5 Tage - Istanbul (Städtetrip)

Istanbul - die größte Stadt der Türkei, die allerdings nicht die Landeshauptstadt bildet, ist ein großartiges Ausflugsziel für einen Trip über ein langes Wochenende (3-5 Tage). 

Die türkische Megametropole liegt gleich auf zwei Kontinenten - mit einem europäischen und einem asiatischen Teil -  und zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer. Sie bietet einige klassische Sehenswürdigkeiten, freundliche Menschen und eine herausragende Küche. 

Die Gastfreundschaft und die vielen lebendigen und bunten Stadtviertel haben uns besonders begeistert. 

Quick Facts

Lage

Die Lage zwischen dem Mittelmeer und dem schwarzen Meer und auf gleich zwei Kontinenten ist wirklich einzigartig. Man spürt die Unterschiede zwischen Europa & Asien.

Food

Kulinarisch zählt Istanbul sicherlich zu den herausragenden Städten weltweit - ob auf den großen Märkten, in schicken Restaurants oder an Streetfood-Ständen - sehr lecker. 

Moscheen

Zu den bekanntesten Highlights der Stadt gehören natürlich die zahlreichen riesigen und prunkvollen Moscheen mit ihren prächtigen Hallen, Innenhöfen und Minaretten. 

Im Folgenden gebe ich euch hilfreiche Informationen zu diesen Themen:

  1. Highlights
  2. Tagesplanung
  3. Wissenswertes
  4. Unterkunftsempfehlungen
  5. Essensempfehlungen
  6. Fotoeindrücke
  7. Fazit

Wir haben Istanbul im Mai 2025 in Kombination mit unserer Jordanien-Reise besucht.

Ganz unten findet ihr außerdem meine PDF Guides für eure Reise zum Mitnehmen.

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Sehenswertes


Hagia Sophia

Das bekannteste Highlight der Stadt und ihr Wahrzeichen ist die Hagia Sophia

Die Mitte des ersten Jahrtausends im Stadtteil Eminönü erbaute, ehemals byzantinische Kirche, wird heute wieder als Moschee genutzt, während sie im 20. Jahrhundert lange Zeit nur als Museum diente. 

Aufgrund ihrer einzigartigen Bauweise gilt die Hagia Sophia als eine der wenigen Kirchen ohne wirkliche Vorbilder oder Nachahmungen. 

Ihre große Kuppel ist mit einer Spannweite von über 30 Metern die größte, über nur vier Tragepunkte errichtete, Ziegel-Kuppel der Welt.

Besonders mit dem Byzantinischen Reich ist die Kirche stark verknüpft und so wurden hier zahlreiche byzantinische Kaiser gekrönt. Die Hagia Sophia gehört zu den bedeutendsten Bauten der Spätantike. 

Eine Besichtigung der Kirche von innen lohnt sich definitiv und hier sollte man möglichst direkt nach Öffnung kommen, um die später sehr langen Warteschlangen (trotz vorab online gekaufter Tickets) zu vermeiden. 

Blaue Moschee

Ein weiteres absolutes Highlight lässt sich ausgezeichnet mit einem Besuch der Hagia Sophia verbinden, denn die Blaue Moschee steht direkt gegenüber der Hagia Sophia, nur durch einen kleinen schönen Park getrennt. 

Die Blaue Moschee ist weithin auch unter dem Namen Sultan-Ahmed-Moschee bekannt, denn sie wurde Anfang des 17. Jahrhunderts von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben. 

In den Jahren, in denen die Hagia Sophia lediglich als Museum und nicht als Moschee genutzt wurde, diente die Blaue Moschee als die Hauptmoschee Istanbuls. 

Sie bietet einen fantastischen Anblick mit ihren mehreren hellblauen Kuppeln, den sechs Minaretten und den schön verzierten Bögen. 

Auch die Blaue Moschee lohnt einen Besuch von innen. 

Besonders schön ist dabei, dass ein Besuch kostenlos möglich ist. Hierbei muss man nur die Gebetszeiten beachten, zu denen der Besuch zu touristischen Zwecken eingeschränkt ist. 

Topkapi Palast

Der Topkapi Palast zählt ebenfalls zu den bekanntesten Highlights der Stadt.

Auch der Palast befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den bereits genannten Sehenswürdigkeiten. 

