3 Tage - Chengdu (Städtetrip)

Chengdu - die Hauptstadt der Region Sichuan, die auch als Heimat der Pandas bekannt ist. 

Doch neben der Panda-Aufzuchtstation ist der Panda auch in der ganzen Stadt überall präsent - er begrüßt einen schon auf den Leinwänden am Flughafen, man findet ihn in jedem Souvenirshop und auch als Topping auf seinem Shake. Der Panda wird hier wirklich verehrt. 

Die Stadt mit über 20 Millionen Einwohnern hat natürlich noch einiges mehr zu bieten - vor allem die Sichuan-Küche ist ein echtes Highlight und nahezu auf der ganzen Welt bekannt. 

Quick Facts

Panda-City

Dass die Aufzuchtstation in Chengdu liegt, ist kein Zufall, denn in den Bergen der Region leben wohl die einzig verbliebenen freilebenden Pandas der Welt. 

Sichuan Küche

Die Sichuan-Küche zeichnet sich vor allem durch den Sichuan-Pfeffer aus, der den Geschmack anderer Gewürze verstärkt und gerne in Verbindung mit Chili genutzt wird.  

Lichtshows

Chengdu ist gemeinsam mit Chongping in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Wirtschaftsmetropolen aufgestiegen und in der Stadt gibt es diverse futuristische Lichtshows. 

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Wir haben Chengdu im Rahmen unserer China-Rundreise Ende September/Oktober 2025 besucht.

Außerdem findest du am Ende der Seite meine komprimierten PDF Guides zum Download für unterwegs.

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Sehenswertes

Research Base of Giant Panda Breeding

Mit dem ersten Highlight erklärt sich auch schnell, warum Chengdu als die Heimat der Pandas gilt. Nicht nur findet man an jeder Ecke der Stadt Nachbildungen, Souvenirartikel und mehr in Form eines Pandas, sondern hier am Rande der Stadt lädt auch die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding Touristen und Einheimische gleichermaßen zum Besuch ein. 

Bei der Research Base handelt es sich um eine gemeinnützige Aufzucht- und Forschungsstation für Große Pandas und Rote Pandas.

Entstanden ist die Base Ende der 90er Jahre, indem sechs Große Pandas, die aus der Wildnis gerettet wurden, hier aufgezogen wurden. 

Inzwischen leben in der Anlage zwischen 100 und 200 Riesenpandas. 

In der freien Wildbahn sind die süß und tollpatschig anmutenden Tiere fast ausgestorben und lediglich in den tiefsten Bergregionen Zentralchinas noch zu finden. 

Die Research Base erreicht man entweder mit der Metro oder am komfortabelsten mit dem Didi in ca. 30 Minuten. 

Ein Ticket für den Park kann man vorab online auf den bekannten Seiten erwerben und man sollte den Park am besten in den Morgenstunden besuchen, da die Pandas da am aktivsten sind und man sie beim Essen und Spielen beobachten kann. 

Neben den Riesenpandas sind auch die kleineren roten Pandas hier sehr beliebt. Beide Arten von Pandas sind übrigens nicht miteinander verwandt. Während die Riesenpandas zur Gattung der Bären zählen, sind Rote Pandas Katzenbären und ähneln damit den Waschbären. 

Sichuan Küche

Wenn die Küche einer Region in der Liste der Highlights ganz oben auftaucht, dann will das schon was heißen. 

Im Falle der Sichuan Küche ist das aber durchaus berechtigt. 

Die Küche der Region zeichnet sich insbesondere durch ihre Schärfe aus und so stehen Gerichte wie Hotpot, Spicy Tofu oder Dandan Noodles bei einem Besuch Chengdus definitiv ganz oben auf der "Must-Try"-Liste. 

