ganzen Region und zählt mittlerweile auch zum UNESCO Weltkulturerbe.
Mit einer Breite von ca. 4 km und einer Höhe von bis zu 70 Metern, gibt er wirklich ein beeindruckendes Bild ab und wenn dann in der Mittagssonne der Gletscher "kalbt", so nennt man das Abbrechen von den gigantischen Eisfelsen, dann ist das ein beeindruckendes und trauriges Naturschauspiel zur gleichen Zeit.
Beeindruckend deshalb, weil die riesigen Eistürme unter ohrenbetäubendem Lärm in die Tiefe stürzen, unter Wasser tauchen, um dann wieder aufzusteigen und traurig, weil dieses Phänomen zeigt, dass auch einer der letzten Gletscher, die bis vor einigen Jahren noch stabil waren, mittlerweile in Folge des Klimawandels doch schrumpft.
Um in den Park hineinzufahren benötigt man, wie auch in El Chaltén und in Torres del Paine, ein Park-Eintrittsticket, welches man hier an der Kontrollstelle unterwegs einfach kaufen kann.
Wenn man dann sein Auto auf dem Parkplatz vor den Spazierstegen abgestellt hat, bringt einen ein Kleinbus direkt zu den ersten Aussichtsplattformen. Hier kann man sich unendlich viel Zeit nehmen, um den Gletscher aus unterschiedlichen Winkeln und Positionen entlang der Wege, die auf unterschiedlichen Routen die Küste entlang führen, zu betrachten.
Außerdem kann man auch eine geführte Tour mit dem Boot, auf einem Kayak oder auch eine Gletscherwandertour mit Steigeisen buchen.
El Calafate
Auch El Calafate ist wieder eine nette Touristenstadt, die zahlreiche Hotels und, insbesondere um die Hauptstraße, die Avenida del Libertador, herum einige Cafés, Brauereien und Restaurants bietet.
Wer hier merkt, dass ihm noch dickere oder Wanderkleidung fehlt, der wird hier in einem der vielen Läden sicher fündig.
Die Stadt liegt am Lago Argentino und auch der See lädt zu entspannten Spaziergängen von der Stadt aus ein.
Gleiches gilt für die Laguna Nimez, bei der man neben verschiedenen Vogelarten vor allem auch Flamingos beobachten kann.
Auch die um die Stadt verteilt liegenden Bauernhöfe sind ein Highlight, das man mit einem Besuch El Calafates verknüpfen kann.
Hier kann man einiges über das ursprüngliche Leben der "Gauchos" auf den Ranches lernen, mit dem Pferd durch die schöne weite Natur reiten und den Tag mit einem traditionellen Asado (Grillevent) abschließen.
Viel mehr Zeit muss man dann aber für El Calafate nicht einplanen.
Weiteres
Patagonien insgesamt ist natürlich eine riesige Region, die über die genannten Highlights hinaus, noch einige mehr zu bieten hat.
Eine Stadt, die ebenfalls von vielen Touristen besucht wird, ist Puntas Arenas. Die Stadt ganz im Süden Chiles ist, ähnlich wie El Calafate auf der argentinischen Seite, mit ihrem Flughafen das Eintrittstor zum chilenischen Patagonien. Insbesondere von Santiago de Chile fliegt man in der Regel nach Puntas Arenas.
Wer dann in Puntas Arenas landet, der kann entweder eine Bootsfahrt auf die Isla Magdalena buchen, um Pinguine zu sehen oder zur etwas unbekannteren und schwieriger zu erreichenden Königspinguin-Kolonie in Bahia Inutil. Anschließend fährt man von dort üblicherweise in nördliche Richtung nach Puerto Natales und zum Torres del Paine Nationalpark.
Auch Ushuaia ganz im Süden Argentiniens kann angeflogen werden und auch hier hat man die Möglichkeit Seehunde, Pinguine und mit etwas Glück sogar Wale, auf einer Bootstour zu entdecken. Wir hatten tatsächlich überlegt, als wir unsere Zeit bei Torres del Paine abgekürzt hatten, noch nach Ushuaia zu fliegen, wollten es aber dann nicht zu stressig werden lassen. Insgesamt ist die Region am südlichsten Zipfel des Kontinents, die Region Feuerland, aber sicherlich eine Reise wert.
Aber auch der nördlichere Teil Patagoniens lohnt sich. Besonders die Natur rund um die Stadt Bariloche ist ein beliebtes Reiseziel bei Touristen und Argentiniern gleichermaßen.
Im nördlicheren Teil Patagoniens auf der chilenischen Seite gibt es weitere sehenswerte Seenlandschaften und sogar Vulkane, wie den Lánin.
Alles in allem bietet Patagonien mit seiner gewaltigen Fläche von über 1.000.000 km2 logischerweise derart viele Highlights, dass man hier Wochen und Monate problemlos füllen kann, wir haben uns bei unserer Reise aus Zeitgründen eben auf die bekanntesten Highlights beschränkt.
Buenos Aires:
Buenos Aires Stadt
Direkt vor und nach unserem Roadtrip durch Patagonien, haben wir auch der argentinischen Hauptstadt noch einen Besuch abgestattet. Während wir vor der Reise vielleicht noch gedacht haben, dass Buenos Aires der am wenigsten spektakuläre Part werden würde, hat uns die Stadt gleich von der ersten Minute an komplett überzeugt. Die wichtigsten Highlights stelle ich zwar im Folgenden vor, ganz besonders begeistert hat uns aber allgemein der Vibe, den man manchmal gar nicht so beschreiben kann.
