3 Tage - Shanghai (Städtetrip)

Shanghai - die zweitgrößte Stadt Chinas, die nicht nur bei Touristen ein beliebtes Ziel ist, sondern als internationale Wirtschaftsmetropole auch den Sitz vieler internationaler Unternehmen bildet. 

Während Shanghai natürlich über das ein oder andere sowohl moderne, als auch traditionelle Highlight verfügt, lebt die Stadt viel mehr von ihren grünen und modernen Vierteln, der entspannten Atmosphäre und der hohen Internationalität - vor allem für chinesische Verhältnisse. 

Ein abendlicher Spaziergang entlang von The Bund mit Blick auf die futuristische Skyline der Stadt, ein Besuch der riesigen Tempelanlage des Yu Yuan Gardens und ein Kaffee im Viertel der ehemaligen French Concession - das alles sind nur einige Highlights, die man bei einem Städtetrip nach Shanghai erleben kann. 

Quick Facts

Megacity

Wie schon erwähnt, ist Shanghai mit über 25 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Chinas, nach Chongping, und erstreckt sich auch flächenmäßig sehr weit.

Internationale Metropole

Shanghai gilt als internationales Wirtschafts- und Finanzzentrum und auch viele ausländische Firmen haben hier einen Sitz. Auf den Straßen hört man viele Englisch sprechen. 

Atmosphäre

Für eine derart große Stadt hat Shanghai verhältnismäßig wenige klassische Highlights zu bieten, dafür kann man in die entspannten Viertel so richtig eintauchen.

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Wir haben Shanghai im Rahmen unserer China-Rundreise Ende September/Oktober 2025 besucht.

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält ggf. Affiliate-Links. Wenn du über diese Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich.


Sehenswertes

Bund

Ein Highlight und das Wahrzeichen der Stadt ist sicherlich der Bund

Als Bund bezeichnet man die Promenade am westlichen Ufer des Huangpu Flusses, der durch die Stadt verläuft. 

Einen Besuch ist der Bund insbesondere deshalb wert, weil man von dort aus den Blick auf die ikonische Skyline Shanghais, mit dem Shanghai Tower und dem Oriental Pearl Tower, genießen kann. 

Ein Spaziergang mit diesem Blick lohnt sich bei Tag, aber auch bei Nacht, wenn die Skyline bunt erleuchtet ist und sich die Lichter der Gebäude im Wasser des Flusses spiegeln. 

Etwas weniger besucht und damit entspannter ist der nördliche Teil des Bunds, North Bund

Neben einem Spaziergang entlang der Promenade kann man auch eine Bootsfahrt auf dem Fluss unternehmen. 

Yu Yuan Garden

Auch der Yu Yuan Garden lohnt einen Besuch sowohl am Tag, als auch nach Einbruch der Dunkelheit. 

Hier findet man eine schöne Parkanlage vor - mit kleinen Seen, Teehäusern und Tempeln. 

Auch kann man in den Gassen an zahlreichen Food-Ständen etwas zu Essen finden und Souvenirs shoppen. 

Abends werden die Tempelgebäude rot erleuchtet und auch hier gibt es eine tägliche Lichtershow. 

In den engen Gassen kann es allerdings, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, schon auch etwas voller werden.

Shanghai Tower

Will man einen Blick über die Dächer Shanghais haben, so bietet sich ein Besuch des Shanghai Towers an. 

Der Turm im Stadtteil Pudong war zum Zeitpunkt unserer Reise mit einer Höhe von 632 Metern der dritthöchste der Welt und die Aussichtsplattform in der 121. Etage liegt sogar ein paar Meter höher als die Aussichtsplattform des Burj Khalifas. 

Tickets für den Turm kann man auch kurzfristig über die offizielle Website oder auch über Seiten wie getyourguide buchen. 

Man sollte mit der Buchung deshalb im Idealfall auch warten, um gutes Wetter abzuwarten, da sich der doch recht teure Preis von ca. 45€ nicht so sehr lohnt, wenn es sehr diesig oder tief bewölkt ist. 