Auch hierzulande hat man sicherlich schon einmal etwas vom Sichuan- oder Szechuanpfeffer gehört, dessen besondere Wirkweise sich dadurch auszeichnet, dass der Pfeffer ein prickelndes Gefühl  und in der Folge eine leichte Taubheit auf Zunge und Lippen auslöst. 

Tatsächlich ist der Pfeffer selbst nicht wirklich scharf, er verstärkt allerdings die Wirkung der weiteren verwendeten Gewürze, sodass er kombiniert mit Chilis und scharfer Paprika, wie eine Art Brandbeschleuniger dient.  Meine Lieblingsrestaurants, die wir auf unserer Reise getestet haben, findest du unter dem Punkt "Where to eat". 

Bambus-Fontänen

Wie fast alle chinesischen Städte, erwacht auch Chengdu nachts erneut so richtig zum Leben. 

Zu den beliebtesten Spots nach Einbruch der Dunkelheit zählen beispielsweise die beleuchteten Bambus-Türme, aus denen Wasser strömt, beim SKP-Einkaufszentrum

Diese sind insbesondere aufgrund von Sozialen Medien in der Vergangenheit ein beliebter Spot Chengdus geworden, waren aber für mich zunächst gar nicht so einfach zu finden. 

Während sie in Google Maps gar nicht wirklich zu sehen waren, so findet man sie bei AMap am besten unter Chengdu SKP Central Dataijie und dort unter The Water Beacons, gegenüber vom Global Center auf der anderen Seite des Tianfu Boulevards. Hier ist ein ungefährer Standort bei Google Maps.

Dieser Bambusbrunnen besteht aus mehreren futuristischen Wasserfontänen, die an Bambusrohre erinnern und bei Dunkelheit in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Die Lichtshow findet hier täglich zwischen 19 und 22 Uhr statt. 

Anshun Bridge

Auch die Anshun Bridge lohnt einen Besuch zur Abendzeit und gilt als eines der beliebtesten Wahrzeichen der Stadt.

Die Brücke, welche den Jinjiang Fluss überquert und bereits im 13. Jahrhundert erstmals erbaut wurde, wird in der Dunkelheit ebenfalls beleuchtet und die goldgelben Lichter der Brücke spiegeln sich im Wasser. Rund um die Brücke befinden sich zahlreiche Restaurants, Bars und Uferpromenaden, sodass sich ein Besuch ideal mit einem Abendessen oder einem Spaziergang entlang des Jin-Flusses verbinden lässt.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde eine Vorgängerbrücke von Marco Polo in seinen Reiseberichten erwähnt, bevor sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach durch Hochwasser zerstört und wieder aufgebaut wurde.

Die heutige überdachte Brücke wurde Anfang 2000 im traditionellen Stil neu errichtet und verbindet historische Architektur mit modernen Elementen.

Tianfu Twin Towers

Ein weiterer Hotspot, den man insbesondere aus Instagram-Reels kennt, sind die Tianfu Twin Towers, im Tianfu International Finance Centre.

Diese ca. 220m hohen Wolkenkratzer sind für ihre auffälligen LED-Fassaden bekannt, auf die ebenfalls abends zwischen 19 und 22 Uhr unterschiedliche Animationen, in erster Linie Werbungen, projiziert werden. 

Die Türme gelten als Symbol der Modernität Chengdus und ein Besuch hier lässt sich aufgrund der Lage gut mit den Bambus-Türmen verbinden. 

Chengdu ist insgesamt eine recht junge und hippe Stadt, sodass neben diesen eher für Touristen interessanten Orten, auch einige Restaurants, Bars und Clubs das Nightlife der Stadt ausmachen. 

Chunxi Road

Das Zentrum der Stadt bietet der Tianfu Square und von hieraus kann man weitere sehenswerte Orte wie den People`s Park oder die Chunxi Road erkunden. 

Rund um die Chunxi Road finden sich gigantische Shoppingmalls und ein beliebtes Highlight ist hier auch die riesige Panda-Figur, die die Wand des IFS-Einkaufszentrums hochzuklettern scheint.

