3 Tage - Peking (Städtetrip)

Peking - die Hauptstadt Chinas blickt auf eine lange und interessante Historie zurück und einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes findet man direkt hier in der Stadt oder im näheren Umland. Doch auch kulinarisch bietet die Stadt unglaublich viel und außerdem vermittelt das Leben hier einen angenehmen und entspannten Vibe und gar nicht so sehr den klassischen Großstadt-Stress.

Peking sollte man bei einer Chinareise definitiv nicht verpassen und die Stadt bildet auch den perfekten Ausgangspunkt für einen Besuch der Chinesischen Mauer, als eines der sieben Weltwunder der Moderne. Erlebe die entspannte Atmosphäre in den lokalen Hutongs, die Verbotene Stadt und den Platz des Himmlischen Friedens und probiere die Pekingente!

Quick Facts

Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer als eines der 7 Weltwunder kann ideal als (Halb-)Tagestrip von Peking aus besichtigt werden, zu den idealen Spots mehr weiter unten. 

Hauptstadt

Während Peking bereits in den letzten Jahrhunderten immer mal als Hauptstadt des Reiches galt, ist sie seit der Gründung der VR China 1949 die offizielle Landeshauptstadt.

Hutongs

Hutongs sind traditionelle Wohnviertel in der Stadt, die sich durch enge Gassen und Hinterhöfe auszeichnen - hier spielt sich das wahre und lokale Leben ab. 

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Peking war der Startpunkt unserer China-Rundreise Ende September/Oktober 2025.

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.

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Sehenswertes

Verbotene Stadt

Von der Verbotenen Stadt hat sicherlich jeder schon einmal gehört. 

Doch woher kommt der Name? Früher war der Zugang zu dem riesigen Gebäudekomplex für die einfache Bevölkerung nicht gestattet und somit "verboten". 

Nur die Mitglieder der kaiserlichen Familie und die höchsten Beamten des Kaiserreichs hatten das Privileg, den Komplex zu betreten. 

Heutzutage ist die "Stadt" jedoch ganz und gar nicht mehr verboten und jährlich besuchen um die 16 Millionen Touristen die Anlage, die auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. 

Erbaut wurde sie bereits Anfang des 15. Jahrhunderts und diente unter anderem während der Ming- und der Qing Dynastie als Wohn- und Regierungssitz der kaiserlichen Familie. 

Auf einer Gesamtfläche von über 700.000m² finden sich mehrere hunderte Paläste, Pavillons und Terrassen, sowie Gärten.

Dadurch, dass die Verbotene Stadt ein derart beliebtes Touristenziel ist, ist es ratsam mindestens eine Woche vor dem geplanten Besuchsdatum bereits online Tickets zu erwerben. Hierfür gibt es unter anderem auf Seiten wie getyourguide unterschiedliche Tickets mit verschiedenen Zeitslots und mit oder ohne Guide.

Am besten bucht man sich direkt einen morgendlichen Slot und erscheint auch bereits ein paar Minuten vor offizieller Öffnung. Wenn man dann nicht direkt auf dem ersten Hauptplatz stehen bleibt, sondern erst einmal weiter nach hinten durchläuft, findet man einzelne Abschnitte nahezu menschenleer vor und kann sich entgegen des Stroms nach vorne hin vorarbeiten. 

Jingshan-Park

Auch das nächste Highlight verdankt seine Bekanntheit in erster Linie der Verbotenen Stadt. 

Direkt am nördlichen Ausgang der Verbotenen Stadt liegt nämlich ein kleiner Park, in dessen Zentrum der Jingshan-Berg sich erhebt. 

Früher zählte der Park sogar noch als Teil der Verbotenen Stadt und der ehemals kaiserliche Garten wurde erst 1928 ausgegliedert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Gegen eine Eintrittsgebühr von umgerechnet wenigen Cents kann man den Park betreten und über eine steinerne Treppe in ca. 15-20 Minuten den Gipfel des Hügels besteigen. 

Von hier oben hat man einen tollen Blick auf die umliegende Stadt, insbesondere auf die Dächer der Verbotenen Stadt und den Tian`anmen Platz im Hintergrund. 

Ansonsten finden sich auch hier im Park neben unterschiedlichsten Pflanzen Pavillons und zahlreiche Sitzmöglichkeiten. 