Während der Palast in früheren Jahren als Wohn- und Regierungssitz der Sultane und als Verwaltungssitz des Osmanischen Reichs diente, zieht er heute als Museum zahlreiche Besucher an. 

Bei einem Besuch kann man verschiedenste historische Artefakte, wie Porzellansammlungen, alte Schriften, sowie altertümliche Waffen und Koranbücher bestaunen. 

Besonders sehenswert ist heute der bunt verzierte Harem, in dem damals die vielen Frauen der Sultane lebten und der seine Besucher heute mit kunstvollen Verzierungen und Mosaiken in seinen Bann zieht. 

Kombitickets, die das Museum und den Harem, sowie einen Audioguide beinhalten, kosteten jedoch bereits über 50€.

Großer Basar & Ägyptischer Basar

Auch vom Großen Basar in Istanbul hat sicherlich schon jeder einmal gehört. 

Der Basar bringt tatsächlich gigantische Ausmaße mit sich. 

Er erstreckt sich auf einer Fläche von über 30.000m² und beherbergt rund 4.000 Geschäfte. 

Die Händler vertreiben hier unterschiedlichste Souvenirs, Gold- und Silberschmuck, Klamotten, Bücher oder Textilwaren - wie Teppiche.

Die bunten Stände vermitteln eine orientalische Atmosphäre, Lebensmittel gibt es hier auf dem Basar jedoch nicht zu kaufen. 

Ein weiterer bekannter Basar Istanbuls ist noch der Ägyptische Basar

Hier gibt es im Gegensatz zum Großen Basar unterschiedlichste türkische Lebensmittel - insbesondere Tee, Gewürze und Desserts. 

Durch die Überdachung sowohl des Großen, als auch des Ägyptischen Basars, kann man diese auch gut an Schlecht-Wetter-Tagen besuchen. 

Galatabrücke

Die Galatabrücke sollte man zumindest einmal während seines Trips nach Istanbul überqueren. 

Die Brücke verbindet die Stadtteile Eminönü und Karaköy/Galata und überquert dabei das Goldene Horn, welches ins Marmarameer mündet. 

Die Stahl-Klappbrücke bietet Platz für zwei Straßenbahngleise, sechs Autospuren und Gehwege zu beiden Seiten. 

Auch auf der unteren Ebene kann man am Wasser, entlang von Fischrestaurants, spazieren. 

Besonders auffällig sind die vielen Angler, die auf beiden Seiten bei Wind und Wetter nebeneinander aufgereiht mit ihren Angeln stehen und unterschiedlichste Fische aus dem Wasser ziehen. 

Von der Brücke hat man außerdem einen tollen Blick auf die bekanntesten Moscheen auf der einen und das bunte Viertel Galata mit dem Galataturm auf der anderen Seite. 

Insbesondere zum Sonnenuntergang hat uns der Besuch der Brücke sehr gut gefallen. 

Cisterna Basilika

Die Cisterna Basilika, auch versunkener Palast genannt, ist ebenfalls einen Besuch wert. 

Der Eingang zu dem unterirdischen Bauwerk befindet sich in direkter Nähe zur Hagia Sophia. 

Früher diente sie als Zisterne und Wasserspeicher für den Großen Palast.

Heute kann man über dicht über dem Wasser gebaute Stege spazieren, die sich zwischen den zahlreichen unterirdischen Säulen hindurchschlängeln. 

Für eine besonders geheimnisvolle und mystische Stimmung sorgt dabei die unterschiedliche Beleuchtung, die zwischenzeitlich die Decke und Gewölbe in dunklem Orange und das Wasser am Grund in leuchtendem Grün erstrahlen lässt. 

Eine weiteres Highlight der Zisterne sind die umgekehrten Köpfe der Medusa und so diente sie bereits als Schauplatz einiger Filme, wie Dan Brown`s Inferno oder auch James Bond. 

Auch hier ist der Eintrittspreis mit über 30€ für einen vergleichsweise kurzen Rundweg nicht gerade günstig gewesen, lohnt sich aber für Interessierte dennoch. 

Diese Aktivität kann man sich außerdem sehr gut auch für Schlecht-Wetter-Tage aufsparen. 