Die Chunxi Road ist die bekannteste Einkaufsstraße Chengdus und verbindet internationale Marken mit traditionellen Geschäften, Restaurants und trendigen Cafés. Vor allem am Abend herrscht hier eine lebendige Atmosphäre.

Direkt um die Ecke (bei AMap sollte man hier nach einem Volvo Store auf der Chunxi Road suchen) gibt es auch eine riesige 3D-LED-Wand, auf der essende und spielende Pandas eingeblendet werden. 

Weiteres

Auch Chengdu hat in der Stadt, aber auch im Umland noch weitere Highlights zu bieten, die je nach Aufenthaltsdauer definitiv einen Besuch wert sind. 

Wie bereits erwähnt, findet man in Chengdu einige topmoderne Gebäude. Eines davon ist das bereits erwähnte Global Center, welches derzeit mit einer Fläche von über 1,7 mio m² das größte überdachte Gebäude der Welt darstellt und neben Kinos, Shoppingmalls, Restaurants und Kinos sogar einen Wasserpark beherbergt.

Neben all den modernen Sehenswürdigkeiten Chengdus verfügt die Stadt aber auch über einige traditionelle Parts. Hierzu zählt beispielsweise die Jinli Ancient Street. Das Bild dieser Altstadtgasse ist geprägt von traditionellen Hausfassaden aus Holz, roten Laternen und Streetfood-Ständen. Hier kann man  etwas essen und Souvenirs shoppen und dabei durch die alten Gassen schlendern. Wenn man schon hier ist, kann man außerdem den historischen Wuhou-Tempel besichtigen und die Ruhe dort genießen. 

Neben dem Wuhou-Tempel gibt es außerdem noch das buddhistische Wenshu-Kloster, wo Mönche zum Meditieren hinkommen, der Geruch von Räucherstäbchen in der Luft liegt und man in den umliegenden Teehäusern einkehren kann. 

Etwas weiter außerhalb, genauer gesagt eine gute Stunde Fahrt mit der Metro entfernt, befindet sich der Zhongshuge Bookstore, der aufgrund seiner auffälligen Architektur ebenfalls zu einem echten Instagram-Hotspot geworden ist. 

Ebenfalls etwas weiter außerhalb liegt außerdem der Mount Qingcheng, ein taoistischer heiliger Berg um den man wunderbar spazieren gehen kann und auch die riesige Buddha Statue und der Mount Emei in Leshan oder das Jiuzhaigou Valley sind ausgezeichnete Tagesausflugsziele, wenn man etwas mehr Zeit zur Verfügung hat. 

Bei einem längeren Aufenthalt und wenn das Wetter nicht mitspielt, so bietet Chengdu zudem interessante Museen, wie das Sanxingdui oder das Jinsha Site Museum und abends lohnt ein Besuch einer Sichuan Oper


Tagesplanung

Tag 1: Flug nach Chengdu & Tianfu Twin Towers

An Tag 9 unserer Reise flogen wir nach Chengdu, wo wir nach dem Check-In für ein frühes Abendessen zu Chen Mapo Tofu gingen. Die Sichuan-Küche der Region war ein echtes Highlight. 

Anschließend schauten wir uns dann noch die Bambus-Wassertürme und die Tianfu Twin Towers an, die nachts mit ihrer Beleuchtung ein echtes Highlight waren. Die Standorte im südlichen Financial Center habe ich euch oben in den Highlights verlinkt. 