Wenn das Wetter allerdings gut ist und dann insbesondere zum Sonnenuntergang hat man einen fantastischen Blick und kann die Weite und die Größe der Megametropole besser erahnen. 

Shanghais Viertel

Wie eingangs bereits erwähnt, bietet Shanghai einige nette Viertel mit viel Charme. 

Hierzu gehört bspw. die ehemalige Französische Konzession mit ihren schönen Alleen, kleinen Shops und Cafés. Zu den schönsten Straßen zählen unter anderem die Wukang Road und die Anfu Road.

Auch Jing`An zählt zu den beliebten Stadtvierteln und zwischen dem Stöbern in den Shopping-Stores, kann man hier auch den Jing`An Tempel besichtigen. 

Das Viertel Tianzifang lohnt sich ebenfalls für einen zumindest kurzen Besuch. 

Hier schiebt man sich durch enge Gassen mit Cafés, Restaurants und Souvenirshops. Charakteristisch für Tianzifang sind vor allem die alten Häuser im traditionellen Shikumen-Stil. 

Oriental Pearl Tower

Der Oriental Pearl Tower ist neben dem Shanghai Tower ein weiterer bekannter Wolkenkratzer in der Stadt eines der bekanntesten Wahrzeichen Shanghais

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1995 prägt er die Skyline des modernen Finanzviertels Pudong und den besten Blick auf ihn hat man vom anderen Ufer vom Bund.

Mit einer Höhe von 468 Metern gehörte er lange zu den höchsten Bauwerken Chinas, heute würde er im Vergleich zu den umliegenden Wolkenkratzern fast untergehen,  hätte er nicht seine markante, kugelförmige Form.

Besucher können verschiedene Aussichtsplattformen nutzen, von denen sich ein spektakulärer 360-Grad-Blick auf den Huangpu-Fluss, den Bund und die Wolkenkratzer Pudongs bietet. Besonders beliebt ist der gläserne Skywalk in rund 259 Metern Höhe, der einen freien Blick direkt nach unten ermöglicht. Wer den Turm besucht, sollte möglichst kurz vor Sonnenuntergang kommen, um Shanghai sowohl bei Tageslicht als auch in der beeindruckenden nächtlichen Beleuchtung zu erleben.

Tickets kann man wiederum vorab online kaufen. 

Jing`an Tempel

Ein weiteres kulturelles und historisches Highlight bietet der Jing`an Tempel. Der Jing’an-Tempel zählt zu den ältesten und bedeutendsten buddhistischen Tempeln Shanghais und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins Jahr 247 n. Chr. zurückreicht.

Ursprünglich wurde er an einem anderen Standort erbaut, aber in Folge einer großen Überschwemmung Anfang des 13. Jahrhunderts an seinen heutigen Platz verlegt und im Laufe der Jahre immer wieder restauriert. 

Heute beeindruckt der Tempel mit seiner traditionellen Architektur, vergoldeten Dächern und einer ruhigen Atmosphäre – mitten zwischen den modernen Hochhäusern und Einkaufszentren der West Nanjing Road.

Besucher können die prunkvollen Hallen, kunstvolle Buddha-Statuen und den weitläufigen Tempelhof besichtigen sowie Räucherstäbchen als Zeichen des Gebets entzünden - Tickets gibt es wieder online und ein Besuch lohnt sich besonders bei morgendlicher oder abendlicher Beleuchtung. 

Weiteres

Bei einem Besuch Shanghais ist eine Fahrt mit der Magnetschwebebahn, dem Maglev-Zug eine coole Erfahrung, wenn man zum Flughafen Pudong fährt, oder von ihm kommt. Die Bahn fährt mit dem deutschen Transrapid-System und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 430 km/h.

