3 Tage - Washington DC (Städtetrip)

Washington DC - die Hauptstadt der USA hat entsprechend natürlich vor allem kulturell und politisch einige Highlights zu bieten. 

Vielleicht aufgrund der Nähe zur noch schillernderen Metropole New York City an der Ostküste der USA steht Washington DC bei vielen Touristen gar nicht so weit oben auf der Liste - ein Trip lohnt sich aber definitiv. 

Vor allem im Sommer bietet die Stadt zahlreiche Grünflächen und Parks neben den Museen und Memorials und viele Einheimische schwärmen vor allem deshalb über ihre Stadt.

Wir haben Washington für ein paar Tage während eines unserer New York Trips besucht. 

Quick Facts

Hauptstadt

Washington DC ist Regierungssitz und seit 1800 die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Das DC steht für District of Columbia - der Bundesstaat in dem die Stadt liegt. 

Politischer Hotspot

Kaum eine Stadt spielt eine derart wichtige Rolle in der amerikanischen Geschichte wie DC. Weltpolitische Entscheidungsprozesse kann man hier hautnah erleben. 

Museen und Denkmäler

Man findet hier nicht nur weltberühmte Museen, sondern auch imposante Denkmäler historisch bedeutender Persönlichkeiten umgeben von grünen Parkanlagen. 

Im Folgenden gebe ich euch deshalb hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlung
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Unseren Trip nach Washington DC haben wir im Dezember 2025 unternommen.

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Sehenswertes

Weißes Haus

Das erste Highlight ist der Amts- und Regierungssitz des aktuellen Präsidenten der Vereinigten Staaten - das Weiße Haus

Bei dem Gebäude in der Pennsylvania Avenue 1600 im neoklassizistischen Stil ist bereits aus einiger Entfernung durch den umliegenden Zaun ein eindrucksvoller Anblick. 

Der Grundstein für das Gebäude wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts gelegt und seither bewohnt der amtierende Präsident das Haus mit seiner Familie, während im Westflügel der Stab des Präsidenten arbeitet. Hier im Westflügel befindet sich auch das Arbeitszimmer des Präsidenten - das Oval Office - welches man aus zahlreichen Filmen und Serien kennt. 

Eine Führung durch das Weiße Haus kann bei der jeweiligen Botschaft des Herkunftslandes in Washington DC gebucht werden und ist kostenlos. Amerikaner schicken eine Anfrage an den jeweiligen Kongressabgeordneten. 

Die Touren dauern in der Regel 45 Minuten und beinhalten im Sommer auch einen Spaziergang durch den Garten des Weißen Hauses. 

Ein Besuch und zumindest der Blick von außen sollte bei einem Besuch Washingtons definitiv nicht fehlen. 

Kapitol 

Auch das Kapitol zählt natürlich zu den Highlights der Stadt, die bei einem Besuch nicht fehlen dürfen. 

Ähnlich wie beim Weißen Haus beeindruckt das schneeweiße, klassizistische Gebäude mit riesigen Säulen bereits von außen. Besonders markant ist vor allem die prächtige Kuppel. 

Doch auch von innen ist das Gebäude sehr sehenswert und als Sitz des Kongresses hat es auch politisch eine herausragende Bedeutung. Regelmäßig werden hier entsprechend Sitzungen des Senats abgehalten. 

Erbaut wurde das Gebäude bereits Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts und in den folgenden Jahren regelmäßig erweitert. 

Heute kann man auch an Führungen durch das Kapitol teilnehmen, welche ungefähr alle 10 Minuten stattfinden und bei welchen man die Rotrunde, die Krypta und die National Statuary Hall besichtigen kann. 

Auch die Führungen durch das Kapitol sind kostenlos und entweder man kommt spontan und stellt sich in die Warteschlange oder bucht eine geführte Tour kostenpflichtig vorab online. 

In näherer Umgebung findet man auch den Supreme Court und die Library of Congress, übrigens die größte Bibliothek der Welt, die teilweise bei einer geführten Tour ebenfalls inkludiert ist. 

Washington Monument

Es ist sicherlich DAS Wahrzeichen der Stadt - das markante Washington Monument.

Seinen Namen verdankt das Monument George Washington (1732-1799), dem Gründer und ersten Präsidenten der USA.

Errichtet wurde das Monument, ein 170m hoher Obelisk auf einem Hügel und von hier oben hat man einen tollen Blick über die gesamte National Mall, das Kapitol und sogar bis hin zum Weißen Haus. 

Auch der Obelisk wurde aus weißem Marmor gefertigt, was für Bauwerke in der Hauptstadt üblich ist, und ursprünglich war zusätzlich noch ein weißer Tempel geplant, der aber aufgrund zu hoher Kosten nie gebaut wurde. 

Um auf die Aussichtsplattform im oberen des Turms zu gelangen, kann man entweder die 900 Stufen hinaufsteigen oder komfortabel mit dem Aufzug hinauf fahren. 