Tag 2: Panda Reserve, Chunxi Road, Wuhou Tempel & Anshun Bridge

Für unseren einzigen vollen Tag in Chengdu hatten wir natürlich volles Programm. Wir starteten mit einem morgendlichen Besuch (da sind die Pandas am aktivsten) im Giant Panda Reserve

Zurück in Chengdu aßen wir zunächst bei Laoyuanba Zajiangmian zu Mittag, was total authentisch war, in einem Hinterhof, wo eine ältere Dame in einem großen Topf die Nudeln zubereitet. Dann schlenderten wir die Chunxi Road entlang, wo wir uns die Statue des kletternden Pandas am IFS Shopping Center anschauten. Hier holten wir uns auch einen Pistazien-Shake bei Lishan Camellia Shi

Von dort fuhren wir zur Jinli Ancient Street und zum Wuhou Tempel und abends noch zur beleuchteten Anshun Bridge

Abendessen gab es dann für uns wieder in der Straße, wo wir auch schon zum Mittagessen waren - diesmal bei Chunyang Guanyuxiang Paigumian (Jixiang Street Branch).  

Tag 3: Vormittag in Chengdu & Flug nach Guilin

Am nächsten Tag hatten wir den Vormittag noch einmal in Chengdu zur Verfügung, wo wir uns erst noch das Wenshu-Kloster direkt bei unserem Hotel anschauten und dann zum Souvenir-Shopping nochmal Richtung Chunxi Road/Taikoo Li fuhren.

Hier holten wir uns noch einen Kaffee und für unterwegs sehr leckeres Gebäck bei Bon Appetit - zu diesem Zeitpunkt der Reise war es eine sehr angenehme Abwechslung mal wieder richtiges Brot/Gebäck zu sich zu nehmen und die Knoblauchbaguettes waren ganz besonders lecker. 

Dann ging es zum Flughafen und wir flogen weiter zu unserem nächsten Stopp.

Abwandlungen:

Natürlich kann man in Chengdu deutlich mehr Zeit verbringen, als wir bei unserer Rundreise eingeplant hatten und dann auch ggf. noch die Highlights in der Umgebung entdecken.


Wissenswertes

Anreise:

Nach China gelangt man von Europa aus per Flug am besten nach Peking oder Shanghai, die beiden Flughäfen mit der besten internationalen Anbindung. Von dort gibt es dann Flüge und Züge nach Chengdu. In die Stadt kommt man dann von den meisten chinesischen Flughäfen am besten mit dem Didi (chinesisches Uber), was auch sehr günstig ist. Die Distanzen sind oft sehr weit und wenn man dann noch in die Rush Hour gerät, ist man oft auch länger als eine Stunde unterwegs. 

Die so genannten E-Hailing Stationen, wo man mit dem Didi abgeholt wird sind im Flughafen stets sehr gut ausgeschildert, sodass die Abholung recht unkompliziert organisiert werden kann.

Fortbewegung vor Ort:

China

In den Städten Chinas bewältigt man eigentlich so ziemlich alle Strecken mit dem Didi (chinesisches Uber). Das ist nicht nur äußerst komfortabel, sondern auch ausgesprochen günstig. Auch für längere Fahrten, wie zum Panda Reserve, haben wir es uns meist einfach gemacht und ein Didi gerufen. Man bekommt in der Regel auch immer eins. Einziger Nachteil ist, wenn man zur Rush Hour in die Hauptverkehrszeit gelangt, kann es schonmal dauern, sodass man für 2km 20 Minuten braucht und am liebsten aussteigen und einfach laufen möchte. 

Größere Städte wie Shanghai verfügen auch über ein gut ausgebautes Metro-Netz, wir entschieden uns allerdings immer für die unkompliziertere Variante mit dem Didi, weil wir es auch von unseren vorherigen Stopps gewohnt waren.

Die Distanzen sind leider meist viel zu weit zum Laufen. Einzig in Xi`An haben wir tatsächlich das meiste zu Fuß gemacht. 

Wenn man sich für die Metro entscheidet, kann man in der Regel mit den klassischen Zahlungs-Apps WeChat und Alipay bezahlen. 

