5 Tage - Buenos Aires (Städtetrip) (inkl. Colonia)

Buenos Aires - kaum eine Stadt hat uns derart positiv überrascht. Gepunktet hat die Stadt für uns vor allem mit ihrem angenehmen Vibe, den schönen grünbepflanzten Straßen und der großartigen Food-Szene.

Wir haben Buenos Aires während unserer Rundreise vor und nach unserem Roadtrip durch Patagonien besucht.

Dabei haben wir zusätzlich im Rahmen eines Tagestrips noch einen Ausflug nach Colonia in Uruguay unternommen.

Warum uns Buenos Aires so gut gefallen hat, erzähle ich im Folgenden. Außerdem gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Wir haben diese Reise Ende Februar/Anfang März 2026 unternommen.

Außerdem findest du am Ende der Seite meinen komprimierten PDF Guide zum Download für unterwegs.

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Sehenswertes

Direkt vor und nach unserem Roadtrip durch Patagonien, haben wir auch der argentinischen Hauptstadt noch einen Besuch abgestattet. Während wir vor der Reise vielleicht noch gedacht haben, dass Buenos Aires der am wenigsten spektakuläre Part werden würde, hat uns die Stadt gleich von der ersten Minute an komplett überzeugt. Die wichtigsten Highlights stelle ich zwar im Folgenden vor, ganz besonders begeistert hat uns aber allgemein der Vibe, den man manchmal gar nicht so beschreiben kann. 

Obelisk

Das erste Highlight und im Übrigen auch das Wahrzeichen der Stadt, ist der Obelisk von Buenos Aires. 

Mitten im Zentrum gelegen, direkt auf der lebendigen und viel befahrenen Hauptstraße, der Avenida 9 de Julio, ragt der Obelisk mit knapp 70 Metern Höhe aus dem Boden. 

Erbaut wurde er in den 40er Jahren von deutschen Firmen anlässlich des 400. Stadtjubiläums von Buenos Aires. 

Als Vorbild des Baus galt, was man unschwer erkennen kann, das Washington Monument in Washington DC in den Vereinigten Staaten. 

Heute ist die Grünfläche um den Obelisk dicht bepflanzt. 

Wer möchte kann auch ein Ticket für die Spitze kaufen und von dort den Ausblick auf die umliegenden Gebäude und Straßen genießen. 

San Telmo

Das nächste Highlight ist gleich ein ganzes Viertel - und zwar San Telmo

Dieses Viertel ist besonders am Tag sehr sicher und lebendig mit bunten Häuserfassaden und Graffitis. 

Ein besonderes Highlight des Viertels ist jedoch die große Markthalle mit vielen leckeren und lokalen Speisen und Getränken - der Mercado de San Telmo

Sehr empfehlenswert sind hier aus unserer Sicht die Empanadas von El Hornero und die Choripans von Hierro

Wenn es in den Reiseplan passt, sollte man außerdem definitiv an einem Sonntag nach San Telmo kommen. 

Denn dann findet auf der Straße Defensa und in den umliegenden Gassen ein riesiger Markt - "Feria de San Telmo" statt, bei dem man von Souvenirs, über Kleidung und Schmuck, bis hin zu leckeren Getränken wirklich alles findet. 

La Boca

Ein weiteres Viertel, das in der Liste der Highlights nicht fehlen darf, ist La Boca. 

Die charakteristischen bunten Häuser und Straßen rund um die Caminito sind für sich gesehen schon ein großartiger Anblick. 

Außerdem bietet das Viertel, das abseits der touristischen Hauptstraße, zu den ärmeren Vierteln der Stadt gehört und vor allem vor einigen Jahren gehörte, eine große Auswahl an authentischen Cafés, Bars und Restaurants. 

In vielen der Bars und auch auf den Straßen sieht man heute noch Tango Tänzer ihre Tänze aufführen. 

Doch was hier auch sehr schnell offensichtlich wird, das ist die Verbindung des Viertels zum Fußball

An den Wänden sind Bildnisse und Malereien von Messi und Maradonna zu sehen, die hier nicht nur Kultstatus haben, sondern wie Götter behandelt werden. 

Außerdem wird man merken, dass die Farben gelb und blau hier vorherrschend sind. 

