7 Tage - Patagonien (Rundreise)

Patagonien - weite Ebenen, imposante Bergmassive, gigantische Gletscher und eine einzigartige Tierwelt - das alles macht die Region zu einer der landschaftlich interessantesten auf der ganzen Welt. 

Wir haben uns bei unserem  einwöchigen Trip auf 3 Hauptziele beschränken müssen - El Chaltén und El Calafate in Argentinien und Torres del Paine in Chile.

Besonders genossen haben wir das Gefühl von Freiheit auf den langen Highways und die unglaubliche Natur.

Natürlich hätte auch Patagonien noch mehr Ziele zu bieten gehabt, die ich im Folgenden auch erwähne, aber dadurch, dass wir auch Rio und Buenos Aires mit ausreichend Zeit in unseren Plan integrieren wollten, mussten wir uns auf diese Highlights beschränken.

Warum wir uns gerade für diese Route entschieden haben, erzähle ich im Folgenden. Außerdem gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Routenplanung
  2. Highlights
  3. Tagesplanung
  4. Wissenswertes
  5. Unterkunftsempfehlungen
  6. Essensempfehlungen
  7. Fotoeindrücke
  8. Fazit

Wir haben diese Reise Ende Februar/Anfang März 2026 unternommen.

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.

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Routenplanung

Von Buenos Aires ging unser Flug nach El Calafate, von wo wir direkt mit dem Mietwagen weiter nach El Chaltén fuhren, um dort die nächsten 3 Tage zu verbringen.

Im Anschluss fuhren wir dann über die chilenische Grenze und bis nach Puerto Natales. Bei dieser Fahrt ist wichtig, dass man erst in El Calafate noch einmal das Auto tankt und dann nimmt man am besten die Route über Esperanza und Rio Turbio, wo man die Grenze überquert. 

Nach einer Übernachtung in der kleinen Hafenstadt, setzten wir unseren Trip in den Torres del Paine Nationalpark fort, für den wir 2 Tage geplant hatten und auch eine Nacht im Park im Camp El Chileno übernachteten.

Nach einer weiteren Nacht in Puerto Natales, fuhren wir dann zurück nach El Calafate, wo wir auch den restlichen Tag noch verbrachten und einen Ausflug zum Perito Moreno Gletscher machten.

Am nächsten Morgen ging es dann zurück nach Buenos Aires.


Sehenswertes

Patagonien stand schon länger auf unserer Wunschliste ganz weit oben.  Die Gründe dafür sind mit Blick auf die hier aufgeführten Highlights relativ schnell ersichtlich -  unberührte Natur, gewaltige Bergmassive, wunderschöne klare Seen, Gletscherformationen, eine vielfältige Tierwelt und unendliche Weiten - das alles macht Patagonien zu einer der landschaftlich atemberaubendsten Regionen der Welt. 

El Chaltén

El Chaltén war für uns das erste Ziel im Rahmen unseres Patagonien-Roadtrips und gilt als echtes Wanderparadies. Für die meisten Wanderungen benötigt man neuerdings ein Nationalpark-Eintrittsticket - dazu mehr unter "Good to know".

Fitz Roy

DAS Highlight der Region El Chaltén, das sinnbildlich für ganz Patagonien steht, ist sicherlich die spitze Bergformation mit dem Namen Fitz Roy, auch Cerro Fitzroy genannt. 

Dieser Granitberg ist mit seiner Höhe von gut 3400 Metern aus allen Richtungen des flachen Umlandes gut zu sehen. 

Er liegt genau auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien und gehört somit gleich zu zwei Nationalparks - dem Nationalpark Los Glaciares in Argentinien, sowie dem Nationalpark Bernardo O`Higgins auf der chilenischen Seite. 

Während er allgemein unter dem Namen Fitz Roy, dem Namen des Kapitäns von Darwins Forschungsschiff, bekannt ist, so nennen ihn die Ureinwohner "Chaltén", was "der Rauchende" bedeutet. Grund dafür sind die oft an den Gipfeln hängenden Wolken. Der Berg ist damit auch Namensgeber des kleinen Ortes El Chaltén.

Die Besteigung des Gipfels ist aufgrund der steilen und schroffen Felswand sehr anspruchsvoll und so gelang die Erstbesteigung erst Mitte des 20. Jahrhunderts. 

Die meisten klassischen Touristen genießen aber ohnehin eher den Anblick auf den zahlreichen Wanderwegen um den Berg herum. 

Wanderung zur Laguna Torre

Eine der beliebtesten der angesprochenen Wanderungen ist die zur Laguna Torre.

Die Wanderung startet direkt im Dorf von El Chaltén und dauert ca. 7 Stunden.

Während der Wanderung zur Lagune und wieder zurück legt man ca. 18km zurück, wobei die Steigungen und die Schwierigkeit des Weges eher moderat sind. 

Das Highlight und auch der Namensgeber der Lagune ist der extrem spitze und markante Cerro Torre Berg.

Wie eine Nadel ragt dieser Berg in die Höhe und die sehr steilen Granitwände, die zudem noch oft von einer Eisschicht umhüllt sind, machen das Erklimmen derart schwierig, dass es jährlich nur 6-8 Personen gelingt. 

Nachdem der Beginn der Wanderung zur Lagune stetig, aber nicht übermäßig steil, bergauf geht, verläuft ein Großteil der Strecke anschließend relativ eben mit nur kleineren Steigungen und Senkungen, über freie Ebenen und durch kleine Wälder hindurch. 

An der Lagune angekommen, eröffnet sich einem - bei gutem Wetter, das ist leider in Patagonien nie garantiert - ein toller Blick auf kleinere und größere Eisschollen, die auf dem Wasser treiben, einen riesigen und blau schimmernden Gletscher im Hintergrund und wenn es ganz wolkenlos ist - auf den mächtigen Cerro Torre.

Wanderung zur Laguna de los Tres

Die bekannteste und beliebteste Wanderung rund um El Chaltén ist die zur Laguna de los Tres.

Insbesondere zum Sonnenaufgang wandert an einem Tag mit guten Wetteraussichten nahezu das ganze Dorf hinauf zur Lagune. 

Das frühe Aufstehen lohnt sich auch definitiv, wenn man die von der Sonne rot beleuchteten Berggipfel des Fitz Roy und der umliegenden Berge sieht, die nicht umsonst das Logo der Kleidungsmarke Patagonia bilden. 

Wenn es nicht zu windig ist, spiegelt sich das Bergmassiv außerdem in der türkisblauen Lagune im Vordergrund. 

Verglichen mit der Wanderung zur Laguna Torre ist diese Wanderung zwar streckenmäßig nur unwesentlich weiter, mit gut 20 km für Hin- und Rückweg, dafür aber doch deutlich anspruchsvoller. 

Das gilt auch, wenn man nicht schon nachts in völliger Dunkelheit startet, sondern bei Tageslicht. 

Zwar sind die ersten 90% der Wanderung ebenfalls sehr moderat und außer, dass man in der Dunkelheit auf der ein oder anderen rutschigen Holzlatte über kleine Bäche balancieren muss, ist dieser Abschnitt mit einer soliden Grundfitness gut machbar. 

Der letzte gute Kilometer hat es dann aber doch noch einmal richtig in sich, denn auf diesem muss man gut 400 Höhenmeter zurücklegen, um zur Lagune zu gelangen - und das nachdem man von den ersten gut 9 Kilometern ja auch schon etwas erschöpft ist. 

Macht man, wie wir, die Tour zum Sonnenaufgang und in der Dunkelheit, dann kann es schon mal etwas entmutigend sein, wenn man während des Aufstieges immer mal wieder die Lichter der Stirnlampen anderer Wanderer vor sich sieht, die gefühlt unerreichbar weit weg und vor allem weit oben sind. 