Sicherheit:

China ist ausgesprochen sicher. Nicht nur aufgrund der zahlreichen Kameras in den öffentlichen Straßen, teilweise an nahezu jeder Ecke, braucht man sich hier zu keiner Tages- oder Nachtzeit Sorgen machen. Auch Frauen können hier im Land problemlos alleine reisen und auch noch nachts durch die Straßen laufen. 

Diebstahl existiert hier ebenfalls praktisch nicht und so konnten wir bspw. ohne Sorge unsere großen Koffer im Zuggang einige Meter entfernt stehen lassen. 

Beste Reisezeit:

Eine generelle Aussage darüber, was für China die beste Reisezeit ist, lässt sich gar nicht so einfach treffen, da es stark davon abhängt, wohin genau man reisen möchte. Da das Land derart riesig ist, gibt es die unterschiedlichsten Klimazonen. 

Für eine klassische Rundreise bieten sich jedoch die Monate April/Mai und September-November an. Dann ist es nicht zu heiß und feucht und auch nicht zu kalt. Vermeiden sollte man allerdings (nicht wie wir) die Golden Week in der ersten Oktoberwoche, da es wirklich stellenweise unerträglich voll werden kann. 

Das gilt soweit auch für Chengdu.

Gesundheit & Impfungen:

Besondere Impfungen braucht man auch für China nicht. Es empfiehlt sich einfach die Standard-Impfungen für Auslandsreisen up to date zu halten und ggf. Tollwut, aber man kann den Affen in den Nationalparks auch aus dem Weg gehen. 

Wenn man doch einmal ärztlichen Rat/Behandlung braucht, dann gibt es grundsätzlich in den Städten eine gute ärztliche Versorgung und Apotheken. 

Das Tragen einer Maske kann sich in manchen sehr vollen Bahnen etc. anbieten und wird auch von vielen Einheimischen noch so praktiziert.

Sprache:

In China wird nahezu ausnahmslos Chinesich gesprochen. Und wenn ich nahezu ausnahmslos sage, dann meine ich das auch. Selbst die einfachsten englischen Wörter und Sätze versteht hier kaum jemand. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, insbesondere in Städten mit vielen internationalen Expats wie Shanghai, aber man sollte sich definitiv nicht darauf verlassen. Der Google Übersetzer ist hier dein bester Freund. Wobei wir sogar festgestellt haben, dass die Chinesen auf vorgezeigte Übersetzungstexte gerne auf Chinesich antworten, was dann auch wiederum nicht weiterhilft. 

Währung und Zahlungsarten:

China:

Die Währung in China hat unterschiedliche Bezeichnungen - das früher gebräuchlichere Yuan oder das heute offizielle Renminbi (RMB oder CNY).

Tatsächlich sind wir aber während unserer gesamten Zeit nicht einmal mit Bargeld in Berührung bekommen. Man zahlt eigentlich alles bargeldlos mit den Zahlungs-Apps Alipay und WeChat. Siehe Abschnitt Apps für mehr Infos.

Hygiene:

Grundsätzlich ist die Hygiene in China in Ordnung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man zum Zähneputzen und Trinken lieber abgepacktes Wasser nutzen, aber ansonsten hat man normalerweise keine Probleme. Lediglich vielleicht durch das teilweise sehr scharfe Essen, welches der Verdauung Probleme bereiten kann.

Öffentliche Toiletten gibt es nahezu überall, mal mehr mal weniger sauber und nicht alle sind mit Toilettenpapier oder Seife ausgestattet, weshalb man Taschentücher und Handdesinfektion im besten Fall dabei hat. 

Tickets:

In Sachen Tickets für Attraktionen und Eintritt gibt es in China ebenfalls das ein oder andere zu beachten. 

Wichtig ist bei einigen Attraktionen, dass man im Voraus bucht, bspw. bei der Verbotenen Stadt mindestens 1-2 Wochen vor geplantem Besuch. 

