Peking - die Hauptstadt Chinas blickt auf eine lange und interessante Historie zurück und einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes findet man direkt hier in der Stadt oder im näheren Umland. Doch auch kulinarisch bietet die Stadt unglaublich viel und außerdem vermittelt das Leben hier einen angenehmen und entspannten Vibe und gar nicht so sehr den klassischen Großstadt-Stress.
Peking sollte man bei einer Chinareise definitiv nicht verpassen und die Stadt bildet auch den perfekten Ausgangspunkt für einen Besuch der Chinesischen Mauer, als eines der sieben Weltwunder der Moderne. Erlebe die entspannte Atmosphäre in den lokalen Hutongs, die Verbotene Stadt und den Platz des Himmlischen Friedens und probiere die Pekingente!
Quick Facts
Chinesische Mauer
Die Chinesische Mauer als eines der 7 Weltwunder kann ideal als (Halb-)Tagestrip von Peking aus besichtigt werden, zu den idealen Spots mehr weiter unten.
Hauptstadt
Während Peking bereits in den letzten Jahrhunderten immer mal als Hauptstadt des Reiches galt, ist sie seit der Gründung der VR China 1949 die offizielle Landeshauptstadt.
Hutongs
Hutongs sind traditionelle Wohnviertel in der Stadt, die sich durch enge Gassen und Hinterhöfe auszeichnen - hier spielt sich das wahre und lokale Leben ab.
Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:
- Highlights
- Tagesplanung
- Wissenswertes
- Unterkunftsempfehlungen
- Essensempfehlungen
- Fotoeindrücke
- Fazit
Peking war der Startpunkt unserer China-Rundreise Ende September/Oktober 2025.
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Sehenswertes
Verbotene Stadt
Von der Verbotenen Stadt hat sicherlich jeder schon einmal gehört.
Doch woher kommt der Name? Früher war der Zugang zu dem riesigen Gebäudekomplex für die einfache Bevölkerung nicht gestattet und somit "verboten".
Nur die Mitglieder der kaiserlichen Familie und die höchsten Beamten des Kaiserreichs hatten das Privileg, den Komplex zu betreten.
Heutzutage ist die "Stadt" jedoch ganz und gar nicht mehr verboten und jährlich besuchen um die 16 Millionen Touristen die Anlage, die auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Erbaut wurde sie bereits Anfang des 15. Jahrhunderts und diente unter anderem während der Ming- und der Qing Dynastie als Wohn- und Regierungssitz der kaiserlichen Familie.
Auf einer Gesamtfläche von über 700.000m² finden sich mehrere hunderte Paläste, Pavillons und Terrassen, sowie Gärten.
Dadurch, dass die Verbotene Stadt ein derart beliebtes Touristenziel ist, ist es ratsam mindestens eine Woche vor dem geplanten Besuchsdatum bereits online Tickets zu erwerben. Hierfür gibt es unter anderem auf Seiten wie getyourguide unterschiedliche Tickets mit verschiedenen Zeitslots und mit oder ohne Guide.
Am besten bucht man sich direkt einen morgendlichen Slot und erscheint auch bereits ein paar Minuten vor offizieller Öffnung. Wenn man dann nicht direkt auf dem ersten Hauptplatz stehen bleibt, sondern erst einmal weiter nach hinten durchläuft, findet man einzelne Abschnitte nahezu menschenleer vor und kann sich entgegen des Stroms nach vorne hin vorarbeiten.
Jingshan-Park
Auch das nächste Highlight verdankt seine Bekanntheit in erster Linie der Verbotenen Stadt.
Direkt am nördlichen Ausgang der Verbotenen Stadt liegt nämlich ein kleiner Park, in dessen Zentrum der Jingshan-Berg sich erhebt.