Man sollte für die Wanderung zur Lagune schon mindestens 4 Stunden von El Chaltén einplanen und entsprechend der Jahreszeit mit ausreichend Puffer bis zum Sonnenaufgang starten. Wir starteten im Februar bspw. schon vor 2 Uhr nachts. 

Oben angekommen hat man dann die Möglichkeit den Sonnenaufgang entweder direkt unten vom Seeufer zu erleben, oder von der Erhöhung rund um den See. 

Wie wir leider erst später festgestellt haben, lohnt es sich auch, oben angekommen, noch einmal ein Stück weiter zu einer Erhöhung am linken Rand zu wandern, um von da noch einen weiteren Blick auf eine zweite hinter dem Hügel liegende Lagune zu haben. 

Für diese Wanderung sollte man definitiv an eine Stirnlampe für den Aufstieg im Dunkeln denken, sowie an ausreichend warme Kleiderschichten. Insbesondere vor dem Sonnenaufgang ist es oben richtig kalt. 

Wenn man genug Platz im Rucksack hat, kann man auch eine Isomatte oder Decke mitbringen, um etwas bequemer und wärmer sitzen und auf den Sonnenaufgang warten zu können. 

Besonders schön an der Sonnenaufgangswanderung ist, dass man dann beim Abstieg alles zum ersten mal  bei Tageslicht sieht und es sich damit nicht so eintönig anfühlt, auf demselben Weg wieder zurückzuwandern. 

Für mehr Abwechslung gibt es außerdem die Möglichkeit, über die Laguna Capri zurückzuwandern, was nicht wesentlich länger ist. 

Wer nicht ganz so früh aufstehen möchte, der kann auch mit einem Zelt beim Camp Poincenot übernachten und hat dann entsprechend nur eine kürzere Wanderung zum Sonnenaufgang vor sich. 

Die Wanderung zur Laguna de los Tres ist wirklich ein echtes Highlight und gehört für mich definitiv zu denjenigen, die man im Leben einmal gemacht haben sollte. 

Dass so viele andere Touristen mit einem an der Lagune sind, habe ich nicht als besonders störend empfunden, da es sich oben ganz gut verteilt. 

El Chaltén

Auch El Chaltén selbst sollte in der Liste der Highlights der Region durchaus erwähnt werden. 

Der Ort blickt noch auf eine recht kurze Historie zurück, denn er wurde tatsächlich erst Ende 1985 gegründet, doch seitdem hat er sich in rasender Geschwindigkeit entwickelt. 

Mittlerweile beherbergt El Chaltén zahlreiche Restaurants, Cafés, Hotels, eine Apotheke und sogar Bars

Hier bekommt man verpflegungstechnisch alles, was man braucht - von Bäckereiware, bis hin zu Snacks und Getränken für die Wanderungen.  Man braucht sich hiermit also nicht großartig vorher eindecken. 

Besonders angenehm ist, dass man die bekanntesten Wanderungen der Region direkt vom Ortszentrum starten kann und auch die Übernachtungskosten halten sich im Ort noch halbwegs in Grenzen. 

Wenn man dann erschöpft von einer Wanderung zurückkommt, genießt man außerdem die große Auswahl an Cafés für ein Stück Kuchen oder an unterschiedlichen Restaurants - typisch argentinisch, italienisch und mehr. 

Die Fahrtzeit nach El Chaltén vom nächstgelegenen Flughafen in El Calafate beträgt gute 2 Stunden und bereits die Anfahrt auf dem langen Highway mit der über dem Dorf aufragenden Gebirgskette des Fitz Roy im Hintergrund, ist ein echtes Highlight. 

Mirador de los Condores & Chorillo del Salto

Da man für El Chaltén neben den beiden vollen Tagen für die oben genannten Wanderungen mindestens noch einen halben Ankunftstag einplanen sollte, bieten zwei kleinere Wanderungen eine ideale Möglichkeit, sich schon einmal "warmzuwandern".

Außerdem schadet es grundsätzlich nicht, wenn man die Zeit hat, aufgrund des wechselhaften Wetters noch den ein oder anderen Puffertag einzuplanen und auch an einem solchen bieten diese Wanderungen mit einer Gesamtzeit von maximal 2-3 Stunden, gute Optionen. 

Auch der Weg zum Aussichtspunkt Mirador de los Condores startet direkt in El Chaltén und geht nur moderat bergauf. Alternativ kann man zum etwas weiter entfernten Mirador de las Aguilas wandern, was ebenfalls keine besonders lange oder anstrengende Wanderung ist. Mit etwas Glück kann man hier den Blick auf die über einem schwebenden Kondore genießen, die dem Aussichtspunkt auch seinen Namen geben und außerdem hat man einen schönen Blick über das Dorf und die dahinterliegende Bergkette - insbesondere zum Sonnenuntergang.

Der Wanderweg zum Chorillo del Salto, einem schönen Wasserfall, startet wiederum von El Chaltén und man kann auch zu einem Parkplatz in nächster Nähe fahren, von wo aus man nur ein paar Schritte zum Wasserfall laufen muss. 

Weiteres

Abschließend kann man also sagen, dass El Chaltén ein netter kleiner Ort und Ausgangspunkt für einige der schönsten und bekanntesten Wanderungen in ganz Patagonien ist.

Natürlich gibt es von hier aus noch zahlreiche weitere Wanderwege, wie der zur Piedra de Fraile oder auch zum Loma del Pliegue Tumbado, aber auch Mehrtageswanderungen wie den Huemul Circuit

Wer allerdings, wie wir, nur 3-4 Tage zur Verfügung hat, der sollte sich in erster Linie auf die oben genannten Wanderungen konzentrieren. 


Torres del Paine

Unser nächster Stopp der Reise war der Nationalpark Torres del Paine im südlichen Chile. Hierfür fuhren wir früh morgens los von El Chaltén, machten eine kurze Tank- und Kaffeepause in El Calafate und dann überquerten wir bei Rio Turbio die Grenze nach Chile und steuerten auf den kleinen Ort Puerto Natales zu.

Base Torres

Den Blick, den sicherlich jeder zu allererst mit dem Nationalpark Torres del Paine verbindet, hat man von der Lagune Base Torres. Hier sieht man die drei markanten und spitzen Granitberge vor sich aufragen. 

Die Lagune von Bas Torres erreicht man durch eine Wanderung und der direkte Weg führt einen vom Welcome Center beim Hotel Las Torres, wo man auch sein Auto parken kann, in ca. 4 Stunden bergauf zur Lagune. 

Hierbei kommt man nach ca. der Hälfte der Zeit am Camp El Chileno vorbei und wandert dann die nächsten 60-90 Minuten weiter moderat bergauf, bevor der letzte Teil dann doch wieder etwas steil bis zur Lagune führt. 

Bei der Lagune angekommen, bietet sich einem der ikonische Blick auf die Granittürme, zumindest wenn das Wetter sie nicht gänzlich in Wolken hüllt. 

Auch die Wanderung zur Base Torres zum Sonnenaufgang ist ein echtes Highlight, wenn die Berge von der aufgehenden Sonne rot angeleuchtet werden. 

Nun kann jeder ausrechnen, wenn man für die Wanderung bis ganz nach oben mindestens 4 Stunden im Dunkeln braucht und dazu noch in Puerto Natales (dem nächstgelegenen Ort mit bezahlbaren Unterkünften) übernachtet, von wo die Fahrtzeit zum Welcome Center knapp 2 Stunden beträgt, wann man dann entsprechend schon aufstehen muss. 