Am besten ist, wenn man bei sämtlichen geplanten Aktivitäten, wie Verbotene Stadt, Himmelstempel & Platz des Himmlischen Friedens in Peking, Terrakotta-Armee in Xi`An, Panda Reserve in Chengdu, Zhangjiajie National Parks, Tagestouren in Guilin und Shanghai Tower etc. ab ca. 2-3 Wochen im Voraus die Verfügbarkeiten checkt und wenn der Plan ohnehin schon steht, am besten auch direkt bucht. 

Einreise & Visum:

Während unserer Reise 2025 war für China kein Visum nötig - zumindest nicht für eine touristische Einreise von bis zu 30 Tagen. 

Diese Regelung galt jedoch zunächst befristet bis Ende 2025 und so sollte man sich immer auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Reisebestimmungen informieren. 

Wichtig ist definitiv, dass man alle Angaben korrekt macht. Bei mir gab es bspw. hin und wieder ein Problem, da ich meinen Zweitnamen, der im Pass steht, nicht angegeben hatte. Am Ende hat es dann aber doch immer geklappt. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

In China wird man außerdem vermutlich etwas mehr Datenvolumen benötigen, wenn man seine westlichen Apps wie WhatsApp, Instagram und co nutzen möchte. Grund dafür ist, dass diese Apps in China grundsätzlich gesperrt sind und man sie deshalb nicht nutzen kann, wenn man bspw. mit dem Hotel-WLAN verbunden ist. Wir haben deshalb eigentlich nie irgendwo das WLAN genutzt und dementsprechend mehr Datenvolumen verbraucht. 

Positiv ist, dass bei der Nutzung einer eSim von Airalo zusätzlich ein VPN direkt installiert ist und man somit dann keinen zusätzlichen VPN herunterladen muss, um seine üblichen Apps nutzen zu können. 

Apps:

Insbesondere in China braucht man ein paar Apps definitiv. 

Alipay: Zahlen ist überall mit der App möglich. Wichtig ist, dass man die App im Vorfeld einrichtet und sich registriert. Die letzte Authentifizierung kann dann erst in China durchgeführt werden, jedoch sollte man sich im Vorfeld schon um alles weitere kümmern (Kreditkarte hinterlegen und sich identifizieren). Wer hier Hilfe braucht, schaut euch am besten ein Video dazu an. Man zahlt dann vor Ort mithilfe von QR Codes. Man kann sich in der App alles direkt übersetzen lassen. 

Wechat: Die zweite Zahlungsapp und zeitgleich der Messenger (WhatsApp Chinas). Mit WeChat kann man außerdem Zahlungen an Privatpersonen schicken und auch an vielen Highlights Tickets oder Zusatzoptionen einfach buchen. Leider gab es hier keine Übersetzungsfunktion.

Trip.com: Für Zug- und Flugbuchung, auch Hotelbuchung möglich. 

AMap: Das Google Maps Chinas, Google Maps funktioniert hier nicht und deshalb braucht man Amap, um sich zurecht zu finden. Auch findet man viele Restaurants etc. bei Google Maps nicht, sodass AMap auch schon bei der Reiseplanung hilfreich ist, bei der man diese Spots direkt in der App einspeichern kann.

GoogleTranslate: Wie unter Sprachen schon geschrieben, absolut notwendig, um sich notfalls zu verständigen. 

Airalo: Für eine eSim mit vorinstalliertem VPN, um auf allen Apps online bleiben zu können. 

Sonstiges:

Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und China/Südkorea beträgt 6-7 Stunden. 

