3 Tage - Xi´an (Städtetrip)

Xi`an - die erste Hauptstadt des Kaiserreichs China, sollte als Zwischenstopp während einer China-Rundreise definitiv nicht fehlen. Sie bietet kulturell und kulinarisch einige Highlights und die berühmte Terrakottaarmee ganz in der Nähe. 

Als ehemaliger Startpunkt der Seidenstraße bietet die Stadt einen guten Mix unterschiedlicher Kulturen - was beispielsweise im Muslimischen Viertel deutlich wird. 

Xi`an steht bei Vielen gar nicht wirklich auf der Liste, ein Stopp von ein paar Tagen lohnt sich aber definitiv und von Peking aus erreicht man Xi`an auch bequem mit dem Zug. 

Quick Facts

Seidenstraße

Die Seidenstraße war eine wichtige Handelsroute, die den Handel Chinas mit europäischen und afrikanischen Ländern fördern sollte, sie startete in Xi`an. 

Erste Hauptstadt

Unter der Qin-Dynastie wurde die Stadt von Kaiser Qin Shihuangdi vor über 200 Jahren v. Chr. zur ersten Hauptstadt des chinesischen Kaiserreiches erwählt. 

Terrakottaarmee

Die Terrakottaarmee ist ein bemerkenswerter Anblick und liegt nur eine halbe Stunde außerhalb der Stadt - sie wurde erst 1974 von Bauern wiederentdeckt. 

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Wir haben Xi`an während unserer China-Rundreise Ende September/Oktober 2025 besucht.

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.

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Sehenswertes


Terrakotta-Armee

Die sicherlich bekannteste Sehenswürdigkeit Xi`Ans ist die Terrakotta-Armee, auch bekannt als das Mausoleum Qin Shihuangdis

Bei dem Mausoleum handelt es sich um eine bereits im 3. Jahrhundert errichtete Grabanlage, in der der erste Kaiser Chinas beigesetzt wurde. 

Besonders sehenswert sind heute die mehr oder weniger maßstabsgetreuen Soldatenfiguren, die sogenannte Terrakotta-Armee. 

An der Errichtung der riesigen Anlage sollen Mutmaßungen zufolge mehr als 700.000 Menschen beteiligt gewesen sein. Wiederentdeckt wurde die Terrakotta-Armee tatsächlich erst 1974 beim Graben eines Brunnenschachts durch lokale Bauern. 

Die hier heutzutage zu bestaunende Garnison besteht aus Kriegern unterschiedlicher Gattungen und Dienstgrade, was anhand der Kleidung und der Armhaltung erkennbar ist. Selbst Pferde und Reiter sind unter den Terrakottakriegern.

Eine weitere Halle auf dem Gelände beherbergt zwei bronzene Pferdegespanne mit Kutschen, die einige Jahre später bei den Ausgrabungen gefunden wurden. Die Bergung und Restaurierung der Krieger läuft auch heute noch auf Hochtouren, genauso wie die Erforschung der Hintergründe. 

Zweck der damaligen Errichtung der Armee soll der Schutz des ehemaligen Kaisers auch im Jenseits gewesen sein.

Am besten fährt man hierhin einfach mit dem Didi und Tickets gibt über die üblichen Plattformen.

Drum & Bell Tower

Einen Trommel- und Glockenturm (Drum & Bell Tower) findet man nahezu in jeder größeren chinesischen Stadt. 

Sie stammen aus der frühen Ming-Dynastie.

Der Drum Tower wurde 1380 erbaut, der Bell Tower 4 Jahre später. Beide dienten früher der Zeitmessung und als Signalanlagen – morgens erklang die Glocke, abends wurden die Trommeln geschlagen.

Der Bell Tower steht heute im historischen Stadtzentrum, der Drum Tower ein paar Gehminuten entfernt in Richtung des Muslimischen Viertels

Beide Türme kann man von innen besichtigen und dabei Ausstellungen zur Geschichte des Turmes besuchen. Nach Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch besonders, wenn die Gebäude beleuchtet sind und regelmäßig Trommelvorführungen im Drum Tower stattfinden.

Stadtmauer von Xi`an

Die Stadtmauer von Xi’an zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbefestigungen der Welt und ist außerdem die längste zusammenhängende Stadtmauer Chinas.

Die heutige Mauer wurde Mitte des 14. Jahrhunderts während der Ming-Dynastie  errichtet und ist rund 13 Kilometer lang.

