Budapest - die Hauptstadt Ungarns im Osten Europas, die durch die Donau in ihre zwei Teile Buda und Pest unterteilt ist, zählt zu den größten Städten Europas, kann aber wunderbar zu Fuß erschlossen werden und eignet sich damit ideal für einen 3-5 tägigen Städtetrip.
So kann man Budapest ausgezeichnet an einem langen Wochenende besuchen, aber natürlich lässt sich hier auch ein längerer Aufenthalt problemlos mit Leben füllen. Dabei kann man u.a. viele historische und prunkvolle Gebäude besichtigen, eine Bootsfahrt auf der Donau unternehmen und ungarische Speisen probieren.
Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:
- Highlights
- Tagesplanung
- Wissenswertes
- Unterkunftsempfehlungen
- Essensempfehlungen
- Fotoeindrücke
- Fazit
Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.
Wir waren Ende April/Anfang Mai 2025 in Athen.
Sehenswertes
Budapest hatte für uns eine überraschend hohe Anzahl sehenswerter und klassischer Sehenswürdigkeiten, die wichtigsten stelle ich hier vor:
Burgpalast
Der Burgpalast, auch Königliche Burg genannt, ist bei einem Besuch Budapests aufgrund der erhöhten Lage nicht zu übersehen.
Auf der Buda-Seite auf einem Hügel gelegen, ist es sogar das höchstgelegene Gebäude der ganzen Stadt und dazu noch das größte des Landes.
Ein Aufstieg zur Burg lohnt sich also schon alleine um die Aussicht auf die Stadt, die umliegenden Dächer und die Donau zu genießen.
Als frühere Residenz der ungarischen Könige, zählt die Burg heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Um zur Burg hinaufzugelangen kann man entweder die historische Standseilbahn nutzen, oder aber auch links oder rechts von der Bahn zu Fuß hinaufsteigen. Die Bahnfahrt ist nicht übermäßig teuer, aber für die vergleichsweise kurze Fahrtzeit kann die Wartezeit schon etwas unverhältnismäßig sein, wenn viel los ist.
Der Fußweg ist auch überschaubar lang und anstrengend und dazu eben noch umsonst.
Oben angekommen lohnt es sich, für das große Burgviertel mit schönen Gassen, Gebäuden und Museen auch etwas mehr Zeit einzuplanen.
Hier oben finden sich unter anderem auch das Nationalmuseum und die Nationalbibliothek.
Der Anblick der gigantischen Burg mit der riesigen türkisen Kuppel hinter dem Prinz-Eugen-Denkmal ist definitiv ein Highlight.
Besichtigt werden kann außerdem auch die unterirdische Höhlenanlage, die auch der deutschen Armee als Hauptquartier im Zweiten Weltkrieg diente.
Fischerbastei
Unweit der Burg findet sich auch schon das zweite absolute Highlight der Stadt - die Fischerbastei, oder Fisherman Bastion.
Ihren Namen hat die Bastei von dem hier damals abgehaltenen mittelalterlichen Fischmarkt.
Heute ist die auf dem Burgberg gelegene Bastei, die mit ihren kleinen Türmchen und Mauern aussieht wie ein Schloss aus einem Märchen, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Ganz besonders zu empfehlen ist ein Aufstieg zur Bastei zum Sonnenaufgang, da man dann durch die kunstvollen Bögen hindurch die hinter der Stadt rot aufgehende Sonne bewundern kann.
Aber auch tagsüber zählt der Ausblick zu einem der schönsten der Stadt und auch von hier sieht man die Dächer der Stadt, die Donau und insbesondere auch das prunkvolle Parlamentsgebäude.
In einem der Türme und auch zwischen Teilen der Bögen finden sich heute Restaurants und Bars.
Sehenswert ist auch die große Reiterstatue aus Bronze, die König Stephan I. darstellt, der damals das Christentum nach Ungarn brachte.
Im Rücken der Bastei steht außerdem die Matthiaskirche am Dreifaltigkeitsplatz, mit ihrem Dach aus bunten Kacheln.
Kettenbrücke
Um vom Stadtteil Pest nach Buda zu Fuß zu gelangen (unterirdisch fährt auch eine Metro), nutzt man eine der neun Brücken, die über die Donau führen.
Die bekannteste und auch älteste Brücke, die auch als Wahrzeichen der Stadt gilt, ist die Kettenbrücke (Széchenyi-Brücke).
Auf der Buda-Seite endet sie direkt bei der Standseilbahn zur Burganlage, sodass man diese Highlight ausgezeichnet miteinander verknüpfen kann.
Die Stützpfeiler in Form von Triumphbögen erinnern etwas an die Brooklyn Bridge in New York und zu beiden Seiten findet man links und rechts imposante Löwen-Statuen aus Stein.
Von einem Stützpfeiler zum nächsten wurden dicke Stahlseile angebracht, die die Brücke halten.