Hier lohnt es sich deshalb, eine Nacht im Camp El Chileno zu verbringen, sodass man nur 2 Stunden vor Sonnenaufgang aufstehen und loswandern muss. 

Camp El Chileno

Während wir im Vorfeld doch etwas Respekt vor der Übernachtung im Zelt im Chileno Camp hatten, vor allem bei den nächtlichen kalten Temperaturen, so hat sich das Camp am Ende doch als weiteres Highlight entpuppt. 

Dazu beigetragen hat das sehr leckere Dinner-Menü mit 3 Gängen, die komfortablen und wetterfesten Zelte, die auf Stelzen errichtet und somit über dem Boden aufgebaut waren, ein kleines nettes Café für Snacks und Getränke und vor allem die jederzeit zugänglichen heißen Duschen

Ursprünglich hatten wir hier im Camp sogar zwei Nächte gebucht, um uns flexibel für den besseren Wettertag für die Sonnenaufgangswanderung zu entscheiden. 

Tatsächlich mussten wir dann aber feststellen, dass schon der erste Morgen nur okay war und der nächste Tag sogar noch schlechter mit viel Regen werden sollte (damit muss man in Patagonien leider auch immer mal rechnen). 

Wir entschieden uns deshalb, die zweite Nacht zu stornieren, was angesichts des hohen Übernachtungspreises schon etwas wehtat, uns im Nachhinein aber dann einen Tag extra in Buenos Aires bei bestem Wetter verschaffte. 

Eine Übernachtung für zwei Personen im Zelt kostete tatsächlich 300$ und mit Abendessen war man hier bereits bei ca. 370$, definitiv unsere teuerste Unterkunft der Reise, aber teilweise auch wieder verständlich, wenn man bedenkt, was es für ein logistischer Aufwand ist, alles Nötige, Essen etc. mit Pferden zum Camp zu bringen. Aber insgesamt sind die Preise im Nationalpark schon sehr hoch.

Los Cuernos

Die bekannteste Bergfront im Nationalpark, direkt nach den drei Torres, sind sicherlich die Cuernos

Auch die Cuernos sind ein spektakulärer Anblick mit ihrer besonderen Färbung. 

Während die Spitzen und der unterste Teil der Berge aus schwarzem magmatischem Gestein bestehen, entstand der mittlere hellgraue Teil durch das Anheben von Sedimentgestein infolge tektonischer Kräfte.

"Cuernos" heißt übersetzt so viel wie Hörner und die Berge erhielten ihren Namen durch ihre Form mit den spitzen Gipfeln, die der Form von Hörnern ähneln. 

Diese Spitzen erreichen übrigens eine Höhe von bis zu 2600 Metern. 

Den Ausblick auf die Cuernos kann man von unterschiedlichen Orten besonders gut genießen. 

Wenn man mit dem Auto in den Torres del Paine Park hineinfährt, dann bietet der Mirador (Aussichtspunkt) über dem Nordenskjöld See den ersten schönen Stopp, bei dem man den Kontrast der Berge mit den türkisen Seen im Vordergrund bestaunen kann. 

Etwas weiter in den Park hinein, ist auch der Blick vom Lake Pehoé ein weiteres Highlight und wer noch näher an die Bergfront heran möchte, der kann vom Wasserfall Salto Grande nach einem kürzeren Spaziergang (ca. 1-2 Stunden Rundweg) den Aussichtspunkt Mirador Cuernos erreichen. 

Salto Grande

Auch das nächste kleinere Highlight ist bereits angeklungen. 

Der Salto Grande dient nicht nur als Ausgangspunkt der Wanderung zum Mirador Cuernos, auch der Wasserfall selbst ist ein spektakulärer Anblick. 

Zwar ist er nicht außerordentlich hoch, aber das leuchtend türkise Wasser, dass mit einer ordentlichen Wucht herunterschießt, ist dennoch beeindruckend. 

Insgesamt sind die vielen unterschiedlichen Farben im Park sehr sehenswert - von leuchtend goldenen Steppen, über schwarz-graue Bergmassive, bis hin eben zu türkisgrünen Flüssen und Seen. 

Zum Wasserfall gelangt man außerdem von einem Parkplatz aus nach nur ca. 10 Minuten Fußweg, was den Salto Grande zu einem leicht zu erreichenden und damit für jeden gut machbaren Highlight macht. 

Der Parkplatz befindet sich ungefähr hier.

Tierwelt

Auch die Tierwelt im Torres del Paine, wie auch schon in der Region um El Chaltén, ist ein echtes Highlight. 

Während man Guanacos, das Lama der südlichen Andenregion, nahezu sicher während seiner Reise zu Gesicht kriegt, so sind andere hier lebende Tierarten deutlich schwieriger zu finden. 

Hier leben bspw. Flamingos und Raubvögel, allen voran natürlich die riesigen Andenkondore, Gürteltiere, Wüstenfüchse und Nandus, patagonische Straußen. 

Auch der Puma lebt hier und gerade im Torres del Paine Nationalpark findet man an den Straßenrändern einige Schilder, die auf die Raubkatze hinweisen und auch auf Wanderwegen gibt es Schilder, die zeigen, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Puma verhalten soll. 

Dennoch gehört schon einiges an Glück dazu, wenn man einen Puma entdecken möchte. 

Wir hatten das Glück leider nicht, dafür entdeckten wir ein Huemul, einen südamerikanischen Andenhirsch, der vom Aussterben bedroht ist und von dem es nur noch gut 1000 Exemplare auf der Welt gibt. Naja, ein Puma wäre uns trotzdem lieber gewesen.

Weiteres

Auch im Torres del Paine Nationalpark kann man natürlich noch einige Highlights mehr entdecken, wenn man die nötige Zeit mitbringt. 

Ein beliebtes Highlight sind bspw. die mehrtägigen O- und W-Treks im Park, die fest vorgegebene Routen, die eine mehrtägige Wanderung mit einer neuen Unterkunft jede Nacht mit sich bringen. Die Unterkünfte auf den Treks sind früh ausgebucht und so sollte man hier, insbesondere für die Hauptreisezeit Dezember-Februar, nicht zu spät buchen. 

Auch der Lago Grey, mit dem dazugehörigen Gletscher, ist ein beliebtes Ziel, das auch von den umliegenden Städten als Tagestrip angeboten wird. Hier kann man mit dem Katamaran noch näher an den Gletscher heranfahren. Wir entschieden uns gegen einen Besuch des Gletschers und für den Perito Merino Gletscher bei El Calafate (siehe unten).

Die ruhigen Seenlandschaften rund um die Laguna Azul und Laguna Amarga laden zu Spaziergängen und zum Entspannen ein. 


Puerto Natales

Wie ich bereits erwähnt habe, haben wir unseren zweitägigen Aufenthalt im Nationalpark Torres del Paine eingerahmt in zwei Nächte im nächstgelegenen Ort mit großer Hotelauswahl, in Puerto Natales. In Puerto Natales gibt es eine große Vielfalt an bezahlbaren Hotels (ca. 50€/Nacht), während es näher Richtung Park nur noch einige wenige gibt, die teilweise auch mehrere 1000€ pro Nacht kosten. 

Die Stadt Puerto Natales hat uns nicht so gut gefallen, wie die Städte auf der argentinischen Seite. Entweder lag das daran, dass wir hier auch schlechteres Wetter hatten, oder daran, dass es eher wie eine klassische Hafenstadt war und nicht wie El Chaltén auf Touristen zugeschnitten.

Die Stadt war natürlich auch deutlich größer als bspw. El Chaltén. 

Während die Promenade von Puerto Natales noch ganz nett ist und man hier bei gutem Wetter einen schönen Blick auf die Berge hat, war die Stadt für uns eben in erster Linie ein strategisch günstiger Zwischenstopp und weniger ein eigenes Ziel. 