Das liegt daran, dass auch das lokale Fußballteam, die Boca Juniors, welches in Argentinien und sogar weltweit zu den bekanntesten Teams gehört, hier beheimatet ist.

Natürlich findet sich deshalb auch hier im Viertel das prestigeträchtige Stadion der Boca Juniors, das "Bombonera". 

Für ein Heimspiel der Boca Juniors Tickets zu bekommen, ist als Tourist sehr schwer und ohne Hilfe eines lokalen Anbieters kaum möglich. Aber auch wenn man nicht das Glück hat, bei einem stimmungsvollen Heimspiel dabei zu sein, so lohnt sich dennoch eine Tour durchs Stadion und das dazugehörige Museum

Wer noch mehr über das Viertel selbst und die Geschichte der Stadt erfahren möchte, dem empfehlen wir außerdem auch die zweistündige Walking Tour durch La Boca.

Wir haben auf der Tour viel erfahren, was wir vorher nicht wussten und die Tour endet am Stadion, sodass man einen Stadionbesuch direkt daran anschließen kann. 

Teatro Colón

Das Teatro Colón ist das bekannteste Opernhaus Argentiniens und gilt sogar als das bedeutendste von ganz Südamerika.

Es liegt in direkter Nähe zum Obelisk von Buenos Aires im Stadtzentrum und ein Besuch dieser zwei Sehenswürdigkeiten kann entsprechend ideal miteinander verbunden werden. 

Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet und seitdem sind einige der bekanntesten Sänger und Tänzer hier aufgetreten. 

Auch eine Tour durch das Theater kann man heute buchen und das prunkvolle Gebäude von innen zu sehen, ist definitiv eine lohnende Aktivität - auch für Tage mit schlechterem Wetter.

Puerto Madero & Puente de la Mujer

Einen Besuch wert ist auch das alte Hafenviertel Puerto Madero.

Ehemals wurde das Viertel tatsächlich als Hafen der Stadt genutzt, das hielt allerdings nicht lange, weil die Schiffe größer wurden und der Hafen damit an seine Grenzen stieß. 

In der Folge verfiel das Viertel und es wurde ein neuer Hafen - der Puerto Nuevo - erbaut. 

Mittlerweile wurde das Viertel von Investoren neugestaltet und Bürogebäude, Lofts und Restaurants wurden hier errichtet, um das Viertel zu modernisieren und wiederzubeleben. 

Den Mittelpunkt des Viertels bietet die futuristische Brücke Puente de la Mujer, die ebenso zu den Highlights der Stadt zählt. 

Palermo

Palermo zählt ebenfalls als ganzes Viertel zu den Highlights der Stadt und zusammen mit Recoleta auch zu den sichersten Vierteln, in denen man am besten nach seiner Unterkunft sucht. 

Der Name des Viertels ist nicht umsonst Palermo - der italienische Einfluss in der Stadt und ganz besonders hier - ist unverkennbar. 

Der Stadtteil Palermo unterteilt sich dabei in zwei Teilviertel - Hollywood und SoHo.

Während Hollywood etwas ruhiger mit zahlreichen Hotels und fancy Cafés wirkt, gibt es in SoHo mehr Shopping-Möglichkeiten, Restaurants, Bars und Clubs, insbesondere rund um den Plaza Serrano.

Besonders schön an Palermo sind außerdem die zahlreichen grünen Parks und auch die von Bäumen gesäumten Straßen vermitteln einen beruhigenden Vibe. Zusammengenommen werden die Parks Bosques de Palermo genannt. 

Recoleta

Wie schon erwähnt, ist auch das Viertel Recoleta eines unserer Lieblingsviertel, in dem man auch super wohnen kann. 

In Recoleta gibt es vor allem den bekannten Friedhof Cementerio de la Recoleta, der zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. 

Hier kann man prunkvolle Familiengrabstätten der reicheren Schicht von Buenos Aires besichtigen und vor allem das Grab von Eva Perón, der Schauspielerin, Frauenrechtlerin und Frau des ehemaligen Präsidenten von Argentinien, Juan Perón. 

Der Eintritt für den Park kostet umgerechnet ca. 10€ und ein Ticket bekommt man ganz einfach direkt vor Ort. 