Auch nachts ist die schön beleuchtete Brücke ein toller Anblick.
Die Brücke ist 375 Meter lang und ca. 12,5 Meter breit.
Parlamentsgebäude
Ein weiteres Gebäude, das man direkt mit der ungarischen Hauptstadt verbindet, ist das ungarische Parlamentsgebäude.
Der neugotische Bau wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und besonders sehenswert sind die vielen Zinnen, die weiße Gebäudefront und die große braun-rötliche Kuppel. Auch die Größe des Gebäudes ist beeindruckend - mit einer Länge von knapp 270 Metern und knapp 100 Metern Höhe.
Als Vorbild für das Parlamentsgebäude diente der Palace of Westminster, das britische Parlament, in London.
Es liegt direkt an der Donau und man sieht dieses imposante Gebäude von vielen Orten der Stadt.
Besonders gut ist der Blick von der anderen Seite der Donau, von der Budaer Seite. Hier kann man sich auf eine kleine Mauer setzen und den Blick genießen.
Ab Sonnenuntergang bis ca. 22 Uhr ist das Parlamentsgebäude schön beleuchtet und erstrahlt golden in der Dunkelheit.
Auch ein Besuch des Inneren des Gebäudes lohnt sich, mit den vielen Wandgemälden und bunten Verzierungen. Hier werden auch die Stephanskrone und die ungarischen Kronjuwelen aufbewahrt.
Für einen Besuch des Gebäudeinneren kann man Touren buchen, die auch den besonders prunkvollen Kuppelsaal beinhalten.
Einen weiteren schönen Fotospot bildet das Ende der Straße Akadémia Utca, die auf das Parlament zuläuft.
Burg Vajdahunyad
Neben dem Burgpalast, zählt auch eine weitere Burg zu den Highlights der Stadt - genauer genommen besteht die Burg Vajdahunyad sogar aus mehreren Burgen.
Denn die einzelnen Teile und Türme der Burg wurden in unterschiedlichsten Stilrichtungen errichtet - vom Stil der Romanik, über gotischen Stil und Architektur der Renaissance - wodurch die Burg ziemlich zusammengewürfelt aussieht.
Besonders schön ist neben der einzigartigen Architektur aber die Lage, unweit des Heldenplatzes und im Stadtwald von Budapest, umgeben von Grünflächen und in der Mitte eines künstlich angelegten Sees.
Ein Teil des Gebäudes beherbergt heute das Landwirtschaftsmuseum Ungarns.
Besucher können außerdem auch die neoromanische Kapelle besichtigen oder auf den Turm des Burgtors, sowie auf den Apostelturm hinaufsteigen.
St. Stephans Basilika
Am St. Stephans-Platz gelegen, findet sich das neben dem Parlament höchste und eines der beeindruckendsten Gebäude der Stadt - die St. Stephans Basilika.
Auch sie liegt wie das Parlament im Stadtteil Pest und schon der Blick von außen mit den beiden Haupttürmen und der großen Kuppel in der Mitte ist ein echtes Highlight.
Dennoch lohnt es sich, die Kathedrale auch von innen zu besichtigen und auch der Blick von der 360° Aussichtsplattform ist definitiv zu empfehlen.
Knapp 300 Stufen sind es die knapp 100 Meter hohe Kuppel hinauf, es gibt allerdings auch einen Aufzug und auch der Preis (ca. 5€) hält sich in Grenzen.
Geweiht wurde die Kirche dem ersten christlichen König von Ungarn - König Stephan und sie ist so riesig, dass sie im Innern ca. 8500 Menschen Platz bietet.
Zitadelle und Gellértberg
Neben den schon von mir angesprochenen Aussichtspunkten, gibt es noch einen weiteren auf der Budaer Seite.
Auch ein Aufstieg auf den Gellértberg lohnt sich, um den Blick von ca. 235 Metern Höhe über die gesamte Stadt schweifen zu lassen und ist außerdem nicht besonders steil. Es gibt aber auch einen Parkplatz in der Nähe des Gipfels, von wo der Weg nicht mehr weit ist.
Hier oben auf dem Berg befindet sich auch eine Zitadelle, die zum Zeitpunkt unseres Besuchs jedoch nicht für Besucher offen stand, sowie die Freiheitsstatue Ungarns und eine riesige Landesflagge.
Die Freiheitsstatue soll an die Befreiung des Landes im zweiten Weltkrieg erinnern und man sieht die Figur einer Frau, die ein Palmenblatt zwischen beiden Händen ausgestreckt hält, von nahezu der ganzen Stadt aus.
Am Fuße des Berges kann man außerdem eine Höhlenkapelle, die in den Berg gebaut wurde, von innen besichtigen.
Thermalbäder
Auch für seine Thermalbäder ist Budapest allgemein bekannt.