Weitere Moscheen

Selbstverständlich finden sich in Istanbul auch noch weitere Moscheen, die einen Ausflug lohnen und die das Bild der Stadt prägen, wie nichts anderes. 

Eine dieser Moscheen ist die schöne Ortaköy Moschee, die im Stadtteil Beşiktaş direkt am Ufer des Bosporus liegt. 

Den Hafen von Ortaköy erreicht man auch sehr gut mit der Fähre über das Wasser und wenn man schon hier ist, kann man hier in Ortaköy auch an einem der zahlreichen Stände Kumpirs, verschieden belegte Kartoffeln, probieren. 

Eine weitere sehenswerte Moschee, die auf einem Hügel liegend, bereits von der Galatabrücke aus gut zu sehen ist, ist die Süleymaniye Moschee. Von hier oben bietet sich ein fantastischer Blick über die Stadt, insbesondere bei Sonnenaufgang.

Etwas mehr außerhalb, im Stadtteil Üsküdar auf der asiatischen Seite gelegen, steht die größte Moschee des Landes - die Çamlıca Moschee. Mit einer Höhe von gut 70 Metern, der imposanten Kuppel und den sechs Minaretten, ist die Moschee auch aus der Ferne ein imposanter Anblick.

Auch die Neue Moschee direkt am Ägyptischen Basar ist sehenswert. 

Bosporus Bootsfahrt

Eine lohnende Aktivität ist bei einem Besuch Istanbuls definitiv auch eine Bootsfahrt auf dem Bosporus, insbesondere zum Sonnenuntergang.

Auf einer solchen Bootsfahrt hat man unterwegs einen tollen Blick auf viele der Sehenswürdigkeiten der Stadt und außerdem kann man die Fahrt super nutzen, wenn man ohnehin von einer Uferseite zu einem Viertel auf der anderen Seite möchte und dabei den teilweise schon sehr anstrengenden Straßenverkehr vermeiden will.

Beobachten kann man dabei die über dem Wasser kreisenden Möwen und einige der wichtigsten Markenzeichen der Stadt zu beiden Seiten. 

Wir haben das Boot beispielsweise einfach nur genutzt, um von Ortaköy zurück in Richtung Galatabrücke, nach Karaköy, zu fahren. 

Eine Fahrt hat dabei so viel gekostet, wie eine Fahrt mit der Straßenbahn und wir konnten sogar dieselbe Karte dafür verwenden. 


Istanbuls Viertel

Neben den oben genannten offensichtlichen Sehenswürdigkeiten Istanbuls, sind es insbesondere die unterschiedlichen, farbenfrohen und jedes für sich charakteristischen Viertel, die die Stadt ausmachen.

Balat

Ein Viertel, dessen Name unter den Must-Visits sicher ganz weit oben fällt - ist Balat.

Balat ist bekannt für seine zahlreichen netten Cafés und Restaurants und seine entspannte und ausgelassene Atmosphäre.

Ganz besonders bekannt ist das Viertel jedoch für seine bunten Häuserfassaden und Straßen. 

Insbesondere die Ecke Usturumca Sk./Kiremit Cd. ist eine echte Anlaufstelle für Touristen geworden und lohnt einen kurzen Abstecher. 

Wenn man mit der Bahn oder dem Boot schon nach Balat fährt, dann sollte man bei der Gelegenheit außerdem auch gleich das benachbarte Viertel Fener besuchen, wo sich ebenfalls historische Gebäude und nette Cafés aneinanderreihen. 

Beyoğlu

Auch Beyoğlu dürftet ihr bei eurem Aufenthalt mindestens einmal aufsuchen. 

Nicht umsonst gilt das Viertel als das pulsierende Herz Istanbuls. 

Hier entlang verläuft bspw. die Haupt-Shoppingstraße, die Istiklal Caddesi, mit zahlreichen Geschäften und Restaurants, aber auch Galerien und Nachtclubs. 

Auf dieser Hauptstraße fährt auch die historische rote Straßenbahn bis zum Taksim-Platz

Ein Teil dieses Viertels ist außerdem auch der Stadtteil Galata, rund um den Galataturm

Vom Galataturm hat man einen tollen Blick über die Stadt und den Bosporus, der Eintrittspreis betrug inzwischen jedoch auch schon über 30€.