Wer sich das Ticket sparen möchte, der kann den Blick von oben gratis von der Recoleta Einkaufs-Mall direkt nebenan genießen. 

Plaza de Mayo & Casa Rosada

Auch der Plaza de Mayo, der Hauptplatz der Stadt, mit seinen prunkvollen umliegenden Gebäuden, ist einen Besuch wert. 

Eines dieser Gebäude ist der Präsidentenpalast, Casa Rosada.

Gegenüber von Casa Rosada steht das kolonialzeitliche Rathaus und auch die Kathedrale und die Nationalbank finden sich hier heute noch. 

Vom Plaza de Mayo kann man außerdem in einer knappen halben Stunde auch noch weiter zum sehr sehenswerten Kongressgebäude, dem Congreso Nacional, spazieren. 

Hierbei kommt man auch beim Palacio Barolo vorbei.

Tagesausflug nach Colonia, Uruguay

Von Buenos Aires kann man, wenn man genug Zeit hat, auch noch einen Tagesausflug zu einer kleinen Kolonialstadt in Uruguay machen. 

Die Stadt heißt Colonia del Sacramento und ist mit der Fähre von BA aus in einer guten Stunde zu erreichen. 

Die Tickets für die Fährfahrt kann man online kaufen und muss dann nur für die Immigration-Formalitäten eine gute Stunde vor Abfahrt am Hafen sein. 

Auch Fahrten nach Montevideo sind verfügbar, lohnen sich aber aufgrund der längeren Fahrtzeit nicht so sehr für einen Tagestrip. 

In Colonia angekommen, kann man ganz entspannt durch die kolonialen Gassen wie die Calle de los Suspiros schlendern, in einem Restaurant am Wasser zu Mittag essen und dann nach ein paar Stunden wieder die Rückfahrt antreten. 

Wir fanden den Ausflug sehr nett, würden aber sagen, dass ein Aufenthalt von 4-5 Stunden vor Ort durchaus ausreichend ist. 

Food-Szene

Die Food-Szene in Buenos Aires ist wirklich außergewöhnlich. 

An einem klassischen und authentischen argentinischen Asado, einem Grill-Event, sollte man definitiv teilnehmen. 

In der Regel werden bei einem Asado unterschiedliche Fleischsorten und Gänge serviert. 

Wir haben bspw. ein hervorragendes (eher schickeres) 9-Gang Asado im Fogón Asado genossen, aber auch darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere sehr gute Grillrestaurants. 

Neben Asado findet man in Argentinien auch Parrilla, was ebenfalls gegrilltes Fleisch beinhaltet, nicht jedoch ein so aufwendiges Event ist, wie beim Asado. 

Auch Pizza ist in Argentinien und ganz besonders im italienisch angehauchten Buenos Aires sehr beliebt. Die argentinische Pizza ist dabei recht dick und mit viel Käse belegt. 

Als kleiner Zwischensnack eignen sich vor allem, wie in ganz Südamerika, Empanadas mit unterschiedlichen Füllungen.

Doch nicht nur leckeres Dinner findet man hier, auch die Frühstücks- und Kaffeebranche ist hier sehr ausgeprägt, mit vielen fancy Läden. 

Weiteres

Buenos Aires hat uns, wie schon erwähnt, neben den klassischen Highlights vor allem mit dem allgemeinen Vibe begeistert. Nicht umsonst nennt man BA auch la cuidad verde - die grüne Stadt und das Paris Südamerikas.

Aber auch kulturell hat die Stadt natürlich einiges zu bieten - mit Museen wie dem Museo Nacional de Bellas Artes, dem imposanten Kunstmuseum mit der größten Sammlung des Landes, unter anderem Werken von Picasso, in dem der Eintritt sogar kostenlos ist. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag geöffnet. 

Ein weiteres sehenswertes Kunstmuseum findet sich im Vorort von Buenos Aires - in Tigre. In diesen Vorort kann man eine Bootstour machen und dort die entspannte Atmosphäre im Tigre Flussdelta genießen. 

Wie schon erwähnt sind der Besuch einer Tango-Show oder eines Fußballspiels, entweder bei den Boca Juniors, bei River Plate oder einem kleineren Verein echte Highlights, die man wahrnehmen sollte, wenn man die Möglichkeit hat. 