Wer sich eine Pause vom Stadtbummel gönnen möchte, der findet Ruhe im People`s Square Park. Ein besonderes Erlebnis ist dort der am Wochenende stattfindende Hochzeitsmarkt, wo sich Mütter treffen uns ihre Söhne zur Vermählung anbieten. 

Zum Shoppen eignet sich definitiv auch die East Nanjing Road. Ein Besuch der Straße lohnt sich auch nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Reklamen in bunten Farben leuchten. 

Wenn noch etwas Zeit bleibt, dann kann man sich für einen Ausflug in die Wasserstadt Zhujiajiao (Chinas Venedig) entscheiden. Hierhin gelangt man unter anderem in 1,5 Stunden mit dem Bus vom People`s Square aus und Tickets kann man online kaufen. 


Tagesplanung

Tag 1: Flug nach Shanghai, Shanghai Tower & The Bund

Am 16. Tag unserer Rundreise ging es dann noch ein letztes mal zurück nach China und wir flogen nach Shanghai

Nachdem wir hier gegen späten Nachmittag im Hotel eingecheckt hatten, fuhren wir direkt weiter, um den Sonnenuntergang vom Shanghai Tower zu verfolgen. 

Als die Sonne dann untergegangen war, spazierten wir noch am Bund entlang und hatten von hier eine tolle Aussicht auf die nächtliche Skyline von Shanghai. 

Zum Abendessen gab es dann noch Nudeln in Krabbensoße bei Renheguan (Jing`ansi Branch)

Tag 2: French Concession, People`s Square & Yu Yuan Garden

Den folgenden Tag starteten wir ganz entspannt und fuhren erstmal zum Frühstück zu BASDBAN. Von hier spazierten wir durch die Straßen der ehemaligen French Concession und hier vor allem durch die Anfu und die Wukang Road, wo wir uns auch einen Kaffee bei 13 De Marzo Coffee holten. 

Mittags fuhren wir in Richtung der East Nanjing Road und zum Mittagessen ging es zu Lailai Snack Dumplings

Nachmittags liefen wir noch durch den People`s Square Park, wo am Wochenende auch ein Hochzeitsmarkt stattfindet. 

Zum Abendessen fuhren wir dann zum Lost Heaven und genossen die sehr leckere Yunnan-Küche, bevor wir noch zum Yu Yuan Garden weiterfuhren und dort durch die Gassen schlenderten.

Tag 3: Tianzifang & East Nanjing Road

Den letzten Tag in Shanghai und damit auch in China ließen wir nochmal ganz entspannt angehen. Zum Frühstück ging es erstmal zu Butterful & Creamorous.

Anschließend schauten wir uns das Viertel Tianzifang an und fuhren nachmittags zum Jing`An Tempel. Hier stöberten wir im Anschluss noch ein wenig in den umliegenden Shopping-Malls, bevor wir zum Abendessen in der Thai Gallery verabredet waren. 

Zum Abschluss unserer China-Reise spazierten wir dann noch einmal über die Nanjing East Road mit ihren leuchtenden Reklamen.

Tag 4: Abreise

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von China und wir flogen morgens vom Flughafen Pudong ab.

Abwandlungen:

Natürlich kann man auch in einer Stadt wie Shanghai noch deutlich mehr Zeit verbringen und die Zeit für Tagestrips bspw. nach Zhujiajiao nutzen. 


Wissenswertes

Anreise:

Nach China gelangt man von Europa aus per Flug am besten nach Peking oder Shanghai, die beiden Flughäfen mit der besten internationalen Anbindung. In die Stadt kommt man dann grundsätzlich von den meisten chinesischen Flughäfen am besten mit dem Didi (chinesisches Uber), was auch sehr günstig ist. Die Distanzen sind oft sehr weit und wenn man dann noch in die Rush Hour gerät, ist man oft auch länger als eine Stunde unterwegs. 

In Shanghai ist es etwas anders. Als Wirtschafts- und Finanzzentrum gibt es hier ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln und in die Stadt gelangt man bspw. vom Flughafen Pudong entweder mit der Metro Linie 2 oder in wenigen Minuten mit der Maglev-Magnetschwebebahn. 