Obelisk
Das erste Highlight und im Übrigen auch das Wahrzeichen der Stadt, ist der Obelisk von Buenos Aires.
Mitten im Zentrum gelegen, direkt auf der lebendigen und viel befahrenen Hauptstraße, der Avenida 9 de Julio, ragt der Obelisk mit knapp 70 Metern Höhe aus dem Boden.
Erbaut wurde er in den 40er Jahren von deutschen Firmen anlässlich des 400. Stadtjubiläums von Buenos Aires.
Als Vorbild des Baus galt, was man unschwer erkennen kann, das Washington Monument in Washington DC in den Vereinigten Staaten.
Heute ist die Grünfläche um den Obelisk dicht bepflanzt.
Wer möchte kann auch ein Ticket für die Spitze kaufen und von dort den Ausblick auf die umliegenden Gebäude und Straßen genießen.
San Telmo
Das nächste Highlight ist gleich ein ganzes Viertel - und zwar San Telmo.
Dieses Viertel ist besonders am Tag sehr sicher und lebendig mit bunten Häuserfassaden und Graffitis.
Ein besonderes Highlight des Viertels ist jedoch die große Markthalle mit vielen leckeren und lokalen Speisen und Getränken - der Mercado de San Telmo.
Sehr empfehlenswert sind hier aus unserer Sicht die Empanadas von El Hornero und die Choripans von Hierro.
Wenn es in den Reiseplan passt, sollte man außerdem definitiv an einem Sonntag nach San Telmo kommen.
Denn dann findet auf der Straße Defensa und in den umliegenden Gassen ein riesiger Markt - "Feria de San Telmo" statt, bei dem man von Souvenirs, über Kleidung und Schmuck, bis hin zu leckeren Getränken wirklich alles findet.
La Boca
Ein weiteres Viertel, das in der Liste der Highlights nicht fehlen darf, ist La Boca.
Die charakteristischen bunten Häuser und Straßen rund um die Caminito sind für sich gesehen schon ein großartiger Anblick.
Außerdem bietet das Viertel, das abseits der touristischen Hauptstraße, zu den ärmeren Vierteln der Stadt gehört und vor allem vor einigen Jahren gehörte, eine große Auswahl an authentischen Cafés, Bars und Restaurants.
In vielen der Bars und auch auf den Straßen sieht man heute noch Tango Tänzer ihre Tänze aufführen.
Doch was hier auch sehr schnell offensichtlich wird, das ist die Verbindung des Viertels zum Fußball.
An den Wänden sind Bildnisse und Malereien von Messi und Maradonna zu sehen, die hier nicht nur Kultstatus haben, sondern wie Götter behandelt werden.
Außerdem wird man merken, dass die Farben gelb und blau hier vorherrschend sind.
Das liegt daran, dass auch das lokale Fußballteam, die Boca Juniors, welches in Argentinien und sogar weltweit zu den bekanntesten Teams gehört, hier beheimatet ist.
Natürlich findet sich deshalb auch hier im Viertel das prestigeträchtige Stadion der Boca Juniors, das "Bombonera".
Für ein Heimspiel der Boca Juniors Tickets zu bekommen, ist als Tourist sehr schwer und ohne Hilfe eines lokalen Anbieters kaum möglich. Aber auch wenn man nicht das Glück hat, bei einem stimmungsvollen Heimspiel dabei zu sein, so lohnt sich dennoch eine Tour durchs Stadion und das dazugehörige Museum.
Wer noch mehr über das Viertel selbst und die Geschichte der Stadt erfahren möchte, dem empfehlen wir außerdem auch die zweistündige Walking Tour durch La Boca.
Wir haben auf der Tour viel erfahren, was wir vorher nicht wussten und die Tour endet am Stadion, sodass man einen Stadionbesuch direkt daran anschließen kann.
Teatro Colón
Das Teatro Colón ist das bekannteste Opernhaus Argentiniens und gilt sogar als das bedeutendste von ganz Südamerika.
Es liegt in direkter Nähe zum Obelisk von Buenos Aires im Stadtzentrum und ein Besuch dieser zwei Sehenswürdigkeiten kann entsprechend ideal miteinander verbunden werden.
Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet und seitdem sind einige der bekanntesten Sänger und Tänzer hier aufgetreten.
Auch eine Tour durch das Theater kann man heute buchen und das prunkvolle Gebäude von innen zu sehen, ist definitiv eine lohnende Aktivität - auch für Tage mit schlechterem Wetter.
Puerto Madero & Puente de la Mujer
Einen Besuch wert ist auch das alte Hafenviertel Puerto Madero.
Ehemals wurde das Viertel tatsächlich als Hafen der Stadt genutzt, das hielt allerdings nicht lange, weil die Schiffe größer wurden und der Hafen damit an seine Grenzen stieß.
In der Folge verfiel das Viertel und es wurde ein neuer Hafen - der Puerto Nuevo - erbaut.
Mittlerweile wurde das Viertel von Investoren neugestaltet und Bürogebäude, Lofts und Restaurants wurden hier errichtet, um das Viertel zu modernisieren und wiederzubeleben.
Den Mittelpunkt des Viertels bietet die futuristische Brücke Puente de la Mujer, die ebenso zu den Highlights der Stadt zählt.