Chinesische Mauer

Das wohl bekannteste Highlight Chinas ist jedoch die Chinesische Mauer, die als eines von sieben Weltwundern der Neuzeit jährlich ebenfalls Touristenmassen scheinbar magisch anzieht. 

Nun finden sich Teile und Abschnitte der Mauer durch das ganze Land verteilt, die folgenden, am besten erreichbaren Abschnitte, lassen sich jedoch am besten von Peking aus ansteuern. 

Die drei bekanntesten Spots für einen Besuch sind nämlich Badaling, Mutianyu und Jinshanling

Badaling ist bereits nach einer guten Stunde Autofahrt vom Zentrum Pekings aus erreichbar und deshalb tendenziell der Abschnitt, auf dem man die meisten Touristen antrifft. Aber auch hier verläuft es sich etwas, je weiter man auf der Mauer entlangspaziert. Man gelangt hierher auch mit einem regelmäßig verkehrenden Bus aus dem Zentrum Pekings. 

Nach Mutianyu fährt man ca. 1 1/2 Stunden mit dem Auto oder auch per Bus mit Umstieg. 

Wer noch mehr Ruhe haben möchte, für den ist Jinshanling der richtige Abschnitt. Auch wir hatten uns hierfür entschieden. Hierher gelangt man entweder mit der Bahn nach Gubeiko und von da aus mit dem Taxi zum Eintrittstor oder mit dem Auto in ca. 2 Stunden aus dem Stadtzentrum. 

Für alle dieser Abschnitte finden sich auch geführte Privat- und Gruppentouren auf Seiten wie getyourguide

Wir hatten uns für einen persönlichen Fahrer nach Jinshanling entschieden, der dort wartete und uns anschließend wieder zurück nach Peking brachte. Hierdurch hatten wir die Gelegenheit, schon früh morgens loszufahren und die Mauer bereits gegen 8 Uhr morgens zu erreichen, die nahezu menschenleer war zu dieser Zeit. Die Fahrt inklusive Eintrittstickets hatten wir über unser Hotel gebucht, was uns für zwei Personen ca. 140€ kostete. 

Hier angekommen stiegen wir zur Mauer hinauf und wanderten ca. 3-4 Stunden die Mauer entlang, auf mal mehr und mal weniger steilen und teilweise noch gänzlich ursprünglichen Abschnitten. 

Am Ende des begehbaren Teils angekommen, stiegen wir wieder hinab zu einem anderen Parkplatz, wo unser Fahrer schon auf uns wartete.

Die Mauer als solche war wirklich ein beeindruckender Anblick, wie sie über die Bergrücken auf und ab und bis in weite Ferne verlief. 

Sie ist an unterschiedlichen Stellen heute unterbrochen, die Gesamtlänge aller Teile wird allerdings auf über 21.000 km geschätzt, was kaum vorstellbar erscheint. 

Bei Shanhaiguan findet sich noch heute das Ende der Mauer, welches in den Pazifik hereinragt und auch "Drachenkopf" genannt wird. 

Bestehend aus vermörtelten Werksteinen wurden in regelmäßigen Abständen über 1000 Türme auf der Mauer errichtet, die als Waffenlager und Signaltürme dienten. 

Zweck der Mauer war bei der Errichtung der Schutz gegen plündernde Völker aus dem Norden, unter anderem die Mongolen. 

Himmelstempel

Auch der Himmelstempel zählt zu den bekanntesten Highlights Pekings. 

Hier in der Tempelanlage beteten einst die Kaiser der Ming- und Qing Dynastien jährlich für eine gute Ernte. 

Anfang des 15. Jahrhunderts unter dem Kaiser Yongle erbaut, zählt der Tempel mittlerweile auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

Die Tempelanlage liegt südlich vom Stadtzentrum und ist von einer kilometerlangen Mauer umfasst. 

Das Zentrum der Anlage bildet der Himmelsaltar mit der Halle der Ernteopfer. 

Dabei handelt es sich um ein rundes Tempelgebäude mit seiner markanten blauen Farbe, welches auf einer dreistufigen Marmorterrasse platziert wurde. 

Auch ein Blick in die Halle mit ihrer bunten Verzierung lohnt sich hier, genau wie ein Spaziergang durch die umliegende Parkanlage mit bunten Blumenbeeten und Alleen. 