Die Nähe zu den landschaftlich atemberaubenden Regionen um die Stadt herum, macht Puerto Natales vor allem aus. 

Neben dem Torres del Paine Nationalpark kann man hier bspw. auch eine Bootsfahrt zu den Balmaceda und Serrano Gletschern machen. Auch die Milodón Höhle ist ein beliebtes Ausflugsziel von hier. 

Ansonsten gibt es auch in Puerto Natales alles, was man an Verpflegung, auch für die Tage im Nationalpark, braucht - zahlreiche Restaurants, Supermärkte und Bäckereien. 


El Calafate

Das letzte Ziel unserer Reise durch Patagonien war dann die Stadt El Calafate, wieder auf der argentinischen Seite. Nachdem wir hier nur anfangs gelandet und einmal zum Tanken auf der Fahrt von El Chaltén nach Puerto Natales gehalten hatten, verbrachten wir nun noch einen vollen Tag in der Stadt. 

Hierfür fuhren wir schon früh morgens aus Puerto Natales los, um möglichst viel von dem Tag zu haben. 

Perito Moreno Gletscher

Das Highlight und für viele der Hauptgrund für einen Besuch in El Calafate, ist sicherlich der Perito Moreno Gletscher.

Der Gletscher, der eine gute Stunde Fahrtzeit von El Calafate entfernt liegt, ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der ganzen Region und zählt mittlerweile auch zum UNESCO Weltkulturerbe.

Mit einer Breite von ca. 4 km und einer Höhe von bis zu 70 Metern, gibt er wirklich ein beeindruckendes Bild ab und wenn dann in der Mittagssonne der Gletscher "kalbt", so nennt man das Abbrechen von den gigantischen Eisfelsen, dann ist das ein beeindruckendes und trauriges Naturschauspiel zur gleichen Zeit. 

Beeindruckend deshalb, weil die riesigen Eistürme unter ohrenbetäubendem Lärm in die Tiefe stürzen, unter Wasser tauchen, um dann wieder aufzusteigen und traurig, weil dieses Phänomen zeigt, dass auch einer der letzten Gletscher, die bis vor einigen Jahren noch stabil waren, mittlerweile in Folge des Klimawandels doch schrumpft. 

Um in den Park hineinzufahren benötigt man, wie auch in El Chaltén und in Torres del Paine, ein Park-Eintrittsticket, welches man hier an der Kontrollstelle unterwegs einfach kaufen kann. 

Wenn man dann sein Auto auf dem Parkplatz vor den Spazierstegen abgestellt hat, bringt einen ein Kleinbus direkt zu den ersten Aussichtsplattformen. Hier kann man sich unendlich viel Zeit nehmen, um den Gletscher aus unterschiedlichen Winkeln und Positionen entlang der Wege, die auf unterschiedlichen Routen die Küste entlang führen, zu betrachten. 

Außerdem kann man auch eine geführte Tour mit dem Boot, auf einem Kayak oder auch eine Gletscherwandertour mit Steigeisen buchen. 

El Calafate

Auch El Calafate ist wieder eine nette Touristenstadt, die zahlreiche Hotels und, insbesondere um die Hauptstraße, die Avenida del Libertador, herum einige Cafés, Brauereien und Restaurants bietet. 

Wer hier merkt, dass ihm noch dickere oder Wanderkleidung fehlt, der wird hier in einem der vielen Läden sicher fündig. 

Die Stadt liegt am Lago Argentino und auch der See lädt zu entspannten Spaziergängen von der Stadt aus ein. 

Gleiches gilt für die Laguna Nimez, bei der man neben verschiedenen Vogelarten vor allem auch Flamingos beobachten kann. 

Auch die um die Stadt verteilt liegenden Bauernhöfe sind ein Highlight, das man mit einem Besuch El Calafates verknüpfen kann. 

Hier kann man einiges über das ursprüngliche Leben der "Gauchos" auf den Ranches lernen, mit dem Pferd durch die schöne weite Natur reiten und den Tag mit einem traditionellen Asado (Grillevent) abschließen. 

Viel mehr Zeit muss man dann aber für El Calafate nicht einplanen.

Weiteres

Patagonien insgesamt ist natürlich eine riesige Region, die über die genannten Highlights hinaus, noch einige mehr zu bieten hat. 

Eine Stadt, die ebenfalls von vielen Touristen besucht wird, ist Puntas Arenas. Die Stadt ganz im Süden Chiles ist, ähnlich wie El Calafate auf der argentinischen Seite, mit ihrem Flughafen das Eintrittstor zum chilenischen Patagonien. Insbesondere von Santiago de Chile fliegt man in der Regel nach Puntas Arenas.

Wer dann in Puntas Arenas landet, der kann entweder eine Bootsfahrt auf die Isla Magdalena buchen, um Pinguine zu sehen oder zur etwas unbekannteren und schwieriger zu erreichenden Königspinguin-Kolonie in Bahia Inutil. Anschließend fährt man von dort üblicherweise in nördliche Richtung nach Puerto Natales und zum Torres del Paine Nationalpark.

Auch Ushuaia ganz im Süden Argentiniens kann angeflogen werden und auch hier hat man die Möglichkeit Seehunde, Pinguine und mit etwas Glück sogar Wale, auf einer Bootstour zu entdecken. Wir hatten tatsächlich überlegt, als wir unsere Zeit bei Torres del Paine abgekürzt hatten, noch nach Ushuaia zu fliegen, wollten es aber dann nicht zu stressig werden lassen. Insgesamt ist die Region am südlichsten Zipfel des Kontinents, die Region Feuerland, aber sicherlich eine Reise wert. 

Aber auch der nördlichere Teil Patagoniens lohnt sich. Besonders die Natur rund um die Stadt Bariloche ist ein beliebtes Reiseziel bei Touristen und Argentiniern gleichermaßen. 

Im nördlicheren Teil Patagoniens auf der chilenischen Seite gibt es weitere sehenswerte Seenlandschaften und sogar Vulkane, wie den Lánin.

Alles in allem bietet Patagonien mit seiner gewaltigen Fläche von über 1.000.000 km logischerweise derart viele Highlights, dass man hier Wochen und Monate problemlos füllen kann, wir haben uns bei unserer Reise aus Zeitgründen eben auf die bekanntesten Highlights beschränkt. 


Tagesplanung

Tag 1: Flug nach Patagonien & Fahrt nach El Chaltén

Der erste Tag in Patagonien war in erster Linie ein Reisetag. Bereits früh morgens flogen wir von Buenos Aires, vom zentraleren Flughafen AEP, nach El Calafate im Süden des Landes in Patagonien. 

Dort holten wir unseren Mietwagen ab und fuhren in das 2 1/2 Stunden entfernte El Chaltén. Bereits die Fahrt ist das erste Highlight - durch die weiten Steppen mit Guanacos am Straßenrand und dem immer näher rückenden Mount Fitz Roy im Hintergrund. 

Als wir nachmittags in El Chaltén ankamen, hatten wir kurzzeitig überlegt noch eine kurze Wanderung zB. zum Chorillo del Salto oder zum Mirador de los Condores zu machen, entschieden uns dann aber, es etwas entspannt angehen zu lassen, durch den Ort zu schlendern, ein paar Snacks und Getränke für die kommenden Tage einzukaufen und uns vor dem Café Malbec y Macchiato in die Sonne zu setzen.

Abends aßen wir dann im La Tapera zu Abend. 

Tag 2: Wanderung zur Laguna Torre

Am zweiten Tag stand für uns dann die erste Tageswanderung auf dem Programm. 