Alternative Orte

Natürlich hat aber auch ein Land wie Argentinien noch deutlich mehr zu bieten als die Hauptstadt Buenos Aires und das südliche Patagonien, das wir diesmal besucht haben.

Diesmal leider nicht geschafft, haben wir zB. die Iguazu-Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien und Paraguay. Klassischerweise stehen diese bei einer vergleichbaren Reise als Zwischenstopp ebenfalls auf dem Programm. Wir haben uns diesmal dagegen entschieden, um die anderen Teile in dem begrenzten Zeitraum besser genießen zu können und weil wir insbesondere nach Brasilien ohnehin noch einmal reisen wollen und dann die beeindruckenden Wasserfälle mitten im Dschungel besuchen werden.

Auch der Norden des Landes bietet damit landschaftlich hoch spannende Gebiete und dazu gehört auch das Hochtal Quebrada de Humahuaca. Aber auch interessante und farbenfrohe Kolonialstädte, wie die Stadt Salta, lohnen hier einen Besuch.

Eine weitere Gegend, die wir anfangs als Option für ein paar Tage während unserer Reise in Betracht gezogen haben, ist die Region Mendoza. Hier steht der Weinanbau im Vordergrund und damit kann man entspannte Tage auf einer Weinplantage oder auf einer Ranch am Fuße der umliegenden Berge verbringen. 

Weitere größere Städte sind Rosario, die Geburtsstadt von Messi, und Cordoba, als zweitgrößte Stadt des Landes. 

Die Halbinsel Valdes im Osten des Landes bietet eine hohe Tier- und Artenvielfalt in schöner Natur. 


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft in Buenos Aires, Recoleta & Palermo

Nachdem wir bereits gegen 8 Uhr morgens am internationalen Flughafen EZE gelandet waren, fuhren wir direkt mit dem Uber zu unserer Unterkunft in Recoleta, den Casa Par Grand Suites, um unsere Koffer abzustellen. 

Anschließend spazierten wir durch die schönen grünen Straßen von Recoleta und verschafften uns einen ersten Eindruck. Mit einem Café vom Esmero Café spazierten wir in Richtung des Cementerio Recoletas und besichtigten die prunkvollen Grabstätten des Friedhofs. 

Von dort ging es weiter in Richtung Zentrum, wo wir zunächst bei einer Western Union Filiale etwas Bargeld abholten und uns dann den Obelisk von Buenos Aires und das Teatro Colon anschauten. Zum Mittagessen gönnten wir uns im Theaterviertel eine Pizza von Güerrin.

Gegen späten Nachmittag fuhren wir dann nach Palermo und machten einen Spaziergang in den schönen Parks, bevor wir den Tag mit einem Abendessen im Hierro Parrilla Palermo ausklingen ließen.

Zwischendurch: Patagonien

Der zweite Tag war dann in erster Linie wieder ein Reisetag. Bereits früh morgens flogen wir von Buenos Aires, vom zentraleren Flughafen AEP, nach El Calafate im Süden des Landes in Patagonien. 

Von El Calafate flogen wir dann auch wieder zurück nach Buenos Aires:

Tag 2: Flug nach Buenos Aires, San Telmo & Plaza Mayo

Schon früh am Morgen des zweiten Tages in Buenos Aires und nach einer Woche in Patagonien, fuhren wir dann zum Flughafen von El Calafate, wo wir unseren Mietwagen abgaben und zurück nach Buenos Aires flogen. 

Als wir hier ankamen und nachdem wir unser Gepäck dann in unser neues Hotel im Stadtteil Palermo gebracht hatten, ging es zum Frühstück ins Cuervo Café

Nach dem Frühstück fuhren wir in den Stadtteil San Telmo, wo am Sonntag immer ein großer und netter Markt stattfindet, den wir besuchten und wo wir anschließend in der Markthalle bei El Hornero Empanadas zum Mittagessen aßen. Von San Telmo schlenderten wir über den Markt bis zum Plaza Mayo und zur Casa Rosada und dann noch weiter zum Kongressgebäude und zum Buchladen El Anteneo Grand Splendid

Zum Abendessen gingen wir an diesem Tag zu Parrilla Pena

Tag 3: La Boca, Boca Juniors Stadion & Fogón Asado

Am nächsten Tag gab es für uns nur ein kleines Frühstück und einen Kaffee bei Zavalia Mini und gegen 11 Uhr fuhren wir zum Viertel La Boca, wo wir eine zweistündige Walking Tour gebucht hatten. 