Mit den zahlreichen Thermalbädern ist Budapest übrigens die größte Kurstadt Europas und die einzige Hauptstadt, die als Kurort gilt.
Gespeist werden die Thermalbäder aus 120 heißen Quellen und einige der Bäder sind nicht nur Heilbäder, sondern auch historische Bauwerke.
Historisch bedeutend und auch heute noch die bekanntesten Thermalbäder sind sicherlich das Gellért-Bad und das Széchenyi-Bad, die zu den größten Badekomplexen Europas zählen.
Ihre Herkunft verdanken die Bäder den in der Vergangenheit hier ansässigen römischen und türkischen Reichen.
Heute werden die Bäder nicht mehr nur als reine Kurorte genutzt, sondern vielmehr als Treffpunkt der Einheimischen, die sich hier treffen, um zu entspannen und sich auszutauschen.
Traditionell wurde in den Thermalbädern entweder ganz ohne Kleidung, oder nur mit einem knappen Lendenschurz gebadet, heutzutage allerdings auch oft in normaler Bademode.
Neben den bereits genannten, zählen auch das Rudas-Bad, das Király-Bad, das Lukács-Bad und das Veli Bej Bad zu den beliebtesten und bekanntesten.
Alternative Orte
Neben den bereits genannten Orten, hat Budapest natürlich wie immer auch noch deutlich mehr zu bieten.
Wenn man sich von den Straßen der Stadt erholen und etwas Ruhe haben möchte, dann lohnt sich bspw. ein Besuch auf der Margareteninsel mit ihren Grünflächen, Bade- und Sportmöglichkeiten. Man erreicht die Insel über die gleichnamige Margaretenbrücke.
Eine weitere Option, um auf die Insel zu gelangen, ist mit einem Boot und allgemein ist auch eine Bootstour auf der Donau, insbesondere in den Abendstunden, eine beliebte Aktivität. Entlang der Donau gibt es außerdem noch eine Stelle, bei der man als Mahnmal der damaligen Judenerschießung Schuhe am Donauufer aufgereiht hat. Eine beliebte Aktivität ist außerdem das Suchen und Finden der winzigen Figuren aus Eisen an allen möglichen Stellen der Stadt.
Auch kulturell bietet die Stadt weitere Anlaufstellen, zu denen unter anderem das Haus des Terrors, das Nationalmuseum, die Nationalgalerie, das Flippermuseum oder auch die Oper zählen.
Neben der St. Stephans Basilika lohnt auch ein Besuch der Matthiaskirche bei der Fischerbastei und auch das jüdische Viertel mit angesagten Cafés, Restaurants und Clubs ist einen Abstecher wert. Dort steht auch eine große Synagoge.
Mindestens einen Abend sollte man außerdem dafür nutzen, einer der coolen Ruinen- oder Bunkerbars einen Besuch abzustatten. Die bekannteste Ruinenbar ist sicherlich die Szimpla Kert Bar.
Den Heldenplatz kann man mit einem Besuch der Vajdahunyad Burg verbinden und die Váci Utca ist die größte Shoppingstraße Budapests. Auch die Große Markthalle bei der Freiheitsbrücke sollte man sich anschauen.
Wer Zeit hat, sollte auch eine Fahrt mit einer der ältesten U-Bahn Linien Europas in den Plan integrieren.
Zu all diesen klassischeren Sehenswürdigkeiten gehört zu einem Budapest-Trip aber auch einfach dazu, sich treiben zu lassen, die vielen leckeren Restaurants und Cafés auszuprobieren und die Atmosphäre zu genießen. Unsere beliebtesten Food-Spots liste ich dir unten auf.
Tagesplanung
Wissenswertes
Unterkunftsempfehlungen
In Budapest gibt es einige sehr gute und stylische Hotels und auch Airbnbs.
Wir haben uns am Ende des Tages für das Hotel Rumor Rooms entschieden.
Das Hotel war super zentral gelegen, hatte große Zimmer mit Küche, einen Welcome-Drink und eine stylische Einrichtung zu bieten.
Essensempfehlungen
Fotoeindrücke
Fazit
Budapest hat uns wirklich sehr überzeugt und ist in unseren Augen das ideale Ziel für einen kurzen Städtetrip (3-5 Tage), ideal auch für die Zeit der Feiertage in Deutschland im April/Mai.
Die Stadt hat erstaunlich viele klassische Sehenswürdigkeiten zu bieten und was uns überrascht hat, war die sehr sehr gute Küche, mit vielen fancy Cafés, Restaurants und Bars. Schön ist außerdem, dass man die Stadt super zu Fuß erkunden kann, auch wenn die öffentlichen Verkehrsmittel ebenfalls gut ausgebaut sind.
Uns hat dieser Kurztrip sehr gut gefallen und wir können ihn jedem empfehlen.
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