Man kann die Mauer entweder zu Fuß erkundigen oder sich oben ein Fahrrad leihen und auf der 15 Meter breiten Mauer entlangfahren. 

Von der Mauer hat man einen tollen Blick hinab auf die Stadt und ein Besuch am späten Nachmittag/frühen Abend lohnt sich ganz besonders, wenn die Mauer in orangenes Licht getaucht wird. 

Zugänge findet man an mehreren Stellen, am beliebtesten ist jedoch das Südtor (Yongning Gate). 

Wildgans Pagoden

Die Große und die Kleine Wildgans-Pagode zählen zu den bedeutendsten buddhistischen Bauwerken der Stadt.

Während die Große Wildgans-Pagode bereits im Jahr 652 errichtet wurde, um buddhistische Schriften aufzubewahren, die der Mönch Xuanzang von seiner Reise nach Indien mitgebracht hatte, entstand die  Kleine Wildgans-Pagode ca. 50 Jahre später.

Beide Pagoden zählen heute zum UNESCO-Welterbe.

Die Große Pagode steht etwas weiter außerhalb der Stadtmauern und bietet eine grüne umliegende Parkanlage, die Kleine ist näher am Stadtzentrum zu finden. 

Beide können heute besichtigt werden. Für beide bekommt man Tickets auch vor Ort, oder man bucht eine geführte Tour mit mehreren Highlights. 

Muslimisches Viertel

Das Muslimische Viertel ist eines der lebendigsten Viertel von Xi’an und zählt ebenfalls zu den Orten, die man bei einem Besuch der Stadt nicht verpassen sollte.

Ursprung des Viertels ist die Zeit in der die Seidenstraße als große Handelsroute hier ihren Startpunkt und ihr Ende fand. Muslimische Händler ließen sich in der Folge dauerhaft in der Stadt nieder und so entstand dieses noch heute bestehende Viertel. 

Hier im Viertel finden sich deshalb auch heute noch einige und vor allem die Große Moschee von Xi`an. 

Das Viertel ist außerdem die richtige Adresse, wenn man authentisches chinesisches und internationales Streetfood sucht - insbesondere rund um die Beiyuanmen Straße finden sich zahlreiche Restaurants und Essensstände.

Abends erwacht das Viertel erst richtig zum Leben, wenn die Straßen beleuchtet und die Restaurants voll sind. 

Weiteres

Die genannten Highlights sind wiederum nur einige der Highlights, die die Stadt und vor allem das Umland zu bieten hat. 

Wer ausreichend Zeit hat, für den lohnt sich bspw. auch eine Tour zum Huaqing Palasts mit seinen Bädern und der üppigen Gartenanlage oder ein Ausflug zum Huashan Berg, der einige beeindruckende Wanderwege bereithält. 

Eine Teilnahme an einer abendlichen Show der Tang-Dynastie mit Musik und Tanz ist ebenfalls ein einmaliges Erlebnis. 

Tagesplanung

Tag 1: Flug nach Xi`An, Stadtmauer & Große Wildgans Pagode

Von Peking aus flogen wir bereits früh morgens nach Xi`An, wo wir um die Mittagszeit unser Hotel erreichten. 

Nach dem Check-In spazierten wir am Bell Tower vorbei zum Südtor der Stadtmauer, welche wir von hier aus bestiegen und uns ein Fahrrad liehen, mit dem wir die Mauer erkundeten. 

Zum Mittagessen holten wir uns auf der Shuyuanmen Street einen "chinesischen Döner", Rou jia mo genannt und einen Kaffee bei Oops Coffee

Nachmittags schauten wir uns dann noch die Große Wildgans Pagode an, die etwas außerhalb des Zentrums liegt und zum Abendessen gab es die typischen BiangBiang Nudeln bei Laolijia Mian (Zhonglou Head Office)

Tag 2: Terrakotta-Armee, Muslimisches Viertel & Oper

Den Vormittag von Tag 2 in Xi`an verbrachten wir bei der Terrakotta-Armee, für die wir im Vorfeld Tickets online gekauft hatten. Hin und zurück fuhren wir mit dem Didi. 

Nachdem wir erst gegen Nachmittag wieder zurück in Xi`An waren, ließen wir uns direkt beim Muslimischen Viertel absetzen, wo wir durch die Gassen schlenderten und zum Mittagessen bei Zhiliang Stuffed with juicy pork Dumplings aßen.