Im Rahmen der Tour lernten wir Einiges über das Viertel und die Stadt Buenos Aires und sie endete am Stadion des berühmten argentinischen Clubs der Boca Juniors, sodass wir dieses, La Bombonera genannt, anschließend noch besichtigten. 

Diesen Tag beendeten wir mit einem weiteren Highlight - einem 9-Gänge Asado Event bei Fogón Asado

Tag 4: Tagesausflug nach Colonia del Sacramento, Uruguay

Dadurch dass wir durch unseren geänderten Plan ja einen Tag in Buenos Aires gewonnen hatten, nutzten wir diesen für einen Tagesausflug in die kleine Kolonialstadt Colonia del Sacramento in Uruguay

Hierfür kauften wir uns Tickets für die Fähre und machten uns morgens auf den Weg zum Hafen, von wo aus die Fährfahrt ca. eine gute Stunde dauerte. Man muss hier nur mindestens 60 Minuten vor Abfahrt bereits am Hafen eintreffen, um die Ein- und Ausreiseprozesse zu durchlaufen. 

Hier in Colonia spazierten wir einfach etwas durch die kleinen Gassen, insbesondere die Calle de los Suspiros und zum Mittagessen gab es einen leckeren Salat im Charco Bistró

Nachdem wir uns danach noch etwas die Piers und die Küste, sowie das Altstadtzentrum angeschaut hatten, setzten wir uns noch auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen in das Café Albertine, bevor es dann gegen Nachmittag wieder zurück nach Buenos Aires ging. 

Hier ging es dann zum Abendessen nochmal Steak essen im Don Julio

Tag 5: Puerto Madero, Puente de la Mujer & Belgrano

Dann stand auch schon unser letzter Tag in Buenos Aires an und wir starteten erstmal mit einem Frühstück im Tona Café

Danach nutzten wir den Vormittag etwas zum Bummeln und Souvenir Shopping, bevor wir gegen Mittag in Richtung des Hafenviertels Puerto Madero und zur Puente de la Mujer fuhren. 

Ein letztes Abendessen gab es an diesem Tag in der Amina Kitchen & Bar im Stadtteil Belgrano.

Tag 6: Flug nach Rio de Janeiro

Unsere Zeit in Argentinien war dann vorbei und wir flogen von Buenos Aires morgens direkt nach Rio de Janeiro in Brasilien. 


Wissenswertes

Anreise:

Nach Argentinien, zum internationalen Flughafen in Buenos Aires, gibt es von einigen europäischen Flughäfen (zB. Frankfurt) Direktflüge, welche allerdings mit über 14 Stunden nicht gerade kurz sind. Tatsächlich ist die Strecke Frankfurt-Buenos Aires die längste reguläre Lufthansa-Strecke. 

Sowohl von den Flughäfen Buenos Aires (EZE für internationale Langstreckenflüge und AEP für nationale/kürzere Flüge, bspw. nach Rio oder nach El Calafate) fährt man am besten mit dem Uber in die Stadt und zu seiner Unterkunft. 

Das ist verhältnismäßig günstig und unkompliziert. Mit großem Gepäck ist nur wichtig, dass man einen größeren Wagen XL/Luggage/Comfort auswählt.

Die Fahrtzeit variiert natürlich je nach Ziel/Ausgangsort, insbesondere der Flughafen AEP in Buenos Aires liegt aber sehr zentral. In jedem der Flughäfen sind die Uber Abholbereiche gut ausgeschildert. 

Die Distanzen sind hier insgesamt recht weit. Von Buenos Aires nach Rio fliegt man bspw. ca. 3 Stunden und nach Patagonien (El Calafate) sogar etwas länger als 3 Stunden. 

Für diese Inlands-/Zwischenflüge haben wir immer die Airline Aerolinas Argentinas gewählt, die alles in allem recht zuverlässig und verlässlich war. 