Tickets für das Monument sind grundsätzlich kostenlos, wer sich allerdings die Warteschlange sparen möchte, der kann wiederum auch an einer geführten Tour teilnehmen. 

Lincoln, Jefferson & Martin Luther King Memorials

Das Lincoln Memorial zählt ebenfalls zu den Highlights, die man in Washington nicht verpassen sollte. 

Es wurde vom Architekten Henry Bacon geplant und steht heute am westlichen Ende der Mall.

Das Memorial besteht dabei aus einem Parthenon in griechischem Stil in dessen Haupthalle eine riesige Statue von Abraham Lincoln auf einem Stuhl zu finden ist. Die Statue des Bildhauers Daniel Chester French besteht wiederum aus weißem Marmor und ist über 6 Meter hoch. 

Lincoln selbst spielte eine bedeutende Rolle in der amerikanischen Geschichte und mit seiner Wahl im Jahr 1861 wurde der Sezessionskrieg zwischen den Nord- und Südstaaten in den USA ausgelöst. 

Aber auch das Jefferson Memorial ist ein beeindruckender Anblick. Es besteht aus einem weiß marmorierten Kuppelbau, der wiederum dem römischen Pantheon nachempfunden und erst Mitte des 20. Jahrhunderts fertiggestellt wurde. 

Auch Thomas Jefferson (1743-1826) spielte als dritter Präsident und Verfasser der Unabhängigkeitserklärung eine wichtige Rolle in der amerikanischen Historie. 

Etwas neuer als die anderen beiden ist außerdem das von der 10m hohen Statue geprägte Martin Luther King Memorial

Bei einem Spaziergang am Tidal Basin kann man einen Besuch der Monumente miteinander gut verknüpfen. 

National Mall

Die National Mall verbindet die oben genannten Sehenswürdigkeiten miteinander. 

Es handelt sich dabei um eine lange Flanierstrecke, bei der zu beiden Seiten einige der bekanntesten und beliebtesten Museen der Stadt und des ganzen Landes stehen. 

Finanziert wurde der Bau vom britischen Mineralogen und Chemiker - James Smithson, weshalb die Museen auch Smithsonian-Museen genannt werden. 

Zu ihnen zählt das Smithsonian National Museum of Natural History, die National Gallery of Art, das National Museum of American Indian oder inzwischen auch das National Museum of African American History and Culture

Zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial kann man außerdem das World War II Memorial besuchen, bei dem an die Opfer des 2. Weltkrieges gedacht wird. 

Ansonsten bietet die Mall ausgezeichnete Spaziermöglichkeiten und Freizeitaktivitäten auf den grünen Wiesen. Auch das Feuerwerk am Nationalfeiertag findet bspw. hier statt. 

Um das weitläufige Gebiet zu erkunden kann sich auch das Anmieten eines Leih-Fahrrades anbieten. 

Georgetown

Eines der beliebtesten Viertel der Stadt und zeitgleich auch das älteste ist das Viertel Georgetown. 

Der historische Stadtteil zählt heutzutage auch zu den teuersten und einige prominente Persönlichkeiten leben hier. 

Besonders für Shoppingfreunde lohnt sich ein Besuch des Viertels und so findet man hier insbesondere in den Haupteinkaufsstraßen rund um die M Street und die Wisconsin Ave alles was das Herz begehrt. 

Wenn man dann eine Pause vom Shopping braucht - dann kann man sich einen Snack beim berühmten Georgetown Cupcakes Café holen. 

Das älteste Haus der Stadt - The Old Stone House und die schlossartige Georgetown University sind ebenfalls einen Besuch wert. 

Am Washington Harbour findet man viele coole Restaurants und Bars und der Waterfront Park, sowie die C&O Canals laden zu ausgiebigen Spaziergängen ein. 

Weiteres

Die oben aufgeführten Highlights sind sicherlich die bekanntesten, wenn man allerdings noch etwas mehr Zeit mitgebracht hat, dann bietet die amerikanische Hauptstadt noch einiges mehr.  

Auch außerhalb der Mall gibt es bspw. noch weitere interessante Museen wie das National Museum of Air and Space oder das Spy Museum. Auch der Nationalfriedhof Arlington, auf dem gefallene Soldaten beigesetzt wurden ist einen Besuch wert.  

Ein weiteres Viertel, das neben Georgetown einen Besuch wert ist, ist das Szeneviertel Shaw, welches insbesondere rund um die U-Street das Herz der afroamerikanischen Bevölkerung Washingtons bildet. 

Der riesige Botanische Garten lohnt genauso einen Besuch wie der National Zoo. Der Eintritt zum ältesten Zoo der USA ist ebenfalls frei. 

Für Streetfood-Begeisterte sollte ein Besuch des Eastern Markets auf dem Capitol Hill definitiv auf dem Programm stehen, wenn man an einem Sonntag in der Stadt ist. 

 


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft, Weißes Haus & Georgetown

Wir kamen gegen mittags mit dem Zug von New York City an und besuchten nach der Ankunft zunächst das Weiße Haus

Anschließend gönnten wir uns einen Cupcake bei Georgetown Cupcakes und schlenderten dann ein wenig durch das Viertel

Zum Abendessen ging es dann zu Grazie Nonna.