In Beyoğlu finden sich auch tolle Hotels und Airbnbs, wenn man wirklich zentral wohnen möchte. 

Kadiköy

Ein weiteres Viertel, das uns besonders gut gefallen hat, befindet sich auf der asiatischen Seite Istanbuls. 

"In Kadiköy ist alles etwas entspannter, als auf der europäischen Seite." Das hat uns schon unser Uber-Fahrer auf der Fahrt hierher erzählt und es stimmte.

In dem hippen Viertel leben viele junge Leute, die die vielen Cafés, Restaurants und Bars, aber auch die kleinen Boutiqueläden schätzen. 

Hier in Kadiköy findet man außerdem sehr authentische Märkte, mit frischem Fisch, Obst und Gemüse. 

Das Viertel bietet zudem mit der Moda Promenade und dem Moda Pier eine tolle Möglichkeit für einen entspannten Spaziergang am Wasser. 

Weitere

Aber auch darüber hinaus haben uns weitere Viertel sehr gut gefallen. 

Eines dieser Viertel ist Beşiktaş und der daran anschließende Ortaköy-Hafen. Hier in Beşiktaş finden sich unzählige Kebab/Döner-Läden, ein kleiner Fischmarkt und eine authentische Atmosphäre. 

Um das Viertel Sultanahmet wird man definitiv nicht drumherum kommen, da hier die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, wie die Hagia Sophia, zu finden sind. 

Auch Nişantaşı lohnt einen Besuch. Es erinnert mit seinen Luxusboutiquen, Designerläden und gepflegten Stadthäusern ein bisschen an die schickeren Stadtteile New Yorks und außerdem findet man hier auch sehr gute Restaurants und Clubs.

Etwas weiter außerhalb, aber ebenfalls lohnenswert, ist das Viertel Arnavutköy, am Ufer des Bosporus. Hier hat man fast das Gefühl in einem entspannten Urlaubsort zu sein und kann durch die schönen Straßen mit Restaurants, Cafés und hölzernen Häusern spazieren. Besonders gut gefallen hat uns hier die Straße Beyazgul Cd. als schöner Spot, mit Blick die Straße hinunter und auf die hinter dem Wasser von dem Hügel aufragende Çamlıca Moschee.

Direkt gegenüber, auf der asiatischen Seite, liegt der ruhigere und mit grünen Parks durchzogene Stadtteil Üsküdar, mit dem berühmten Aussichtspunkt, dem Çamlıca Tower.


Alternative Orte

Wer ausreichend Zeit eingeplant hat, dem bietet Istanbul auch darüber hinaus noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und Orte. 

Neben dem Topkapi Palast findet sich im Stadtteil Beşiktaş auch noch der Dolmabahçe-Palast, der direkt am Bosporus gelegen durch seine prunkvolle Architektur besonders auffällt. 

Wer sich eine Verschnaufpause vom Sightseeing und den quirligen Gassen der Stadt gönnen möchte, dem bieten die Istanbuler Parks, wie der Yildiz Park oder der Gülhane Park, die perfekte Gelegenheit. 

Sollte das Wetter nicht so gut sein und für historisch Interessierte, lässt sich auch ein Besuch des Archäologiemuseums oder des Istanbul Moderns gut in die Planung integrieren. 

Ein beliebtes Fotomotiv, das sich am besten während einer Bootsfahrt aus geringerer Entfernung ablichten lässt, ist der Maiden`s Tower.

Und neben dem Galataturm bietet Istanbul noch weitere Aussichtstürme, wie den markanten Çamlıca Tower etwas außerhalb in Üsküdar. 


Tagesplanung

Tag 1: Flug nach Istanbul

Gegen Mittag landeten wir in Istanbul

Hier checkten wir nur schnell im Hotel ein, holten uns dann einen kleinen Snack bei Örnek Börek und schlenderten weiter in Richtung Taksim Platz

Wir liefen durch Beyoğlu und entlang der Istiklal Caddesi bis zur Galatabrücke, die wir überquerten, um in Sultanahmet beim Galeyan Restaurant zu Abend zu essen. 

Auf dem Rückweg stoppten wir nochmals bei der Galatabrücke, wo wir den Sonnenuntergang anschauten und uns zum Nachtisch bei Hafiz Mustafa noch Baklava gönnten. 