Früher zählte der Park sogar noch als Teil der Verbotenen Stadt und der ehemals kaiserliche Garten wurde erst 1928 ausgegliedert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Gegen eine Eintrittsgebühr von umgerechnet wenigen Cents kann man den Park betreten und über eine steinerne Treppe in ca. 15-20 Minuten den Gipfel des Hügels besteigen.
Von hier oben hat man einen tollen Blick auf die umliegende Stadt, insbesondere auf die Dächer der Verbotenen Stadt und den Tian`anmen Platz im Hintergrund.
Ansonsten finden sich auch hier im Park neben unterschiedlichsten Pflanzen Pavillons und zahlreiche Sitzmöglichkeiten.
Chinesische Mauer
Das wohl bekannteste Highlight Chinas ist jedoch die Chinesische Mauer, die als eines von sieben Weltwundern der Neuzeit jährlich ebenfalls Touristenmassen scheinbar magisch anzieht.
Nun finden sich Teile und Abschnitte der Mauer durch das ganze Land verteilt, die folgenden, am besten erreichbaren Abschnitte, lassen sich jedoch am besten von Peking aus ansteuern.
Die drei bekanntesten Spots für einen Besuch sind nämlich Badaling, Mutianyu und Jinshanling.
Badaling ist bereits nach einer guten Stunde Autofahrt vom Zentrum Pekings aus erreichbar und deshalb tendenziell der Abschnitt, auf dem man die meisten Touristen antrifft. Aber auch hier verläuft es sich etwas, je weiter man auf der Mauer entlangspaziert. Man gelangt hierher auch mit einem regelmäßig verkehrenden Bus aus dem Zentrum Pekings.
Nach Mutianyu fährt man ca. 1 1/2 Stunden mit dem Auto oder auch per Bus mit Umstieg.
Wer noch mehr Ruhe haben möchte, für den ist Jinshanling der richtige Abschnitt. Auch wir hatten uns hierfür entschieden. Hierher gelangt man entweder mit der Bahn nach Gubeiko und von da aus mit dem Taxi zum Eintrittstor oder mit dem Auto in ca. 2 Stunden aus dem Stadtzentrum.
Für alle dieser Abschnitte finden sich auch geführte Privat- und Gruppentouren auf Seiten wie getyourguide.
Wir hatten uns für einen persönlichen Fahrer nach Jinshanling entschieden, der dort wartete und uns anschließend wieder zurück nach Peking brachte. Hierdurch hatten wir die Gelegenheit, schon früh morgens loszufahren und die Mauer bereits gegen 8 Uhr morgens zu erreichen, die nahezu menschenleer war zu dieser Zeit. Die Fahrt inklusive Eintrittstickets hatten wir über unser Hotel gebucht, was uns für zwei Personen ca. 140€ kostete.
Hier angekommen stiegen wir zur Mauer hinauf und wanderten ca. 3-4 Stunden die Mauer entlang, auf mal mehr und mal weniger steilen und teilweise noch gänzlich ursprünglichen Abschnitten.
Am Ende des begehbaren Teils angekommen, stiegen wir wieder hinab zu einem anderen Parkplatz, wo unser Fahrer schon auf uns wartete.
Die Mauer als solche war wirklich ein beeindruckender Anblick, wie sie über die Bergrücken auf und ab und bis in weite Ferne verlief.
Sie ist an unterschiedlichen Stellen heute unterbrochen, die Gesamtlänge aller Teile wird allerdings auf über 21.000 km geschätzt, was kaum vorstellbar erscheint.
Bei Shanhaiguan findet sich noch heute das Ende der Mauer, welches in den Pazifik hereinragt und auch "Drachenkopf" genannt wird.
Bestehend aus vermörtelten Werksteinen wurden in regelmäßigen Abständen über 1000 Türme auf der Mauer errichtet, die als Waffenlager und Signaltürme dienten.
Zweck der Mauer war bei der Errichtung der Schutz gegen plündernde Völker aus dem Norden, unter anderem die Mongolen.
Himmelstempel
Auch der Himmelstempel zählt zu den bekanntesten Highlights Pekings.
