Xi`an - die erste Hauptstadt des Kaiserreichs China, sollte als Zwischenstopp während einer China-Rundreise definitiv nicht fehlen. Sie bietet kulturell und kulinarisch einige Highlights und die berühmte Terrakottaarmee ganz in der Nähe.
Als ehemaliger Startpunkt der Seidenstraße bietet die Stadt einen guten Mix unterschiedlicher Kulturen - was beispielsweise im Muslimischen Viertel deutlich wird.
Xi`an steht bei Vielen gar nicht wirklich auf der Liste, ein Stopp von ein paar Tagen lohnt sich aber definitiv und von Peking aus erreicht man Xi`an auch bequem mit dem Zug.
Quick Facts
Seidenstraße
Die Seidenstraße war eine wichtige Handelsroute, die den Handel Chinas mit europäischen und afrikanischen Ländern fördern sollte, sie startete in Xi`an.
Erste Hauptstadt
Unter der Qin-Dynastie wurde die Stadt von Kaiser Qin Shihuangdi vor über 200 Jahren v. Chr. zur ersten Hauptstadt des chinesischen Kaiserreiches erwählt.
Terrakottaarmee
Die Terrakottaarmee ist ein bemerkenswerter Anblick und liegt nur eine halbe Stunde außerhalb der Stadt - sie wurde erst 1974 von Bauern wiederentdeckt.
Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:
- Highlights
- Tagesplanung
- Wissenswertes
- Unterkunftsempfehlungen
- Essensempfehlungen
- Fotoeindrücke
- Fazit
Wir haben Xi`an während unserer China-Rundreise Ende September/Oktober 2025 besucht.
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Sehenswertes
Terrakotta-Armee
Die sicherlich bekannteste Sehenswürdigkeit Xi`Ans ist die Terrakotta-Armee, auch bekannt als das Mausoleum Qin Shihuangdis.
Bei dem Mausoleum handelt es sich um eine bereits im 3. Jahrhundert errichtete Grabanlage, in der der erste Kaiser Chinas beigesetzt wurde.
Besonders sehenswert sind heute die mehr oder weniger maßstabsgetreuen Soldatenfiguren, die sogenannte Terrakotta-Armee.
An der Errichtung der riesigen Anlage sollen Mutmaßungen zufolge mehr als 700.000 Menschen beteiligt gewesen sein. Wiederentdeckt wurde die Terrakotta-Armee tatsächlich erst 1974 beim Graben eines Brunnenschachts durch lokale Bauern.
Die hier heutzutage zu bestaunende Garnison besteht aus Kriegern unterschiedlicher Gattungen und Dienstgrade, was anhand der Kleidung und der Armhaltung erkennbar ist. Selbst Pferde und Reiter sind unter den Terrakottakriegern.
Eine weitere Halle auf dem Gelände beherbergt zwei bronzene Pferdegespanne mit Kutschen, die einige Jahre später bei den Ausgrabungen gefunden wurden. Die Bergung und Restaurierung der Krieger läuft auch heute noch auf Hochtouren, genauso wie die Erforschung der Hintergründe.
Zweck der damaligen Errichtung der Armee soll der Schutz des ehemaligen Kaisers auch im Jenseits gewesen sein.
Am besten fährt man hierhin einfach mit dem Didi und Tickets gibt über die üblichen Plattformen.
Drum & Bell Tower
Einen Trommel- und Glockenturm (Drum & Bell Tower) findet man nahezu in jeder größeren chinesischen Stadt.
Sie stammen aus der frühen Ming-Dynastie.
Der Drum Tower wurde 1380 erbaut, der Bell Tower 4 Jahre später. Beide dienten früher der Zeitmessung und als Signalanlagen – morgens erklang die Glocke, abends wurden die Trommeln geschlagen.
Der Bell Tower steht heute im historischen Stadtzentrum, der Drum Tower ein paar Gehminuten entfernt in Richtung des Muslimischen Viertels
Beide Türme kann man von innen besichtigen und dabei Ausstellungen zur Geschichte des Turmes besuchen. Nach Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch besonders, wenn die Gebäude beleuchtet sind und regelmäßig Trommelvorführungen im Drum Tower stattfinden.
Stadtmauer von Xi`an
Die Stadtmauer von Xi’an zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbefestigungen der Welt und ist außerdem die längste zusammenhängende Stadtmauer Chinas.
Die heutige Mauer wurde Mitte des 14. Jahrhunderts während der Ming-Dynastie errichtet und ist rund 13 Kilometer lang.