Tag 2: Hagia Sophia, Blaue Moschee & Kadiköy

Am nächsten Morgen holten wir uns zum Frühstück zunächst einen frischen Simit von Cihangir Tarihi Simit Firini und machten uns dann auf den Weg wieder nach Sultanahmet. 

Hier schauten wir uns die Hagia Sophia von außen und die Blaue Moschee von innen und außen an. 

Gegen Mittag fuhren wir mit dem Uber auf die asiatische Seite bis nach Kadiköy

Hier schlenderten wir durch die Gassen und aßen bei Halil Lahmacun zu Mittag. 

Nachdem wir noch in 2-3 Läden waren, schlenderten wir entlang der Moda Promenade bis zum Gözlemeye Manti ve Gözleme Evi, wo wir zu Abend aßen. 

Vom Ufer hatte man hier auch einen guten Blick auf den Maiden`s Tower

Anschließend nahmen wir ein Boot zurück auf die europäische Seite und bis nach Ortaköy zur Ortaköy Moschee.

Tag 3: Basare, Hagia Sophia & Cisterna Basilika

Der nächste Tag startete mit Regen. Wir schnappten uns deshalb nur einen Simit(Sesamring) für unterwegs und machten uns morgens nochmal auf den Weg zur Hagia Sophia, die wir uns diesmal von innen anschauten. 

Anschließend hatten wir direkt die nächste Indoor Aktivität um die Ecke geplant und besichtigten die Cisterna Basilika

Mittags gab es für uns einen unglaublich leckeren Fisch-Dürüm von Meshur Tarihi Eminönü Balik Ekmek Yilmaz und anschließend verbrachten wir den Nachmittag zunächst auf dem Ägyptischen und dann auf dem Großen Basar.

Da es Richtung Abend doch noch aufzog, unternahmen wir noch eine Bootsfahrt auf dem Bosporus und schauten uns das schöne Viertel Arnavutköy an. 

Zum Abendessen ging es ins Adana Ocakbasi.

Tag 4: Galata, Besiktas & Balat

Den letzten Tag nutzten wir noch einmal, um durch das ein oder andere Viertel zu schlendern. Wir starteten morgens in Galata, wo wir uns wieder einen Simit und einen Kaffee to go bei World Coffee Co. holten. Den Galataturm schauten wir uns nur von außen an. 

Um die Mittagszeit erkundeten wir noch Besiktas, spazierten hier durch den Park, vorbei am Besiktas Fußballstadion und am Dolmahbace Palast. Mittags aßen wir hier einen Döner bei Karadeniz Döner.

Anschließend spazierten wir noch einmal zur Galatabrücke und nahmen auf der anderen Seite in Eminönü die Bahn nach Balat

Hier schlenderten wir durch die schönen bunten Gassen und setzten uns nachmittags auf einen Tee und Baklava ins Cafe Naftalin.

Gegen frühen Abend fuhren wir dann noch nach Nisantasi, schauten in den ein oder anderen Laden und zum Abendessen ging es dann zum Mahir Lokantasi.

Tag 5: Frühstück & Abreise

Am letzten Tag hatten wir morgens noch Zeit für ein entspanntes Frühstück im Walton Breakfast, bevor es dann langsam Richtung Flughafen ging, von wo aus wir wieder nach Hause flogen. 


Wissenswertes

Warum Istanbul und Jordanien kombinieren?

Eine Reise nach Istanbul und nach Jordanien zu kombinieren, macht definitiv Sinn, auch wenn man beides selbstverständlich auch als eigenständige Reise planen kann. 

Grund dafür ist, dass die meisten Flüge von Europa nach Jordanien ohnehin nur mit Zwischenstopp in Istanbul buchbar sind. 

Ein Geheimtipp ist hierbei das Buchen mit Stopover in Istanbul über Turkish Airlines. Hierdurch kriegt man bei einem Aufenthalt von bis zu 5 Nächten zumindest eine Nacht in einem guten Hotel von Turkish Airlines geschenkt. Informiere dich hierzu einfach über das Stopover-Programm von Turkish Airlines.

Anreise:

Nach Istanbul kann man von fast jedem Flughafen Europas direkt fliegen. Hier gibt es sowohl den etwas stadtnäheren Flughafen IST auf der europäischen, als auch den etwas weiter entfernten SAW auf der asiatischen Seite. 