Für den Himmelstempel kann man ebenfalls bereits vorab online ein Ticket erwerben, welches wiederum unter anderem bei getyourguide für ca. 6-7€ zu erhältlich ist. 

Lama Tempel

Der Lama Tempel (auch Yonghe-Tempel genannt) ist eine weitere sehenswerte Tempelanlage. 

Während die Anlage ehemals als kaiserliche Residenz diente, wurde sie Mitte des 18. Jahrhunderts in einen lamaistischen Tempel umgebaut. 

Heute gilt er als eine der bekanntesten tibetisch-buddhistischen Tempelanlagen außerhalb von Tibet und täglich strömen Anhänger der Religion zum Beten auf das Gelände. 

Hier findet man neben zahlreichenden betende Menschen auch buddhistische Mönche, die ihre Rituale abhalten, vor und der Geruch der Räucherstäbchen liegt in der Luft. 

Aber auch die rot-gold verzierten Tempelgebäude für sich sind schon sehr sehenswert. 

Der Besuch des Lama Tempels ist ganztägig möglich und man erhält hier auch vor Ort noch ohne Probleme Eintrittstickets, die wiederum nicht teuer sind. 

Tian`anmen Platz

Der Tian`anmen Platz, auch bekannt als Platz des himmlischen Friedens, sollte bei einer Reise nach Peking definitiv auch nicht fehlen. 

Der Platz liegt im Zentrum der Stadt und gilt mit einer Fläche von knapp 40 ha als größter befestigter Platz der Welt. 

Begrenzt wird der Platz im Norden vom Tor des Himmlischen Friedens, hinter dem die Verbotene Stadt liegt, im Süden vom Mausoleum Mao Zedongs, im Osten vom Chinesischen Nationalmuseum und im Westen von der Großen Halle des Volkes

Im Laufe der Jahre fanden hier auf dem Platz und im Zusammenhang mit diesem einige bedeutende Ereignisse statt. 

Häufig wurden auf dem Platz Demonstrationen abgehalten, unter anderem gab es hier Ende der 90er-Jahre monatelange Proteste für eine Demokratie im Land. 

Diese Demonstrationen wurden von der Regierung und dem Militär gewaltsam aufgelöst und im Rahmen des heute so genannten "Tian`anmen-Massakers" wurden mehrere hunderte oder tausende Demonstranten blutig niedergeschlagen. 

In der neueren Geschichte hat der Platz eher im Rahmen der Eröffnung der Olympischen Spiele in China 2008 für Schlagzeilen gesorgt und täglich findet hier die Flaggenzeremonie statt, bei der zum Sonnenaufgang im Rahmen einer feierlichen Prozedur die chinesische Flagge gehisst und zum Sonnenuntergang ebenso wieder eingeholt wird. 

Dieses Event kann man sich als Tourist anschauen und ebenfalls im Vorfeld online Tickets erwerben. 

Weiteres

Neben den oben gelisteten Highlights, bietet Peking noch einige mehr. 

Ein weiteres dieser Highlights, welches wir zeitlich leider nicht mehr unterbekommen haben, ist bspw. die Anlage des Sommerpalasts. Hier stehen weniger die Gebäude, sondern vielmehr die sehenswerte Natur rund um die gigantischen Park- und Seenanlage im Mittelpunkt, durch die man bei schönem Wetter endlose Spaziergänge unternehmen kann. Auch der Sommerpalast liegt etwas außerhalb des Zentrums am nordwestlichen Stadtrand und man kann auch hier entweder nur Eintrittstickets oder ganze Touren (oft auch in Kombination mit der Chinesischen Mauer) buchen. 

Während eines Aufenthalts in Peking sollte man natürlich auch unbedingt einmal originale Peking-Ente probieren. Die Ente wird mehrere Stunden hängend in speziellen Öfen gegart und dann meist von einem Koch direkt am Tisch in dünne Scheiben geschnitten und mit unterschiedlichen Beilagen serviert. Meist wickelt man dabei das Fleisch zusammen mit Gemüse und Soße in dünne Teig-"Pfannkuchen" und isst diese wie einen Wrap - geschmacklich absolut top!

Allgemein sind die lokalen Gerichte in den Restaurants Pekings ein weiteres Highlight. 