Fortbewegung vor Ort:

China

In den Städten Chinas bewältigt man eigentlich so ziemlich alle Strecken mit dem Didi (chinesisches Uber). Das ist nicht nur äußerst komfortabel, sondern auch ausgesprochen günstig. Shanghai verfügt allerdings über ein hochmodernes und sehr gut ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel, sodass man hier auch super auf Metro und Busse zurückgreifen kann und damit meist schneller von A nach B kommt. 

Man bezahlt hier ganz unkompliziert mit Tap & Go mit seiner Kreditkarte oder über die lokalen Apps wie Alipay. 

Sicherheit:

China ist ausgesprochen sicher. Nicht nur aufgrund der zahlreichen Kameras in den öffentlichen Straßen, teilweise an nahezu jeder Ecke, braucht man sich hier zu keiner Tages- oder Nachtzeit Sorgen machen. Auch Frauen können hier im Land problemlos alleine reisen und auch noch nachts durch die Straßen laufen. 

Diebstahl existiert hier ebenfalls praktisch nicht und so konnten wir bspw. ohne Sorge unsere großen Koffer im Zuggang einige Meter entfernt stehen lassen. 

Shanghai ist selbst für chinesische Verhältnisse nochmal extra sicher.

Beste Reisezeit:

Eine generelle Aussage darüber, was für China die beste Reisezeit ist, lässt sich gar nicht so einfach treffen, da es stark davon abhängt, wohin genau man reisen möchte. Da das Land derart riesig ist, gibt es die unterschiedlichsten Klimazonen. 

In Shanghai sind insbesondere die Monate im Frühling und Herbst besonders zu empfehlen. Im Sommer ist es oft schwül und heiß, im Winter sehr feucht. 

Gesundheit & Impfungen:

Besondere Impfungen braucht man für China nicht. Es empfiehlt sich einfach die Standard-Impfungen für Auslandsreisen up to date zu halten und ggf. Tollwut, aber man kann den Affen in den Nationalparks auch aus dem Weg gehen. 

Wenn man doch einmal ärztlichen Rat/Behandlung braucht, dann gibt es grundsätzlich in den Städten eine gute ärztliche Versorgung und Apotheken. 

Das Tragen einer Maske kann sich in manchen sehr vollen Bahnen etc. anbieten und wird auch von vielen Einheimischen noch so praktiziert.

Sprache:

In China wird nahezu ausnahmslos Chinesich gesprochen. Und wenn ich nahezu ausnahmslos sage, dann meine ich das auch. Selbst die einfachsten englischen Wörter und Sätze versteht hier kaum jemand. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, insbesondere in Städten mit vielen internationalen Expats wie Shanghai, aber man sollte sich definitiv nicht darauf verlassen. Der Google Übersetzer ist hier dein bester Freund. Wobei wir sogar festgestellt haben, dass die Chinesen auf vorgezeigte Übersetzungstexte gerne auf Chinesich antworten, was dann auch wiederum nicht weiterhilft.

In Shanghai ist der Anteil der Englischsprachigen vergleichsweise hoch, was auch durch die vielen internationalen Arbeitnehmer begründet ist. 

In Hong Kong hingegen, wo grundsätzlich Kantonesisch gesprochen wird, sprechen auch viele Menschen Englisch. 

In Seoul sprechen die Menschen Koreanisch, verstehen aber insbesondere in touristischen Gegenden oft auch ein wenig Englisch. 

Währung und Zahlungsarten:

China:

Die Währung in China hat unterschiedliche Bezeichnungen - das früher gebräuchlichere Yuan oder das heute offizielle Renminbi (RMB oder CNY).

Tatsächlich sind wir aber während unserer gesamten Zeit nicht einmal mit Bargeld in Berührung bekommen. Man zahlt eigentlich alles bargeldlos mit den Zahlungs-Apps Alipay und WeChat. Siehe Abschnitt Apps für mehr Infos.