Tag 2: Kapitol, Mall & Monuments

Am zweiten Tag frühstückten wir morgens bei Call Your Mother Deli Bagels. 

Anschließend liehen wir uns für den Tag ein Fahrrad und radelten als allererstes zum Kapitol. Hier nahmen wir auch an einer Führung teil. 

Von hier radelten wir entspannt die gesamte Mall an allen berühmten Museen entlang. 

Wir besichtigten das Washington Monument, das Lincoln, Jefferson & Martin Luther King Memorial, das World War II Memorial und den Arlington Friedhof

Zum Abendessen gingen wir an dem Tag ins Seven Reasons.

Tag 3: National History Museum & Abreise

Dann war auch schon der letzte Tag unseres Kurztrips nach Washington angebrochen und wir frühstückten ganz entspannt bei maman

Anschließend suchten wir uns noch ein Museum aus, das wir besuchen wollten und entschieden uns für das Spy Museum.

Nach einem Mittagssnack bei YELLOW ging es dann für uns zum Bahnhof und zurück nach New York City


Wissenswertes

Anreise:

Auch nach Washington DC. gibt es von vielen europäischen Flughäfen natürlich Direktflüge, aber auch mit dem Zug oder Bus kommt man von den umliegenden Großstädten in die Hauptstadt, genauso natürlich mit dem Mietwagen bei einer Rundreise. 

Der Amtrak Zug von NYC braucht bspw. ca. 3,5 Stunden, der Bus eine Stunde länger.

Fortbewegung vor Ort:

In Washington ist das Bus und Metro-Netz sehr gut ausgebaut. Die größten Highlights der Stadt sind außerdem fußläufig erreichbar und nicht weit voneinander entfernt. 
Auch ein Fahrrad zu mieten kann sich in Washington lohnen. 

Sicherheit:

Washington DC. ist grundsätzlich sehr sicher, was auch an der hohen Polizeipräsenz liegt, die aufgrund des politischen Hotspots und der vielen wichtigen Persönlichkeiten hier vorhanden ist. 

Beste Reisezeit:

Die beste Reisezeit für Washington DC. ist der Sommer. Auch der Frühling zur Kirschblütenzeit oder der Herbst mit bunt gefärbten Blättern an den Bäumen lohnt sich - hier kann es aber jeweils auch noch kältere Tage geben. 

Sprache & Währung:

Gesprochen wird in den USA Englisch und die Währung ist der US-Dollar, der mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber ungefähr einen ähnlichen Wert hat, als ein europäischer Euro.

Tickets:

Das tolle an Washington DC. ist, dass der Eintritt zu den meisten Attraktionen umsonst ist. Hier muss man lediglich ein paar Minuten in der Warteschlange gelegentlich einplanen. Wer das nicht möchte, der kann auch kostenpflichtige geführte Touren buchen. 

 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Einreise & Visum:

Für eine touristische Einreise in die USA ist eine Anmeldung (ESTA) erforderlich.

Die Bearbeitung dauert ca. 72 Stunden, sodass man spätestens ungefähr eine Woche vorher den Antrag online stellen sollte. Der Antrag kostet ca. 21€ und mit ausgestelltem ESTA darf man in einer Spanne von 2 Jahren mehrmals bis zu 90 Tage am Stück im Land verbringen.


Unterkunftsempfehlungen

Wir haben tatsächlich bei unserem Trip nach Washington DC bei Freunden übernachtet, aber wie in jeder amerikanischen Großstadt gibt es hier gute Airbnbs und Hotels, bspw. das Arlo Washington DC oder das citizenM Washington DC Georgetown


Essensempfehlungen

Typische Speisen

In Washington gibt es natürlich zum einen die klassischen amerikanischen Gerichte, aber auch eine gut ausgeprägte internationale Küche. Ein paar lokale Spezialitäten gibt es aber auch hier:

  • Half-Smoke: Hot Dog mit scharfer Wurst, Zwiebeln, Senf & Chili;
  • Mumbo-Sauce: Eine süß-würzige Soße, die zu Pommes oder Hähnchen serviert wird;
  • Pupusas: Gefüllte Maisfladen, gefüllt mit Bohnen, Käse & Fleisch;
  • Blue Carbs & Austern: Die Nähe zum Atlantik macht sich auch in Washington bemerkbar;
  • Senate Bean Soup: Traditionelle Bohnensuppe mit Schinken, die es auch im Senat gibt. 

Cafés:

Restaurants:


Fotoeindrücke


Washington DC ist aufgrund seiner historischen und kulturellen Highlights eine Stadt, die man definitiv mal besucht haben sollte. Wir waren damals im tiefsten Winter dort, ich würde aber gerne nochmal zu einer wärmeren Jahreszeit wiederkommen, allerdings steht es auch nicht ganz oben auf der Liste, Washington ein 2. mal zu besuchen. 

 

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