Wer neben den touristischen Sehenswürdigkeiten etwas mehr Ruhe sucht, der sollte sich außerdem das lokale Leben in den Hutongs anschauen. Wobei so richtig ruhig geht es hier manchmal gar nicht zu, wenn sich hier Autos, Fahrräder und Roller durch die engen Gassen quetschen. Besonders sehenswert sind für mich die beiden Hutongs Nan Luo Gu Xiang und Wudaoying mit vielen leckeren Restaurants und netten Cafés. Die Kaffeszene ist in Peking und auch im restlichen Land übrigens, für uns überraschend, außergewöhnlich gut gewesen. 

Auch den Bell & Drum Tower, den man nahezu in jeder größeren Stadt findet, kann man in Peking besichtigen, ich fand diese allerdings nicht so beeindruckend. 

Weitere Viertel die einen Besuch wert sind, sind Wangfujing mit der großen Fußgängerzone und einigen Einkaufsmalls und auch die Fußgängerzone im Qianmen-Viertel, zwischen Tian`anmen Square und Himmelstempel, lockt mit zahlreichen Food-Ständen und traditionellen Geschäften. 


Tagesplanung

Tag 1: Ankunft in Peking, Lama Tempel & Hutongs

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Abu Dhabi erreichten wir Peking am Morgen nach unserem Abflugtag.

Hier checkten wir erst einmal im Hotel ein und machten uns dann auf den Weg zum Nan Luo Gu Xiang Hutong, wo wir uns einen Kaffee beim Stillwater Cafe holten.

Von hier schlenderten wir durch die Straßen, vorbei am Bell & Drum Tower zum Lama Tempel. Auf dem Weg aßen wir beim Xianlaoman Restaurant Dumplings zum Mittag. 

Anschließend fuhren wir mit dem Didi zum Jingshan Berg, von dem aus wir den Blick über die Stadt genossen und aßen direkt bei unserem Hotel zu Abend bei China Hand-Pulled Noodles with Beef of Lanzhou.

Tag 2: Verbotene Stadt, Himmelstempel & Tian`anmen Platz

Tag 2 starteten wir mit einem Besuch der Verbotenen Stadt. Hierfür hatten wir 2 Wochen im Voraus online Tickets für den frühesten Slot gebucht. 

Gegen Mittag fuhren wir weiter zum Qianmen-Viertel, wo wir durch die Gassen bummelten und eine Kaffee beim Peoples Cafe tranken. 

Von dort spazierten wir dann weiter zum Himmelstempel und erkundeten auch hier nach der Besichtigung des Tempels noch die schöne Gartenanlage.

Zum (späten) Mittagessen stand für heute eine Pekingente bei Siji Minfu Roasted Duck auf dem Plan.

Gegen 17:30 fanden wir uns beim Platz des Himmlischen Friedens (Tian`anmen Platz) ein, um die Flaggenzeremonie zu beobachten und abends spazierten wir durch die Wangfujing Shopping Street, wo wir uns auch eine Kleinigkeit zum Abendessen holten. 

Tag 3: Chinesische Mauer & Wudaoying Hutong

Unseren dritten und letzten Tag in der chinesischen Hauptstadt starteten wir mit einem unserer absoluten Highlights. Über unsere Unterkunft hatten wir einen privaten Fahrer gebucht, der uns bereits früh morgens um 6 Uhr abholte und ins 2 1/2 Stunden entfernte Jinshanling zur Chinesischen Mauer brachte. 

Für die Mauer nahmen wir uns ordentlich Zeit und wanderten (an manchen Stellen war es tatsächlich ziemlich steil) für 3-4 Stunden die Mauer entlang, bis wir am Ende wieder zu einem Parkplatz hinabstiegen, wo unser Fahrer schon auf uns wartete und zurück nach Peking brachte. 

Nachdem wir gegen frühen Nachmittag wieder die Stadt erreichten, ging es für uns zum Mittagessen zu Fangzuhuanchang No. 69

Nachmittags schlenderten wir zum Abschluss noch ein wenig durch Pekings Straßen. Insbesondere das Wudaoying Hutong hat uns dabei sehr gut gefallen. Dort holten wir uns auch noch einen Kaffee im Metal Hands Coffee.

Abendessen gab es für uns an diesem Tag beim Yin & Out Lijiang Theme Restaurant

Tag 4: Flug nach Xi`An

Am nächsten Tag flogen wir früh morgens weiter nach Xi`an. 