Morgens holten wir uns nur kurz einen Kaffee im Malbec y Macchiato und spazierten vom Ortszentrum direkt zum Startpunkt der Wanderung zur Laguna Torre

Die Wanderung zur Lagune hin und zurück war ca. 18km lang, von der Steigung noch recht moderat und wir hatten an diesem Tag sehr wechselhaftes Wetter mit Sonne, Regen, Wind und wieder Sonne. 

Leider war es gerade als wir an der Lagune ankamen besonders bewölkt und regnete ordentlich, sodass wir hier gar nicht zu lange blieben und stattdessen den Heimweg antraten und gegen Nachmittag wieder den Ort El Chaltén erreichten. 

An diesem Tag hatten wir, in Anbetracht der Sonnenaufgangswanderung am nächsten Tag, ohnehin geplant, recht früh schlafen zu gehen.

Wir kauften uns also noch bei der Panaderia Lo De Haydee ein paar Empanadas und Gebäck für den nächsten Tag und holten uns dann im Laborum nur noch eine Pizza to go, die wir in unserem Hotel aßen und gingen früh schlafen. 

Tag 3: Sonnenaufgangswanderung zur Laguna de Los Tres

Für uns definitiv das Highlight unserer ganzen Patagonien-Reise stand dann am nächsten Tag auf dem Programm. 

Bereits gegen 2 Uhr nachts brachen wir mit unseren Stirnlampen auf und nahmen die Sonnenaufgangswanderung zur Laguna de Los Tres auf uns. Die Wanderung war verglichen mit der vom Vortag etwas länger, gut 20km hin- und zurück, besonders der letzte gute Kilometer hatte es aber richtig in sich und man musste ganze 400 Höhenmeter zurücklegen. Der restliche Teil der Wanderung war halbwegs moderat und man musste in der Dunkelheit lediglich aufpassen, dass man den Weg nicht verlor. 

Natürlich hatten wir uns für diese Wanderung auch den besten Tag, was die Wetteraussichten angeht, rausgesucht und als wir starteten, war es wirklich sternenklar und man konnte in der tiefen Dunkelheit sogar die Milchstraße erkennen. 

Als wir dann oben ankamen, mussten wir feststellen, dass es wirklich eisig kalt war und wir beneideten die Wanderer, die eine Decke oder Isomatte zum Sitzen mitgebracht hatten oder auch Tee in Thermoskannen. 

Als die Sonne aufging und die Bergkette des Fitz Roy rot erleuchtet wurde, war das wirklich ein spektakulärer Anblick. Auch der Rückweg war ein Highlight für sich und bot atemberaubende Anblicke auf die Berge und die umliegende Natur im Tageslicht. 

Nachdem wir dann mittags zurück waren, merkten wir unsere Beine von den letzten 2 Wandertagen doch deutlich und auch unsere Müdigkeit durch die kurze Nacht. Wir setzten uns entsprechend erstmal ganz entspannt in die Sonne und gönnten uns ein kaltes Getränk und ein Stück Kuchen von Meme`s Cakes

Da es an diesem Tag wirklich wolkenlos war, nutzen wir außerdem nochmal die Gelegenheit, ein paar Minuten mit dem Auto aus dem Ort rauszufahren und Fotos von der beeindruckenden Kulisse hinter dem Highway zu machen. 

Zum Abendessen gingen wir ins The Asadores.  

Tag 4: Fahrt nach Puerto Natales, Chile

Am vierten Tag stand dann wiederum ein längerer Fahrttag auf dem Programm. Ca. 5-6 Stunden betrug die Fahrtzeit von El Chaltén über die chilenische Grenze nach Puerto Natales

Wichtig ist hier, dass man sich einen Plan zum Tanken zurechtlegt, denn viele Tankstellen gibt es auf dem Weg nicht. Da Tanken wohl auf der argentinischen Seite günstiger war, macht es Sinn, einen kurzen Tankstopp in El Calafate einzulegen, auch wenn es ein kurzer Umweg war. Hier kann man sich dann auch noch einen Kaffee to go bei Calafate Coffee Roasters holen. 

Dann kann man im Grunde die meiste Zeit dem Navi und Google Maps folgen, allerdings gibt es 2-3 Stellen, an denen einen das Navi rechts über Schotterstraßen führen will. Diese Straßen sind allerdings in derart schlechtem Zustand, dass man lieber auf dem Highway bleiben und die streckenmäßig etwas längere Route über Esperanza nehmen sollte, um dann bei Rio Turbio die Grenze nach Chile zu überqueren. (Nicht verwirren lassen, wenn das Navi nicht neu lädt, da man unterwegs kein Netz hat.)

Nachdem wir in Puerto Natales angekommen waren und eingecheckt hatten, ging es zum Abendessen für uns noch zu La cocina criolla für typisch chilenische Speisen. 

Tag 5: Torres del Paine NP & Wanderung zum Camp El Chileno

Am folgenden Tag ging es dann für uns in den Torres del Paine Nationalpark. Wir hatten uns aufgrund der begrenzten Zeit gegen die berühmten O- und W-Trek Mehrtageswanderungen entschieden, wollten uns aber die Sonnenaufgangswanderung zur Base Torres und zu den bekannten Bergmassiven Torres del Paine nicht entgehen lassen. 

Deshalb hatten wir eine Übernachtung im Camp El Chileno gebucht.

Nach dem Frühstück fuhren wir ganz entspannt los in den Nationalpark. Hier klapperten wir noch ein paar schöne Spots im Park mit dem Auto ab, denn wir hatten es nicht besonders eilig. 

Unseren ersten Stopp legten wir beim Mirador Nordenskjöld ein, wo wir den spektakulären Blick auf die türkisen Lagunen und die Bergformation der Cuernos im Hintergrund genossen. Von dort fuhren wir dann noch ein Stück weiter zum Parkplatz beim Salto Grande Wasserfall, den man von dort schon nach einem kurzen Spaziergang von ca. 10 Minuten erreicht. 

Dann ging es nun aber los in Richtung unseres eigentlichen Ziels, dem Parkplatz beim Hotel Las Torres, von dem auch die Wanderwege vom Welcome Center aus starten. Gegen Mittag starteten wir unsere ca. 2 stündige Wanderung zum Camp El Chileno. Die Wanderung war an sich nicht übermäßig hart, aber diesmal hatte man in seinem Rucksack für die Übernachtung etc. etwas mehr Gewicht, zumal wir zum Start der Wanderung sogar zwei Übernachtungen in dem Camp geplant hatten. 

Als wir das Camp erreicht hatten, auf dem Weg hatte es etwas geregnet, genossen wir erstmal eine heiße Dusche und setzen uns anschließend bei inzwischen sonnigem Wetter auf die Terrasse. 

Abends gab es dann noch ein leckeres 3-Gänge Menü und dann hieß es auch wieder früh schlafen gehen, denn am nächsten Morgen hatten wir wiederum eine Sonnenaufgangswanderung auf dem Programm. 

Tag 6: Wanderung zur Base Torres & Fahrt nach Puerto Natales

Dadurch, dass das Camp nur eine ca. 2 stündige Wanderung vom Ziel, der Lagune Base Torres, entfernt ist, reichte es diesmal gegen 4 Uhr aufzustehen und auch so waren wir ein gutes Stück vor Sonnenaufgang schon an der Lagune (das variiert natürlich je nach Jahreszeit). 

In der Dunkelheit starteten wir also wieder mit unserer Stirnlampe und erreichten die Lagune Base Torres gegen 6 Uhr morgens. Es dauerte deshalb noch eine knappe Stunde, bis offiziell Sonnenaufgang war und oben war es wieder richtig kalt. Leider war es an diesem Tag aber eher bewölkt und der schöne Sonnenaufgang blieb deshalb aus. 