Von IST erreicht man das Stadtzentrum kostengünstig mit der M11 Metro und von SAW erreicht man Kadiköy direkt mit der M4. 

Von beiden Flughäfen ist die Fahrt mit dem Taxi/Uber natürlich bequemer und je nach Uhrzeit auch zeitsparender. Die Fahrt kostet allerdings auch zwischen 30 und 50€.

Fortbewegung vor Ort:

Istanbul:

In Istanbul gibt es ein halbwegs gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Bussen und auch Straßenbahnen. Oft waren wir zwar zu bequem und haben ein Uber genommen, mit dem Bus kann man allerdings die meisten Strecken ebenfalls gut und vor allem günstig zurücklegen. Hierfür kauft man sich einmalig die Istanbul Card und lädt diese auf. Beim Betreten und Verlassen der Bahnstation checkt man sich ein- und aus und der entsprechende Betrag wird abgebucht. 

Die Karte kann auch mit mehreren Personen gemeinsam genutzt werden, indem man nach Passieren der Schranke, diese an den nächsten nach hinten gibt. 

Sicherheit:

In Istanbul ist Kriminalität, abgesehen von den Taschendieben, die es in fast jeder Großstadt gibt, kein Thema. Fernhalten sollte man sich allerdings immer von Demos und Protesten, insbesondere in Bezug auf die Regierung. 

In der Vergangenheit kam es in Istanbul auch mal zu Erdbeben, diese hielten sich allerdings meist in Grenzen. 

Beste Reisezeit:

Die beste Reisezeit für Istanbul ist in den Monaten um den Hochsommer herum, März bis Mai oder September bis November. Dazwischen ist es oft unerträglich heiß und im Winter sehr kalt und ungemütlich.

Gesundheit & Impfungen:

Besondere Impfungen braucht man auch für Istanbul nicht. Es empfiehlt sich einfach die Standard-Impfungen für Auslandsreisen up to date zu halten und ggf. Tollwut, aber man kann den streunenden Katzen auch aus dem Weg gehen. 

Sprache & Währung:

In Istanbul sprechen die Einheimischen natürlich Türkisch und man verständigt sich üblicherweise auf Englisch. Die Währung ist die Türkische Lira und eine Lira war während unserer Reise aufgrund der Inflation nur ca. 2 Cent wert. 

Hygiene:

In Istanbul sind die hygienischen Verhältnisse gut. 

Wir haben uns hier gar keine Gedanken machen müssen.

Tickets:

In Istanbul gibt es sämtliche Tickets (Hagia Sophia, Topkapi Palast, Cisterna Basilika etc.) ganz regulär auf den entsprechenden Websites oder auch über Seiten wie getyourguide. Hier gibt es auch entsprechende Kombitickets. 

Es lohnt sich in jedem Fall immer schon ein paar Tage im Voraus die jeweilige Verfügbarkeit zu checken und am Tag selbst dann möglichst direkt zur Öffnungszeit oder kurz vorher zu erscheinen, um lange Schlangen trotz Ticket zu vermeiden. Außerdem muss man sich hier vielleicht auf 1-2 Highlights beschränken, da die Tickets mit bis zu 50€ pP doch schon recht teuer waren. 

Einreise & Visum:

Für die Türkei ist derzeit kein Visum notwendig. Es lohnt sich aber immer tagesaktuell die derzeitigen Bestimmungen zu checken. 

Mobile Daten:

Wie bei inzwischen sämtlichen Reisen außerhalb der EU nutzen wir die eSIMs über die App Airalo. Diese kann man sich ganz normal auf sein Handy laden und hier für das entsprechende Zielland eine eSIM erwerben. Die Kosten sind je nach Land verschieden, halten sich aber in Grenzen. In der Regel zahlt man nicht mehr als 15-20€ für ein ausreichendes Datenvolumen, welches man auch jederzeit aufstocken kann. In der App ist gut erklärt, wie man die reguläre SIM de- und die eSIM des Ziellandes aktiviert. 

Auch die Türkei zählt übrigens nicht zur EU, sodass man sich hier vorher ein entsprechendes Datenvolumen kaufen sollte. 

Sonstiges:

In Istanbul hingegen waren die Menschen extrem freundlich. 