Palermo
Palermo zählt ebenfalls als ganzes Viertel zu den Highlights der Stadt und zusammen mit Recoleta auch zu den sichersten Vierteln, in denen man am besten nach seiner Unterkunft sucht.
Der Name des Viertels ist nicht umsonst Palermo - der italienische Einfluss in der Stadt und ganz besonders hier - ist unverkennbar.
Der Stadtteil Palermo unterteilt sich dabei in zwei Teilviertel - Hollywood und SoHo.
Während Hollywood etwas ruhiger mit zahlreichen Hotels und fancy Cafés wirkt, gibt es in SoHo mehr Shopping-Möglichkeiten, Restaurants, Bars und Clubs, insbesondere rund um den Plaza Serrano.
Besonders schön an Palermo sind außerdem die zahlreichen grünen Parks und auch die von Bäumen gesäumten Straßen vermitteln einen beruhigenden Vibe. Zusammengenommen werden die Parks Bosques de Palermo genannt.
Recoleta
Wie schon erwähnt, ist auch das Viertel Recoleta eines unserer Lieblingsviertel, in dem man auch super wohnen kann.
In Recoleta gibt es vor allem den bekannten Friedhof Cementerio de la Recoleta, der zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört.
Hier kann man prunkvolle Familiengrabstätten der reicheren Schicht von Buenos Aires besichtigen und vor allem das Grab von Eva Perón, der Schauspielerin, Frauenrechtlerin und Frau des ehemaligen Präsidenten von Argentinien, Juan Perón.
Der Eintritt für den Park kostet umgerechnet ca. 10€ und ein Ticket bekommt man ganz einfach direkt vor Ort.
Wer sich das Ticket sparen möchte, der kann den Blick von oben gratis von der Recoleta Einkaufs-Mall direkt nebenan genießen.
Plaza de Mayo & Casa Rosada
Auch der Plaza de Mayo, der Hauptplatz der Stadt, mit seinen prunkvollen umliegenden Gebäuden, ist einen Besuch wert.
Eines dieser Gebäude ist der Präsidentenpalast, Casa Rosada.
Gegenüber von Casa Rosada steht das kolonialzeitliche Rathaus und auch die Kathedrale und die Nationalbank finden sich hier heute noch.
Vom Plaza de Mayo kann man außerdem in einer knappen halben Stunde auch noch weiter zum sehr sehenswerten Kongressgebäude, dem Congreso Nacional, spazieren.
Hierbei kommt man auch beim Palacio Barolo vorbei.
Tagesausflug nach Colonia, Uruguay
Von Buenos Aires kann man, wenn man genug Zeit hat, auch noch einen Tagesausflug zu einer kleinen Kolonialstadt in Uruguay machen.
Die Stadt heißt Colonia del Sacramento und ist mit der Fähre von BA aus in einer guten Stunde zu erreichen.
Die Tickets für die Fährfahrt kann man online kaufen und muss dann nur für die Immigration-Formalitäten eine gute Stunde vor Abfahrt am Hafen sein.
Auch Fahrten nach Montevideo sind verfügbar, lohnen sich aber aufgrund der längeren Fahrtzeit nicht so sehr für einen Tagestrip.
In Colonia angekommen, kann man ganz entspannt durch die kolonialen Gassen wie die Calle de los Suspiros schlendern, in einem Restaurant am Wasser zu Mittag essen und dann nach ein paar Stunden wieder die Rückfahrt antreten.
Wir fanden den Ausflug sehr nett, würden aber sagen, dass ein Aufenthalt von 4-5 Stunden vor Ort durchaus ausreichend ist.
Food-Szene
Die Food-Szene in Buenos Aires ist wirklich außergewöhnlich.
An einem klassischen und authentischen argentinischen Asado, einem Grill-Event, sollte man definitiv teilnehmen.
In der Regel werden bei einem Asado unterschiedliche Fleischsorten und Gänge serviert.
Wir haben bspw. ein hervorragendes (eher schickeres) 9-Gang Asado im Fogón Asado genossen, aber auch darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere sehr gute Grillrestaurants.
Neben Asado findet man in Argentinien auch Parrilla, was ebenfalls gegrilltes Fleisch beinhaltet, nicht jedoch ein so aufwendiges Event ist, wie beim Asado.
Auch Pizza ist in Argentinien und ganz besonders im italienisch angehauchten Buenos Aires sehr beliebt. Die argentinische Pizza ist dabei recht dick und mit viel Käse belegt.
Als kleiner Zwischensnack eignen sich vor allem, wie in ganz Südamerika, Empanadas mit unterschiedlichen Füllungen.
Doch nicht nur leckeres Dinner findet man hier, auch die Frühstücks- und Kaffeebranche ist hier sehr ausgeprägt, mit vielen fancy Läden.
Weiteres
Buenos Aires hat uns, wie schon erwähnt, neben den klassischen Highlights vor allem mit dem allgemeinen Vibe begeistert. Nicht umsonst nennt man BA auch la cuidad verde - die grüne Stadt und das Paris Südamerikas.
Aber auch kulturell hat die Stadt natürlich einiges zu bieten - mit Museen wie dem Museo Nacional de Bellas Artes, dem imposanten Kunstmuseum mit der größten Sammlung des Landes, unter anderem Werken von Picasso, in dem der Eintritt sogar kostenlos ist. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag geöffnet.
Ein weiteres sehenswertes Kunstmuseum findet sich im Vorort von Buenos Aires - in Tigre. In diesen Vorort kann man eine Bootstour machen und dort die entspannte Atmosphäre im Tigre Flussdelta genießen.