Fortbewegung vor Ort:

Buenos Aires

Zwar laufen wir grundsätzlich in Urlauben gerne viel und auch längere Strecken, ab und zu muss man dann aber doch mal auf ein anderes Fortbewegungsmittel zurückgreifen. Das einfachste, welches auch nicht wirklich teuer war, ist in Buenos Aires das Uber oder die argentinische Variante Cabify. Wir haben lediglich manchmal festgestellt, dass die Wartezeit etwas länger war, wenn man von bestimmten Orten zu anderen wollte. Bspw. vom Hafen Puerto Madero zur Rush Hour wollte uns erstmal ewig keiner mitnehmen. 

Das Bussystem ist zwar gut ausgebaut, aber nur wenige verfügen aktuell (Stand 2026) schon über die Möglichkeit mit der Karte per Tab zu bezahlen. Oft ist noch die SUBE-Card, eine Prepaid-Karte für öffentliche Verkehrsmittel erforderlich. Die SUBE Card ist an Kiosks oder Metrostationen erhältlich, wo man sie auch wieder aufladen kann. 

Wir sind tatsächlich 1-2 mal mit dem Bus gefahren, aber nicht mit der Metro. 

Sicherheit:

Sicherheit ist in diesen Ländern, wie allgemein in Südamerika, definitiv ein Thema. Jeder kennt gefühlt jemanden, der jemanden kennt, dem etwas passiert ist. 

Tatsächlich sind wir während der gesamten Reise in keine unangenehme Situation geraten, dennoch kann man schon auch Pech haben, vor allem dann, wenn man gesunden Menschenverstand außer Acht lässt. 

Buenos Aires: Hier gibt es solche und solche Viertel. Wir haben uns vor allem rund um die Viertel Palermo, Recoleta und San Telmo (tagsüber) aufgehalten, die einfach zu den sichersten Vierteln der Stadt gehören. Wie immer muss man hier auf vollen Fußgängerwegen und Märkten auf seine Taschen aufpassen, aber sonst hat man hier, vor allem tagsüber, recht wenig zu befürchten. In anderen Vierteln oder auch nachts in ruhigeren Straßen sollte man ein Uber nehmen, um nichts zu riskieren. 

Beste Reisezeit:

In Buenos Aires ist der Frühling (September-November) und Herbst (März-Mai) am beliebtesten. Besonders sehenswert sind die violett blühenden Jacaranda-Bäume im Frühling. Im Winter wird es selten richtig kalt und der Sommer bietet oft sehr heiße Temperaturen über 30°C und ist auch feuchter. 

Wir hatten uns bspw. für Februar-März entschieden, um vor allem in Patagonien möglichst stabile Wetterbedingungen zu haben und die heißen Temperaturen in Buenos Aires und Rio haben uns nicht gestört und geregnet hat es zum Glück so gut wie gar nicht. 

Gesundheit & Impfungen:

Hinsichtlich Impfungen sollte man sich vorab definitiv ärztlichen Rat einholen. Neben den Klassikern wie Hepatitis oder auch Tollwut, kann je nach genauem Reisziel (vor allem in Dschungel-Gebiete rund um Rio oder bei den Iguazu-Wasserfällen) ein Gelbfieberimpfung sinnvoll sein. Auch besteht hier das Risiko, sich mit dem Zika-Virus zu infizieren, was Risikogruppen entsprechend auch bedenken sollten. 

Wenn man doch einmal ärztlichen Rat/Behandlung braucht, dann gibt es grundsätzlich in den Großstädten eine gute ärztliche Versorgung und Apotheken. In Patagonien eher weniger, da findet man aber zumindest Apotheken. 

Sprache:

In Argentinien wird, wie auf einem Großteil des südamerikanischen Kontinents, Spanisch gesprochen. Etwas Grundvokabular schadet hier definitiv nicht, in Touristenregionen kommt man allerdings auch mit Englisch ganz gut zurecht. 