Abends schauten wir uns dann noch eine typische Tang-Dynastie Show an und aßen zu Abend im First Noodle under the sun

Tag 3: Frühstück, Souvenir Shopping & Weiterreise

Am kommenden Tag ging es nach dem Frühstück bei Nightbreeze Coffe und etwas Souvenir-Shopping auf der Shuyuanmen Street dann auch schon weiter nach Zhangjiajie.

Abwandlungen:

Wenn man noch mehr Zeit mitgebracht hat, kann man noch weitere Highlights wie den Huaqing Palast besuchen oder ein Museum, oder man macht eine Wanderung rund um den Huashan Berg. 


Wissenswertes

Anreise:

Nach China gelangt man von Europa aus per Flug am besten nach Peking oder Shanghai, die beiden Flughäfen mit der besten internationalen Anbindung. Von Peking kommt man entspannt und schnell per Flug oder Zug nach Xi`an.

In die Stadt kommt man dann von den meisten chinesischen Flughäfen am besten mit dem Didi (chinesisches Uber), was auch sehr günstig ist. Die Distanzen sind oft sehr weit und wenn man dann noch in die Rush Hour gerät, ist man oft recht lang unterwegs. 

Die so genannten E-Hailing Stationen, wo man mit dem Didi abgeholt wird sind im Flughafen stets sehr gut ausgeschildert, sodass die Abholung recht unkompliziert organisiert werden kann.

Fortbewegung vor Ort:

In den Städten Chinas bewältigt man eigentlich so ziemlich alle Strecken mit dem Didi (chinesisches Uber). Das ist nicht nur äußerst komfortabel, sondern auch ausgesprochen günstig. Auch für längere Fahrten, wie zur Terrakotta-Armee, haben wir es uns meist einfach gemacht und ein Didi gerufen. Man bekommt in der Regel auch immer eins. Einziger Nachteil ist, wenn man zur Rush Hour in die Hauptverkehrszeit gelangt, kann es schonmal dauern, sodass man für 2km 20 Minuten braucht und am liebsten aussteigen und einfach laufen möchte. 

In Xi`An haben wir tatsächlich das meiste zu Fuß gemacht, da es eine der wenigen Städte war, wo die Distanzen zwischen den Highlights im Zentrum nicht zu weit waren.  

Sicherheit:

China und auch Xi`an sind ausgesprochen sicher. Nicht nur aufgrund der zahlreichen Kameras in den öffentlichen Straßen, teilweise an nahezu jeder Ecke, braucht man sich hier zu keiner Tages- oder Nachtzeit Sorgen machen. Auch Frauen können hier im Land problemlos alleine reisen und auch noch nachts durch die Straßen laufen. 

Diebstahl existiert hier ebenfalls praktisch nicht und so konnten wir bspw. ohne Sorge unsere großen Koffer im Zuggang einige Meter entfernt stehen lassen. 

Beste Reisezeit:

Eine generelle Aussage darüber, was für China die beste Reisezeit ist, lässt sich gar nicht so einfach treffen, da es stark davon abhängt, wohin genau man reisen möchte. Da das Land derart riesig ist, gibt es die unterschiedlichsten Klimazonen. 

Für eine klassische Rundreise bieten sich jedoch die Monate April/Mai und September-November an. Dann ist es nicht zu heiß und feucht und auch nicht zu kalt. Vermeiden sollte man allerdings (nicht wie wir) die Golden Week in der ersten Oktoberwoche, da es wirklich stellenweise unerträglich voll werden kann. 

Gesundheit & Impfungen:

Besondere Impfungen braucht man auch für China nicht. Es empfiehlt sich einfach die Standard-Impfungen für Auslandsreisen up to date zu halten und ggf. Tollwut, aber man kann den Affen in den Nationalparks auch aus dem Weg gehen. 

Wenn man doch einmal ärztlichen Rat/Behandlung braucht, dann gibt es grundsätzlich in den Städten eine gute ärztliche Versorgung und Apotheken. 

Das Tragen einer Maske kann sich in manchen sehr vollen Bahnen etc. anbieten und wird auch von vielen Einheimischen noch so praktiziert.

Sprache:

In China wird nahezu ausnahmslos Chinesich gesprochen. Und wenn ich nahezu ausnahmslos sage, dann meine ich das auch. Selbst die einfachsten englischen Wörter und Sätze versteht hier kaum jemand. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, insbesondere in Städten mit vielen internationalen Expats wie Shanghai, aber man sollte sich definitiv nicht darauf verlassen. Der Google Übersetzer ist hier dein bester Freund. Wobei wir sogar festgestellt haben, dass die Chinesen auf vorgezeigte Übersetzungstexte gerne auf Chinesich antworten, was dann auch wiederum nicht weiterhilft.