Wie schon erwähnt sind der Besuch einer Tango-Show oder eines Fußballspiels, entweder bei den Boca Juniors, bei River Plate oder einem kleineren Verein echte Highlights, die man wahrnehmen sollte, wenn man die Möglichkeit hat.
Alternative Orte
Wir haben jetzt auf dieser Reise, wie eingangs schon erwähnt, in Argentinien die Hauptstadt Buenos Aires und das südliche Patagonien besucht.
Ein so großes Land wie Argentinien, hat aber natürlich auch noch weitere spannende Städte und Regionen zu bieten.
Diesmal leider nicht geschafft, haben wir zB. die Iguazu-Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien und Paraguay. Klassischerweise stehen diese bei einer vergleichbaren Reise als Zwischenstopp ebenfalls auf dem Programm. Wir haben uns diesmal dagegen entschieden, um die anderen Teile in dem begrenzten Zeitraum besser genießen zu können und weil wir insbesondere nach Brasilien ohnehin noch einmal reisen wollen und dann die beeindruckenden Wasserfälle mitten im Dschungel besuchen werden.
Auch der Norden des Landes bietet damit landschaftlich hoch spannende Gebiete und dazu gehört auch das Hochtal Quebrada de Humahuaca. Aber auch interessante und farbenfrohe Kolonialstädte, wie die Stadt Salta, lohnen hier einen Besuch.
Eine weitere Gegend, die wir anfangs als Option für ein paar Tage während unserer Reise in Betracht gezogen haben, ist die Region Mendoza. Hier steht der Weinanbau im Vordergrund und damit kann man entspannte Tage auf einer Weinplantage oder auf einer Ranch am Fuße der umliegenden Berge verbringen.
Weitere größere Städte sind Rosario, die Geburtsstadt von Messi, und Cordoba, als zweitgrößte Stadt des Landes.
Die Halbinsel Valdes im Osten des Landes bietet eine hohe Tier- und Artenvielfalt in schöner Natur.
Rio de Janeiro:
Rio de Janeiro Stadt
Wie schon aus meiner obigen Routenplanung hervorgeht, haben wir am Ende unserer Reise noch ein paar Tage in der brasilianischen Metropole, Rio de Janeiro, verbracht.
Rio ist ebenfalls ein Ort, den man definitiv in seinem Leben mal besucht haben sollte. Leider ist die Stadt aufgrund von Themen wie Kriminalität und Gewalt sehr negativ behaftet, wobei wir das Gefühl hatten, dass man mit gesundem Menschenverstand das Risiko negativer Erlebnisse doch schon sehr reduzieren und die Stadt ohne diese sehr genießen kann. In Rio gibt es einige klassische Touristen-Highlights, die ich im Folgenden vorstelle:
Christusstatue
An der Christusstatue von Rio, einem der sieben Weltwunder der Moderne, führt bei einer Reise sicherlich kein Weg dran vorbei.
Durch ihre Lage auf dem Corcovado-Berg mitten in Rio, eröffnet sich einem von nahezu sämtlichen Vierteln der Stadt immer wieder ein Blick auf die gut 30 Meter hohe Statue im Art-déco-Stil.
Im Sockel der Statue befindet sich eine Kapelle und vollständig errichtet wurde sie im Jahre 1931.
Zwar hat man, wie gesagt, von vielen Orten der Stadt einen Blick auf die Statue, ein Besuch oben auf dem Corcovado Berg, lohnt sich unserer Ansicht nach aber dennoch, auch wenn es hier schon mal ordentlich voll werden kann.
Am einfachsten gelangt man nach oben mit der Zahnradbahn, dem Trem do Corcovado.
Hierfür kann man sich über die eigene Website oder die üblichen Buchungsseiten einfach ein Ticket kaufen, dass auch den Eintritt zum entsprechenden Slot beinhaltet und einem die Warteschlange am Schalter vor Ort erspart.
Alternativ kann man auch eine Fahrt mit dem Van buchen, was bei einigen sehr beliebt ist, da eine Abholung aus dem Zentrum, bspw. von der Copacabana inbegriffen ist und weil man hiermit direkt morgens ab Öffnung die Statue erreicht.
Auch geführte Touren oder eine Wanderung, bspw. vom Parque Lage aus, ist möglich, kosten aber entweder mehr Geld oder sind relativ anstrengend.
Besonders beliebt ist auch der Überflug mit einem Helikopter.
Eine Fahrt auf den Corcovado lohnt sich aber nicht nur, um die Christusstatue aus nächster Nähe zu erleben, auch der Blick auf die umliegende Stadt, das Meer, den Zuckerhut und einzelne Gebäude, wie das Maracana-Stadion, ist ein tolles Erlebnis.
Ipanema
Ipanema ist der Name eines ganzen Viertels von Rio de Janeiro, das definitiv in der Liste der Highlights der Stadt nicht fehlen darf.
Das Viertel ist sehr sicher und eignet sich ideal zum Übernachten - insbesondere gibt es hier viele gute Airbnbs.
Dadurch, dass die Straßen voll sind mit Cafés, Bars und Restaurants, ist es hier selten richtig leer, sodass man hier selbst abends und nachts noch zu Fuß unterwegs sein kann.
Auch einige Einkaufsläden und Supermärkte finden sich in Ipanema.