Die Chinesen sind definitiv ein spezielles Volk und an viele Eigenschaften und Verhaltensweisen muss man sich als Europäer erst einmal gewöhnen. Auch wenn es in den letzten Jahren wohl weniger geworden ist, darf man sich über laute Spuck- und Rotzgeräusche auf den Straßen auch heute nicht wundern. Sobald es um einen Eintritt in einen Park oder Bus/Bahn geht, werden in der Regel die Ellenbogen ausgefahren und es wird ordentlich gedrängelt - das scheint ebenfalls ganz normal zu sein. Die Chinesen haben offenbar ein geringeres Bedürfnis nach Personal Space und auch das macht sich bemerkbar. Und auch darüber hinaus werden einem immer wieder Dinge auffallen, die man so nicht gewohnt ist. Als Deutscher und insbesondere wenn man blond ist, kann man sich auch auf recht unverhohlenes finger pointing einstellen oder darauf, dass man mit großen Augen angestarrt oder nach einem gemeinsamen Foto gefragt wird. 

Positiv ist uns neben den zahlreichen öffentlichen Toiletten auch die große Anzahl an Powerbank-Stationen aufgefallen, bei denen man eine Powerbank ausleihen und an einem beliebigen Standort wieder abgeben kann. Man sollte deshalb darauf verzichten, seine eigene Powerbank mitzubringen, denn auch unsere mussten wir leider bei einer Flughafenkontrolle zurücklassen, denn man darf nur solche mit sich führen, die die spezielle CCC Markierung haben.

Essen ist in China übrigens sehr günstig, in Hong Kong allerdings deutlich teurer und in die Restaurantpreise in Seoul liegen irgendwo dazwischen. Trinkgeld muss man insbesondere in China nicht geben, bzw. wird es teilweise sogar als unhöflich angesehen. In China wird man auch häufig sehen, dass noch halb volle Teller zurückgelassen werden, das liegt darin, dass man damit in China zeigt, dass das Essen genug war. 

Zwar gibt es auch in China viele öffentliche Toiletten, allerdings muss man sich darauf einstellen, dass es häufiger nur "Hocktoiletten" gibt, die mehr oder weniger ein Loch im Boden sind. 

In China darf man außerdem auch in vielen geschlossenen Räumen, wie Restaurants oder öffentlichen Toiletten etc. noch rauchen. 

Sicherheitshalber solltest du einen Stromadapter mitnehmen, da nicht jedes Hotel deutsche Steckdosen hat. Hier gibt es in China drei verschiedene weit verbreitete Steckdosen - Typ A, C und I. Im besten Fall nimmt man also einen Universaladapter, der alle abdeckt, mit. 


Unterkunftsempfehlungen

In China gibt es in jeder Stadt mehrere gute Hotels, ich liste im Folgenden das auf, auf das unsere Wahl in Chengdu gefallen ist und wieso:

  • Chengdu - Buddha Zen Hotel: Spezielles Design wie in einem buddhistischen Tempel und verkehrsberuhigte Lage direkt beim Wenshu-Kloster.

Dies ist nur eine Option und man wird auf den klassischen Buchungsseiten ganz gut fündig. Am wichtigsten ist grundsätzlich eine zentrale Lage, um nicht zu viel Zeit im Verkehr der jeweiligen Stadt zu verlieren. 


Essensempfehlungen

Das Essen in China ist wirklich ausgesprochen gut und eines der Highlights auf der Reise. Entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist es auch sehr vielfältig und nein, man isst hier üblicherweise weder Hund, noch Katze oder etwas anderes Exotisches. Das gewöhnungsbedürftigste, was wir an manchen Street Food Ständen gesehen haben, waren Schweinefüße und wir hatten hier immer genug leckere Alternativen, dass wir uns da nicht herantrauen mussten. 