Währung und Zahlungsarten:

Argentinien:

Das Thema Geld und Währung ist in Argentinien dann doch nochmal etwas komplizierter. Das gilt deshalb, weil der Argentinische Peso als lokale Währung einer extrem hohen Inflation unterliegt. Der Wechselkurs ist deshalb sehr schwankend, was beim Abheben von Geld mit der Kreditkarte schon einmal zu größeren Verlusten führen kann. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat sich ein weiterer Wechselkurs, der so genannte Blue Dollar Kurs, gebildet, der für ausländische Touristen in der Regel deutlich besser ist. Es bieten sich einem deshalb zwei Möglichkeiten:
1. US-Dollar mitnehmen und auf dem Schwarzmarkt tauschen: Das klingt erstmal befremdlich, ist hier in Argentinien allerdings üblich und geduldet. Insbesondere auf der Calle Florida in Buenos Aires wird der Geldwechsel an jeder Ecke angeboten. 
2. Western Union nutzen: Das ist die zweite und für uns seriöser klingende Option und auch wir haben Western Union genutzt. Hierfür lädt man sich die Western Union App auf sein Smartphone und schickt sich Geld an den Standort in Argentinien. Hier kann man dann an jeden beliebigen Western Union Standort (in BA gibt es viele) gehen und das sich selbst geschickte Geld zu einem deutlich besseren als dem normalen Kurs abheben. Der gesamte Prozess in der App mit der Trackingnummer (MTCN) etc. ist recht selbsterklärend. Ein paar Schwierigkeiten bringt aber auch diese Option mit sich. Zum einen sind die Filialen relativ schnell out of Bargeld, sodass man möglichst früh morgens zur Filiale gehen sollte und zum anderen geht es bei kleineren Filialen in BA und vor allem in Patagonien nochmal schneller und dann ist kein Bargeld mehr vorhanden, welches ausgegeben werden könnte. Meine Empfehlung ist somit in BA, als größerer Stadt, direkt nach Ankunft möglichst vormittags und an einem etwas größeren Standort das Geld abzuheben und dabei den Reisepass zur Legitimierung nicht vergessen (andere Ausweisdokumente werden nicht akzeptiert). Wir waren bspw. bei dieser Filiale erfolgreich. Man fühlt sich dann schon etwas wie ein Drogendealer mit den dicken Geldbündeln, also am besten schnellstmöglich einen Teil in den Hoteltresor o.ä. bringen. Es ist außerdem empfehlenswert für Argentinien, insbesondere kleinere Läden oder in Patagonien, wenn mal das Internet für die Kartenzahlung fehlt, etwas Bargeld dabei zu haben. Im Nachhinein hat bei uns dann doch fast überall Kartenzahlung funktioniert. 

Hygiene:

Grundsätzlich ist die Hygiene in Argentinien recht gut. Natürlich muss man, wie immer an solchen Orten, etwas mit Eis oder Wasser aus der Leitung aufpassen, aber wir haben selbst das Leitungswasser zum Zähneputzen genutzt. 

Insbesondere bei Steaks muss man natürlich auf Qualität achten, wenn es nicht ganz durchgebraten ist, aber durch den Besuch guter Restaurants hat man hier im Grunde keine Probleme. 

Wir nehmen neuerdings immer vorbeugend täglich Perenterol und hatten keine größeren Verdauungsprobleme. 

Tickets:

In Buenos Aires haben wir folgende Tickets über getyourguide gekauft:

Insbesondere für das Asado sollte man mit etwas Vorlauf buchen. 

Für die Fährfahrt nach Colonia, Uruguay haben wir uns recht kurzfristig Tickets online gekauft.

Auch allgemein sollte man in den beliebten Restaurants am besten einige Tage im Voraus reservieren. Hierfür ist hin und wieder die Angabe der Kreditkartendaten erforderlich und bei Nichterscheinen muss man häufig eine Ausfallgebühr zahlen. 

Einreise & Visum:

Ein Visum haben wir während unserer Reise (Anfang 2026) für touristische Reisen unter 90 Tagen für keines der Länder benötigt. Hier sollte man aber immer die aktuellen Gegebenheiten checken. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Es gibt außerdem eine Sammelkarte für Südamerika, die alle Länder abdeckt, was sehr unkompliziert war.


