Osaka - die drittgrößte Stadt Japans unterscheidet sich grundlegend von anderen japanischen Großstädten wie Kyoto oder Tokyo. Osaka ist nicht so historisch geprägt wie Kyoto und nicht so strukturiert und aufgeräumt wie Tokyo, dafür ist die Hafenstadt eines der wichtigsten Handelszentren der Stadt, ein internationaler Business Hub und bietet ein großartiges und lebendiges Nightlife.
Osaka verfügt über einen großen internationalen Flughafen und kann von Europa aus direkt angeflogen werden. Damit eignet sich die Stadt auch als Start- oder Endpunkt im Rahmen einer Japan-Rundreise oder auch als Zwischenstopp bei einem Trip nach Asien allgemein.
Quick Facts
Hafenstadt
Osaka als Hafenstadt ist eines der wichtigsten Handelszentren des Landes und einige international Großunternehmen sind hier beheimatet.
Streetfood
Die Stadt ist außerdem eine richtige Streetfood-Hochburg und insbesondere in den Viertel Dotonbori und Shinsekai kann man sich hier richtig durchprobieren.
Osaka Castle
Natürlich hat Osaka aber auch kulturell etwas zu bieten, unter anderem mit dem Osaka Castle eine der größten und bedeutendsten Burgen des Landes.
Im Laufe dieses Journals gebe ich euch hilfreiche Informationen zu folgenden Themen:
Wir haben Osaka im Rahmen unserer Japan-Rundreise im April/Mai 2024 besucht.
Meinen PDF Guide für unterwegs, findest du am Ende der Seite.
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Sehenswertes
Burg von Osaka
Unser erstes Highlight ist die Burg von Osaka. Als eine der größten Burgen des Landes, ist sie eine beeindruckende Erscheinung.
Bekannt ist sie insbesondere durch ihre bedeutende Rolle bei der Vereinigung Japans im 16. Jahrhundert und sie galt damals als uneinnehmbar.
Heute bietet die Burg ein Museum auf mehreren Etagen und eine Aussichtsplattform in der Burgspitze, von der aus man einen großartigen 360° Blick über Osaka hat.
Umgeben ist die Burg von einem schönen Garten und das Gelände wird von einer Mauer und einem Graben geschützt.
Der Nishinomaru-Garten ist zu jeder Zeit, ganz besonders natürlich bei blühender Kirschblüte, einen Besuch wert. Hier findet sich auch ein Teehaus.
Auch wenn viele Touristen in das nahegelegene Himeji fahren, um die noch bekanntere Himeji-Burg zu besichtigen, können wir einen Besuch der Osaka-Burg ebenfalls empfehlen, vor allem wenn einem, so wie uns, nicht genug Zeit für einen Ausflug nach Himeji bleibt.
Insbesondere der Blick von der Aufsichtsplattform oben in der Burg, hat uns sehr gut gefallen.
Wie viele historische Gebäude, wurde auch die Osaka-Burg zwischenzeitlich teilweise niedergebrannt und wieder aufgebaut.
Ein beliebter Fotospot ist der kleine Japanische Garten auf dem Gelände. Zu diesem gelangt man, wenn man das Gelände über das Otemon Gate betritt und sich dann nach ein paar Metern links hält.
Namba Yasaka Schrein
Auch wer Osaka gegen Ende seiner Reise besucht und zwangsläufig schon einige Schreine gesehen hat, den erwartet mit dem Namba Yasaka Schrein noch einmal etwas ganz anderes.
Das Besondere an diesem Shintō-Schrein ist die gut 10 Meter hohe und ebenso breite Löwenkopf-Bühne mit aufgerissenem Maul.
Der Schrein befindet sich zentral im Namba-Viertel.
Wann der Schrein genau gebaut wurde, ist nicht bekannt. 1945 wurde er allerdings während der Luftangriffe auf Osaka niedergebrannt.
1974 wurde der Schrein dann in seiner jetzt bestehenden Form fertiggestellt und ist somit deutlich jünger als die meisten anderen Schreine Japans.