An bestimmten Orten Istanbuls wird kurze Kleidung nicht gerne gesehen, was in muslimischen Ländern nicht unüblich ist. Lange Leinenklamotten sind ideal und für Besuche in Moscheen benötigen Frauen einen Schal als Kopftuch. 

Sicherheitshalber solltest du einen Stromadapter mitnehmen, da nicht jedes Hotel deutsche Steckdosen hat. 


Unterkunftsempfehlungen

In Istanbul haben wir die erste Nacht von Turkish Airlines im Rahmen des Stopover-Programms gezahlt bekommen und waren mit dem Hotel Wish More Sisli so zufrieden, dass wir spontan noch eine Nacht dazubuchten, obwohl wir eigentlich schon unser Airbnb zeitgleich gebucht hatten. 

Eine Nacht verspätet checkten wir dann in unser Airbnb ein, das sehr zentral in Galata gelegen, ebenfalls absolut empfehlenswert ist. Leider ist das Airbnb momentan jedoch nicht mehr verfügbar - Anbieter ist allerdings Stone Inn Galata gewesen, worunter man bei booking.com noch eine vergleichbare Unterkunft findet. 


Essensempfehlungen

Kaum ein Land auf der Welt ist für Food-Liebhaber derart interessant, wie die Türkei und Istanbul bietet hier wirklich eine herausragende Auswahl an sehr authentischen Restaurants mit ausgezeichneter Küche. 

Typische Speisen:

  • Döner Kebab: Ganz anders als in Deutschland, Fleisch in der Teigtasche ohne Soßen oder viel Gemüse;
  • Lahmacun: Dünnes Fladenbrot mit Hackfleischmischung und Salat zusammengerollt gegessen;
  • Pide: Ovale Form, ähnlich einer Pizza und belegt mit Hackfleisch, Spinat oder Ei und Käse;
  • Köfte: Würzige Fleischbällchen, rohe Variante sind Cig Köfte;
  • Manti: Türkische kleine Teigtaschen, gefüllt mit Hackfleisch und unter Joghurtsoße und Paprikapaste serviert;
  • Simit: Die Sesamringe findet man an jeder Ecke und sie schmecken auch von den kleinen Ständen sehr gut;
  • Baklava: DER Nachtisch in der Türkei - aus Blätterteig, mit Nussfüllung und mit türkischem Honig übergossen; 
  • Balik Ekmek: Brötchen oder Dürüm, belegt mit frisch gefangenem Fisch;
  • Börek: Leckere Blätterteigkringel mit Füllung aus Hackfleisch oder Spinat und Käse;
  • Gözleme: Ebenfalls mit Fleisch oder Spinat und Käse gefüllte und angebratene Wraps/Pfannkuchen;
  • Corba: Türkische Linsensuppe mit Joghurt oder Ayran;
  • Meze: Viele kleine Dips und Leckereien, wie gefüllte Weinblätter (Dolma) zum snacken und dippen;
  • Menemen: Beliebtes Frühstück mit Rührei, Tomate, Paprika und Sucuk;
  • Türkischer Kaffee oder Tee: Zu jeder Tageszeit sehr beliebt und an jeder Ecke erhältlich.

Restaurant-Tipps Istanbul:

Die richtigen Restaurants in Istanbul zu finden, ist gar nicht so einfach, weil die Stadt ein riesiges Angebot hat und die Bewertungen bei Google Maps nicht immer aussagekräftig sind. Die folgenden Restaurants können wir aber definitiv empfehlen:


Fotoeindrücke


Istanbul ist in unseren Augen definitiv eine Stadt, die man mal besucht haben sollte.  

Alleine die Gastfreundlichkeit der Menschen, die bunten Viertel und das hervorragende Essen sind eine Reise wert und ich könnte mir gut vorstellen, in Istanbul nochmal einen Zwischenstopp einzulegen. Auch dafür eignet sich die Stadt als großes Flug-Drehkreuz ausgezeichnet. 

Nach einer gewissen Dauer kann die Stadt auch ermüden, da die Distanzen sehr weit sind, der Verkehr chaotisch, die Stadt ist laut und deshalb nichts für Leute, die Ruhe suchen. 

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Guides

Istanbul Deutsch

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Istanbul English

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