Abwandlungen:

Wir wollten unseren Aufenthalt in Peking nicht überfrachten. Wer es aber schafft, den Sommerpalast noch unterzubringen, der macht sicherlich nichts falsch. Gerade wenn man noch einen Tag mehr in Peking hat, sollte man diesen unbedingt besuchen. 


Wissenswertes

Anreise:

Nach China gelangt man von Europa aus per Flug am besten nach Peking oder Shanghai, die beiden Flughäfen mit der besten internationalen Anbindung. In die Stadt kommt man dann von den meisten chinesischen Flughäfen am besten mit dem Didi (chinesisches Uber), was auch sehr günstig ist. Die Distanzen sind oft sehr weit und wenn man dann noch in die Rush Hour gerät, ist man oft auch länger als eine Stunde unterwegs. 

Die so genannten E-Hailing Stationen, wo man mit dem Didi abgeholt wird sind im Flughafen stets sehr gut ausgeschildert, sodass die Abholung recht unkompliziert organisiert werden kann.

Fortbewegung vor Ort:

In den Städten Chinas bewältigt man eigentlich so ziemlich alle Strecken mit dem Didi (chinesisches Uber). Das ist nicht nur äußerst komfortabel, sondern auch ausgesprochen günstig. Auch für längere Fahrten, wie zur Chinesischen Mauer oder zum Sommerpalast, haben wir es uns meist einfach gemacht und ein Didi gerufen. Man bekommt in der Regel auch immer eins. Einziger Nachteil ist, wenn man zur Rush Hour in die Hauptverkehrszeit gelangt, kann es schonmal dauern, sodass man für 2km 20 Minuten braucht und am liebsten aussteigen und einfach laufen möchte. 

In Peking gibt es zwar auch ein gutes Busnetz, wir entschieden uns allerdings immer für die unkompliziertere Variante mit dem Didi.

Die Distanzen sind leider meist viel zu weit zum Laufen. Einzig in Xi`An haben wir tatsächlich das meiste zu Fuß gemacht. 

Wenn man sich für die Busse entscheidet, kann man in der Regel mit den klassischen Zahlungs-Apps WeChat und Alipay bezahlen. 

Sicherheit:

China und Peking war ausgesprochen sicher. Nicht nur aufgrund der zahlreichen Kameras in den öffentlichen Straßen, teilweise an nahezu jeder Ecke, braucht man sich hier zu keiner Tages- oder Nachtzeit Sorgen machen. Auch Frauen können hier im Land problemlos alleine reisen und auch noch nachts durch die Straßen laufen. 

Diebstahl existiert hier ebenfalls praktisch nicht und so konnten wir bspw. ohne Sorge unsere großen Koffer im Zuggang einige Meter entfernt stehen lassen. 

Beste Reisezeit:

Eine generelle Aussage darüber, was für China die beste Reisezeit ist, lässt sich gar nicht so einfach treffen, da es stark davon abhängt, wohin genau man reisen möchte. Da das Land derart riesig ist, gibt es die unterschiedlichsten Klimazonen. 

Für eine klassische Rundreise, und somit auch für Peking, bieten sich jedoch die Monate April/Mai und September-November an. Dann ist es nicht zu heiß und feucht und auch nicht zu kalt. Vermeiden sollte man allerdings (nicht wie wir) die Golden Week in der ersten Oktoberwoche, da es wirklich stellenweise unerträglich voll werden kann. 

Gesundheit & Impfungen:

Besondere Impfungen braucht man auch für China nicht. Es empfiehlt sich einfach die Standard-Impfungen für Auslandsreisen up to date zu halten und ggf. Tollwut, aber man kann den Affen in den Nationalparks auch aus dem Weg gehen. 

Wenn man doch einmal ärztlichen Rat/Behandlung braucht, dann gibt es grundsätzlich in den Städten eine gute ärztliche Versorgung und Apotheken. 

Das Tragen einer Maske kann sich in manchen sehr vollen Bahnen etc. anbieten und wird auch von vielen Einheimischen noch so praktiziert.