Dennoch genossen wir den Anblick auf die drei Granittürme vor uns und dann wanderten wir entspannt wieder zurück zum Camp. Dort sammelten wir unseren Rucksack ein und wanderten die restliche Strecke bis zurück zum Welcome Center und zu unserem Auto. 

Auch auf dem Rückweg nach Puerto Natales nahmen wir uns etwas Zeit und stoppten hier und da am Straßenrand und genossen den Blick auf die schöne Natur. 

Ursprünglich hatten wir, wie bereits erwähnt, eine weitere Nacht in Puerto Natales eingeplant. Aber nicht weil wir noch eine andere spezifische Wanderung geplant hatten, sondern einfach um einen Puffertag aufgrund der wechselhaften Wetterbedingungen zu haben. An diesem Tag war das Wetter zwar nicht perfekt, allerdings war für den kommenden Tag sogar Regen angesagt und so dachten wir uns, hätte es keinen Mehrwert gehabt, eine weitere Nacht im Camp zu verbringen und dann am nächsten Tag im Regen wieder herunter zu wandern. Wir nahmen also die Kosten und den Aufwand für zusätzliche Übernachtungen und einen Flug auf uns (da wo wir nicht mehr stornieren/umbuchen konnten) und verkürzten unseren Aufenthalt in Patagonien um einen Tag, den wir dann entsprechend mehr in Buenos Aires zur Verfügung hatten, was uns ja eh sehr gut gefallen hatte. Kurzzeitig hatten wir noch einen zusätzlichen Zwischenstopp in Ushuaia in Betracht gezogen, uns dann aber dagegen entschieden. 

Als wir Puerto Natales dann gegen Nachmittag erreichten, schlenderten wir hier noch etwas durch den Ort und zum Abendessen gab es sehr leckere Tacos bei El Tejano Tacos

Tag 7: Fahrt nach El Calafate & Perito Moreno Gletscher

Durch unsere Planänderung ging es dann entsprechend an Tag 7 bereits zurück auf die argentinische Seite und nach El Calafate. Tanken sollte man am besten noch einmal in Rio Turbio oder in Esperanza.

In El Calafate angekommen, holten wir uns als Mittagssnack ein paar Empanadas von der Sandwicheria MIGA`s und fuhren anschließend noch eine weitere Stunde zum letzten Highlight unserer Patagonienreise - zum Perito Moreno Gletscher

Als wir hier mittags angekommen waren, nahmen wir uns ausgiebig Zeit, den Gletscher von den Aussichtsstegen aus aus unterschiedlichen Perspektiven zu bewundern und hin und wieder das Naturspektakel des "Kalbens" der Gletscher, wenn riesige Eistürme des 70 Meter hohen Gletschers abbrechen und ins Wasser stürzen, zu beobachten. 

Gegen späten Nachmittag fuhren wir dann zurück nach El Calafate, wo wir bei Lucinda Casa Campo zu Abend aßen und unsere letzte Nacht verbrachten. 

Tag 8: Rückflug nach Buenos Aires

Schon früh am Morgen des neunten Tages fuhren wir dann zum Flughafen von El Calafate, wo wir unseren Mietwagen abgaben und zurück nach Buenos Aires flogen. 

Abwandlungen:

Natürlich kann man die Reise auch beliebig umgestalten. Insbesondere mit mehr Zeit zur Verfügung bieten sich einem noch viele weitere Ziele. 

Die beliebtesten Ergänzungen im Rahmen dieses Trips sind sicherlich der südliche Zipfel Argentiniens in Ushuaia und ein Besuch bei den Pinguinen.


Wissenswertes

Warum gerade diese Kombination?

Wir haben uns vorher natürlich über die Top-Highlights in Patagonien informiert und für uns haben insbesondere drei Highlights herausgestochen - Laguna de los Tres, Perito Merino Gletscher & Torres del Paine und danach haben wir entsprechend unsere Route ausgerichtet. 

Nach El Calafate zu fliegen macht definitiv Sinn, es gibt mehrere Flüge täglich von Buenos Aires. 

Man kann zwar auch über Santiago de Chile fliegen und dann von dort in den chilenischen Süden, wir wollten aber unbedingt Buenos Aires kennenlernen diesmal. 

Die Fahrten generell in Patagonien sind recht entspannt, sodass auch die längere Fahrt von El Chaltén nach Puerto Natales uns nichts ausgemacht hat. 

Natürlich kann man mit mehr Zeit noch überlegen nördlichere Teile Patagoniens anzuschauen, Ushuaia oder Puntas Arenas ganz im Süden oder sich auch bspw. für einen mehrtägigen Hike im Torres del Paine Nationalpark entscheiden. 

Für eine Woche hat diese Route für uns super gepasst und es hat sich auch nicht gehetzt angefühlt.

Anreise:

Von Buenos Aires fliegt man in der Regel nach El Calafate, von Santiago de Chile nach Puntas Arenas. 

Dort angekommen nimmt man sich entweder einen Mietwagen, womit man definitiv am flexibelsten ist, oder man bucht einen Bus. Wenn man direkt erstmal an dem Ort bleibt, organisiert man den Flughafentransfer am besten über das Hotel, Uber findet man hier nicht.

Reisen von Ort zu Ort:

Wie bereits erwähnt, sind wir von Buenos Aires zum Flughafen El Calafate in Patagonien geflogen..

Für die Reise durch Patagonien bieten sich zwei Möglichkeiten:

1.  Bus: Entweder man entscheidet sich, die Wege mit dem Bus zurückzulegen - hier konkret auf der Route jetzt El Calafate -> El Chalten -> Puerto Natales -> El Calafate, was natürlich weniger Stress (kein Selbstfahren, keine Gedanken über Tanken oder Grenzübertritt) bedeutet und auch günstiger ist, oder

2. Mietwagen: Man wählt die Fahrt mit dem eigenen Mietwagen. Wir hatten uns dafür entschieden, weil man einfach zeitlich flexibler war, anhalten konnte, wann und wo man wollte und man einfach sagen muss, dass Patagonien mit seinen langen und gerade Highways ohne viel Verkehr eine ideale Roadtrip-Destination ist. 

3. Camper: Eine dritte Option wäre dann noch der Camper und das Übernachten auf Camping-Plätzen, worüber wir uns aber nicht detaillierter informiert haben, weil es für uns eher nicht in Frage kam. Wir haben aber schon immer mal wieder den ein oder anderen Camper gesehen. 

Autofahren in Patagonien:

Wir haben auf unserer Reise in Patagonien einen Mietwagen gehabt und dort gibt es ein paar Dinge zu beachten. 

Grundsätzlich ist das Autofahren hier sehr easy, lange gerade Strecken, wenig Verkehr und das einzige, worauf man aufpassen muss, sind die Straße überquerende Tiere. 

Was es jedoch nicht an jeder Ecke gibt, sind Tankstellen und so sollte man das vorab immer ausreichend planen. In El Chaltén gibt es bspw. keine richtige Tankstelle, sodass wir auf dem Weg von dort nach Puerto Natales in El Calafate Zwischenstopp eingelegt und getankt haben. Außerdem soll das Tanken wohl auf der argentinischen Seite günstiger sein, sodass man auf dem Weg nach Puerto Natales noch in Esperanza oder Rio Turbio tanken sollte. 

Was bei dieser Strecke etwas tricky war, denn grundsätzlich kommt man hier mit Google Maps ganz gut zurecht, ist, dass einen das Navi auf dem Weg mehrmals von der Hauptstraße runter und über sehr unebene und schlechte Straßen führen möchte, die zwar grundsätzlich wohl kürzer sind, aber man so langsam fahren muss, dass der längere Weg eben über Esperanza und Rio Turbio die bessere Wahl ist. 