Das Namba-Viertel bildet das Zentrum Osakas und unterteilt sich in mehrere Teilviertel - zu denen bspw. das Einkaufsviertel Shinsaibashi oder auch das Unterhaltungsviertel Dotonbori zählen.
Ein Besuch des Schreins lässt sich demnach super mit einem Besuch der umliegenden Viertel verbinden.
Dotonbori
Wie schon angeschnitten, ist Dotonbori ein Unterhaltungsviertel inmitten von Osakas Zentrum. Ein Besuch hier ist absolut empfehlenswert. Bekannt ist das Viertel für seine quirligen und bunten Straßen mit zahlreichen Leuchtreklamen.
Außerdem finden sich hier viele ausgezeichnete Restaurants, insbesondere Izakaya-Restaurants und Snackstände mit Street Food.
Wir haben hier beispielsweise in einem leckeren Wagyu-Restaurant gegessen oder auch an einem Stand Takoyaki - eine Spezialität der Küche von Osaka - probiert.
Takoyaki sind gegrillte Teigbällchen gefüllt mit Oktopus.
Als Nachtisch gab es dann den berühmten Fluffy Cheesecake von Rikuro`s.
Durch das Viertel verläuft auch ein Fluss, an dessen Promenade man super spazieren gehen kann. Hier fällt einem dann auch unweigerlich der Running Glico Man auf einer großen Tafel auf Höhe der Ebisu-Brücke auf, der ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Glico ist in Japan ein bekannter Süßwarenhersteller.
In Dotonbori findet sich außerdem noch das Don Quijote Riesenrad im Don Quijote Kaufhaus. Das Kaufhaus gibt es in jeder Stadt mehrmals und ist aufgrund seiner großen Auswahl auch selbst einen Besuch wert.
Von oben aus der Riesenradkapsel hat man einen klasse Blick auf den Kanal und die umliegenden Straßen.
Shinsekai
Auch das Shinsekai-Viertel ist ein sehenswerter Stadtteil Osakas. Hier finden sich entlang der Yokocho Straße ebenfalls große Retro-Schilder und zahlreiche Restaurants und Bars. Insbesondere abends ist das verrückte und lebendige Viertel einen Besuch wert.
Besonders viel los ist hier an den Wochenend-Tagen.
Ein Highlight des Viertels ist der am Ende der Yokocho Straße stehende Tsutsutenkaku-Turm, der etwas Ähnlichkeit mit dem Eifeltum hat und abends beleuchtet wird.
Im fünften Stock des Turms gibt es ebenfalls eine Aussichtsplattform mit einem guten Blick über die Stadt.
Das Viertel enthält neben einem großen Spiele-Center auch ein Theater. Das bekannte Restaurant für Kugelfisch-Spezialitäten ist aufgrund des riesigen Kugelfischs an der Fassade nicht zu übersehen.
Der Name des Vergnügungsviertels "Shinsekai" bedeutet übersetzt "Neue Welt" und der Name ist hier eigentlich nicht wirklich Programm. Das Viertel ist insbesondere durch seinen Retro-Charme bekannt und lockt hiermit zahlreiche Touristen täglich.
Entstanden ist das Viertel auf dem alten Expo-Gelände von 1903 und kann vom Stadtzentrum bequem mit der Bahn erreicht werden.
Shitennoji-Tempel
Aber auch Osaka hat klassische traditionelle Tempel zu bieten. Einer davon ist bspw. der Shitennoji-Tempel.
Dieser Tempel ist einer der ältesten buddhistischen Tempel Japans und befindet sich, wie man dem Namen schon entnehmen kann, im Viertel Tennoji.
Auch das Gelände des Shitennoji-Tempels wurde im Laufe der Jahre mehrfach durch Feuer beschädigt und anschließend wieder aufgebaut.
Besonders sehenswert sind hier die Haupthalle und die fünfstöckige Pagode.
Am Eingang zum inneren Teil des Tempelgeländes steht die Statue zweier Tempelwächter und auf dem Gelände finden sich auch mehrere Gärten und ein Museum.