Sprache:

In China wird nahezu ausnahmslos Chinesich gesprochen. Und wenn ich nahezu ausnahmslos sage, dann meine ich das auch. Selbst die einfachsten englischen Wörter und Sätze versteht hier kaum jemand. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, insbesondere in Städten mit vielen internationalen Expats wie Shanghai, aber man sollte sich definitiv nicht darauf verlassen. Der Google Übersetzer ist hier dein bester Freund. Wobei wir sogar festgestellt haben, dass die Chinesen auf vorgezeigte Übersetzungstexte gerne auf Chinesich antworten, was dann auch wiederum nicht weiterhilft.

Währung und Zahlungsarten:

Die Währung in China hat unterschiedliche Bezeichnungen - das früher gebräuchlichere Yuan oder das heute offizielle Renminbi (RMB oder CNY).

Tatsächlich sind wir aber während unserer gesamten Zeit nicht einmal mit Bargeld in Berührung bekommen. Man zahlt eigentlich alles bargeldlos mit den Zahlungs-Apps Alipay und WeChat. Siehe Abschnitt Apps für mehr Infos.

Hygiene:

Grundsätzlich ist die Hygiene in China in Ordnung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man zum Zähneputzen und Trinken lieber abgepacktes Wasser nutzen, aber ansonsten hat man normalerweise keine Probleme. Lediglich vielleicht durch das teilweise sehr scharfe Essen, welches der Verdauung Probleme bereiten kann.

Öffentliche Toiletten gibt es nahezu überall, mal mehr mal weniger sauber und nicht alle sind mit Toilettenpapier oder Seife ausgestattet, weshalb man Taschentücher und Handdesinfektion im besten Fall dabei hat. 

Tickets:

In Sachen Tickets für Attraktionen und Eintritt gibt es in China ebenfalls das ein oder andere zu beachten. 

Wichtig ist bei einigen Attraktionen, dass man im Voraus bucht, bspw. bei der Verbotenen Stadt mindestens 1-2 Wochen vor geplantem Besuch. 

Am besten ist, wenn man bei sämtlichen geplanten Aktivitäten, wie Verbotene Stadt, Himmelstempel & Platz des Himmlischen Friedens in Peking, ab ca. 2-3 Wochen im Voraus die Verfügbarkeiten checkt und wenn der Plan ohnehin schon steht, am besten auch direkt bucht. 

Buchen kann man über die klassischen Buchungsseiten wie getyourguide oder viator, aber teilweise auch klook oder trip.com.

Insgesamt muss man bei den meisten Ticketbuchungen seine Reisepassnummer angeben und erhält dann gar kein richtiges Ticket, sondern scannt am Eingang einfach nur seinen Reisepass  um zu passieren. Auch wenn man bei manchen Buchungen über getyourguide einen QR-Code erhält, so wird dieser in aller Regel nicht zum Eintritt berechtigen, sondern der Anbieter schickt euch per Mail, wenn neben dem Pass überhaupt erforderlich, einen extra Code. Man sollte also definitiv seinen Posteingang in der App und seine Mails vorab checken. 

Auch sollte man bei der Buchung, bspw. Verbotene Stadt, darauf achten, ob es eine geführte Tour ist. Je nachdem ob man das möchte, ist es oft günstiger nur das Eintrittsticket zu buchen und selbst mit dem Didi dorthin zu fahren. 

Einreise & Visum:

Während unserer Reise 2025 war für China kein Visum nötig - zumindest nicht für eine touristische Einreise von bis zu 30 Tagen. 

Diese Regelung galt jedoch zunächst befristet bis Ende 2025 und so sollte man sich immer auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Reisebestimmungen informieren. 

Wichtig ist definitiv, dass man alle Angaben korrekt macht. Bei mir gab es bspw. hin und wieder ein Problem, da ich meinen Zweitnamen, der im Pass steht, nicht angegeben hatte. Am Ende hat es dann aber doch immer geklappt. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

In China wird man außerdem vermutlich etwas mehr Datenvolumen benötigen, wenn man seine westlichen Apps wie WhatsApp, Instagram und co nutzen möchte. Grund dafür ist, dass diese Apps in China grundsätzlich gesperrt sind und man sie deshalb nicht nutzen kann, wenn man bspw. mit dem Hotel-WLAN verbunden ist. Wir haben deshalb eigentlich nie irgendwo das WLAN genutzt und dementsprechend mehr Datenvolumen verbraucht. 