Das Highlight des Viertels ist aber definitiv der 2,5 km lange weiße Strand von Ipanema. Er zählt zu den beliebtesten und bekanntesten von ganz Rio. Am linken Ende wird er vom Arpoador Rock begrenzt, der ein toller Spot zum Sonnenuntergang ist und auf der rechten Seite grenzt er an den Strand vom Nachbarviertel Leblon.
Hier sieht man im Hintergrund auch die markanten zwei grünen Berge Dois Irmaos.
Am Ipanema Beach kann man sich für relativ wenig Geld Liegestühle und Sonnenschirm ausleihen und an den Ständen oder von vorbeilaufenden Strandhändlern alle möglichen Getränke, Snacks, Souvenirs und mehr kaufen.
Besonders empfehlen können wir hier den Stand Paraiso Tropical 96 - die Caipirinhas und Maracujasäfte sind überragend und es wird ausschließlich abgepacktes Wasser verwendet.
Zuckerhut
Auch der Zuckerhut kommt sicherlich jedem direkt in den Sinn, der an Rio de Janeiro denkt.
Der grün bewachsene Granithügel zeichnet sich vor allem durch seine tolle Aussicht von oben aus. Von hier sieht man nicht nur den nahen Praia da Vermelha, sondern auch die Copacabana in der Ferne, sowie den Corcovado samt Christusstatue und die Häuser der Stadt.
Auf den Zuckerhut, auf Portugiesisch Pao de Acucar, gelangt man mit der Seilbahn.
Diese Seilbahn hält zuerst auf dem kleineren Vor-Hügel, dem Morro da Urca, und fährt dann bis auf den Gipfel des Zuckerhutes hinauf.
Oben findet man neben den Aussichtsplattformen auch Cafés, Restaurants und kleinere Läden.
Das Ticket für die Seilbahn kauft man sich am besten wieder vorab, um die längere Schlange an der Kasse zu umgehen.
Copacabana
Die Copacabana ist ebenso wie die Christusstatue und der Zuckerhut eines der Haupt-Wahrzeichen der Stadt, von dem jeder schon einmal gehört hat.
Der Strand zählt zu den bekanntesten der Welt.
Er ist 4 km lang und verglichen mit dem Strand von Ipanema, ist hier nochmal mehr los.
Wer einen ruhigen Strandtag verbringen möchte, der ist an der Copacabana eher falsch aufgehoben.
Stattdessen finden sich hier unzählige Bars, Stände (Barracas genannt) und es wird überall Fußball, Volleyball oder etwas anderes gespielt.
Außerdem gleicht der Strand einem Laufsteg und gut trainierte Männer und Frauen laufen hier auf und ab, um ihre Körper zu präsentieren.
Auch abends sind die Bars an der Copacabana gut gefüllt, jedoch ist hier dann etwas Vorsicht angebracht, um nicht Opfer von Diebstählen zu werden.
Escadaria de Selarón
Jeder kennt sie, die Bilder auf der von bunten Mosaiken gepflasterten Treppe, der Escadaria de Selarón.
Die Treppenstufen gehören zu den beliebtesten Fotospots der Stadt und wer hier etwas Ruhe oder ungestörte Fotos haben möchte, der sollte am besten so früh wie möglich morgens hierherkommen.
Während die Treppe die Viertel Lapa unterhalb und Santa Teresa oberhalb verbindet, so gelten die umliegenden Straßen, insbesondere früh morgens oder spät abends nicht zu den sichersten, weshalb man sich am besten mit dem Uber direkt bei der Treppe absetzen lassen sollte.
Entworfen wurden die Mosaikgebilde vom chilenischen Künstler Jorge Selarón.
Besonders beliebt ist das große Mosaik der Brasilienflagge vor rotem Hintergrund recht weit oben.
Unterhalb der Stufen finden sich außerdem zahlreiche Souvenir- und Trikotverkäufer.
Botanischer Garten
Der Botanische Garten von Rio, Jardim Botanico, ist ebenfalls ein echtes Highlight, das man nicht verpassen sollte.
Hier kann man sich bei ruhigen Spaziergängen durch den grünen Park etwas vom Trubel der Stadt und der Strände erholen und tolle Blicke genießen.
Hier findet man Tausende unterschiedliche Pflanzen, Teiche und Bäche auf einer Gesamtfläche von 350 Hektar.
Ein besonders beliebter Fotospot sind die langen Palmenalleen am Parkeingang.
Bei der Allee, die direkt parallel zur größeren Straße verläuft, kann man durch die Bäume hindurch sogar die Christusstatue erkennen.
Tickets für den Garten bekommst du entweder online auf der eigenen Website oder auch vor Ort am Kassenhäusschen.
Ein weiterer beliebter Spot, nicht weit vom Botanischen Garten, ist außerdem der Parque Lage, in dem sich ein Café mit Pool im Innenhof befindet und über dem die Christusstatue aufragt.
Leider wurde das Café zum Zeitpunkt unserer Reise renoviert, sodass wir es nicht von innen bestaunen konnten.
Santa Teresa
Ein Highlight, das ich schon im Rahmen der Selarón-Treppe angesprochen habe, ist das historische und bunte Viertel - Santa Teresa.
Das Viertel ist auf einem Hügel gelegen und bietet deshalb fantastische Blicke ins Umland.
Hier leben viele Künstler und Kreative und in den bunten Straßen finden sich nette Cafés und Shops.
Neben den schönen und historischen Villen des Viertels, fährt hier auch die gelbe Straßenbahn durch die Straßen, die ein bisschen an die Straßenbahnen von Lissabon erinnert.