Hygiene:

Grundsätzlich ist die Hygiene in China in Ordnung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man zum Zähneputzen und Trinken lieber abgepacktes Wasser nutzen, aber ansonsten hat man normalerweise keine Probleme. Lediglich vielleicht durch das teilweise sehr scharfe Essen, welches der Verdauung Probleme bereiten kann.

Öffentliche Toiletten gibt es nahezu überall, mal mehr mal weniger sauber und nicht alle sind mit Toilettenpapier oder Seife ausgestattet, weshalb man Taschentücher und Handdesinfektion im besten Fall dabei hat. 

Tickets:

In Sachen Tickets für Attraktionen und Eintritt gibt es in China ebenfalls das ein oder andere zu beachten. 

Wichtig ist bei einigen Attraktionen, dass man im Voraus bucht, bspw. bei der Verbotenen Stadt mindestens 1-2 Wochen vor geplantem Besuch. 

Einreise & Visum:

Während unserer Reise 2025 war für China kein Visum nötig - zumindest nicht für eine touristische Einreisen von bis zu 30 Tagen. 

Diese Regelung galt jedoch zunächst befristet bis Ende 2025 und so sollte man sich immer auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Reisebestimmungen informieren. 

Wichtig ist definitiv, dass man alle Angaben korrekt macht. Bei mir gab es bspw. hin und wieder ein Problem, da ich meinen Zweitnamen, der im Pass steht, nicht angegeben hatte. Am Ende hat es dann aber doch immer geklappt. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

In China wird man außerdem vermutlich etwas mehr Datenvolumen benötigen, wenn man seine westlichen Apps wie WhatsApp, Instagram und co nutzen möchte. Grund dafür ist, dass diese Apps in China grundsätzlich gesperrt sind und man sie deshalb nicht nutzen kann, wenn man bspw. mit dem Hotel-WLAN verbunden ist. Wir haben deshalb eigentlich nie irgendwo das WLAN genutzt und dementsprechend mehr Datenvolumen verbraucht. 

Positiv ist, dass bei der Nutzung einer eSim von Airalo zusätzlich ein VPN direkt installiert ist und man somit dann keinen zusätzlichen VPN herunterladen muss, um seine üblichen Apps nutzen zu können. 

Apps:

Insbesondere in China braucht man ein paar Apps definitiv. 

Alipay: Zahlen ist überall mit der App möglich. Wichtig ist, dass man die App im Vorfeld einrichtet und sich registriert. Die letzte Authentifizierung kann dann erst in China durchgeführt werden, jedoch sollte man sich im Vorfeld schon um alles weitere kümmern (Kreditkarte hinterlegen und sich identifizieren). Wer hier Hilfe braucht, schaut euch am besten ein Video dazu an. Man zahlt dann vor Ort mithilfe von QR Codes. Man kann sich in der App alles direkt übersetzen lassen. 

Wechat: Die zweite Zahlungsapp und zeitgleich der Messenger (WhatsApp Chinas). Mit WeChat kann man außerdem Zahlungen an Privatpersonen schicken und auch an vielen Highlights Tickets oder Zusatzoptionen einfach buchen. Leider gab es hier keine Übersetzungsfunktion.

Trip.com: Für Zug- und Flugbuchung, auch Hotelbuchung möglich. 

AMap: Das Google Maps Chinas, Google Maps funktioniert hier nicht und deshalb braucht man Amap, um sich zurecht zu finden. Auch findet man viele Restaurants etc. bei Google Maps nicht, sodass AMap auch schon bei der Reiseplanung hilfreich ist, bei der man diese Spots direkt in der App einspeichern kann.

GoogleTranslate: Wie unter Sprachen schon geschrieben, absolut notwendig, um sich notfalls zu verständigen. 

Airalo: Für eine eSim mit vorinstalliertem VPN, um auf allen Apps online bleiben zu können. 

Sonstiges:

Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und China/Südkorea beträgt 6-7 Stunden. 