Positiv ist, dass bei der Nutzung einer eSim von Airalo zusätzlich ein VPN direkt installiert ist und man somit dann keinen zusätzlichen VPN herunterladen muss, um seine üblichen Apps nutzen zu können. 

Apps:

Insbesondere in China braucht man ein paar Apps definitiv. 

Alipay: Zahlen ist überall mit der App möglich. Wichtig ist, dass man die App im Vorfeld einrichtet und sich registriert. Die letzte Authentifizierung kann dann erst in China durchgeführt werden, jedoch sollte man sich im Vorfeld schon um alles weitere kümmern (Kreditkarte hinterlegen und sich identifizieren). Wer hier Hilfe braucht, schaut euch am besten ein Video dazu an. Man zahlt dann vor Ort mithilfe von QR Codes. Man kann sich in der App alles direkt übersetzen lassen. 

Wechat: Die zweite Zahlungsapp und zeitgleich der Messenger (WhatsApp Chinas). Mit WeChat kann man außerdem Zahlungen an Privatpersonen schicken und auch an vielen Highlights Tickets oder Zusatzoptionen einfach buchen. Leider gab es hier keine Übersetzungsfunktion.

Trip.com: Für Zug- und Flugbuchung, auch Hotelbuchung möglich. 

AMap: Das Google Maps Chinas, Google Maps funktioniert hier nicht und deshalb braucht man Amap, um sich zurecht zu finden. Auch findet man viele Restaurants etc. bei Google Maps nicht, sodass AMap auch schon bei der Reiseplanung hilfreich ist, bei der man diese Spots direkt in der App einspeichern kann.

GoogleTranslate: Wie unter Sprachen schon geschrieben, absolut notwendig, um sich notfalls zu verständigen. 

Airalo: Für eine eSim mit vorinstalliertem VPN, um auf allen Apps online bleiben zu können. 

Sonstiges:

Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und China/Südkorea beträgt 6-7 Stunden. 

Die Chinesen sind definitiv ein spezielles Volk und an viele Eigenschaften und Verhaltensweisen muss man sich als Europäer erst einmal gewöhnen. Auch wenn es in den letzten Jahren wohl weniger geworden ist, darf man sich über laute Spuck- und Rotzgeräusche auf den Straßen auch heute nicht wundern. Sobald es um einen Eintritt in einen Park oder Bus/Bahn geht, werden in der Regel die Ellenbogen ausgefahren und es wird ordentlich gedrängelt - das scheint ebenfalls ganz normal zu sein. Die Chinesen haben offenbar ein geringeres Bedürfnis nach Personal Space und auch das macht sich bemerkbar. Und auch darüber hinaus werden einem immer wieder Dinge auffallen, die man so nicht gewohnt ist. Als Deutscher und insbesondere wenn man blond ist, kann man sich auch auf recht unverhohlenes finger pointing einstellen oder darauf, dass man mit großen Augen angestarrt oder nach einem gemeinsamen Foto gefragt wird. 

Positiv ist uns neben den zahlreichen öffentlichen Toiletten auch die große Anzahl an Powerbank-Stationen aufgefallen, bei denen man eine Powerbank ausleihen und an einem beliebigen Standort wieder abgeben kann. Man sollte deshalb darauf verzichten, seine eigene Powerbank mitzubringen, denn auch unsere mussten wir leider bei einer Flughafenkontrolle zurücklassen, denn man darf nur solche mit sich führen, die die spezielle CCC Markierung haben.

Essen ist in China übrigens sehr günstig, in Hong Kong allerdings deutlich teurer und in die Restaurantpreise in Seoul liegen irgendwo dazwischen. Trinkgeld muss man insbesondere in China nicht geben, bzw. wird es teilweise sogar als unhöflich angesehen. In China wird man auch häufig sehen, dass noch halb volle Teller zurückgelassen werden, das liegt darin, dass man damit in China zeigt, dass das Essen genug war. 

Zwar gibt es auch in China viele öffentliche Toiletten, allerdings muss man sich darauf einstellen, dass es häufiger nur "Hocktoiletten" gibt, die mehr oder weniger ein Loch im Boden sind. 

In China darf man außerdem auch in vielen geschlossenen Räumen, wie Restaurants oder öffentlichen Toiletten etc. noch rauchen. 