Eine Fahrt mit der Bahn ist eine tolle Möglichkeit, die teils steileren Straßen entspannt zu durchqueren.
Santa Teresa zählt sicherlich zu den schönsten Vierteln der Stadt.
Rocinha
Die Favelas gehören mindestens genauso zu Rio de Janeiro, wie Caipirinhas.
Das größte Favela Brasiliens und sogar von ganz Südamerika, ist Rocinha - mit über 250.000 Einwohnern.
Wer "Favela" hört, der denkt zunächst einmal an eine gefährliche Gegend und hohe Kriminalität und natürlich sind Themen wie Drogen- und Waffenhandel hier auch wirklich ein Thema.
Für Touristen allerdings und auch für die Bewohner des Favelas, die sich aus den Geschäften heraushalten, ist es ganz und gar nicht gefährlich.
Wir haben im Rahmen unserer geführten Tour bspw. gelernt, dass es in Rocinha ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass dort nicht geklaut wird und auch als Frau kann man nachts alleine auf den Straßen unterwegs sein.
Viele der Bewohner haben einen regulären Job in der Stadt und bevorzugen einfach die vergleichsweise günstigen Mieten hier.
Ich konnte bspw. auf unserer geführten Tour problemlos die Kamera offen herumtragen (ausgenommen 2-3 Straßen, in denen bekanntermaßen Bandenchefs wohnen, die logischerweise nicht gefilmt werden wollen).
Dennoch gibt es natürlich in den Favelas auch große Armut und Probleme wie Ausfall von Elektrizität, auch für längere Zeiträume und in öffentlichen Anlagen wie Schulen.
Der Tourismus, der in den letzten Jahren deutlich zunimmt, spült allerdings Geld in die Favelas.
Zwar kommt das Geld nicht bei allen an, und einzelne Bewohner sind deshalb auch etwas verärgert, aber grundsätzlich tut man den Bewohnern durch das Buchen von geführten Touren etwas Gutes und braucht kein schlechtes Gewissen zu haben.
Besonders beliebt und auf Social Media richtig gehyped, sind die Drohnen-Videos, bei denen erst man selbst und dann aus der Vogelperspektive das Favela gefilmt wird, wodurch das ganze Ausmaß ersichtlich wird (für den Kontakt - siehe mein PDF Mini Guide).
Eine geführte Tour ist nach wie vor sehr zu empfehlen und man sollte als Tourist nicht unbesonnen und alleine durch das Viertel spazieren, dann hat man nichts zu befürchten.
Sonnenaufgangswanderung Dois Irmaos
Beim nächsten Highlight steht wiederum ein Favela im Mittelpunkt, weshalb sich auch hier wieder eine geführte Tour anbietet.
Für die Sonnenaufgangswanderung startet man früh morgens, je nach Jahreszeit gegen 4 Uhr, am Eingang des Vidigal Favelas.
Hier wird man dann von seinem Guide empfangen und fährt mit dem Moto-Taxi durch das nächtliche Favela.
In den Favelas ist kein regulärer Verkehrsbetrieb erlaubt und so muss man zwangsläufig auf die Moto-Taxis zurückgreifen. Hier fährt man ohne Helm und Schutz die kurvigen Straßen hinauf und das mit teilweise rasanter Geschwindigkeit.
Hier kann man bei Bedarf seinem Fahrer sagen, er solle etwas langsamer fahren.
Oben angekommen, startet dann die Wanderung durch den Dschungel.
Eine gute Stunde braucht man bei solider Gehgeschwindigkeit bis zum Gipfel.
Auf dem Weg bieten sich einem von mehreren Stellen tolle Aussichten auf das unter einem liegende Favela Vidigal und auch auf Rocinha.
Oben angekommen, ist man in aller Regel nicht allein, und so muss man sich einen freien Platz auf dem abschüssigen Felsen suchen, auf dem man einen guten Halt hat und dann wartet man auf den Sonnenaufgang.
Wenn die Sonne dann über dem Meer aufgeht und die Stadt in orangenes Licht taucht, ist das wirklich ein atemberaubender Anblick.
Auch den Corcovado mitsamt Christusstatue, den Strand von Ipanema und Leblon, die Binnenbucht und die Häuser der Stadt in der Ferne sieht man von hier oben.
Nach dem Sonnenaufgang geht es dann auf selbem Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung und zum Startpunkt der Wanderung.
Auch diese geführte Tour kann wiederum über den obigen Link oder die Kontaktdaten in meinem PDF Guide gebucht werden.
Zwar kann man die Wanderung auch auf eigene Faust machen, was auch einige gemacht haben, aber wir hatten das Gefühl, dass das nicht so gern gesehen wurde und wir haben uns mit unserem Guide auch sicherer gefühlt, vor allem nachts, und einige interessante Informationen bekommen.
Maracana
Nicht nur für Hardcore-Fußballfans ist ein Besuch des Maracana Stadions von Rio eine lohnende Aktivität.
Besonders bei uns Deutschen ist das Stadion in bester Erinnerung geblieben, da uns dort Mario Götze mit seinem Tor im Finale gegen Argentinien den bislang letzten Weltmeister-Titel beschert hat.
Fußball ist in Brasilien, insbesondere in Rio, allgegenwärtig.
Gespielt wird an den Stränden, in den Favelas und eben im bekanntesten Stadion des Landes - im Maracana.