Man kann die Mauer entweder zu Fuß erkundigen oder sich oben ein Fahrrad leihen und auf der 15 Meter breiten Mauer entlangfahren.
Von der Mauer hat man einen tollen Blick hinab auf die Stadt und ein Besuch am späten Nachmittag/frühen Abend lohnt sich ganz besonders, wenn die Mauer in orangenes Licht getaucht wird.
Zugänge findet man an mehreren Stellen, am beliebtesten ist jedoch das Südtor (Yongning Gate).
Wildgans Pagoden
Die Große und die Kleine Wildgans-Pagode zählen zu den bedeutendsten buddhistischen Bauwerken der Stadt.
Während die Große Wildgans-Pagode bereits im Jahr 652 errichtet wurde, um buddhistische Schriften aufzubewahren, die der Mönch Xuanzang von seiner Reise nach Indien mitgebracht hatte, entstand die Kleine Wildgans-Pagode ca. 50 Jahre später.
Beide Pagoden zählen heute zum UNESCO-Welterbe.
Die Große Pagode steht etwas weiter außerhalb der Stadtmauern und bietet eine grüne umliegende Parkanlage, die Kleine ist näher am Stadtzentrum zu finden.
Beide können heute besichtigt werden. Für beide bekommt man Tickets auch vor Ort, oder man bucht eine geführte Tour mit mehreren Highlights.
Muslimisches Viertel
Das Muslimische Viertel ist eines der lebendigsten Viertel von Xi’an und zählt ebenfalls zu den Orten, die man bei einem Besuch der Stadt nicht verpassen sollte.
Ursprung des Viertels ist die Zeit in der die Seidenstraße als große Handelsroute hier ihren Startpunkt und ihr Ende fand. Muslimische Händler ließen sich in der Folge dauerhaft in der Stadt nieder und so entstand dieses noch heute bestehende Viertel.
Hier im Viertel finden sich deshalb auch heute noch einige und vor allem die Große Moschee von Xi`an.
Das Viertel ist außerdem die richtige Adresse, wenn man authentisches chinesisches und internationales Streetfood sucht - insbesondere rund um die Beiyuanmen Straße finden sich zahlreiche Restaurants und Essensstände.
Abends erwacht das Viertel erst richtig zum Leben, wenn die Straßen beleuchtet und die Restaurants voll sind.
Weiteres
Die genannten Highlights sind wiederum nur einige der Highlights, die die Stadt und vor allem das Umland zu bieten hat.
Wer ausreichend Zeit hat, für den lohnt sich bspw. auch eine Tour zum Huaqing Palasts mit seinen Bädern und der üppigen Gartenanlage oder ein Ausflug zum Huashan Berg, der einige beeindruckende Wanderwege bereithält.
Eine Teilnahme an einer abendlichen Show der Tang-Dynastie mit Musik und Tanz ist ebenfalls ein einmaliges Erlebnis.
Tagesplanung
Wissenswertes
Unterkunftsempfehlungen
Wir haben uns in Xi`an für das folgende Hotel entschieden (es gibt Mehrbett- und Privatzimmer):
- Xi`An - Hantang Inn Youth Hostel: Sehr schönes Design, alle Getränke umsonst, auch Teezeremonie, tägliche Events und zentrale Location.
Das ist natürlich nur eine Option und man wird auf den klassischen Buchungsseiten ganz gut fündig. Am wichtigsten ist grundsätzlich eine zentrale Lage, um nicht zu viel Zeit im Verkehr der jeweiligen Stadt zu verlieren.
Essensempfehlungen
Das Essen in China ist wirklich ausgesprochen gut und eines der Highlights auf der Reise. Entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist es auch sehr vielfältig und nein, man isst hier üblicherweise weder Hund, noch Katze oder etwas anderes Exotisches. Das gewöhnungsbedürftigste, was wir an manchen Street Food Ständen gesehen haben, waren Schweinefüße und wir hatten hier immer genug leckere Alternativen, dass wir uns da nicht herantrauen mussten.
Fotoeindrücke
Fazit
Xi`an hat uns wirklich überraschend gut gefallen. Das Highlight hier ist natürlich die Terrakottaarmee, aber auch die Stadt selbst hat viel zu bieten. Uns hat besonders gut gefallen, dass wir hier viel fußläufig erreichen konnten und allein für die unglaublich leckeren BiangBiang Nudeln lohnt sich ein Besuch.
Wenn man sich entscheiden müsste, würde ich natürlich Städte wie Peking oder Shanghai dennoch vorziehen.
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