Für weniger als 2€ Eintritt kann man den inneren Teil des Geländes betreten. Hier kann man auch eine Wendeltreppe entlang in die Spitze der Pagode gehen. Wir mussten allerdings feststellen, dass der Aufstieg nicht sonderlich lohnenswert ist, da man von oben nicht wirklich eine Aussicht hatte. Von außen war die Pagode aber dennoch sehenswert.
Weiteres
Weitere sehenswerte Gebäude Osakas sind außerdem das Umeda Sky Building und das Abeno Harukas Hochhaus.
Ein weiteres lohnendes Viertel - insbesondere für Vintage-Läden und trendige Cafés - ist das Viertel Amerikamura. Einen tollen Mix aus grüner Parkanlage und Kunst bietet der Osaka Expo Commemorative Park. Neben dem Shitennoji-Tempel lohnt auch ein Besuch des traditionellen Sumiyoshi Taisha Schreins.
Auch der Kuromon Markt ist einen Besuch wert und insbesondere für Familien eignet sich ein Besuch des Osaka Aquariums, des Zoos oder des Universal Studios Japan. Auch der teamLab Botanical Garden von Osaka lockt täglich zahlreiche Besucher an.
Tagesplanung
Die Routenplanung von oben im Detail, zeige ich hier:
Wissenswertes
Hier stelle ich euch einige nützliche Informationen zusammen, die für deine Vorbereitung einer Japan-Reise relevant sind:
Unterkunftsempfehlungen
Wo kann und wo sollte man auf seiner Japan-Reise übernachten? Auch das ist eine Frage, die man sich im Laufe seiner Reiseplanung irgendwann zwangsläufig stellen muss. Ich suche meist über booking.com nach Unterkünften. Wenn ich dann eine Unterkunft gefunden habe, schaue ich auf trivago noch einmal, ob das Hotel auf einer anderen Seite günstiger zur Verfügung steht. In der Regel ist der Preis bei booking.com aber mit meinem Genius-Rabatt (diesen erhält man bei einer bestimmten Anzahl durchgeführter Buchungen) schon der beste.
Da ich hier keine Empfehlungen von Hotels aussprechen möchte, die ich selber nicht getestet habe, konzentriere ich mich jeweils auf die von uns gewählten Unterkünfte und die Frage, ob ich diese wieder aufsuchen würde und dementsprechend empfehlen kann.
- Osaka - 3 Nächte: Hotel Resol Trinity Osaka - Die Unterkunft gefiel uns sehr gut. Auch hier gab es einen schönen Onsen. Die Zimmer waren hier von allen Hotels wohl die besten, da man etwas mehr Platz hatte. In der Regel sind die Zimmer in japanischen Hotels derart klein, dass man kaum seine Koffer aufbekommt.
Essensempfehlungen
Das Essen selbst ist noch ein weiteres Highlight Japans und viele freuen sich auf ihre Japan-Reise hauptsächlich allein schon wegen der dort typischen Speisen.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass uns das Essen hier sehr oft sehr gut gefallen hat. Natürlich muss man hier aber auch ein bisschen offen sein, um auch mal etwas neues auszuprobieren. Uns ist aufgefallen, dass die Gerichte sehr oft aus einer Reis/Nudelbeilage mit Fleisch/Fisch bestanden. Gemüse gab es selten frisch, sondern wenn, dann oft frittiert. Wir haben uns deshalb nach dem Urlaub ganz besonders auf einen frischen Salat gefreut.
Fotoeindrücke
Fazit
Wenn man mich jetzt fragt, ob ich eine Reise nach Japan empfehlen würde, würde ich wie folgt antworten:
Jemandem, der noch nie in Japan war, würde ich es definitiv empfehlen. Wenn jemand allerdings schonmal dort war, könnte es ihm so gehen, wie mir, dass ich nicht direkt wieder hin muss.
Osaka ist quirlig, aufregend und bietet einige Highlights. Die Stadt bringt eine ganz andere Seite Japans zum Vorschein und so würde ich definitiv empfehlen, im Rahmen eine Japanreise auch Osaka zu besuchen. Wenn man sich entscheiden müsste, würde ich aber Tokyo und Kyoto wohl vorziehen.
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