Insbesondere Spiele der beiden bekanntesten lokalen Teams - Fluminense und Flamengo - werden in dem Stadion ausgetragen und wir hatten Glück, dass wir das Finale des Carioca Cups zwischen diesen beiden Teams live erleben konnten.
Natürlich ist das Niveau, verglichen mit europäischem Top-Fußball, überschaubar, dafür ist die Stimmung aber auf einem anderen Level.
Da wir uns auch hier nicht ganz sicher waren, wo wir als Touristen seriös an Tickets kommen und wie sicher es rund um das Stadion ist, haben wir auch hier eine geführte Tour gebucht.
Das können wir definitiv empfehlen, da man hier auch die An- und Abreise von der Copacabana per Minibus und den Ticketkauf inkludiert hatte.
Hier gehört natürlich auch etwas Glück dazu, dass zum Zeitpunkt der Reise auch ein Spiel im Stadion ausgetragen wird.
Knapp 80.000 Menschen passen übrigens in den brasilianischen Fußballtempel und man hat keine regulären Sitzplätze und Tickets, sondern man registriert sich ein paar Tage vorher mit einem Face-ID Verfahren und dann ist am Eingang das Gesicht die Eintrittskarte.
Ist man dann im Stadion angelangt, dann herrscht freie Platzwahl, weshalb man am besten etwas früher kommt, um einen guten Platz zu ergattern.
Weiteres
Neben den oben aufgezählten Top-Highlights, die man definitiv nicht verpassen sollte, bietet Rio noch einige andere.
Ein saisonales Highlight ist sicher der Karneval in Rio. Bilder und Videos der bunten Paraden in und um den Sambódromo gehen nicht umsonst um die ganze Welt und die Stimmung in der Stadt ist zu dieser Zeit besonders lebendig und ausgelassen. Auch das neue Jahr an den Stränden Rios mit dem gigantischen Feuerwerk an Silvester zu begrüßen, zählt zu den ganz besonderen Erlebnissen.
Ein Helikopterflug oder Gleitschirmsprung lohnt sich in Rio ebenso wie eine Nacht in den Samba-Bars von Lapa. Hier ist allerdings besondere Vorsicht geboten und man sollte wirklich nur das mit sich tragen, was man unbedingt braucht.
Das Zentrum von Rio steht weniger im Mittelpunkt als bei anderen Städten, dennoch gibt es hier einige interessante Gebäude und Plätze, die man bereits in wenigen Stunden abspazieren kann. Hierzu zählen das Museo de Amanha, der Paco Imperial, die Confitairia Colombo, ein traditionelles großes Kaffeehaus, der Praca XV, das Teatro Muncipial, die Kathedrale von Rio und die Arcos da Lapa. Genau in dieser Reihenfolge kann man seinen Rundweg am besten planen. Auch die Nationalbibliothek ist sehr sehenswert und kann in den Plan integriert werden.
Außerdem sind auch die Stufen, die eine brasilianische Flagge abbilden, bei der Eduardo Jansen St., Saúde/Pedra do Sal, ein beliebter aber weniger überlaufener Fotospot.
Auch neben der Wanderung auf die Dois Irmaos gibt es noch weitere tolle Wanderungen, bspw. zur Pedra da Gávea oder Pedra do Telégrafo.
Neben der Copacabana und dem Ipanema Beach sind auch der Strand von Leblon und der in Botafogo beliebt oder auch der etwas weiter außerhalb liegende Praia da Joatinga und wer mehr Zeit hat, für den empfiehlt sich definitiv ein Tagesausflug zur Insel Ilha Grande mit paradiesischen Stränden und unberührter Natur. Hier bucht man am einfachsten eine geführte Tour mit Transfers.
Auch die Kolonialstadt Paraty und der Tijuca Nationalpark sind beliebte Ausflugsziele.
Alternative Orte
Doch auch Brasilien als Land hat natürlich viele weitere sehenswerte Städte und Regionen zu bieten, die wir sicherlich teilweise im Rahmen einer Brasilien-Rundreise noch einmal besuchen werden.
Hierzu zählen die bereits oben angesprochenen Iguazu Wasserfälle im Süden des Landes an der Grenze zu Paraguay und Argentinien.
Auch der Amazonas Regenwald und Fluss sind teilweise touristisch erschlossen und insbesondere bei Manaus kann man als Tourist tiefer in diesen größten tropischen Regenwald der Erde und seine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt eindringen. Ähnlich verhält es sich mit dem Sumpfgebiet Pantanal, das ebenfalls besonders wegen der Tierwelt hier bei Touristen beliebt ist, bspw. für Jaguar Safaris.
Besonders durch Social Media immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat die Wüste Lençóis Maranhenses im Norden Brasiliens mit seinen schneeweißen Sanddünen und türkisen Wasserstellen, die einen tollen Kontrast bilden.
Sao Paulo steht ebenfalls bei vielen Reisenden auf dem Programm und das nicht zuletzt, weil die wichtigste Wirtschaftsmetropole des Landes auch flugtechnisch am besten an Europa angebunden ist, sogar noch besser als Rio. Auch andere Städte wie Salvador, Recife oder die Hauptstadt Brasilia sind einen Besuch wert.
Natürlich ist Brasilien aber auch und in erster Linie für seine paradiesischen Strände bekannt und besonders empfehlenswert sind die Strände im Nordosten bei Bahia und bei Pipa.