Währung und Zahlungsarten:

Die Währung in China hat unterschiedliche Bezeichnungen - das früher gebräuchlichere Yuan oder das heute offizielle Renminbi (RMB oder CNY).

Tatsächlich sind wir aber während unserer gesamten Zeit nicht einmal mit Bargeld in Berührung bekommen. Man zahlt eigentlich alles bargeldlos mit den Zahlungs-Apps Alipay und WeChat. Siehe Abschnitt Apps für mehr Infos.

Hygiene:

Grundsätzlich ist die Hygiene in China in Ordnung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man zum Zähneputzen und Trinken lieber abgepacktes Wasser nutzen, aber ansonsten hat man normalerweise keine Probleme. Lediglich vielleicht durch das teilweise sehr scharfe Essen, welches der Verdauung Probleme bereiten kann.

Öffentliche Toiletten gibt es nahezu überall, mal mehr mal weniger sauber und nicht alle sind mit Toilettenpapier oder Seife ausgestattet, weshalb man Taschentücher und Handdesinfektion im besten Fall dabei hat. 

Tickets:

In Sachen Tickets für Attraktionen und Eintritt gibt es in China ebenfalls das ein oder andere zu beachten. 

Wichtig ist bei einigen Attraktionen, dass man im Voraus bucht, bspw. bei der Terrakottaarmee mindestens 1-2 Wochen vor geplantem Besuch. 

Am besten ist, wenn man bei sämtlichen geplanten Aktivitäten, wie Verbotene Stadt, Himmelstempel & Platz des Himmlischen Friedens in Peking, Terrakotta-Armee in Xi`An, Panda Reserve in Chengdu, Zhangjiajie National Parks, Tagestouren in Guilin und Shanghai Tower etc. ab ca. 2-3 Wochen im Voraus die Verfügbarkeiten checkt und wenn der Plan ohnehin schon steht, am besten auch direkt bucht. 

Buchen kann man über die klassischen Buchungsseiten wie getyourguide oder viator, aber teilweise auch klook oder trip.com.

Insgesamt muss man bei den meisten Ticketbuchungen seine Reisepassnummer angeben und erhält dann gar kein richtiges Ticket, sondern scannt am Eingang einfach nur seinen Reisepass  um zu passieren. Auch wenn man bei manchen Buchungen über getyourguide einen QR-Code erhält, so wird dieser in aller Regel nicht zum Eintritt berechtigen, sondern der Anbieter schickt euch per Mail, wenn neben dem Pass überhaupt erforderlich, einen extra Code. Man sollte also definitiv seinen Posteingang in der App und seine Mails vorab checken. 

Auch sollte man bei der Buchung, bspw. Terrakotta-Armee, darauf achten, ob es eine geführte Tour ist. Je nachdem ob man das möchte, ist es oft günstiger nur das Eintrittsticket zu buchen und selbst mit dem Didi dorthin zu fahren. 

Einreise & Visum:

Während unserer Reise 2025 war für kein Visum nötig - zumindest nicht für eine touristische Einreise von bis zu 30 Tagen. 

Diese Regelung galt jedoch zunächst befristet bis Ende 2025 und so sollte man sich immer auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Reisebestimmungen informieren. 

Wichtig ist definitiv, dass man alle Angaben korrekt macht. Bei mir gab es bspw. hin und wieder ein Problem, da ich meinen Zweitnamen, der im Pass steht, nicht angegeben hatte. Am Ende hat es dann aber doch immer geklappt. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

In China wird man außerdem vermutlich etwas mehr Datenvolumen benötigen, wenn man seine westlichen Apps wie WhatsApp, Instagram und co nutzen möchte. Grund dafür ist, dass diese Apps in China grundsätzlich gesperrt sind und man sie deshalb nicht nutzen kann, wenn man bspw. mit dem Hotel-WLAN verbunden ist. Wir haben deshalb eigentlich nie irgendwo das WLAN genutzt und dementsprechend mehr Datenvolumen verbraucht. 

Positiv ist, dass bei der Nutzung einer eSim von Airalo zusätzlich ein VPN direkt installiert ist und man somit dann keinen zusätzlichen VPN herunterladen muss, um seine üblichen Apps nutzen zu können. 

Apps:

Insbesondere in China braucht man ein paar Apps definitiv. 