Sicherheitshalber solltest du einen Stromadapter mitnehmen, da nicht jedes Hotel deutsche Steckdosen hat. Hier gibt es in China drei verschiedene weit verbreitete Steckdosen - Typ A, C und I. Im besten Fall nimmt man also einen Universaladapter, der alle abdeckt, mit. 


Unterkunftsempfehlungen

In China gibt es in jeder Stadt mehrere gute Hotels, ich liste im Folgenden das auf, auf das unsere Wahl am Ende in Peking gefallen ist und wieso:

Dieses ist nur eine Option und man wird auf den klassischen Buchungsseiten ganz gut fündig. Am wichtigsten ist grundsätzlich eine zentrale Lage, um nicht zu viel Zeit im Verkehr der jeweiligen Stadt zu verlieren. 


Essensempfehlungen

Das Essen in China ist wirklich ausgesprochen gut und eines der Highlights auf der Reise. Entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist es auch sehr vielfältig und nein, man isst hier üblicherweise weder Hund, noch Katze oder etwas anderes Exotisches. Das gewöhnungsbedürftigste, was wir an manchen Street Food Ständen gesehen haben, waren Schweinefüße und wir hatten hier immer genug leckere Alternativen, dass wir uns da nicht herantrauen mussten. 

Typische Speisen:

China (stark unterschiedlich je nach Region):

  • Pekingente: Unglaublich lecker, mehrere Stunden gegart und mit Gemüse und dünnen Teigfladen serviert;
  • Dumplings: Teigtaschen gefüllt mit unterschiedlichsten Inhalten;
  • Kungpao Chicken: Das aus der Region Sichuan stammende Gericht besteht aus Hühnchen, Erdnüssen und Gemüse;
  • Hotpot: Hier gruppiert man sich um einen Topf mit heißer Brühe und jeder gart sein Fleisch/Fisch oder Gemüse; 
  • Mapo-Tofu: Auch der scharf gewürzte Tofu hat seinen Ursprung in der Sichuan Region;
  • Nudelvariationen: Als kalter Nudelsalat, heiße Nudelsuppe oder regionale Besonderheiten wie BiangBiang Nudeln;
  • Gebratener Reis: Gebratener Reis mit Gemüse, auch gerne mit Schweinefleisch serviert;
  • Roujiamo: Die Teigtaschen mit Fleisch (chinesischer Döner) sind ein beliebtes Streetfood Gericht, insbesondere um Xi`An;
  • Frühlingsrollen: Die gefüllten frittierten Teigtaschen sind auch in Deutschland gut bekannt, ebenso wie Glückskekse;
  • Schwein süß-sauer: Knuspriges Schweinefleisch in einer süß-sauer Soße;
  • Grüner Tee: Gibt es in China im Grunde überall.

Restaurant-Tipps:

Jede Stadt für sich hat einige sehr gute Restaurants, die wir definitiv empfehlen können. Ich verlinke die Restaurants bei Google Maps, allerdings besteht hier die Gefahr, dass bestimmte Orte dort gar nicht oder falsch verortet sind. Auch die Bewertung auf Google Maps ist gar nicht aussagekräftig. Es macht deshalb auf jeden Fall Sinn, die Namen lieber bei AMap zu suchen und sich dort abzuspeichern.
Schaue auch gerne in meinen Instagram Guides, in denen ich die Locations genauer beschreibe:

Peking:

Café-Tipps:

Wie schon erwähnt war die Kaffee-Szene in China tatsächlich ausgesprochen gut. Die besten Empfehlungen für Kaffee & Frühstück liste ich euch hier auf, viele sind nur bei AMap unter dem Namen zu finden (checke auch hierzu gerne meine Instagram Guides):

Peking: 

  • Jinsghui StillWater (Gulou East Street - bei AMap)
  • Metal Hands (Wudaoying Hutong)
  • People Cafe (Qianmen Branch - bei AMap)

Fotoeindrücke


Peking hat uns wirklich super gefallen und war der perfekte Startpunkt für unsere Chinareise. Wir haben hier mit der Verbotenen Stadt und der Chinesischen Mauer zwei der größten Highlight direkt am Anfang erleben können und im Vergleich zu manchen anderen Städten die ruhigere und angenehme Atmosphäre sehr genossen. 

Wir kommen sicher nochmal wieder nach Peking.

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Guides

Beijing English

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Peking Deutsch

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