Unterkunftsempfehlungen

In Buenos Aires gibt es viele gute Hotels zu ansprechenden Preisen. Viele wirken eher wie Lofts/Wohnungen, bieten deshalb zwar viel Privatsphäre, aber keine täglichen Zimmerreinigungen oder eine 24h besetzte Rezeption. Natürlich gibt es aber auch reguläre Hotels, wir empfehlen jedenfalls nach einer Unterkunft in den schönen und sicheren Stadtteilen Recoleta oder Palermo zu suchen:

  • Buenos Aires #1 - Casa Par Grand Suites: Gute & sichere Lage in Recoleta, geräumig, sauber & frühzeitiger Check In war möglich.
  • Buenos Aires #2 - We The People Palermo: Sehr gute Lage in Palermo Hollywood, Dachpool, kein Zimmerservice, aber Gepäckaufbewahrung.

Wir haben übrigens, da die Inlandsflüge nur kleineres Gepäck zugelassen haben, unsere großen Koffer schon direkt zum We The People gebracht und sind lediglich mit unseren großen Rucksäcken nach Patagonien gereist. Das war natürlich sehr praktisch. 


Essensempfehlungen

Das Essen in Argentinien ist wirklich ausgezeichnet - vor allem natürlich argentinisches Steak & Grillevents. Zwar findet man auch als Vegetarier hier immer mehr Auswahl, aber der Fleischkonsum ist hier definitiv nochmal ein Stück höher. Gerade in Buenos Aires gab es unglaublich viele gute und fancy Cafés, leckere und stylische Restaurants und Food Märkte. 

Typische Speisen:

Argentinien:

  • Asado: Ein argentinisches Grillevent, Asado, bietet in der Regel unterschiedliche Fleischsorten in hoher Qualität;
  • Empanadas: Südamerikanische Teigtaschen gefüllt mit unterschiedlichsten Inhalten;
  • Choripán: Eine Art argentinischer Hotdog, mit gegrillter Chroizo-Wurst im Brot;
  • Alfajores: Beliebte argentinische Nachspeise, Doppelkeks aus Mürbeteig mit süßer Füllung; 
  • Milanesa: Die argentinische Version des Wiener Schnitzels, dünne panierte Scheibe aus Kalbs-/Hühnerfleisch;
  • Dulce de Leche: Beliebte Karamellcreme aus Milch und Zucker, die in verschiedenem Gebäck oder als Pudding gegessen wird;
  • Mate: Der koffeinhaltige Tee ist auch in Europa heutzutage beliebt, wird in Argentinien aus Tasse mit Metallstrohhalm getrunken;
  • In den Bergregionen gibt es außerdem noch verschiedene Gerichte aus Kartoffeln, Mais und auch Eintöpfe.

Restaurant-Tipps:

Buenos Aires:

  • Fogón Asado: Ein tolles Erlebnis - 9 Gänge Grillmenü mit hervorragender Fleischqualität & Wein;
  • Hierro Parrilla Palermo: Überragendes Steak und auch die Chorizo als Vorspeise ist ein Must;
  • Amina Kitchen & Bar: Sehr schönes Ambiente, gute Drinks und kleinere Speisen zum Teilen;
  • Güerrin: Traditionslokal für argentinische Pizza, cooles Ambiente, leckere Pizza;
  • Don Julio: Noch ein gutes Steakhouse, Preise etwas gehobener;
  • Osteria Fantástico: Nettes Ambiente, leckere Speisen (Milanesas) und guter Wein;
  • Außerdem gibt es gute Mittagssnacks auf dem San Telmo Market, bspw. das Choripán von Hierro oder die Empanadas von El Hornero

Café-Tipps:

Wie schon erwähnt war die Kaffee-Szene vor allem in Buenos Aires ausgesprochen gut. Die besten Empfehlungen für Kaffee & Frühstück liste ich euch hier auf:

Buenos Aires: 


Fotoeindrücke


Die ganze Reise hat uns sehr begeistert und wir würden sie definitiv jedem empfehlen. 

Buenos Aires ist eine sehr unterschätzte Stadt und wir haben uns ehrlich gesagt gewundert, dass sie nicht mehr gehyped ist. Wir haben uns mehrmals sogar gesagt, hier könnten wir uns auch vorstellen, zu wohnen. 

Ich denke wir können mit Sicherheit sagen, dass wir nach Buenos Aires nochmal wiederkommen werden.

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