Alipay: Zahlen ist überall mit der App möglich. Wichtig ist, dass man die App im Vorfeld einrichtet und sich registriert. Die letzte Authentifizierung kann dann erst in China durchgeführt werden, jedoch sollte man sich im Vorfeld schon um alles weitere kümmern (Kreditkarte hinterlegen und sich identifizieren). Wer hier Hilfe braucht, schaut euch am besten ein Video dazu an. Man zahlt dann vor Ort mithilfe von QR Codes. Man kann sich in der App alles direkt übersetzen lassen. 

Wechat: Die zweite Zahlungsapp und zeitgleich der Messenger (WhatsApp Chinas). Mit WeChat kann man außerdem Zahlungen an Privatpersonen schicken und auch an vielen Highlights Tickets oder Zusatzoptionen einfach buchen. Leider gab es hier keine Übersetzungsfunktion.

Trip.com: Für Zug- und Flugbuchung, auch Hotelbuchung möglich. 

AMap: Das Google Maps Chinas, Google Maps funktioniert hier nicht und deshalb braucht man Amap, um sich zurecht zu finden. Auch findet man viele Restaurants etc. bei Google Maps nicht, sodass AMap auch schon bei der Reiseplanung hilfreich ist, bei der man diese Spots direkt in der App einspeichern kann.

GoogleTranslate: Wie unter Sprachen schon geschrieben, absolut notwendig, um sich notfalls zu verständigen. 

Airalo: Für eine eSim mit vorinstalliertem VPN, um auf allen Apps online bleiben zu können. 

Sonstiges:

Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und China/Südkorea beträgt 6-7 Stunden. 

Die Chinesen sind definitiv ein spezielles Volk und an viele Eigenschaften und Verhaltensweisen muss man sich als Europäer erst einmal gewöhnen. Auch wenn es in den letzten Jahren wohl weniger geworden ist, darf man sich über laute Spuck- und Rotzgeräusche auf den Straßen auch heute nicht wundern. Sobald es um einen Eintritt in einen Park oder Bus/Bahn geht, werden in der Regel die Ellenbogen ausgefahren und es wird ordentlich gedrängelt - das scheint ebenfalls ganz normal zu sein. Die Chinesen haben offenbar ein geringeres Bedürfnis nach Personal Space und auch das macht sich bemerkbar. Und auch darüber hinaus werden einem immer wieder Dinge auffallen, die man so nicht gewohnt ist. Als Deutscher und insbesondere wenn man blond ist, kann man sich auch auf recht unverhohlenes finger pointing einstellen oder darauf, dass man mit großen Augen angestarrt oder nach einem gemeinsamen Foto gefragt wird. 

Positiv ist uns neben den zahlreichen öffentlichen Toiletten auch die große Anzahl an Powerbank-Stationen aufgefallen, bei denen man eine Powerbank ausleihen und an einem beliebigen Standort wieder abgeben kann. Man sollte deshalb darauf verzichten, seine eigene Powerbank mitzubringen, denn auch unsere mussten wir leider bei einer Flughafenkontrolle zurücklassen, denn man darf nur solche mit sich führen, die die spezielle CCC Markierung haben.

Essen ist in China übrigens sehr günstig, in Hong Kong allerdings deutlich teurer und in die Restaurantpreise in Seoul liegen irgendwo dazwischen. Trinkgeld muss man insbesondere in China nicht geben, bzw. wird es teilweise sogar als unhöflich angesehen. In China wird man auch häufig sehen, dass noch halb volle Teller zurückgelassen werden, das liegt darin, dass man damit in China zeigt, dass das Essen genug war. 

Zwar gibt es auch in China viele öffentliche Toiletten, allerdings muss man sich darauf einstellen, dass es häufiger nur "Hocktoiletten" gibt, die mehr oder weniger ein Loch im Boden sind. 

In China darf man außerdem auch in vielen geschlossenen Räumen, wie Restaurants oder öffentlichen Toiletten etc. noch rauchen. 

Sicherheitshalber solltest du einen Stromadapter mitnehmen, da nicht jedes Hotel deutsche Steckdosen hat. Hier gibt es in China drei verschiedene weit verbreitete Steckdosen - Typ A, C und I. Im besten Fall nimmt man also einen Universaladapter, der alle abdeckt, mit. 


Unterkunftsempfehlungen

Wir haben uns in Xi`an für das folgende Hotel entschieden (es gibt Mehrbett- und Privatzimmer):

  • Xi`An - Hantang Inn Youth Hostel: Sehr schönes Design, alle Getränke umsonst, auch Teezeremonie, tägliche Events und zentrale Location.