Hier in der Tempelanlage beteten einst die Kaiser der Ming- und Qing Dynastien jährlich für eine gute Ernte.
Anfang des 15. Jahrhunderts unter dem Kaiser Yongle erbaut, zählt der Tempel mittlerweile auch zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Tempelanlage liegt südlich vom Stadtzentrum und ist von einer kilometerlangen Mauer umfasst.
Das Zentrum der Anlage bildet der Himmelsaltar mit der Halle der Ernteopfer.
Dabei handelt es sich um ein rundes Tempelgebäude mit seiner markanten blauen Farbe, welches auf einer dreistufigen Marmorterrasse platziert wurde.
Auch ein Blick in die Halle mit ihrer bunten Verzierung lohnt sich hier, genau wie ein Spaziergang durch die umliegende Parkanlage mit bunten Blumenbeeten und Alleen.
Für den Himmelstempel kann man ebenfalls bereits vorab online ein Ticket erwerben, welches wiederum unter anderem bei getyourguide für ca. 6-7€ zu erhältlich ist.
Lama Tempel
Der Lama Tempel (auch Yonghe-Tempel genannt) ist eine weitere sehenswerte Tempelanlage.
Während die Anlage ehemals als kaiserliche Residenz diente, wurde sie Mitte des 18. Jahrhunderts in einen lamaistischen Tempel umgebaut.
Heute gilt er als eine der bekanntesten tibetisch-buddhistischen Tempelanlagen außerhalb von Tibet und täglich strömen Anhänger der Religion zum Beten auf das Gelände.
Hier findet man neben zahlreichenden betende Menschen auch buddhistische Mönche, die ihre Rituale abhalten, vor und der Geruch der Räucherstäbchen liegt in der Luft.
Aber auch die rot-gold verzierten Tempelgebäude für sich sind schon sehr sehenswert.
Der Besuch des Lama Tempels ist ganztägig möglich und man erhält hier auch vor Ort noch ohne Probleme Eintrittstickets, die wiederum nicht teuer sind.
Tian`anmen Platz
Der Tian`anmen Platz, auch bekannt als Platz des himmlischen Friedens, sollte bei einer Reise nach Peking definitiv auch nicht fehlen.
Der Platz liegt im Zentrum der Stadt und gilt mit einer Fläche von knapp 40 ha als größter befestigter Platz der Welt.
Begrenzt wird der Platz im Norden vom Tor des Himmlischen Friedens, hinter dem die Verbotene Stadt liegt, im Süden vom Mausoleum Mao Zedongs, im Osten vom Chinesischen Nationalmuseum und im Westen von der Großen Halle des Volkes.
Im Laufe der Jahre fanden hier auf dem Platz und im Zusammenhang mit diesem einige bedeutende Ereignisse statt.
Häufig wurden auf dem Platz Demonstrationen abgehalten, unter anderem gab es hier Ende der 90er-Jahre monatelange Proteste für eine Demokratie im Land.
Diese Demonstrationen wurden von der Regierung und dem Militär gewaltsam aufgelöst und im Rahmen des heute so genannten "Tian`anmen-Massakers" wurden mehrere hunderte oder tausende Demonstranten blutig niedergeschlagen.
In der neueren Geschichte hat der Platz eher im Rahmen der Eröffnung der Olympischen Spiele in China 2008 für Schlagzeilen gesorgt und täglich findet hier die Flaggenzeremonie statt, bei der zum Sonnenaufgang im Rahmen einer feierlichen Prozedur die chinesische Flagge gehisst und zum Sonnenuntergang ebenso wieder eingeholt wird.
Dieses Event kann man sich als Tourist anschauen und ebenfalls im Vorfeld online Tickets erwerben.
Weiteres
Neben den oben gelisteten Highlights, bietet Peking noch einige mehr.