Auch in Brasilien kann man somit mehrere Wochen und Monate ohne Probleme füllen und das Land ist sehr groß, sodass die Distanzen teilweise sehr lang sind.
Tagesplanung
Wissenswertes
Unterkunftsempfehlungen
In Buenos Aires gibt es viele gute Hotels zu ansprechenden Preisen. Viele wirken eher wie Lofts/Wohnungen, bieten deshalb zwar viel Privatsphäre, aber keine täglichen Zimmerreinigungen oder eine 24h besetzte Rezeption. Natürlich gibt es aber auch reguläre Hotels, wir empfehlen jedenfalls nach einer Unterkunft in den schönen und sicheren Stadtteilen Recoleta oder Palermo zu suchen:
- Buenos Aires #1 - Casa Par Grand Suites: Gute & sichere Lage in Recoleta, geräumig, sauber & frühzeitiger Check In war möglich.
- Buenos Aires #2 - We The People Palermo: Sehr gute Lage in Palermo Hollywood, Dachpool, kein Zimmerservice, aber Gepäckaufbewahrung.
Wir haben übrigens, da die Inlandsflüge nur kleineres Gepäck zugelassen haben, unsere großen Koffer schon direkt zum We The People gebracht und sind lediglich mit unseren großen Rucksäcken nach Patagonien gereist. Das war natürlich sehr praktisch.
In Patagonien gibt es viele einfachere Hotels, die aber oft liebevoll eingerichtet sind und für eine Nacht haben wir zu zweit in der Regel nicht viel mehr als 50€ gezahlt:
- El Chaltén - Desierto Suites: Sehr viel Platz, 2 Stockwerke, gut beheizt, Wind hat etwas gepfiffen, aber sonst top - eigene Küche etc.
- Puerto Natales - El Sendero: Hostel mit Privatzimmern, teilweise sehr schön modernisiert, nette Gemeinschaftsräume, Gepäckaufbewahrung während Hikes.
- El Calafate - Hosteria La Estapa: Vernünftiger Standard, leicht außerhalb vom Zentrum, schöner Seeblick.
In El Chaltén und El Calafate kann man auch super auf die Hotels innerhalb der Orte zurückgreifen, da die Wanderungen etc. direkt dort starten. Wer Puerto Natales als strategischen Zwischenstopp wählt, um in den Torres del Paine Nationalpark zu reisen, wie wir, der hat dann jedoch noch eine ca. 2 stündige Fahrt in den Park vor sich. Es gibt zwar noch einige wenige Hotels näher am Park, diese sind allerdings extrem teuer.
Um dennoch die Sonnenaufgangswanderung zur Base Torres unternehmen zu können, haben wir uns entschieden, eine Nacht im Camp zu verbringen und dort das Camp El Chileno inkl. Abendessen zu wählen, das zwar nicht günstig, aber gut ausgestattet mit heißen Duschen etc. war und nur eine recht kurze Wanderung zum Sonnenaufgang mit sich brachte. Auch hier entlasteten wir unser Gepäck nochmals und ließen einen Teil in unserem Hostel in Puerto Natales und nahmen wirklich nur das Nötigste für die 2 Tage im Park mit.
In Rio haben wir dann ein Airbnb gewählt, davon gibt es einige sehr schöne, vor allem in den sichersten Vierteln Leblon und Ipanema. An der Copacabana gibt es außerdem viele größere klassische Hotelanlagen.
- Rio de Janeiro - Airbnb: Tolle Wohnung, unglaubliche Dachterrasse mit Outdoor-Dusche und Blick auf die Christusstatue, unglaublich herzliche Hosts.
Essensempfehlungen
Das Essen in Argentinien ist wirklich ausgezeichnet - vor allem natürlich argentinisches Steak & Grillevents. Zwar findet man auch als Vegetarier hier immer mehr Auswahl, aber der Fleischkonsum ist hier definitiv nochmal ein Stück höher. Gerade in Buenos Aires gab es unglaublich viele gute und fancy Cafés, leckere und stylische Restaurants und Food Märkte.
In Patagonien war die Küche tendenziell etwas einfacherer, aber trotzdem gut und natürlich gab es hier für die Touristen auch verschiedenste internationale Küche.
Auch in Brasilien ist Fleisch sehr beliebt und an einem traditionellen Rodizio sollte man definitiv einmal teilnehmen, aber auch frische Früchte & Säfte oder Acai Bowls sind hier typisch.
Fotoeindrücke
Fazit
Die ganze Reise hat uns sehr begeistert und wir würden sie definitiv jedem empfehlen.
Patagonien ist wirklich eine einzigartige Region und landschaftlich gehört sie zu den schönsten und atemberaubendsten, die wir je besucht haben. Der Roadtrip durch die teilweise unberührte Natur ist wirklich einmalig und vor allem die größten Highlights wie die Besichtigung des Perito Moreno Gletschers oder die Sonnenaufgangswanderung zur Laguna de Los Tres.
Auch Rio hat uns mit seinen klassischen Sehenswürdigkeiten, seinem Vibe und den Stränden sehr begeistert, auch das haben wir vorab schon erwartet.
Tatsächlich hat Buenos Aires uns am positivsten überrascht - mit den vielen kleinen Cafés & Restaurants, mit den grünen Straßen und Parks und der coolen Atmosphäre.
Ich denke wir können mit Sicherheit sagen, dass wir nach Buenos Aires, aber auch nach Rio im Rahmen einer Brasilien-Reise nochmal wiederkommen werden.
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