Grenzübertritt nach Chile:

Am besten, wenn man unsere Route wählt, dann nimmt man den Grenzübergang zwischen Rio Turbio (AR) und Dorotea (CHI). 

Die Einreise nach Chile ist dabei deutlich komplizierter als umgekehrt. Hierfür braucht man vor allem von seinem Mietwagen-Verleih einen Grenzübertrittsgenehmigung, die man kostenpflichtig vorher beantragen sollte (vor Ort geht zur Not auch), dann muss man entweder online vorab oder an der Grenze direkt eine Zollbescheinigung ausfüllen, dass man keinerlei Früchte oder Pflanzen oder rohes Fleisch über die Grenze mitnimmt. Außerdem bekommt man dann an der Grenze eine Art "Bon" ausgehänfigt, den man während des gesamten Aufenthaltes in Chile in jedem Hotel etc. vorzeigen muss, um von der örtlichen Steuer befreit zu werden. 

Hier sollte man also grundsätzlich alle Unterlagen gut verstauen und nicht unterwegs verlieren. 

Fortbewegung vor Ort:

In den Orten, in denen wir in Patagonien Tage verbrachten - El Chaltén, El Calafate und Puerto Natales - kann man grundsätzlich alles zu Fuß machen. Vor allem in El Chaltén sind die Wege nicht weit.

In El Calafate und Puerto Natales sind wir auch mal mit dem Auto gefahren, wenn es bspw. mal kurz geregnet hat oder die Distanz etwas länger war. 

Sicherheit:

Sicherheit ist in diesen Ländern, wie allgemein in Südamerika, definitiv ein Thema. Jeder kennt gefühlt jemanden, der jemanden kennt, dem etwas passiert ist. 

Tatsächlich sind wir während der gesamten Reise in keine unangenehme Situation geraten, dennoch kann man schon auch Pech haben, vor allem dann, wenn man gesunden Menschenverstand außer Acht lässt. 

Patagonien ist aber einfach ein Touristenziel und entsprechend finden sich hier überwiegend Touristen und sehr wenig Kriminalität.

Beste Reisezeit:

Auch bei der besten Reisezeit kann man natürlich keine Pauschalaussage über eine flächenmäßig so große Region treffen und so gibt es für die unterschiedlichen Ziele auch unterschiedliche "beste Reisezeiten".

In Patagonien ist die beste Reisezeit aber allgemein der Sommer auf der Südhalbkugel von November-März, mit der Hochsaison von Dezember-Februar. Hier ist es am trockendsten und am wärmsten, wobei das Wetter in Patagonien derart wechselhaft ist, dass man auch dann keine Gut-Wetter-Garantie erwarten darf und in den Bergen kann es auch dann nachts ordentlich kalt werden. Außerdem bieten die 1-2 Monate vor und nach der Hochsaison etwas ruhigere Wanderwege und weniger Touristen.

Wir hatten uns bspw. für Februar-März entschieden, um vor allem in Patagonien möglichst stabile Wetterbedingungen zu haben und die heißen Temperaturen in Buenos Aires und Rio haben uns nicht gestört und geregnet hat es zum Glück so gut wie gar nicht. 

Gesundheit & Impfungen:

Hinsichtlich Impfungen sollte man sich vorab definitiv ärztlichen Rat einholen. Neben den Klassikern wie Hepatitis oder auch Tollwut, kann je nach genauem Reisziel (vor allem in Dschungel-Gebiete rund um Rio oder bei den Iguazu-Wasserfällen) ein Gelbfieberimpfung sinnvoll sein. Auch besteht hier das Risiko, sich mit dem Zika-Virus zu infizieren, was Risikogruppen entsprechend auch bedenken sollten. 

Wenn man doch einmal ärztlichen Rat/Behandlung braucht, dann gibt es grundsätzlich in den Großstädten eine gute ärztliche Versorgung und Apotheken. In Patagonien eher weniger, da findet man aber zumindest Apotheken. 

Sprache:

In Patagonien wird, wie auf einem Großteil des südamerikanischen Kontinents, Spanisch gesprochen. Etwas Grundvokabular schadet hier definitiv nicht, in Touristenregionen kommt man allerdings auch mit Englisch ganz gut zurecht. 

Währung und Zahlungsarten:

Argentinien:

Das Thema Geld und Währung ist in Argentinien dann doch nochmal etwas komplizierter. Das gilt deshalb, weil der Argentinische Peso als lokale Währung einer extrem hohen Inflation unterliegt. Der Wechselkurs ist deshalb sehr schwankend, was beim Abheben von Geld mit der Kreditkarte schon einmal zu größeren Verlusten führen kann. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat sich ein weiterer Wechselkurs, der so genannte Blue Dollar Kurs, gebildet, der für ausländische Touristen in der Regel deutlich besser ist. Es bieten sich einem deshalb zwei Möglichkeiten:
1. US-Dollar mitnehmen und auf dem Schwarzmarkt tauschen: Das klingt erstmal befremdlich, ist hier in Argentinien allerdings üblich und geduldet. Insbesondere auf der Calle Florida in Buenos Aires wird der Geldwechsel an jeder Ecke angeboten. 
2. Western Union nutzen: Das ist die zweite und für uns seriöser klingende Option und auch wir haben Western Union genutzt. Hierfür lädt man sich die Western Union App auf sein Smartphone und schickt sich Geld an den Standort in Argentinien. Hier kann man dann an jeden beliebigen Western Union Standort (in BA gibt es viele) gehen und das sich selbst geschickte Geld zu einem deutlich besseren als dem normalen Kurs abheben. Der gesamte Prozess in der App mit der Trackingnummer (MTCN) etc. ist recht selbsterklärend. Ein paar Schwierigkeiten bringt aber auch diese Option mit sich. Zum einen sind die Filialen relativ schnell out of Bargeld, sodass man möglichst früh morgens zur Filiale gehen sollte und zum anderen geht es bei kleineren Filialen in BA und vor allem in Patagonien nochmal schneller und dann ist kein Bargeld mehr vorhanden, welches ausgegeben werden könnte. Meine Empfehlung ist somit in BA, als größerer Stadt, direkt nach Ankunft möglichst vormittags und an einem etwas größeren Standort das Geld abzuheben und dabei den Reisepass zur Legitimierung nicht vergessen (andere Ausweisdokumente werden nicht akzeptiert). Wir waren bspw. bei dieser Filiale erfolgreich. Man fühlt sich dann schon etwas wie ein Drogendealer mit den dicken Geldbündeln, also am besten schnellstmöglich einen Teil in den Hoteltresor o.ä. bringen. Es ist außerdem empfehlenswert für Argentinien, insbesondere kleinere Läden oder in Patagonien, wenn mal das Internet für die Kartenzahlung fehlt, etwas Bargeld dabei zu haben. Im Nachhinein hat bei uns dann doch fast überall Kartenzahlung funktioniert. 

Chile:

In Chile gibt es den chilenischen Peso. Hier konnten wir alles mit der Karte zahlen. Wer etwas Trinkgeld für Guides etc. möchte, der kann hier einfach ein bisschen Bargeld abheben. 

Hygiene:

Grundsätzlich ist die Hygiene in Patagonien recht gut. Natürlich muss man, wie immer an solchen Orten, etwas mit Eis oder Wasser aus der Leitung aufpassen, aber wir haben selbst das Leitungswasser zum Zähneputzen genutzt. 

Insbesondere bei Steaks muss man natürlich auf Qualität achten, wenn es nicht ganz durchgebraten ist, aber durch den Besuch guter Restaurants hat man hier im Grunde keine Probleme. 