Die Chinesen sind definitiv ein spezielles Volk und an viele Eigenschaften und Verhaltensweisen muss man sich als Europäer erst einmal gewöhnen. Auch wenn es in den letzten Jahren wohl weniger geworden ist, darf man sich über laute Spuck- und Rotzgeräusche auf den Straßen auch heute nicht wundern. Sobald es um einen Eintritt in einen Park oder Bus/Bahn geht, werden in der Regel die Ellenbogen ausgefahren und es wird ordentlich gedrängelt - das scheint ebenfalls ganz normal zu sein. Die Chinesen haben offenbar ein geringeres Bedürfnis nach Personal Space und auch das macht sich bemerkbar. Und auch darüber hinaus werden einem immer wieder Dinge auffallen, die man so nicht gewohnt ist. Als Deutscher und insbesondere wenn man blond ist, kann man sich auch auf recht unverhohlenes finger pointing einstellen oder darauf, dass man mit großen Augen angestarrt oder nach einem gemeinsamen Foto gefragt wird. 

Positiv ist uns neben den zahlreichen öffentlichen Toiletten auch die große Anzahl an Powerbank-Stationen aufgefallen, bei denen man eine Powerbank ausleihen und an einem beliebigen Standort wieder abgeben kann. Man sollte deshalb darauf verzichten, seine eigene Powerbank mitzubringen, denn auch unsere mussten wir leider bei einer Flughafenkontrolle zurücklassen, denn man darf nur solche mit sich führen, die die spezielle CCC Markierung haben.

Essen ist in China übrigens sehr günstig, in Hong Kong allerdings deutlich teurer und in die Restaurantpreise in Seoul liegen irgendwo dazwischen. Trinkgeld muss man insbesondere in China nicht geben, bzw. wird es teilweise sogar als unhöflich angesehen. In China wird man auch häufig sehen, dass noch halb volle Teller zurückgelassen werden, das liegt darin, dass man damit in China zeigt, dass das Essen genug war. 

Zwar gibt es auch in China viele öffentliche Toiletten, allerdings muss man sich darauf einstellen, dass es häufiger nur "Hocktoiletten" gibt, die mehr oder weniger ein Loch im Boden sind. 

In China darf man außerdem auch in vielen geschlossenen Räumen, wie Restaurants oder öffentlichen Toiletten etc. noch rauchen. 

Sicherheitshalber solltest du einen Stromadapter mitnehmen, da nicht jedes Hotel deutsche Steckdosen hat. Hier gibt es in China drei verschiedene weit verbreitete Steckdosen - Typ A, C und I. Im besten Fall nimmt man also einen Universaladapter, der alle abdeckt, mit. 


Unterkunftsempfehlungen

In China gibt es in jeder Stadt mehrere gute Hotels, ich liste hier das auf, auf das unsere Wahl am Ende gefallen ist und wieso:

  • Shanghai - Holiday Inn Shanghai Jing`An: Noch sehr neu, sehr schöne Zimmer, Lage okay und netter Service - eins der schönsten Zimmer der Reise.

Auch Airbnb ist in Shanghai grundsätzlich eine gute Option. 


Essensempfehlungen

Das Essen in China ist wirklich ausgesprochen gut und eines der Highlights auf der Reise. Entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist es auch sehr vielfältig und nein, man isst hier üblicherweise weder Hund, noch Katze oder etwas anderes Exotisches. Das gewöhnungsbedürftigste, was wir an manchen Street Food Ständen gesehen haben, waren Schweinefüße und wir hatten hier immer genug leckere Alternativen, dass wir uns da nicht herantrauen mussten. 