Das ist natürlich nur eine Option und man wird auf den klassischen Buchungsseiten ganz gut fündig. Am wichtigsten ist grundsätzlich eine zentrale Lage, um nicht zu viel Zeit im Verkehr der jeweiligen Stadt zu verlieren. 


Essensempfehlungen

Das Essen in China ist wirklich ausgesprochen gut und eines der Highlights auf der Reise. Entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist es auch sehr vielfältig und nein, man isst hier üblicherweise weder Hund, noch Katze oder etwas anderes Exotisches. Das gewöhnungsbedürftigste, was wir an manchen Street Food Ständen gesehen haben, waren Schweinefüße und wir hatten hier immer genug leckere Alternativen, dass wir uns da nicht herantrauen mussten. 

Typische Speisen:

China (stark unterschiedlich je nach Region):

  • Pekingente: Unglaublich lecker, mehrere Stunden gegart und mit Gemüse und dünnen Teigfladen serviert;
  • Dumplings: Teigtaschen gefüllt mit unterschiedlichsten Inhalten;
  • Kungpao Chicken: Das aus der Region Sichuan stammende Gericht besteht aus Hühnchen, Erdnüssen und Gemüse;
  • Hotpot: Hier gruppiert man sich um einen Topf mit heißer Brühe und jeder gart sein Fleisch/Fisch oder Gemüse; 
  • Mapo-Tofu: Auch der scharf gewürzte Tofu hat seinen Ursprung in der Sichuan Region;
  • Nudelvariationen: Als kalter Nudelsalat, heiße Nudelsuppe oder regionale Besonderheiten wie BiangBiang Nudeln;
  • Gebratener Reis: Gebratener Reis mit Gemüse, auch gerne mit Schweinefleisch serviert;
  • Roujiamo: Die Teigtaschen mit Fleisch (chinesischer Döner) sind ein beliebtes Streetfood Gericht, insbesondere um Xi`An;
  • Frühlingsrollen: Die gefüllten frittierten Teigtaschen sind auch in Deutschland gut bekannt, ebenso wie Glückskekse;
  • Schwein süß-sauer: Knuspriges Schweinefleisch in einer süß-sauer Soße;
  • Grüner Tee: Gibt es in China im Grunde überall.

Restaurant-Tipps:

Jede Stadt für sich hat einige sehr gute Restaurants, die wir definitiv empfehlen können. Ich verlinke die Restaurants bei Google Maps, allerdings besteht hier die Gefahr, dass bestimmte Orte dort gar nicht oder falsch verortet sind. Auch die Bewertung auf Google Maps ist gar nicht aussagekräftig. Es macht deshalb auf jeden Fall Sinn, die Namen lieber bei AMap zu suchen und sich dort abzuspeichern.
Schaue auch gerne in meinen Instagram Guides, in denen ich die Locations genauer beschreibe:

Xi`An: 

Natürlich gibt es in jeder dieser Städte auch noch viele andere gute Restaurants, aber diese haben wir getestet und können sie ausnahmslos weiterempfehlen. Wenn man überall nur ein Restaurant aufsuchen könnte, dann ist meine Empfehlung dick markiert. 

Café-Tipps:

Wie schon erwähnt war die Kaffee-Szene in China tatsächlich ausgesprochen gut. Die besten Empfehlungen für Kaffee & Frühstück liste ich euch hier auf, viele sind nur bei AMap unter dem Namen zu finden (checke auch hierzu gerne meine Instagram Guides):

Xi`An:

  • Oops Coffee (Shuyuanmen Street - bei AMap)
  • Nightbreeze Coffee (Shuyuanmen Street - bei AMap)
  • TINYCOFFEE Xiaoxiao (Taiyangmiaomen Street - bei AMap)

Fotoeindrücke


Xi`an hat uns wirklich überraschend gut gefallen. Das Highlight hier ist natürlich die Terrakottaarmee, aber auch die Stadt selbst hat viel zu bieten. Uns hat besonders gut gefallen, dass wir hier viel fußläufig erreichen konnten und allein für die unglaublich leckeren BiangBiang Nudeln lohnt sich ein Besuch. 

Wenn man sich entscheiden müsste, würde ich natürlich Städte wie Peking oder Shanghai dennoch vorziehen. 

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Guides

Xi`an English

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Xi`an Deutsch

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