Wir nehmen neuerdings immer vorbeugend täglich Perenterol und hatten keine größeren Verdauungsprobleme. 

Tickets:

Patagonien: Vor ein paar Jahren gab es hier eine Neuerung, sodass man für die Regionen Patagoniens, selbst für die Wanderwege um El Chaltén Tickets benötigt, die nicht gerade günstig sind und stellenweise von Rangern kontrolliert werden.

Wir hatten uns bspw. ein 3-Tages-Ticket für die Region um El Chaltén gekauft, wurden dann am Ende aber bei der Laguna Torre Wanderung gar nicht und bei der zur Laguna de Los Tres so früh morgens auch nicht kontrolliert. Als wir von dort aber runterkamen, war das Kassenhäusschen und die Kontrolle geöffnet. Man kann die Kontrollen also offensichtlich aktuell immernoch umgehen, es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass auf dem Weg ein Ranger kontrolliert. Wer es hier also entspannt haben will, der kauft sich einfach vorab online ein Ticket für den entsprechenden Zeitraum. 

Auch für den Perito Moreno Gletscher wird ein Ticket benötigt, das man sich am besten bei der Hinfahrt einfach am Kontrollposten kauft, gerade wenn man mit dem Auto unterwegs ist. 

Für den Torres del Paine Nationalpark in Chile ist ebenso ein (Mehrtages-)Ticket nötig. 

Einreise & Visum:

Ein Visum haben wir während unserer Reise (Anfang 2026) für touristische Reisen unter 90 Tagen für keines der Länder benötigt. Hier sollte man aber immer die aktuellen Gegebenheiten checken. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Es gibt außerdem eine Sammelkarte für Südamerika, die alle Länder abdeckt, was sehr unkompliziert war.


Unterkunftsempfehlungen

Wir haben übrigens, da die Inlandsflüge nur kleineres Gepäck zugelassen haben, unsere großen Koffer im Hotel in Buenos Aires gelassen und sind lediglich mit unseren großen Rucksäcken nach Patagonien gereist. Das war natürlich sehr praktisch. 

In Patagonien gibt es viele einfachere Hotels, die aber oft liebevoll eingerichtet sind und für eine Nacht haben wir zu zweit in der Regel nicht viel mehr als 50€ gezahlt:

  • El Chaltén - Desierto Suites: Sehr viel Platz, 2 Stockwerke, gut beheizt, Wind hat etwas gepfiffen, aber sonst top - eigene Küche etc.
  • Puerto Natales - El Sendero: Hostel mit Privatzimmern, teilweise sehr schön modernisiert, nette Gemeinschaftsräume, Gepäckaufbewahrung während Hikes.
  • El Calafate - Hosteria La Estapa: Vernünftiger Standard, leicht außerhalb vom Zentrum, schöner Seeblick.

In El Chaltén und El Calafate kann man auch super auf die Hotels innerhalb der Orte zurückgreifen, da die Wanderungen etc. direkt dort starten. Wer Puerto Natales als strategischen Zwischenstopp wählt, um in den Torres del Paine Nationalpark zu reisen, wie wir, der hat dann jedoch noch eine ca. 2 stündige Fahrt in den Park vor sich. Es gibt zwar noch einige wenige Hotels näher am Park, diese sind allerdings extrem teuer. 

Um dennoch die Sonnenaufgangswanderung zur Base Torres unternehmen zu können, haben wir uns entschieden, eine Nacht im Camp zu verbringen und dort das Camp El Chileno inkl. Abendessen zu wählen, das zwar nicht günstig, aber gut ausgestattet mit heißen Duschen etc. war und nur eine recht kurze Wanderung zum Sonnenaufgang mit sich brachte. Auch hier entlasteten wir unser Gepäck nochmals und ließen einen Teil in unserem Hostel in Puerto Natales und nahmen wirklich nur das Nötigste für die 2 Tage im Park mit. 


Essensempfehlungen

Das Essen in Argentinien ist wirklich ausgezeichnet - vor allem natürlich argentinisches Steak & Grillevents. Zwar findet man auch als Vegetarier hier immer mehr Auswahl, aber der Fleischkonsum ist hier definitiv nochmal ein Stück höher. 

In Patagonien war die Küche tendenziell etwas einfacherer, aber trotzdem gut und natürlich gab es hier für die Touristen auch verschiedenste internationale Küche. 

Typische Speisen:

Argentinien:

  • Asado: Ein argentinisches Grillevent, Asado, bietet in der Regel unterschiedliche Fleischsorten in hoher Qualität;
  • Empanadas: Südamerikanische Teigtaschen gefüllt mit unterschiedlichsten Inhalten;
  • Choripán: Eine Art argentinischer Hotdog, mit gegrillter Chroizo-Wurst im Brot;
  • Alfajores: Beliebte argentinische Nachspeise, Doppelkeks aus Mürbeteig mit süßer Füllung; 
  • Milanesa: Die argentinische Version des Wiener Schnitzels, dünne panierte Scheibe aus Kalbs-/Hühnerfleisch;
  • Dulce de Leche: Beliebte Karamellcreme aus Milch und Zucker, die in verschiedenem Gebäck oder als Pudding gegessen wird;
  • Mate: Der koffeinhaltige Tee ist auch in Europa heutzutage beliebt, wird in Argentinien aus Tasse mit Metallstrohhalm getrunken;
  • In den Bergregionen gibt es außerdem noch verschiedene Gerichte aus Kartoffeln, Mais und auch Eintöpfe.

Chile (ähnlich der argentinischen Küche):

  • Cazuela: Das Nationalgericht ist ein Eintopf mit Mais, Kartoffeln, grünen Bohnen und Fleisch;
  • Pan Amasado con Pebre: Handgeknetetes Brot mit Salsa Dip,
  • Natürlich gibt es hier noch einiges mehr, allerdings muss man dafür eher in andere Regionen des Landes reisen.

Restaurant-Tipps:

El Calafate: 

El Chaltén:

  • Laborum: Sehr leckere Pizza, auch to-go möglich;
  • La Tapera: Uriges Restaurant mit leckerem Fisch/Fleisch und auch das Guanaco Carpaccio;
  • The Asadores: Etwas schickeres, sehr gutes Restaurant;
  • Cerveceria Patagonia: Burger und mehr, coole Bar & Drinks;
  • Espacio Soda: Leckeres Essen und große Auswahl.

Puerto Natales:

Café-Tipps:

El Calafate:

El Chaltén: 

Puerto Natales:


Fotoeindrücke


Der ganze Roadtrip hat uns sehr begeistert und wir würden ihn definitiv jedem empfehlen. 

Patagonien ist wirklich eine einzigartige Region und landschaftlich gehört sie zu den schönsten und atemberaubendsten, die wir je besucht haben. Der Roadtrip durch die teilweise unberührte Natur ist wirklich einmalig und vor allem die größten Highlights wie die Besichtigung des Perito Moreno Gletschers oder die Sonnenaufgangswanderung zur Laguna de Los Tres. 

Dadurch, dass wir nur begrenzt Zeit hatten mussten wir natürlich auf überwiegend gutes Wetter hoffen, wobei dieses in Patagonien schon sehr wechselhaft sein kann. Wer die Zeit hat sollte im besten Fall ein paar Puffertage einbauen, auch um sich von den teilweise längeren Wanderungen zu erholen. Am Ende hatten wir schon das Gefühl, dass es uns erstmal reichen würde mit Wanderungen und wir freuten uns auf das wärmere Patagonien. Aber wer mehr Zeit einplant und weitere Orte in Patagonien auf die Liste nimmt, der macht definitiv nichts falsch.

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