Ein weiteres dieser Highlights, welches wir zeitlich leider nicht mehr unterbekommen haben, ist bspw. die Anlage des Sommerpalasts. Hier stehen weniger die Gebäude, sondern vielmehr die sehenswerte Natur rund um die gigantischen Park- und Seenanlage im Mittelpunkt, durch die man bei schönem Wetter endlose Spaziergänge unternehmen kann. Auch der Sommerpalast liegt etwas außerhalb des Zentrums am nordwestlichen Stadtrand und man kann auch hier entweder nur Eintrittstickets oder ganze Touren (oft auch in Kombination mit der Chinesischen Mauer) buchen.
Während eines Aufenthalts in Peking sollte man natürlich auch unbedingt einmal originale Peking-Ente probieren. Die Ente wird mehrere Stunden hängend in speziellen Öfen gegart und dann meist von einem Koch direkt am Tisch in dünne Scheiben geschnitten und mit unterschiedlichen Beilagen serviert. Meist wickelt man dabei das Fleisch zusammen mit Gemüse und Soße in dünne Teig-"Pfannkuchen" und isst diese wie einen Wrap - geschmacklich absolut top!
Allgemein sind die lokalen Gerichte in den Restaurants Pekings ein weiteres Highlight.
Wer neben den touristischen Sehenswürdigkeiten etwas mehr Ruhe sucht, der sollte sich außerdem das lokale Leben in den Hutongs anschauen. Wobei so richtig ruhig geht es hier manchmal gar nicht zu, wenn sich hier Autos, Fahrräder und Roller durch die engen Gassen quetschen. Besonders sehenswert sind für mich die beiden Hutongs Nan Luo Gu Xiang und Wudaoying mit vielen leckeren Restaurants und netten Cafés. Die Kaffeszene ist in Peking und auch im restlichen Land übrigens, für uns überraschend, außergewöhnlich gut gewesen.
Auch den Bell & Drum Tower, den man nahezu in jeder größeren Stadt findet, kann man in Peking besichtigen, ich fand diese allerdings nicht so beeindruckend.
Weitere Viertel die einen Besuch wert sind, sind Wangfujing mit der großen Fußgängerzone und einigen Einkaufsmalls und auch die Fußgängerzone im Qianmen-Viertel, zwischen Tian`anmen Square und Himmelstempel, lockt mit zahlreichen Food-Ständen und traditionellen Geschäften.
Tagesplanung
Wissenswertes
Unterkunftsempfehlungen
In China gibt es in jeder Stadt mehrere gute Hotels, ich liste im Folgenden das auf, auf das unsere Wahl am Ende in Peking gefallen ist und wieso:
- Peking - Happy Dragon City Culture Hotel: Tolle Location in einem Hutong und sehr nette und hilfsbereite Mitarbeiter, Wasser for free.
Dieses ist nur eine Option und man wird auf den klassischen Buchungsseiten ganz gut fündig. Am wichtigsten ist grundsätzlich eine zentrale Lage, um nicht zu viel Zeit im Verkehr der jeweiligen Stadt zu verlieren.
Essensempfehlungen
Das Essen in China ist wirklich ausgesprochen gut und eines der Highlights auf der Reise. Entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist es auch sehr vielfältig und nein, man isst hier üblicherweise weder Hund, noch Katze oder etwas anderes Exotisches. Das gewöhnungsbedürftigste, was wir an manchen Street Food Ständen gesehen haben, waren Schweinefüße und wir hatten hier immer genug leckere Alternativen, dass wir uns da nicht herantrauen mussten.
Fotoeindrücke
Fazit
Peking hat uns wirklich super gefallen und war der perfekte Startpunkt für unsere Chinareise. Wir haben hier mit der Verbotenen Stadt und der Chinesischen Mauer zwei der größten Highlight direkt am Anfang erleben können und im Vergleich zu manchen anderen Städten die ruhigere und angenehme Atmosphäre sehr genossen.
Wir kommen sicher nochmal wieder nach Peking.
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