Typische Speisen:

China (stark unterschiedlich je nach Region):

  • Pekingente: Unglaublich lecker, mehrere Stunden gegart und mit Gemüse und dünnen Teigfladen serviert;
  • Dumplings: Teigtaschen gefüllt mit unterschiedlichsten Inhalten;
  • Kungpao Chicken: Das aus der Region Sichuan stammende Gericht besteht aus Hühnchen, Erdnüssen und Gemüse;
  • Hotpot: Hier gruppiert man sich um einen Topf mit heißer Brühe und jeder gart sein Fleisch/Fisch oder Gemüse; 
  • Mapo-Tofu: Auch der scharf gewürzte Tofu hat seinen Ursprung in der Sichuan Region;
  • Nudelvariationen: Als kalter Nudelsalat, heiße Nudelsuppe oder regionale Besonderheiten wie BiangBiang Nudeln;
  • Gebratener Reis: Gebratener Reis mit Gemüse, auch gerne mit Schweinefleisch serviert;
  • Roujiamo: Die Teigtaschen mit Fleisch (chinesischer Döner) sind ein beliebtes Streetfood Gericht, insbesondere um Xi`An;
  • Frühlingsrollen: Die gefüllten frittierten Teigtaschen sind auch in Deutschland gut bekannt, ebenso wie Glückskekse;
  • Schwein süß-sauer: Knuspriges Schweinefleisch in einer süß-sauer Soße;
  • Grüner Tee: Gibt es in China im Grunde überall.

Restaurant-Tipps:

Jede Stadt für sich hat einige sehr gute Restaurants, die wir definitiv empfehlen können. Ich verlinke die Restaurants bei Google Maps, allerdings besteht hier die Gefahr, dass bestimmte Orte dort gar nicht oder falsch verortet sind. Auch die Bewertung auf Google Maps ist gar nicht aussagekräftig. Es macht deshalb auf jeden Fall Sinn, die Namen lieber bei AMap zu suchen und sich dort abzuspeichern.
Schaue auch gerne in meinen Instagram Guides, in denen ich die Locations genauer beschreibe:

  • Chen Mapo Tofu(Beancurd Flagship): Der Klassiker für Mapo Tofu und auch sehr leckeres Kungpao Chicken;
  • Laoyuanba Zajiangmian (Jixiang Street): Sehr leckere Nudeln, ganz authentisch im Hinterhof von alter Dame gekocht;
  • Chunyang Guanyuxiang Paigumian: Sehr leckere Sichuan Gerichte, Nudeln und Dumplings mit scharfer Würzung;
  • Laochengdu Sanyang Mian (Guojielou Street): Ebenfalls eine gute Adresse für die typischen Nudeln in scharfer Soße;
  • Bon Appetit (@The Atrium): Wer zwischendurch mal richtiges Gebäck braucht - mega Knoblauchbaguette und mehr.

Natürlich gibt es in jeder Stadt auch noch viele andere gute Restaurants, aber diese haben wir getestet und können sie ausnahmslos weiterempfehlen. Wenn man überall nur ein Restaurant aufsuchen könnte, dann ist meine Empfehlung dick markiert. 

Café-Tipps:

Wie schon erwähnt war die Kaffee-Szene in China tatsächlich ausgesprochen gut. Die besten Empfehlungen für Kaffee & Frühstück liste ich euch hier auf, viele sind nur bei AMap unter dem Namen zu finden (checke auch hierzu gerne meine Instagram Guides):

  • HandBell Coffee Torrefaction (Fanghua Street - bei AMap)
  • Gout & Co (Shizi Alley - bei AMap)
  • Lishan Camellia Shi (Chunxi Road - Tees & Shakes - AMap)
  • Arabica (Taikoo Li Branch - bei AMap)

Fotoeindrücke


Auch Chengdu hat uns sehr gut gefallen und für uns war dieser Kurzaufenthalt auch genau richtig und ausreichend, um die wichtigsten Highlights zu erleben - vor allem der Besuch bei den Pandas und die unglaublich gute Küche und authentischen Restaurants sind uns in sehr positiver Erinnerung geblieben. 

Wenn an in seiner Zeit beschränkt ist, dann wäre Chengdu aber sicherlich eine der Städte, die man zur Not am ehesten auslassen kann. 

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Guides

Chengdu English

PDF – 1,0 MB 8 Downloads

Chengdu Deutsch

PDF – 1,0 MB 6 Downloads

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