Typische Speisen:

China (stark unterschiedlich je nach Region):

  • Pekingente: Unglaublich lecker, mehrere Stunden gegart und mit Gemüse und dünnen Teigfladen serviert;
  • Dumplings: Teigtaschen gefüllt mit unterschiedlichsten Inhalten;
  • Kungpao Chicken: Das aus der Region Sichuan stammende Gericht besteht aus Hühnchen, Erdnüssen und Gemüse;
  • Hotpot: Hier gruppiert man sich um einen Topf mit heißer Brühe und jeder gart sein Fleisch/Fisch oder Gemüse; 
  • Mapo-Tofu: Auch der scharf gewürzte Tofu hat seinen Ursprung in der Sichuan Region;
  • Nudelvariationen: Als kalter Nudelsalat, heiße Nudelsuppe oder regionale Besonderheiten wie BiangBiang Nudeln;
  • Gebratener Reis: Gebratener Reis mit Gemüse, auch gerne mit Schweinefleisch serviert;
  • Roujiamo: Die Teigtaschen mit Fleisch (chinesischer Döner) sind ein beliebtes Streetfood Gericht, insbesondere um Xi`An;
  • Frühlingsrollen: Die gefüllten frittierten Teigtaschen sind auch in Deutschland gut bekannt, ebenso wie Glückskekse;
  • Schwein süß-sauer: Knuspriges Schweinefleisch in einer süß-sauer Soße;
  • Grüner Tee: Gibt es in China im Grunde überall.

In Shanghai sind vor allem Krabbengerichte oder andere Meeresfrüchte sehr beliebt. 

Restaurant-Tipps:

Jede Stadt für sich hat einige sehr gute Restaurants, die wir definitiv empfehlen können. Ich verlinke die Restaurants bei Google Maps, allerdings besteht hier die Gefahr, dass bestimmte Orte dort gar nicht oder falsch verortet sind. Auch die Bewertung auf Google Maps ist gar nicht aussagekräftig. Es macht deshalb auf jeden Fall Sinn, die Namen lieber bei AMap zu suchen und sich dort abzuspeichern.
Schaue auch gerne in meinen Instagram Guides, in denen ich die Locations genauer beschreibe:

  • Lailai Snack Dumpling (Lai Laixiaolong): Sehr leckere Dumplings, mit typischer Krabbenfüllung;
  • Ren He Guan: Typische Nudeln mit Krabben-Soße;
  • Lost Heaven: Überragende und sehr abwechslungsreiche Küche aus Yunnan Region (Tipp: Teeblattsalat);
  • Thai Gallery: Leckeres thailändisches Restaurant in schönem Ambiente im Park gelegen;

Natürlich gibt es in jeder Stadt auch noch viele andere gute Restaurants, aber diese haben wir getestet und können sie ausnahmslos weiterempfehlen. Wenn man überall nur ein Restaurant aufsuchen könnte, dann ist meine Empfehlung dick markiert. 

Café-Tipps:

Wie schon erwähnt war die Kaffee-Szene in China tatsächlich ausgesprochen gut. Die besten Empfehlungen für Kaffee & Frühstück liste ich euch hier auf, viele sind nur bei AMap unter dem Namen zu finden (checke auch hierzu gerne meine Instagram Guides):

  • BAs d Ban (Frühstück und Kaffee
  • Butterful & Creamorous (Unterschiedliche Stores - bei AMap)
  • 13 de Marzo Coffee (Anfu Road - bei AMap)
  • The Matcha Tokyo (Wukang Road - bei AMap)

Fotoeindrücke


Im Nachhinein hat uns Shanghai deutlich besser gefallen, als es uns vor Ort vorgekommen war. Das lag einfach daran, dass Shanghai keine klassische Touristenstadt ist und wir die Stadt am Ende unserer Rundreise besucht haben, wo wir schon etwas erschöpft waren. 

Shanghai ist aber definitiv die Stadt, in der wir uns am ehesten vorstellen könnten, längere Zeit zu verbringen und hat einfach eine entspannte und angenehme Atmosphäre, auch die Internationalität hat uns gut gefallen. 
Wir wollen deshalb auf jeden Fall nochmal in Ruhe nach Shanghai zurückkommen. 

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Guides

Shanghai English

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Shanghai Deutsch

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